DMS hat geschrieben:Also wenn ich wählen könnte, würd ich für mich das französische System entscheiden. Aber wiederum darf man bei so wichtigen Sachen in D. -selbstverständlich- nicht wählen. Das ist doch eindeutig ! Also selbst diese 1,4% Beitragsunterschied macht doch nur 50 Euro/Monat aus /hälftig zu tragen sind -also dann 25 Euro. Die um 5 Jahre frühere Renteneintritt s o w i e die 24%-ige niedrigere Rente in D. sind doch wohl eindeutig. Nein, auch da gibt es nix schön zu reden. Nur für die, die nicht in dieses Zwangssystem einzahlen müssen, die klatschen selbstverständlich lautstark dass alles so passt. Auch dieses System ist gescheitert und zur reinen Ausbeutung verkommen. Dass das in Höchstrenten endet, ist mir klar, aber soll jeder glauben/denken was er will.
Wieso ein 1,4% Beitragsunterschied? Ich habe eine KI befragt und die lieferte die folgenden Zahlen für Frankreich:
Arbeitnehmer: 7% - 9% vom Brutto
Arbeitgeber: 16% - 18% vom Brutto
Gesamtbeitrag: 23% - 27% vom Brutto
Das wären 5% oder mehr vom Brutto für Rentenbeiträge. In Frankreich wird also rund 30% mehr Geld in die Rentenkasse bezahlt im Vergleich zu Deutschland (24% / 18,6% = 1,29).
Ich gehe davon aus, daß die Löhne in Frankreich eventuell auch etwas niedriger liegen könnten, als in Deutschland, weil alleine die Arbeitgeber auf's Brutto 40% Sozialabgaben zahlen, zusammen mit dem Arbeitnehmer sind's dann 60% vom Brutto.
In Deutschland liegt man meines Wissens nach bei ca. 42% an Sozialabgaben in Summe von Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
In Deutschland wird die Deutsche Rente immer schlecht geredet, schon zu Zeiten von Norbert "Nobbi" Blüm. Was viele Leute immer nicht berücksichtigen sind die Versicherungs-Leistungen die man in Summe hat.
Ich habe bisher rund 215 TEUR in die Rentenversicherung einbezahlt (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberabteil). Ein paar Jahre muß ich auch noch arbeiten und einzahlen (5-10 Jahre). Mein Rentenanspruch daraus wirkt dagegen niedrig.
Aber: Würde ich jetzt ein Weib heiraten, die Dame ist über 45 oder hat ein minderjähriges Kind, und ich gebe den Löffel ab, dann kriegt die Dame bis ans Lebensende rund 1000,- Euro monatlich Brutto-Witwen-Rente für mich, bis ans Lebensende mit durchschnittlich 80+ Lebensjahren, also 30 oder mehr Jahre. Hätte ich mit der Dame ein Kind, bekäme das Kind Waisen-Rente.
Zusätzlich hätte ich Anspruch auf eine Kur oder Reha-Maßnahme, die die Deutsche Rente zahlen würde. Das hatte mir mein Arzt schon vor Jahren empfohlen, nur ich habe keine Lust auf "Kur".
Ich hatte auch schon vor Jahrzehnten mal eine Reha-Maßnahme, die die Deutsche Rente bezahlt hat, obwohl ich damals erst wenig Rentenbeitrag einbezahlt hatte, weil ich am Anfang des Erwerbslebens stand.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet