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welche Weizensorte

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon White Star » So Sep 08, 2013 20:50

Mad hat geschrieben:Mir ist auch schon aufgefallen, dass er in den letzten beiden Jahren ab und an in den Versuchen etwas schwächelt.

Im Winter 2012 hatte der Asano bei uns in Brandenburg schwer mit Auswinterung zu kämpfen. Ist daher vielerorts in den LSV abgefallen. Dazu kommen schwache Resistenzen bei Septoria und DTR sowie schwache Standfestigkeit. Ist aber bei unserem trockeneren Klima nicht so entscheidend. Die Erträge liegen auf vielen Standorten nach wie vor vorne und dann noch EÄ-Typ mit frühere Reife. Hat schon ein gewisses Alleinstellungsmerkmal.

@ Crazy Horse:
Bei uns sind generell E- und A-Weizen angesagt. Akteur hat immer von sicheren RP und stabilen Fallzahlen profitiert. Die schwachen Resistenzen waren zu händeln. Leider wird E-Weizen nicht angemessen bezahlt, so dass er gehörig unter Druck gerät.

Frühsaat: Für die Frühsaat ab 5.09. werden in Meck.Pomm. v.a. Discus und Julius eingesetzt, früher auch Türkis und Dekan. Frühsaat erhöht die Maschinenauslastung. Bei uns ist alles ca. nach dem 10.10. eine echte Spätsaat.

Das Alter einer Sorte sagt nichts aus! Wenn ein Weizen bei uns gut funktioniert, tut man sich schwerer mit neuen Sorten als auf guten Standorten, da neue Sorten sich mit höherem Risiko erst mal in der Praxis bewähren müssen. n8
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon rettel » Mo Sep 09, 2013 19:44

White Star hat geschrieben:Das Alter einer Sorte sagt nichts aus! Wenn ein Weizen bei uns gut funktioniert, tut man sich schwerer mit neuen Sorten als auf guten Standorten, da neue Sorten sich mit höherem Risiko erst mal in der Praxis bewähren müssen.

In der Praxis bewähren müssen sich die Sorten eigentlich nur wegen der Winterfestigkeit, die nicht in jedem Jahr getestet werden kann. Das heißt also, dass alle Sorten, die 2012 schon in den Versuchen standen, egal wie alt sie sind, kein höheres Risiko darstellen.
JB Asano war mal eine richtige Hochertragssorte...aber das war einmal...mittlerweile gibt es soviele Sorten am Markt, die deutlich besser sind. Gerade bei älteren Sorten ist das Anbaurisiko teils höher, weil jederzeit mit einem Brechen der Pilzresistenz gerechnet werden muss.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Sep 09, 2013 19:50

rettel hat geschrieben:
White Star hat geschrieben:Das Alter einer Sorte sagt nichts aus! Wenn ein Weizen bei uns gut funktioniert, tut man sich schwerer mit neuen Sorten als auf guten Standorten, da neue Sorten sich mit höherem Risiko erst mal in der Praxis bewähren müssen.

In der Praxis bewähren müssen sich die Sorten eigentlich nur wegen der Winterfestigkeit, die nicht in jedem Jahr getestet werden kann. Das heißt also, dass alle Sorten, die 2012 schon in den Versuchen standen, egal wie alt sie sind, kein höheres Risiko darstellen.
JB Asano war mal eine richtige Hochertragssorte...aber das war einmal...mittlerweile gibt es soviele Sorten am Markt, die deutlich besser sind. Gerade bei älteren Sorten ist das Anbaurisiko teils höher, weil jederzeit mit einem Brechen der Pilzresistenz gerechnet werden muss.



So sieht das aus.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Wini » Mo Sep 09, 2013 21:35

Soweit ich weiß, hat die Weizensorte Kerubino eine EU- bzw. Österreich Zulassung.
Da müßte man sich doch auch die Zahlung von Nachbaugebühren sparen oder ?
Im letztjährigen Heft der Saatguttreuhand ist sie jedenfalls nicht aufgeführt.
Kennt jemand eigentlich die Weizenergebnisse für österreichische Sorten bspw, Pannonikus ?
Müßten doch auch in Trockengebieten hier bei uns erfolgreich angebaut werden können.

Ansonsten werde ich zum größten Teil auf altbewährte Sorten wie Türkis und Cubus setzen.
Übrigens, die viele Spritzerei hat in Franken beim Weizen gar nicht viel Mehrertrag gebracht.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Crazy Horse » Di Sep 10, 2013 4:31

Wini hat geschrieben:Soweit ich weiß, hat die Weizensorte Kerubino eine EU- bzw. Österreich Zulassung.
Da müßte man sich doch auch die Zahlung von Nachbaugebühren sparen oder ?
Im letztjährigen Heft der Saatguttreuhand ist sie jedenfalls nicht aufgeführt.
Kennt jemand eigentlich die Weizenergebnisse für österreichische Sorten bspw, Pannonikus ?
Müßten doch auch in Trockengebieten hier bei uns erfolgreich angebaut werden können.

Ansonsten werde ich zum größten Teil auf altbewährte Sorten wie Türkis und Cubus setzen.
Übrigens, die viele Spritzerei hat in Franken beim Weizen gar nicht viel Mehrertrag gebracht.



Da hast Du aber echt Glück, dass Du Dich für eine Sorte wie Kerubino entschieden hast. Zwischen Deutschland und Österreich gibt es nämlich ein Assoziierungsabkommen aus dem Jahr 1913, wonach als Zeichen der Völkerverständigung auf die Sorten des jeweils anderen Landes keine Nachbaugebühren erhoben werden sollen. Deshalb sind auch deutsche Sorten in Österreich so beliebt - sehr zum Leidwesen der deutschen Züchter, denen so Einnahmen in Millionenhöhe entgehen.
Der Bundesverband der deutschen Pflanzenzüchter hat deshalb auch schon Klage beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg eingereicht, ist aber damit gescheitert.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon angusy » Di Sep 10, 2013 7:13

rettel hat geschrieben:JB Asano war mal eine richtige Hochertragssorte...aber das war einmal...mittlerweile gibt es soviele Sorten am Markt, die deutlich besser sind. Gerade bei älteren Sorten ist das Anbaurisiko teils höher, weil jederzeit mit einem Brechen der Pilzresistenz gerechnet werden muss.


Also im LSV Hessen gibt es einen einzigen Brotweizen, der in der betreffenden Region mehr Ertrag gebracht hat - und das ist Tobak. Vielleicht gibt es ja viele Sorten, die viel, viel besser sind, dann wurden sie im LSV Hessen aber bislang nicht getestet. Bei mir bringt der Tobak nicht viel mehr als Asano, eher viel weniger. Ich werde trotzdem beide als Hauptweizen drillen. Hinzu noch Premio für die Wildschweine.

Irgendwelche Erfahrungen mit Edgar, Desamo, Rumor? Ich werde diese mal auf Einzelflächen testen.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon White Star » Mi Sep 11, 2013 6:29

@rettel @nobbynobbs
Ohne Euch zu nahe treten, aber ich halte die Bewährung einer Sorte allein durch die Winterhärte für fatal. Bei uns in BB sind 20% der WW-Fläche ausgewintert und mit dem Abschluss 12/13 wurden die finanziellen Verluste realisiert, zumal manche Kollegen 100% Frostschäden hatten. Auch wenn die Situation im Feb. 2012 "objektiv betrachtet" einmalig war, wirkt diese bis jetzt nach.
In einigen Betrieben sind nicht winterharte Sorten wie Asano oder Meister deshalb "durch".
Unter Bewährung verstehe ich auch, dass bestimmte Sorten wie Cubus oder Brilliant sich deshalb lange halten, weil sie in den jeweiligen Betrieben zuverlässige und stabile Erträge und (vielleicht auch) DB liefern. Warum wechseln, wenn man zufrieden war? Natürlich sind diese Sorten vom Zuchtfortschritt schon überholt. Auch hät sich bei uns ein Toras, weil mit Fusariumnote 2 bisher nichts Bessseres auf dem Markt ist.
Zustimmen muss ich Euch in dem Punkt, dass neue Sorten meist verbesserte Resistenzen mit höheren Erträgen verbinden. Und wenn das für Euch wichtig ist, ist das für mich ok. Bei uns in BB werden Resistenzen an hinterer Stelle diskutiert, weil sie in trockenen Frühjahren nicht abgefragt werden.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Sep 11, 2013 9:16

White Star hat geschrieben:Ohne Euch zu nahe treten


Tust du ja nicht, ist deine (vertretbare) Meinung.

White Star hat geschrieben:Warum wechseln, wenn man zufrieden war?


Es steht für mich außer Frage, dass auch alte Sorten überzeugen können. Aber wer 10 Jahre alte Sorten anbaut, der verschenkt irgendwo was und das unnötigerweise. Das ist einfach so. Sei es an Resistenzen, sei es Qualität oder erst recht Ertrag. Ich halte es einfach für nicht nötig. Unsere Neuzulassungen durchlaufen aufwändige Prüfungen und werden immer umfangreich getestet bevor du sie überhaupt erst mal irgendwo hörst.
Der Zuchtfortschritt macht sich bei näherem Betrachten eigentlich immer bemerkbar. Achten wir mal auf den Aspekt Ertrag, kann keine ältere Sorte (schon gar nicht Cubus, Brilliant oder sowas Steinaltes) mit den modernen Hochertragssorten mithalten. Dazu kommt, dass Sorten irgendwann immer an Resistenz verlieren. Weißt du was Cubus für'n krankes Zeug ist? Dazu nicht immer "auf den Beinen" und ertraglich bestenfalls noch Schnitt. Wieso soll ich so einen Weizen anbauen? Da gibt's Sorten, die in jedem aufgeführten Punkt deutlich überlegen sind, was für mich heißt "mehr Ertrag bei weniger Aufwand". Es ist doch völlig uninteressant, ältere, krankere, wenig ertragreiche Sorten anzubauen, wenn unzählige Versuche und Praxismeinungen neue Sorten mit a) besseren Erträgen, b) sehr guter Winterhärte, c) hervorragenden Resistenzen bewerten. Um mal einige zu nennen: Tobak (mit der ertragreichste Weizen und bis auf Fusarium beste Resistenzen, winterhart, schwach im Protein, sonst beste Qualitätsmerkmale), Elixer (ertraglich gleichwertig, ebenfalls beste Resistenzen, winterhart), Landsknecht, Bombus, Anapolis sind ebenfalls wahrscheinlich hoch ertragreich, gesunde Neuzulassungen.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon angusy » Mi Sep 11, 2013 9:26

White Star hat geschrieben: Warum wechseln, wenn man zufrieden war?


Völlig richtig!

Nur: Ich wäre einfach nicht zufrieden, wenn andere deutlich mehr dreschen oder weniger PSM brauchen würden (natürlich unter sonst gleichen Bedingungen).
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon burgunder » Mi Sep 11, 2013 11:31

GtFahrer hat geschrieben:Hatte dieses Jahr auch Asano. Mache ich aber nicht mehr. Legt sich gerne und bringt nicht so guten Ertrag. Hatte Alixan der brachte über 95dt/ha. Beregnet im Kiesboden!!!
Werde dieses Jahr Alixan, Allez Y und Colonia aussähen. Colonia erstes Jahr als Versuch.


Hatte auch Asano und Allez -Y. Obwohl alles gleich behandelt und gedüngt, war der Asano in Ertrag und Eiweiß wesentlich besser. Das einzige was mich stört ist die Anfälligkeit für Septoria und DTR
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Tobi. » Mi Sep 11, 2013 17:32

Jetzt sind auch die hessischen versuchsergebnisse raus:
http://www.isip.de/coremedia/generator/isip/Versuchsberichte/Versuchsberichte.html?hortigateregion=ll-hessen&hortigateuebersicht=neu
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Tobi. » Mi Sep 11, 2013 17:38

Schon heftig, was da Tobak und Elixer bringen...
Wenn man die in der Praxis dann noch etwas höher düngt...
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Sep 11, 2013 17:41

Tobi. hat geschrieben:Schon heftig, was da Tobak und Elixer bringen...
Wenn man die in der Praxis dann noch etwas höher düngt...



Was war denn krankheitstechnisch am Eichhof los? :shock:
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