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welche Weizensorte

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon countryman » Do Aug 29, 2013 7:18

Lt. Aussagen von wirklichen Insidern auf dem Feldtag Haus Düsse wird der Tobak in der Fusarium-Anfälligkeit von 6 auf 7 oder 8 hochgestuft werden.
Er hat auch bei mir gut gedroschen und war dieses Jahr top gesund, wird aber trotzdem nicht mehr ausgesät werden. Auf 70% der Weizenfläche Sondermüll zu ernten möchte ich nicht erleben. Die Warnung von "steel" kann ich nur unterstreichen!

Julius lief bei mir auch sehr sehr gut.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Crazy Horse » Do Aug 29, 2013 7:57

Neidhart hat geschrieben:@New Holland

warum Kerubino? eher eine "alte" Sorte, Zul. 2004 und mit der Gesundheit und Ertrag sieht es auch nicht
berauschend aus!

@all
eine sehr interessante neu Sorte "Avenir". Wer hat Erfahrung?

lg



Zu Avenir kann ich herzlich wenig sagen. Die Sorte wurde 2013 in Bayern und Baden-Württemberg nicht geprüft. Kerubino ist allerdings ne recht anbausichere Sorte, die sich aufgrund ihrer frühen und sicheren Einkörnung auch für Trockenlagen eignet. Ertraglich liegt sie auf dem Niveau von Cubus, hat aber die bessere Qualität.

Warum Pamier die vermehrungsstärkste Sorte in Baden-Württemberg ist, vermag ich nicht zu sagen. Die Sorte ist zwar optisch gesund, produziert aber gerne mal kleine, schlecht ausgebildete Körner, v.a. dann wenn in der Kornfüllungsphase das Wasser fehlt. Dann leidet die Umlagerung vom Stroh ins Korn => grünes Stroh und kleine Körner.
Der Julius ist übrigens auch so ein Kandidat.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Crazy Horse » Do Aug 29, 2013 9:16

steel. hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:Wer plant was für das kommende Anbaujahr?

Werde Tobak auf ca. 70-80 % der Flächen stellen, er hat dieses Jahr den Vogel abgeschossen und teilweise Ergebnisse nahe der 12 t/ha gedroschen. Dazu weiterhin etwas JB Asano, der war wieder wunderbar. Auch ein bisschen Inspiration werde ich wieder aussäen.
Ansonsten finde ich die neuen Sorten recht uninteressant, so dass ich da noch mal ein weiteres Jahr abwarten werde um zu schauen, ob wirklich ein neuer Kracher dabei ist.


Ich würde die örtlichen Versuchsergenbisse in der Region vorziehen.
Bei Futterweizen gibts ohnehin eine größere Auswahl an ertragsstarken Sorten, die Ertragsdaten schwanken nur um wenige % Punkte. Da ist viel entscheidender evtl auf die Gesundheitsmerkmale zu achten.
Ich verwende kaum eine Sorte die in einem Gesundheitsmerkmal wie DTR, Ährenfusarien, oder Septoria, bzw Standfestigkeit, Auswinterung schlechter als BSA 4 max. 5 eingestuft wird.
Leider muß es immer erst in einem Jahr mal wieder kräftig einschlagen, bevor diesen vermeintlich unwichtigen Merkmalen wieder mehr Beachtung geschenkt wird.



Da wirst Du aber nur sehr wenige Sorten finden, die diese Kriterien alle erfüllen und gleichzeitig noch ertragsstark sind und eine gute Qualität mitbringen.

Auf guten Böden unter optimalen Bedingungen liegen die Sorten oftmals nur wenige Prozentpunkte im ertrag auseinander. In der Praxis unter schwierigen Bedingungen (flachgründige Tonböden, Trockenheit, Hitze) kann das schon ganz anders aussehen. Da liegen einzelne Sorten schnell mal 20-30% auseinander.

Eine Sorte muss schon ausreichend winterhart, standfest und blattgesund sein. Da geb ich Dir vollkommen recht. Reine Gesundsorten sind aber meistens recht ertragsschwach, kleinkörnig und wenig trockentolerant und fallen v.a. auf den schwächeren Böden stark ab.
Es gab mal ne Zeit, da waren die Getreidepreise recht schwach und diese "Low-Input"-Sorten, die sich für das MEKA-Programm geeignet haben, voll in. Aber diese Sorten (z.B. History, Solitär, Esket, Dekan, Pamier) haben einfach unterirdisch gedroschen. Da hat man dann lieber zu Kurzstrohsorten wie Ritmo, Bandit oder Haven gegriffen, das Geld für den WR-Verzicht eingesteckt und ganz normal seine Blatt- und Ährenbehandlung gemacht.
Ich hab ertraglich immer die besten Erfahrungen gemacht mit Sorten, die zwar ne leichte Schwäche in der Anfälligkeit für Ährenfusarium haben (z.B. Limes oder Paroli), die dafür aber trockentolerant sind und gut einkörnen. Letztes Jahr hatten wir ein ausgesprochenes Fusariumjahr, wo nahezu jeder Weizen, bei dem keine Ährenbehandlung durchgeführt wurde, über dem zulässigen DON-Höchstwert von 750 µg/kg lag. In einem Normaljahr kann man mit etwas Feldhygiene und einer Ährenbehandlung das Fusariumrisiko aber doch sehr stark reduzieren.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Tobi. » Do Aug 29, 2013 12:53

...meint Ihr nicht, dass ein Tobak nach Raps in Sachen Fusarium unproblematischer ist als eine diesbezüglich "sehr gesunde" Sorte nach Mais (evtl. sogar Pfluglos)...?

Denke schon, dass man die Sache ein wenig differenzierter sehen sollte...
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Welfenprinz » Do Aug 29, 2013 14:54

Dieser Aspekt Standfestigkeit als Entscheidungskriterium ist bei mir ehrlich gesagt im Laufe der Jahre immer weiter nach hinten gerutscht. Irgendwie hab ich das GEfühl, dass man mit den Mitteln heutzutage eigentlich alles stehend zur ERnte hinkriegt (stimmt natürlich nciht, weiss ich).
Das letzte mal, dass wir richtig bedeutend Lager hatten war nach einem Pfingstgewitter 1998........ da lag aber auch wirklich buchstäblich alles platt, egal welche Sorte.
Wichtig finde ich -wenn man wie ich nur Backweizen anbaut- das Halten der Fallzahl auch bei schlechter Witterung im Erntefenster. Deswegen u.a. ist bei mir der Cubus gleich nach einem Jahr wieder rausgeflogen.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Do Aug 29, 2013 20:56

Also mir ist in jedem Falle das Ertragspotenzial und vor allem die Ertragstreue am wichtigsten. Ertragstreue schließt ja vor allem Trockentoleranz, Regenerationsfähig etc. ein. Das ist das Hauptding wonach ich in den LSV schaue. Wenn da 20 Standorte und einige Jahre aufgelistet sind, gehe ich die Reihen durch und schaue, welche Sorten möglichst überall über relativen 100 sind. Und schon hast du alles was du brauchst. Sorten die da für meine Gebiete fast immer positiv heraus stechen sind JB Asano, Inspiration, Tobak und wohl auch Elixer... Z.B. einen Orcas würde ich nie anbauen. Er hat ohne Zweifel hohes Potenzial und ist immer mal für ne rel. 110 gut. Aber dann siehst du bei ihm auch ganz oft 95. Also Ertragstreue ist das Entscheidende. Unter möglichst vielen unterschiedlichen Gegebenheiten und an möglichst vielen Standorten überdurchschnittlich gut sein.
2. wichtigste Kriterien sind die existenziellen. Also alles das was für extreme Ertragseinbußen sorgen kann und was nicht in meiner Macht steht zu ändern. Bestes Beispiel: Winterhärte.
Krankheiten hingegen...ganz ehrlich, who cares? Das war bei mir noch nie ein Problem. Das kriegst du mit Pflanzenschutz und dem entsprechenden Know How bei der Bestandesführung (/Bewirtschaftung) alles in den Griff.
Fast völlig egal sind mir Dinge wie Fallzahlen etc. Da kann im schlimmsten Fall Futter draus werden. Mein Landhändler ist da nicht so penibel. Hier gilt einfach nur die Masse. Ich hab immer B-Weizen und das ist auch gut so. Protein das Gleiche. Ich mach nicht mal mehr ne Spätdüngung (ist auch aus ökologischer und ökonomischer Sicht als äußerst kritisch zu beurteilen).
Zuletzt geändert von NobbyNobbs am Do Aug 29, 2013 21:34, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Do Aug 29, 2013 21:15

countryman hat geschrieben:Lt. Aussagen von wirklichen Insidern auf dem Feldtag Haus Düsse wird der Tobak in der Fusarium-Anfälligkeit von 6 auf 7 oder 8 hochgestuft werden.

.



Ich weiß zu 100%, dass er bereits auf 7 hoch gestuft wurde.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Welfenprinz » Do Aug 29, 2013 21:28

Das mit der Krankheitsanfälligkeit sehe ich ähnlich. Hab ich auch schon immer so gehandhabt. Als wir noch Kanzler angebaut haben z.B. haben für mich dessen vorteile -Standfestigkeit, Fallzahlfestigkeit, Kompensationsfähigkeit- immer gegenüber der Krankheitsanfälligkeit überwogen im Vergleich zu anderen Sorten.
Ausserdem weiss doch eh keiner, was nächstes Frühjahr für Wetter ist....... such ich jetzt ne Rost oder Mehltautolerante Sorte aus?
Winterhärte ist basic, braucht man gar nicht weiter drüber zu reden.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Welfenprinz » Do Aug 29, 2013 21:50

also um mal von den allgemeinen Aussagen weg zu kommen:
für Spätsaaten nehme ich gerne Boomer.
Als Hauptsorte Asano.
und noch irgendwas zum Probieren. mal schauen.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Mad » Do Aug 29, 2013 21:55

Tobi. hat geschrieben:...meint Ihr nicht, dass ein Tobak nach Raps in Sachen Fusarium unproblematischer ist als eine diesbezüglich "sehr gesunde" Sorte nach Mais (evtl. sogar Pfluglos)...?

Denke schon, dass man die Sache ein wenig differenzierter sehen sollte...


Das Problem ist aber, dass er so anfällig dafür ist, dass er sie sogar schon im Raps bekommen kann und das in den vergangenen beiden Jahre hier in der Gemarkung vorgekommen ist. Hier weiß ich von 3, die den angebaut haben und einer meinte, er hätte Fusarien drin gehabt und das nach Raps.

Da mir das Risiko bewusst war, habe ich bei ihm dieselbe Ährendbehandlung gefahren wie bei meinem Maisweizen und ich hatte nirgends Fusarien. Infektionsbedingungen waren aber gegeben, habe bei meinem Onkel nicht wenige rote Körner bei seinem Maisweizen sowieo Stoppelweizen entdeckt.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Tobi. » Do Aug 29, 2013 22:27

Mad hat geschrieben:...Ährendbehandlung gefahren wie bei meinem Maisweizen und ich hatte nirgends Fusarien. ...


Na, dann passt's doch... :prost:

Denke auch, dass man aufgrund des gesunden Blattapparates vom Tobak die Fahnenblattbehandlung mit nem ordenlichen Mittel relativ weit nach hinten schieben kann, so dass zum Ährenschieben (wenn bei entsprechenden Bedingungen die ersten Infektionen mit Fusarien gesetzt werden) noch Wirkung genug da ist das einzudämmen. Wenn sich die Fusarien (entsprechende Bedingungen wieder vorrausgesetzt) dann in der Blüte auf die Ähre ausbreiten wollen, gibt's die zweite Behandlung. Denke das ist für einen intensiv geführten Bestand durchaus im Rahmen und die Fusarien im Griff, ...oder wie seht ihr das???

Bei den LSV, wo alle Sorten gleich behandelt werden, wird diese Möglichkeit/Vorteil ja nicht genutzt; wo wir wieder bei der Vergleichbarkeit mit der Praxis wären...
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Schauerschrauber » Fr Aug 30, 2013 1:17

Hallo

Werde beim Weizen wie folgt aussäen

Meister auf Raps

Tobak auf Hafer

Orcas, Kerubino und Potential als Stoppelweizen.

MfG
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon steel. » Fr Aug 30, 2013 21:02

NobbyNobbs hat geschrieben:
countryman hat geschrieben:Lt. Aussagen von wirklichen Insidern auf dem Feldtag Haus Düsse wird der Tobak in der Fusarium-Anfälligkeit von 6 auf 7 oder 8 hochgestuft werden.

.



Ich weiß zu 100%, dass er bereits auf 7 hoch gestuft wurde.


Vor einigen Wochen wurde er bereits auf 7 hochgestuft. Jetzt müßen die Auswertungen aus 2013 abgewartet werden, denn so schnell gehts nicht.
Kann also durchaus sein, dass nach Abschluß der Auswertungen im Herbst/Winter der 7 eine 8 folgt.

Ich hab wie countryman was gehört, dass er eher Richtung 8 tendieren soll. Das wäre natürlich ein klares Argument gegen die Sorte. Wobei ich ihn selbst bei 6 oder 7 nicht anbauen würde. 5 wäre überlegenswert.
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