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Weizenaussaat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon 1056xl » So Okt 20, 2013 17:35

@ Nordhesse
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MfG. 1056xl
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Forchhammer » So Okt 20, 2013 17:45

Im Studium Weihenstephan haste Bodenkunde im 1. Semester
G.O.A.T : Geballte Organisation Aufständischen Terrors (zu deutsch: Ziegen)

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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Welfenprinz » So Okt 20, 2013 18:06

NobbyNobbs hat geschrieben:
Nordhesse hat geschrieben:Pfluglos wird deshalb von manchen so befürwortet, weil der Pflug leider schon erfunden wurde und somit nix neues mehr ist


:lol: Ja genau, das ist der Gedanke dahinter. Ouweioweioweiowei...


naja, da ist schon was dran. Auch. Wie an vielen anderen Beiträgen hier auch.
Landwirte probieren neue Maschinen und Verfahren aus , mit einer gewissen Technikbegeisterung.... brummbrumm :mrgreen: . Denn Bodenkunde ist langweilig und dröge und da schläft man in den Vorlesungen ein. Die Debatte um Fendt oder Deutz weckt da schon wesentlich mehr Begeisterung. :mrgreen:
Ich würde es eher so begründen, dass sich die Wissenschaft und Landwirtschaft einfach weiter entwickelt haben. Vor 100 Jahren hatte keiner die Technik und erst Recht nicht das Wissen, ein anderes System als die Bewirtschaftung mit dem Pflug, erfolgreich durchzuführen.


Ein gaz wesentlicher Faktor, auf jeden Fall. Als ich zum ersten mal vor nach einer Regenperiode zu gross gewordenem Ausfallraps stand........ mein Gott. Ein 70er Jahre Dücker, ein 70er Jahre Grubber und hinter der Kreiselegge so ne lütsche Zahnpackerwalze. Was hab ich geheult bei dem Feldaufgang.




Eigentlich sollte man sich dazu also jeglichen Kommentar verkneifen. .


im Gegenteil, nur sowas hier bringt uns weiter.
Was ich mir so in den letzten Wochen an Gedanken gemacht habe, seit ich euch zur diesem pflugloskram ausgequetscht habe....... hätte ich hier unter Kollegen und im Beratungsring so nie zusammengekriegt.

btw. : aus meine Beobachtungen im Gemüsegarten :mrgreen: würd ich jetzt mal so behaupten, dass dieser Effekt , dass die Regenwürmer bis knapp unter Decke alles schön zerkrümeln, so nach 2-3 Jahren eintritt. Kommt das hin?
Zuletzt geändert von Welfenprinz am So Okt 20, 2013 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon NobbyNobbs » So Okt 20, 2013 18:36

Nordhesse hat geschrieben:zum Thema pflugloser Weizenanbau nach Mais oder Weizen: Ist das Risiko einer Fusarieninfektion bei pflugloser Bewirtschaftung höher, oder bei pflugfurche?


Ja, aber lässt sich alles relativ sicher und problemlos eindämmen.

Nordhesse hat geschrieben:Zum Thema Intelligenz: Wie soll man das Zeichen deuten, wenn ein Betriebsleiter nach 5 Jahren pfluglosem Wintergerstenanbau wieder zu Wintergerste konsequent pflügt?


Der hat gewiss nix druff

Nordhesse hat geschrieben:zum Thema Bearbeitungstiefe: Warum verkaufen im Osten viele Betrieb ihre 12 m Grubber únd steigen bei gleicher Schlepperleistung auf 8 m um? - Aussage aus der Landmaschinenbranche- von mehreren Herstellern?



Die ham bestimmt nix druff

Nordhesse hat geschrieben:Thema Winterfurche: Warum pflügt hier der größte Rübenanbauer ( ca. 100 ha), Mitglied im Rübenkuratorium etc. immer noch fast alles zu Rüben-


Und er hat mehr als nix druff

Nordhesse hat geschrieben:Ich denke, das Thema ist so vielschichtig, wie die ganze Landwirtschaft. Bei meinem Nachbarn passt die Pfluglose Bewirtschaftung - Ich sag mal so: Auf dem Standort, bei der Betriebsgröße. 3 Km weiter kann das schon wieder ganz anders aussehen.


Das kann ich ggfl. nachvollziehen und sehr gut mit leben :)

Nordhesse hat geschrieben:Und Nobby: 3+ 6 = 9

Sehr gut, scheinst nicht zu der angesprochenen Kategorie des Universaldilettanten angehörig zu sein :lol: :wink: :D


Jetzt mal Spaß bei Seite... Ich will hier keinem sein u.U. funktionierendes System streitig machen. Wenn man merkt, dein Gegenüber weiß wovon er spricht und hat eben ein solches durchdachtest System- ja mein, was gibt's denn Besseres als das. Dann kann er von mir aus 5 mal im Jahr alles 3 Meter tief umgraben. Aber wenn hier hohle Argumente gebracht werden, dann ist der Spaß vorbei. Und das ist leider viel zu oft der Fall.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Mad » So Okt 20, 2013 18:52

Nordhesse: Der muss wieder pflügen, weil er die Düngung nicht an die Mulchsaat angepasst hat. Fakt ist, dass Stroh bzw. die Mulchschicht anfangs sehr viel N bindet. Dadurch kann es gerade im Frühjahr schnell mal zu N-Mangel kommen (C/N-Verhältnis). Das ist ein ganz wichtiger Aspekt, den in meinen Augen viel zu wenige berücksichtigen und später dann auf die Mulchsaat fluchen und wieder zum Pflug greifen.

Bei der ersten Gabe muss man einfach mehr düngen als bei Pflugsaat, weil gerade dann dieses Phänomen eintritt.


Übrigens bekommst du doch auch das LLH-Fax oder?

Da war neulich eine Tabelle zu den DON-Gehalten drin. Fusarien? Bei Mulchsaat geringfügig höher, als Pflugsaat. Wichtig ist nunmal, dass man die Stoppeln mulcht.
Wie wir alle wissen, gibt es genug Fusarienstämme, die in der Pflanze hochwachsen und da ist man mit Pflugsaat keinen deut besser als bei Mulchsaat.

Desweiteren gehe ich davon aus, dass gerade Gülleeinsatz für Mulchsaat geeignet ist. Das ist kein Argument. Durch die Gülle hast du doch eine viel bessere Strohrotte und ich wage mal zu behaupten, dass du nach 5-6 Jahren bis zum Ährenschieben überhaupt kein Stroh mehr an der Oberfläche siehst, das irgendwie Fusarieninfektionen auslösen könnte.

Gerste funktioniert pfluglos genauso gut wie mit Pflug. Meine Erträge zeigen keinen Unterschied zur Pflugsaat. Man muss nur wissen, dass die Gerste eine Mimose ist und die Umstellung auf minimal darf vor allem nicht von einem zum anderen Jahr erfolgen. Ich habe jetzt 5 Jahre lang immer für eine tiefe Lockerung gesorgt, aber zugesehen, dass genügend Material an der Oberfläche verbleibt, damit sich erstmal eine gute Regenwurmpopulation aufbauen kann, die dann diese Lockerung übernehmen kann. Wenn du vom einen aufs andere Jahr die Lockerung von 20cm wendend auf 5cm mischend umstellst, weiß die Gerste doch gar nicht wo sie mit den Wurzeln hin wachsen soll. Da fehlen einfach die nötigen, vorgegrabenen Löcher. Dass die Gerste da nix wird, ist doch klar. Bei Weizen sieht das anders aus. Der wächst ja auch ganz anders und zeigt ein aggressiveres Wurzelwachstum.


Ich kann mich Nobby nur anschließen. Erfolgreiche Mulchsaat findet erstmal im Kopf statt. Man muss sich mit dem komplexen Thema Boden auseinandersetzen und für sich eine Strategie herausfinden, wenn man offen dafür ist. Wenn einige nach ein paar Jahren wieder zum Pflug greifen, dann heißt das für mich nur, dass sie sich mit dem Thema nicht komplett auseinander gesetzt haben, vielleicht nur auf einen Zug aufspringen wollten, direkt nur auf die Kosten geachtet haben, oder halt im Kopf nie wirklich vom Pflug weg waren. Die einen sind bereit das durchzuziehen und die anderen machen es mal so oder mal so, weil es der Nachbar auch gerade mal probiert. Zumal jedem egal sein sollte, was der Nachbar so treibt. Wenn ich hier in der Gemarkung sehe, wie viele Kollegen mal wenden oder mal konservieren, dann wurden sich über das Thema noch gar keine Gedanken gemacht. Da wird dann nur mal auf den Pflug verzichtet, weil es ja so viel günstiger ist und unterm Strich mehr Geld übrig bleibt. Da kommen dann so Sprüche wie "das ist auch nicht billiger als pflügen" oder "wenn du so tief lockerst, hättest du auch gleich pflügen können". Und wenn mir dann noch einer erzählt, er hätte auch Regenwürmer auf seinem Schlag, obwohl er gepflügt hat, dann ist das ohnehin kein Kandidat, der sich überhaupt auch nur einen Gedanken über das macht, was unter seinen Schlepperrädern passiert.

Ich sagte es ja schonmal: Und wenn es teurer wäre als zu pflügen, würde ich immer noch nicht pflügen. Denn bei diesem Thema geht es mir absolut nicht ums Geld. Da würde ich jederzeit gerne ein paar Euro mehr investieren, was ich in den vergangenen Jahren auch immer gemacht habe. Bis meine Böden soweit waren, mir dies wiederzugeben, indem ich weniger dafür tun muss.

Es stellt niemand in Frage, dass der Pflug die Landwirtschaft revolutionierte. Aber heute gibt es andere Methoden um wieder zurück zum Bodenerhalt zu gehen und auf den Pflug zu verzichten.

@1056xl:

Ich habe heute auf 5cm Tiefe mit dem Kreiselgrubber gearbeitet. Auf sehr Tonhaltigen Böden, wo ein Erdklumpen beim Zerdrücken zwischen den Fingern richtig schmierte. Mit entsprechender Technik ist das möglich. Aber man kauft ja auch nur die Technik, die man braucht bzw. war uns allen beim Kauf gar nicht bewusst, was die Maschine alles kann. Ich habe das nur durch einfaches Probieren erfahren.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon PhantomLord » So Okt 20, 2013 18:58

Der jeweilligen Gegenposition jegliche Vorteile abzusprechen und ihr nur die Nachteile anzulasten würde bedeuten, einer Ideologie zu verfallen.
Ich denke man kann verallgemeinernd sagen, dass der Pflug generell besser in der Lage ist, den Unkraut, vor allem aber den Ungrasdruck, zu senken. Andererseits kann man auch konservierend oder in direktsaat Ackerbau betreiben ohne sich auf dem direkten Weg in die Resistenzsackgasse zu befinden. Gerade wenn wenig bis keine Erde bewegt wird und auf Sauberkeit geachtet wird besteht die Möglichkeit das Samenpotential, der sich in keimfähiger Stellung befindlichen Samen, zu reduzieren. Dann gehört aber auch dazu, Verdichtungen tunlichst zu vermeiden.
Leider ist das nicht immer möglich (bei mir gerade zur Silomaisernte geschehen). Ein Grubberstrich auf Pflugtiefe hat aber bis auf die Aspekte, dass die Schichtung nicht ganz von den Füßen auf den Kopf gestellt wird(sprich anaerob lebende Mikroben werden mit Sauerstoff konfrontiert und aerobe erstickt) und der Zeitersparnis durch die größere Flächenleistung pro Stunde dann an diesem Beispiel wieder wie bereits von Nordhesse erwähnt den Nachteil, dass das Fusarienrisiko steigt.

Ein unding ist es jedoch meiner Meinung nach Stroh oder Zwischenfrüchte zu vergraben. Je besser die Vorfrucht war und je eher man es gewährleisten konnte Verdichtungen zu vermeiden, desto mehr gebietet sich gerade nur noch flach zu arbeiten. Dem Regenwurm ist das Stroh bei -25cm egal, bestenfalls liegt es dort unter luftabschluss gut konserviert um dann bei passender Gelegenheit wieder nach oben gepflügt zu werden. Die Erosionsminderung wurde ja schon häufig erwähnt als positiver Aspekt der Strohbedeckung

Fazit ist, dass man schon gründe haben kann den Pflug zu benutzen. Gerade um gezielt Krankheiten und Ungräßer und -kräuter zu bekämpfen. Aber oft genug wird er meines erachtens eher aus Tradition wie aus reflektierten Gründen benutzt.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Welfenprinz » So Okt 20, 2013 19:00

vorgegrabene Löcher.
Also ich kenn das bisher so -hauptsächlich abgeleitet aus den Erfahrungen von ZR-Anbau nach dichtem Zwischenfruchtbestand- dass die Wurzeln der Kultur in die von der Durchwurzelung der Vorgängerkultur geschaschaffenen Poren -leicht- wachsen könnnen. Was man ja durch Pflügen zerstören würde(weswegen ja Weizen nach Raps wohl verbreitet die erste Kultur war, die man pfluglos anbaute).

Wäre das jetzt eine akademische für die Praxis irrelevante Debatte, ob nun die Regenwürmer oder die Durchwurzelung der Vorkultur eine wesentliche Rolle für die Wurzelbildung der hauptkultur bilden?
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon forenkobold » So Okt 20, 2013 19:01

Ich hasse diese Dogmatiker. Auf beiden Seiten. Und vor Allem hasse ich Leute, welche die Weisheit gepachtet haben und alle anderen als "blöd" hinstellen, die es nicht so machen wie sie.

Jedenfalls ist die Chance, meinen gerodeten Rübenacker noch ordentlich mit Weizen bestellen zu können, mit Pflug fifty-fifty. Pfluglos NULL.

Die heute gaaaaaaanz vereinzelt angesagten leichten Regenfälle haben sich zu abermals 7 Liter ausgewachsen. Paar Kilometer weiter hört man von 22. n8
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Mad » So Okt 20, 2013 19:12

Welfenprinz hat geschrieben:vorgegrabene Löcher.
Also ich kenn das bisher so -hauptsächlich abgeleitet aus den Erfahrungen von ZR-Anbau nach dichtem Zwischenfruchtbestand- dass die Wurzeln der Kultur in die von der Durchwurzelung der Vorgängerkultur geschaschaffenen Poren -leicht- wachsen könnnen. Was man ja durch Pflügen zerstören würde(weswegen ja Weizen nach Raps wohl verbreitet die erste Kultur war, die man pfluglos anbaute).

Wäre das jetzt eine akademische für die Praxis irrelevante Debatte, ob nun die Regenwürmer oder die Durchwurzelung der Vorkultur eine wesentliche Rolle für die Wurzelbildung der hauptkultur bilden?


Im Prinzip gilt das für beide Fälle. Man trifft ja nicht wenige Rapswurzeln, die sich bis auf 2m nachweislich einen Regenwurmgang für ihre Pfahlwurzel ausgesucht haben.

Aber wie hoch ist denn der Pflanzenabstand bei Raps in einer Reihe und wie hoch ist der Einzelpflanzenabstand bei darauf gedrillten Weizen? Merkt man einen Unterschied von einer Weizenpflanze die förmlich auf einer Rapswurzel wächst und einer anderen Weizenpflanze, die genau zwischen 2 Rapswurzeln steht? Ich denke nicht. Das würde eher für Regenwurmgänge sprechen.

Aber eigentlich ist es die generell sehr gute Bodenstruktur nach Raps, die für die gut ausgebildeten Wurzeln der Folgefrucht sprechen, was wiederum für die Wurzeln spricht.

@forenkobold:
Eigentlich schätze ich deine Aussagen aber in diesem Fall kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Muss denn der Weizen JETZT unbedingt rein? Ich würde an deiner Stelle einfach warten. Und wenn es der 24. Dezember wird, an dem die Bodengegebenheiten für Mulchsaat passen würden.

Ach ja: Du bist in meinen Augen ein Beispiel für diejenigen, die niemals auf den Pflug verzichten würden und sich auch nicht mit dem Thema Boden auseinandersetzen. Sorry, aber deine Aussage spricht Bände und ja, ich mag wohl der Ideologie verfallen, und in der Hinsicht auch ein Besserwisser sein. Aber auch an deiner Stelle würde mich nichts dazu bewegen, den Boden mit dem Pflug zu vergewaltigen. :mrgreen:

These:
Kann das sein, dass Pflüger einfach die sind, die keine Geduld besitzen und Nachts nicht schlafen können, wenn der Weizen nicht gedrillt ist?
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon JohnDeere3040 » So Okt 20, 2013 19:20

Wir haben auch pflügen lassen zum Weizen, kein Lu konnte irgendeine Mulch/Direktsaattechnik überhaupt anbieten.
Man hat deutlich gesehen wie sich der Boden durch den Anbau einer Zwischenfrucht nach Getreide nach sehr flachem Grubberstrich mit folgendem Mais in Mulchsaat geändert hatte.
Die obersten 10cm waren mehr wie Gartenerde und sind beim Pflügen schön auseinandergefallen, während der tiefere Boden zwar von Wurzeln und Regenwurmgängen bereits durchzogen, darauf wartet durch die Kreiselegge auseinander geschnitten zu werden,da sonst kein Saatbett entsteht. Bei der Maismulchsaat hatte eine Bearbeitung mit der Egge gereicht.
Also wir werden weiter versuchen geeignete Mulchsaattechnik als Dienstleistung zu bekommen, das es einfach um ein vielfaches sinvoller erscheint bei unseren Tonböden. Ich war selbst erstaunt, dass die veränderte Bewirtschaftung so schnell und deutlich sichtbar werden kann.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon PhantomLord » So Okt 20, 2013 19:26

Mad hat geschrieben:These:
Kann das sein, dass Pflüger einfach die sind, die keine Geduld besitzen und Nachts nicht schlafen können, wenn der Weizen nicht gedrillt ist?


Mir ist schon klar, dass du damit provozieren willst :D , aber man müsste dennoch der Richtigkeit halber sagen: Wahrscheinlich gibt es nicht wenige Pflüger die pflügen, weil sie keine Geduld besitzen und Nachts nicht schlafen können, wenn der Weizen nicht gedrillt ist?

Ich hab noch keinen Weizen drausen, und dass es auf den tiefen Grubberstrich nach der Maisernte jetzt 5 mm geregnet hat ist fürs absetzen und verwittern größerer Brocken sicherlich förderlich. Der Wetterbericht gibt mir auf jedenfall Hoffnung noch im Oktober meinen Weizen zu säen. Sonst eben in den gefrorenen Boden an Weihnachten :D

JohnDeere3040 hat geschrieben:Wir haben auch pflügen lassen zum Weizen, kein Lu konnte irgendeine Mulch/Direktsaattechnik überhaupt anbieten.
Man hat deutlich gesehen wie sich der Boden durch den Anbau einer Zwischenfrucht nach Getreide nach sehr flachem Grubberstrich mit folgendem Mais in Mulchsaat geändert hatte.
Die obersten 10cm waren mehr wie Gartenerde und sind beim Pflügen schön auseinandergefallen, während der tiefere Boden zwar von Wurzeln und Regenwurmgängen bereits durchzogen, darauf wartet durch die Kreiselegge auseinander geschnitten zu werden,da sonst kein Saatbett entsteht. Bei der Maismulchsaat hatte eine Bearbeitung mit der Egge gereicht.


Interessant ist das. Ich kann mich an das Pflügen nur aus der Kindheit/Jugend erinnern. Ist aber bestimmt schon mind. 10 Jahre her. Ich Pflüg jetzt aber nicht um selbst Anschauung zu haben :)
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon ackerbauer80 » So Okt 20, 2013 19:46

These:
Kann das sein, dass Pflüger einfach die sind, die keine Geduld besitzen und Nachts nicht schlafen können, wenn der Weizen nicht gedrillt ist?


Die Pflüger haben aber den Vorteil, dass sie nicht bis Heiligabend warten müssen um vielleicht noch günstige Bedingungen für die Mulchssaat zu bekommen.

Man sollte jeden nach seiner Fasson glücklich werden. Und wenn der Kobold meint nach seinen Zuckerrüben zu pflügen, dann lass ihn doch.
Man sollte aus seiner Einstellung zum Ackerbau keine Religion machen. Wer pflügen will (und kann) soll pflügen, wer mulchen will, soll Mulch/Direktsaat betreiben.

Wir arbeiten auf unserem Betrieb sowohl pluglos, als auch mit dem Pflug. Und wir versuchen die Vorteile beider Verfahren zu nutzen.
Und gerade in diesem Jahr wären wir bei der Bestellung noch bei weitem nicht so weit, wenn wir nicht gepflügt hätten.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon forenkobold » So Okt 20, 2013 21:14

Mad, kennst Du meinen Boden?
Meine Gegebenheiten? Wie der Acker nach der Schlammrodung aussieht?
Glaub mir.. ich bin ein geduldiger Mensch. Und ich hab genug Äcker, auf denen ich mit Sicherheit noch im Dezember säen könnte. Aber nicht DORT. Prinzipiell wird bei mir nach Rüben KEIN Pflug zu Weizen genommen. Aber gegen Prinzipien muß man manchmal verstoßen. Wobei ich ehrlich gesagt dazu tendiere, den Acker ganz einfach bis zum Frühjahr liegen zu lassen und den Frost seine Arbeit tun zu lassen.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Ice » So Okt 20, 2013 21:19

Also da muss ich forenkobold schon Recht geben. Selbst hier auf unseren Sahneböden hat man Jahre wo es mit Mulchsaat schwierig wird nach Rüben. Fakt ist nunmal dass ich mit dem Pflug viel eher die Möglichkeit habe nochmal in guten Boden hinein zu säen. Versuchen es auch meist mit Mulchsaat aber klappt nicht immer.

Wir warten jetzt erstmal bis Mitte November ab wie sich die Möglichkeiten für Mulchsaat darstellen und wenn bis dahin kein passendes Wetter war wird dann halt gepflügt.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Ulikum » Di Okt 22, 2013 8:00

Stoppelweizen der seinem Namen Ehre macht.
Weizen nach Weizen Direktsaat am 02.10.2013

http://img607.imageshack.us/img607/3257/ze7f.jpg


Triticale nach Wintergerste
Stoppeln gemulcht, Direktsaat am 30.09.2013
http://img542.imageshack.us/img542/4210/bnpy.jpg
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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