Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Feb 12, 2026 5:56

Weizenaussaat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Antwort erstellen
455 Beiträge • Seite 21 von 31 • 1 ... 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24 ... 31
  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon forenkobold » Di Okt 29, 2013 22:20

Maria Hilf. Ein Paradebeispiel wie man es nicht machen soll. Das sieht ja schrecklich aus


Du bist also der Meinung, ich hätte den Roder fortschicken sollen und ihm sagen, er soll im April wieder kommen?

Solche Böden würde ich 2013 nicht mehr befahren

Nichts anderes hab ich auch in meinem Beitrag geäußert.

Zum Glück gibts jetzt keine Gewitter mehr, sonst würde sich der wertvolle Oberboden in Richtung Gewässer verabschieden.


Nur am Vorgewende in Rinnen. Der Boden hat in der Pfütze entlang des unteren Wegs Platz... :mrgreen:
nächstes Jahr steht dort Körnermais und anschließend wird das Erosionsgeschehen mithilfe des Pfluges weitgehend neutralisiert...
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
forenkobold
 
Beiträge: 5927
Registriert: Mi Aug 08, 2007 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Nordhesse » Di Okt 29, 2013 22:59

Ich finde es ziemlich Panne, wenn einige Leute über andere herfallen, weil sie mal etwas zeigen, was nicht dem Lehrbuch entspricht.
Nordhesse
 
Beiträge: 4030
Registriert: So Mai 22, 2011 7:03
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Crazy Horse » Di Okt 29, 2013 23:01

@forenkobold
Wenn das mein Acker wäre, und ich würde sowas sehen, würde ich Dir sofort den Pachtvertrag kündigen. Diese Manöverschäden haben mit guter fachlicher Praxis nichts mehr zu tun. Und wenn ich höre, dass Du auf diesem verdichteten, strukturschwachen Boden nach Zuckerrüben nochmal einen starken Humuszehrer anbauen willst, dann frag ich mich, ob Du noch alle Latten am Zaun hast. Die Bilder aus den Überschwemmungsgebieten sollten Dir doch noch gut in Erinnerung sein. Ich kann Dir jetzt schon versprechen, dass Du nächstes Jahr die gleichen Probleme haben wirst. Schade um den schönen Boden!
Crazy Horse
 
Beiträge: 2629
Registriert: Mo Feb 01, 2010 11:14
Wohnort: Tauberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Ulikum » Mi Okt 30, 2013 8:42

Crazy Horse hat geschrieben:@forenkobold
Wenn das mein Acker wäre, und ich würde sowas sehen, würde ich Dir sofort den Pachtvertrag kündigen. Diese Manöverschäden haben mit guter fachlicher Praxis nichts mehr zu tun. Und wenn ich höre, dass Du auf diesem verdichteten, strukturschwachen Boden nach Zuckerrüben nochmal einen starken Humuszehrer anbauen willst, dann frag ich mich, ob Du noch alle Latten am Zaun hast. Die Bilder aus den Überschwemmungsgebieten sollten Dir doch noch gut in Erinnerung sein. Ich kann Dir jetzt schon versprechen, dass Du nächstes Jahr die gleichen Probleme haben wirst. Schade um den schönen Boden!


:mrgreen:

Seit wann ist Körnermais ein Humuszehrer?
Die Böden sind doch gar nicht so schlecht,
50 Jahren intensive Landwirtschaft hinterlassen nun mal ihre Spuren.
Und das der Boden stark zu Erosion neigt (Wasser),
ich weiß nicht,
dafür scheint mit der Tonanteil zu hoch zu sein wenn ich mir die Bilder anschaue.
Aber vielleicht liege ich ja auch falsch.

IHC_833 hat geschrieben:Ich mache jedes Jahr bei Kobi ne Ackerrundfahrt und ich konnte mich jedesmal davon überzeugen, dass die Flächen in Ordnung sind und deutliche höhere Erträge erwarten liesen, als die Flächen in der Nachbarschaft.


:mrgreen:

wo das nur dran liegt ?
darf ich sagen mach weiter so die Industrie hat dir geholfen -
Syngenta macht es möglich
besonders beim Mais, da soll es auch gute Anbauberater geben.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
Ulikum
Benutzeravatar
Ulikum
 
Beiträge: 1204
Registriert: Mi Jan 04, 2012 11:53
Wohnort: Nordhessen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Vinyard » Mi Okt 30, 2013 9:06

Ich finde auch, der Ton macht die Musik und hier schießen einige übers Ziel hinaus.

Körnermais Humuszehrer? Ich musste auch gleich lachen, obwohl ich ein Bürohengst bin.


Unser Impression nach Körnermais ging am 26.10 mit ca. 345 Körnern in den Boden.
Natürlich nach Pflug! ;) Mal sehen wie sich die Bestände heuer noch entwickeln. Witterung ist bei uns gut.
Bodennässe war nicht ansatzweise ein Problem, aber ok wir haben ja Sandböden! ;)
Vinyard
 
Beiträge: 563
Registriert: Mi Jan 30, 2008 14:56
Wohnort: 25 km südwestlich von Ingolstadt
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Crazy Horse » Mi Okt 30, 2013 9:33

Ulikum hat geschrieben:
Crazy Horse hat geschrieben:@forenkobold
Wenn das mein Acker wäre, und ich würde sowas sehen, würde ich Dir sofort den Pachtvertrag kündigen. Diese Manöverschäden haben mit guter fachlicher Praxis nichts mehr zu tun. Und wenn ich höre, dass Du auf diesem verdichteten, strukturschwachen Boden nach Zuckerrüben nochmal einen starken Humuszehrer anbauen willst, dann frag ich mich, ob Du noch alle Latten am Zaun hast. Die Bilder aus den Überschwemmungsgebieten sollten Dir doch noch gut in Erinnerung sein. Ich kann Dir jetzt schon versprechen, dass Du nächstes Jahr die gleichen Probleme haben wirst. Schade um den schönen Boden!


:mrgreen:

Seit wann ist Körnermais ein Humuszehrer?
Die Böden sind doch gar nicht so schlecht,
50 Jahren intensive Landwirtschaft hinterlassen nun mal ihre Spuren.
Und das der Boden stark zu Erosion neigt (Wasser),
ich weiß nicht,
dafür scheint mit der Tonanteil zu hoch zu sein wenn ich mir die Bilder anschaue.



Zum Ertragsaufbau benötigt Mais doch erstmal reichlich Humus, auch wenn beim Körnermais ein Großteil der Erntereste auf dem Feld zurückbleiben. Da sind Vorfrüchte wie Rüben oder Kartoffeln alles andere als ideal - auch im Hinblick auf den Erosionsschutz.

Ich würde auf jeden Fall zusehen, dass ich dort noch einen Winter- oder Wechselweizen anbauen kann und nächstes Jahr dann ne Zwischenfruchtmischung, die reichlich Biomasse mit sich bringt. Den Mais kann man dann das Jahr darauf im Strip-Till-Verfahren säen.

Der Tonanteil auf dem Boden des Kobolds ist übrigens nicht allzu hoch. Der Boden hat doch reichlich Schluff und lässt sich auch gut bearbeiten. Schwer durchwurzelbaren Tonböden sehen anders aus. Die sind auch nicht rübenfähig. Tonböden neigen durch die hohe Bindekraft der Tonkolloide auch nicht groß zur Erosion.
Crazy Horse
 
Beiträge: 2629
Registriert: Mo Feb 01, 2010 11:14
Wohnort: Tauberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Crazy Horse » Mi Okt 30, 2013 9:58

Vinyard hat geschrieben:Ich finde auch, der Ton macht die Musik und hier schießen einige übers Ziel hinaus.

Körnermais Humuszehrer? Ich musste auch gleich lachen, obwohl ich ein Bürohengst bin.


Unser Impression nach Körnermais ging am 26.10 mit ca. 345 Körnern in den Boden.
Natürlich nach Pflug! ;) Mal sehen wie sich die Bestände heuer noch entwickeln. Witterung ist bei uns gut.
Bodennässe war nicht ansatzweise ein Problem, aber ok wir haben ja Sandböden! ;)



Natürlich ist der Körnermais in der Humusbilanz kein Humuszehrer, aber zum Ertragsaufbau bindet er nun mal reichlich Humus aus dem Boden. Wenn aber von Seiten der Vorfrucht Zuckerrübe, die nun mal als Hackfrucht ein großer Humuszehrer ist, schon ein Großteil des Humuses aufgebraucht ist, sollte man anschließend nicht nochmal eine Pflanze anbauen, die zu ihrem Ertragsaufbau sehr viel Humus benötigt und die Reihen erst sehr spät schließt.

Wenn es im Mai oder Juni zu Starkniederschlägen kommt, womit wir eigentlich immer rechnen müssen, dann ist der Boden nackt und ungeschützt. Dann verschlämmt er und wird abgetragen. Da spielt es dann auch keine große Rolle mehr, dass nach der Ernte im Oktober die organische Masse aus der Restpflanze dem Boden wieder zur Verfügung gestellt. Was weg ist weg!
Crazy Horse
 
Beiträge: 2629
Registriert: Mo Feb 01, 2010 11:14
Wohnort: Tauberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Mad » Mi Okt 30, 2013 10:45

Crazy Horse hat geschrieben:

Natürlich ist der Körnermais in der Humusbilanz kein Humuszehrer, aber zum Ertragsaufbau bindet er nun mal reichlich Humus aus dem Boden. Wenn aber von Seiten der Vorfrucht Zuckerrübe, die nun mal als Hackfrucht ein großer Humuszehrer ist, schon ein Großteil des Humuses aufgebraucht ist, sollte man anschließend nicht nochmal eine Pflanze anbauen, die zu ihrem Ertragsaufbau sehr viel Humus benötigt und die Reihen erst sehr spät schließt.

Wenn es im Mai oder Juni zu Starkniederschlägen kommt, womit wir eigentlich immer rechnen müssen, dann ist der Boden nackt und ungeschützt. Dann verschlämmt er und wird abgetragen. Da spielt es dann auch keine große Rolle mehr, dass nach der Ernte im Oktober die organische Masse aus der Restpflanze dem Boden wieder zur Verfügung gestellt. Was weg ist weg!


Ich will ja niemanden angreifen, aber soweit wie du denkt hier wohl kaum jemand.

Aber es würde dennoch funktionieren und könnte auch in gewissem Umfang in Grenzen gehalten werden, wenn man zum Körnermais organischen Dünger aufbringt.

Die Problematik mit den Ernterückständen und Humusabbau beschäftigt mich auch seit ein paar Wochen und ich denke nun dahingehend um, dass ich den Kompost nicht mehr zu Silomais, sondern danach aufbringen werde. Als Kopfdüngung auf den Weizen. Nicht zuletzt, damit die Regenwürmer was zu futtern haben.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
Benutzeravatar
Mad
 
Beiträge: 6169
Registriert: Fr Sep 28, 2007 18:14
Wohnort: Nordhessen
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Welfenprinz » Mi Okt 30, 2013 11:29

Mein Gott, mit Zuckerrüben und dazu noch in Hanglagen hat man alle Jubeljahre mal so einen Mist.
und bevor die schlagkraft der 6reiher einzug hielt, war ziemlich oft Jubeljahr.

Was - bei meinen Witterungsbedingungen- bei mir tatsächlich anders ist, ist dass man Ende Oktober so einen acker noch nciht für abgeschrieben erklären muss. Zehn Tage, Zwei Wochen kaltes klares, trockenes Wetter....... und auf gehts.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
Benutzeravatar
Welfenprinz
 
Beiträge: 5854
Registriert: So Mär 27, 2011 10:22
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Crazy Horse » Mi Okt 30, 2013 11:45

Mad hat geschrieben:
Crazy Horse hat geschrieben:

Natürlich ist der Körnermais in der Humusbilanz kein Humuszehrer, aber zum Ertragsaufbau bindet er nun mal reichlich Humus aus dem Boden. Wenn aber von Seiten der Vorfrucht Zuckerrübe, die nun mal als Hackfrucht ein großer Humuszehrer ist, schon ein Großteil des Humuses aufgebraucht ist, sollte man anschließend nicht nochmal eine Pflanze anbauen, die zu ihrem Ertragsaufbau sehr viel Humus benötigt und die Reihen erst sehr spät schließt.

Wenn es im Mai oder Juni zu Starkniederschlägen kommt, womit wir eigentlich immer rechnen müssen, dann ist der Boden nackt und ungeschützt. Dann verschlämmt er und wird abgetragen. Da spielt es dann auch keine große Rolle mehr, dass nach der Ernte im Oktober die organische Masse aus der Restpflanze dem Boden wieder zur Verfügung gestellt. Was weg ist weg!


Ich will ja niemanden angreifen, aber soweit wie du denkt hier wohl kaum jemand.

Aber es würde dennoch funktionieren und könnte auch in gewissem Umfang in Grenzen gehalten werden, wenn man zum Körnermais organischen Dünger aufbringt.

Die Problematik mit den Ernterückständen und Humusabbau beschäftigt mich auch seit ein paar Wochen und ich denke nun dahingehend um, dass ich den Kompost nicht mehr zu Silomais, sondern danach aufbringen werde. Als Kopfdüngung auf den Weizen. Nicht zuletzt, damit die Regenwürmer was zu futtern haben.



Nach den negativen Erfahrungen mit Bodenerosion nach Starkniederschlägen (allein 3x in diesem Jahr) würde ich den Mais nur noch in eine abgestorbene Zwischenfrucht reindrillen (Strip-Till). Der Boden ist einfach zu wertvoll, als dass man ihn den Kräften der Natur preisgibt. Die Gülle kann man dann halt nur noch reinschlitzen, aber darauf wird man sich in Zukunft ohnehin einstellen müssen.

Kompost kann man im Weizen eigentlich sehr gut in der kalten Jahreszeit, z.B. im Februar auf gefrorenen Boden ausbringen. Man muss ihn dann halt dünn verteilen und der Weizen sollte auch schon etwas bestockt sein. Aber die Nährstoffe waschen sich in die Wurzelzone rein. Die Bios machen das recht oft, und das macht sich auch gar nicht schlecht.
Ansonsten würde ich schon schauen, dass ich v.a. die Zwischenfrucht gut mit Nährstoffen versorge, damit sie auch reichlich Biomasse und damit Humus für den Mais liefert.

Ich hab leider keinen organischen Dünger, weshalb ich mir über solche Dinge eigentlich weniger Gedanken machen muss, aber ich dünge auch lieber jedes Jahr eine kleinere Menge an Volldünger (3dt zur Schossergabe = 45N), als nur einmal pro Fruchtfolge hohe Mengen auszubringen, auch wenn's letztendlich etwas teurer ist, aber so kann ich mir sicher sein, dass die Nährstoffe von den Pflanzen komplett aufgenommen werden. Das Stroh bleibt dabei immer auf dem Feld.
Crazy Horse
 
Beiträge: 2629
Registriert: Mo Feb 01, 2010 11:14
Wohnort: Tauberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Welfenprinz » Mi Okt 30, 2013 11:59

Ich weiss nicht inwieweit das mit Kompost gleichzusetzen ist, aber Biogassubstrat auf Kopf im Frühjahr ist hier nach einigen Jahren VErsuchsperiode tot.
zuviel verluste, zu schlechte Ausnutzung.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
Benutzeravatar
Welfenprinz
 
Beiträge: 5854
Registriert: So Mär 27, 2011 10:22
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Mad » Mi Okt 30, 2013 12:33

Welfenprinz hat geschrieben:Ich weiss nicht inwieweit das mit Kompost gleichzusetzen ist, aber Biogassubstrat auf Kopf im Frühjahr ist hier nach einigen Jahren VErsuchsperiode tot.
zuviel verluste, zu schlechte Ausnutzung.


Ich lasse den Kompost seit 2009 jährlich in Februar/März auf gefrorenen Boden ausbringen und mit den Verlusten hält sich das doch sehr in Grenzen. Anders als bei Gülle besitzt Kompost kaum wasserlöslichen Stickstoff, weshalb man bei ihm auch nicht auf die Sperrfrist achten muss (bis jetzt). Das Meiste ist halt organisch gebunden und wandelt sich auch nur langsam um, je nach Häufigkeit der Anwendung. Nach 2-3 maliger Anwendung auf demselben Schlag kann man 20-25kg N pro Jahr ansetzen. Ich bin vor 2 Jahren dazu über gegangen, von einer jährlichen Kompostdüngung auf eine im 2-3 Jahres-Rhythmus umzusteigen, weil ich es ehrlich gesagt nicht ertrage, wenn man mir im Frühjahr auf meinem Raps rumfährt und dabei viele Pflanzen kaputt macht und weil ich Mais in meine Fruchtfolge aufgenommen habe. Mittlerweile denke ich aber wieder darüber nach, ihn jährlich streuen zu lassen, ausgenommen bei Raps, wo ich dann bei der Vorfrucht mitdüngen würde und statt zu Mais, nach Mais wegen der fehlenden Mulchauflage nach der Ernte. Alles natürlich Bioabfallverordnungskonform (max. 30t Trockenmasse pro ha innerhalb 3 Jahren).
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
Benutzeravatar
Mad
 
Beiträge: 6169
Registriert: Fr Sep 28, 2007 18:14
Wohnort: Nordhessen
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Nordhesse » Mi Okt 30, 2013 12:50

Weizenaussaat 2013 beendet - Cheffe habe fertig :D
Nordhesse
 
Beiträge: 4030
Registriert: So Mai 22, 2011 7:03
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Ulikum » Mi Okt 30, 2013 13:06

Mad hat geschrieben:
Crazy Horse hat geschrieben:

Natürlich ist der Körnermais in der Humusbilanz kein Humuszehrer, aber zum Ertragsaufbau bindet er nun mal reichlich Humus aus dem Boden. Wenn aber von Seiten der Vorfrucht Zuckerrübe, die nun mal als Hackfrucht ein großer Humuszehrer ist, schon ein Großteil des Humuses aufgebraucht ist, sollte man anschließend nicht nochmal eine Pflanze anbauen, die zu ihrem Ertragsaufbau sehr viel Humus benötigt und die Reihen erst sehr spät schließt.

Wenn es im Mai oder Juni zu Starkniederschlägen kommt, womit wir eigentlich immer rechnen müssen, dann ist der Boden nackt und ungeschützt. Dann verschlämmt er und wird abgetragen. Da spielt es dann auch keine große Rolle mehr, dass nach der Ernte im Oktober die organische Masse aus der Restpflanze dem Boden wieder zur Verfügung gestellt. Was weg ist weg!


Ich will ja niemanden angreifen, aber soweit wie du denkt hier wohl kaum jemand.

Aber es würde dennoch funktionieren und könnte auch in gewissem Umfang in Grenzen gehalten werden, wenn man zum Körnermais organischen Dünger aufbringt.

Die Problematik mit den Ernterückständen und Humusabbau beschäftigt mich auch seit ein paar Wochen und ich denke nun dahingehend um, dass ich den Kompost nicht mehr zu Silomais, sondern danach aufbringen werde. Als Kopfdüngung auf den Weizen. Nicht zuletzt, damit die Regenwürmer was zu futtern haben.


:mrgreen:

Mais ist bei günstigen Verhältnissen eine Ackerbaulich sehr interessante Kultur.
Mais bietet die Möglichkeit neben Raps eine Getreidefruchtfolge aufzulockern.
Ich kann eine Winterzwischenfrucht etablieren und so schon für eine C Zufuhr sorgen.
Mit einer entsprechenden Untersaat erhöhe ich die Tragfähigkeit des Bodens und sorge für weiteren C Nachschub.
Nackte Böden im Mai Juni müssen heute nicht mehr sein.
...........................................................................
@Mad & Crazy Horse
Schon mal eine Humusbilanz erstellt?
Ein zu viel ist auch keine gute fachliche Praxis.
..........................................................................

Wie kann es sein, das nach 20 Jahren Humusaufbau,
nach Bilanz jedes Jahr ~ +450kg C und Jahr,
sich der Humusgehalt nicht wesentlich erhöht hat.


Welfenprinz hat geschrieben:Ich weiss nicht inwieweit das mit Kompost gleichzusetzen ist, aber Biogassubstrat auf Kopf im Frühjahr ist hier nach einigen Jahren VErsuchsperiode tot.
zuviel verluste, zu schlechte Ausnutzung.


:mrgreen:
das bedarf einer Erklärung,
was meinst Du mit zu viel Verluste ?
und wie darf ich eine zu schlechte Ausnutzung verstehen?
Bei oder zu welchen Früchten und in welchen Mengen wurde Biogassubstrat gefahren.
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
Ulikum
Benutzeravatar
Ulikum
 
Beiträge: 1204
Registriert: Mi Jan 04, 2012 11:53
Wohnort: Nordhessen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Weizenaussaat

Beitragvon Mad » Mi Okt 30, 2013 14:08

Ulikum hat geschrieben:
Wie kann es sein, das nach 20 Jahren Humusaufbau,
nach Bilanz jedes Jahr ~ +450kg C und Jahr,
sich der Humusgehalt nicht wesentlich erhöht hat.


Jetzt wirds interessant. :mrgreen:

Eine Humusbilanz mache ich jedes Jahr und im Grunde sagst du ja selber, dass es ein zu viel gar nicht gibt, wenn sich deine Humusgehalte mit all deinen Bemühungen und Überschüssen kaum erhöhen.

Im Wesentlichen entspricht das dem, was die Triesdorfer behaupten:

Sämtliche Bewertungen für Humus-C-Rücklieferungen aus organischen Düngern gehören auf den Prüfstand und neu bewertet. Die haben schließlich gemessen, wobei eine Betriebsform keine Rolle spielt. Die Messungen ergaben, dass die Humusgehalte im Wesentlichen ständig sinken, wobei Komposte und Gülle so gut wie keine nachhaltige Rücklieferung mitbringen. Wenn dem so ist, ist es egal, dass ich auf dem Papier eine Rücklieferung von 400-900kg-C pro Hektar aufweise. Tatsächlich wären es dann vielleicht 100 oder weniger.

Solange man mir nicht verbietet, mehr als 450kg-C/ha haben zu dürfen und ich keinerlei negative Auswirkungen in Form von Mindererträge durch Stickstoffverluste feststelle, bleibe ich dabei, dass ein Nachhaltiger Humusaufbau nur mit mehr Zufuhr an organischer Substanz zu realisieren ist, als mit dem, was ohnehin auf dem Schlag an Rückständen verbleibt. Und die Abfuhr durch Silomais ist mir ehrlich gesagt ein Dorn im Auge. Aber auf die Fruchtfolge bezogen rechnet er sich zur Auflockerung und im Bezug aufs Resistenzmanagement, wodurch ich mit dem Dorn leben muss.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
Benutzeravatar
Mad
 
Beiträge: 6169
Registriert: Fr Sep 28, 2007 18:14
Wohnort: Nordhessen
  • ICQ
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
455 Beiträge • Seite 21 von 31 • 1 ... 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24 ... 31

Zurück zu Ackerbau

Wer ist online?

Mitglieder: 309erwolfi, Bing [Bot], Einhorn64, Google [Bot], Google Adsense [Bot], schdoggi

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki