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Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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116 Beiträge • Seite 6 von 8 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon Qtreiber » Sa Aug 15, 2020 8:42

CarpeDiem hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Und es gibt Nebenerwerbsbauern, die stecken aus ihrem außerlandwirtschaftlichen Einkommen Geld in den Betrieb und meinen dann, dass sie mit ihrer NE-Landwirtschaft Geld verdienen


Das mag ja sein. Aber immer noch besser als es dem Finanzamt zu geben. Geschickte Bilanzierung vermeidet die Liebhaberei!

Aaah. NE-Landwirtschaft als Steuersparmodell. Jetzt verstehe ich Fielmann & Co.
Qtreiber
 
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon CarpeDiem » Sa Aug 15, 2020 14:47

Das ist keine Erfindung von Fielmann. Grundsätzlich treibt die Creme de la Creme der deutschen Industrie und Hochfinanz Landwirtschaft, schon seit vielen Jahrzehnten.....!
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon Qtreiber » Sa Aug 15, 2020 14:54

CarpeDiem hat geschrieben:Das ist keine Erfindung von Fielmann. Grundsätzlich treibt die Creme de la Creme der deutschen Industrie und Hochfinanz Landwirtschaft, schon seit vielen Jahrzehnten.....!

Deshalb schrieb ich ja "& Co" :wink:
Qtreiber
 
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon Bibbler » Sa Aug 15, 2020 20:41

Qtreiber hat geschrieben:
bauer hans hat geschrieben:die nebenerwerber hier sind maschinell so aufgerüstet,dass ich nur staune,mehrere schlepper auf 8 bis 10ha und auch nen eigenen drescher.

Es gibt Halter von Border-Collies, die nur, damit sie mit ihren Hunden "arbeiten" können, 3 Schafe halten und es gibt Trecker-Freaks, die bewirtschaften 8ha Land, damit sie mit ihren Traktoren nicht völlig sinnfrei durch die Gegend kurven. :wink:
Und es gibt Nebenerwerbsbauern, die stecken aus ihrem außerlandwirtschaftlichen Einkommen Geld in den Betrieb und meinen dann, dass sie mit ihrer NE-Landwirtschaft Geld verdienen. :mrgreen:


Das sehe ich etwas anders, natürlich muss man aufpassen das nicht der ganze Lohn außerhalb der Landwirtschaft nicht in diese gesteckt wird. Aber dann dürften alle Landwirte die eine Biogas Anlage oder PV auf dem Dach haben diesen Verdienst auch nicht in die Landwirtschaft stecken. Jetzt Hand aufs Herz, wieviele gibt es die nur durch Milchvieh oder Mast leben ohne irgendwo einen Nebenverdienst zu haben und sei es nur als Lohner oder ähnliches. Das mit dem Nebenerwerb wird doch gemacht weil der Verdienst aus der LW nicht reicht und es nicht nur Leute gibt die auf Teufel komm raus wachsen wollen und in größere Ställe investieren.
Bei uns gibt es auch Landwirte die haben 100 ha Wald oder 100 ha Acker in der Reihnebene und gehen arbeiten. Natürlich wird da die Steuerförderung höher aber dafür hat man Ruhe vor der Alterskasse.

Eine Frage; ich bin da nicht informiert höre als nur mal was. Wie sieht es aus mit der Rente aus der Alterskasse und den Einnahmen von PV? Stimmt es das es da Abzüge gibt? Und wenn ja dann sind die Biogaser ja genau so betroffen? Oder?
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon T5060 » Sa Aug 15, 2020 20:58

:mrgreen: Mir kam heute abend beim Melken gerade so in den Kopf zur Kommunalwahl Hessen 2021 bei uns mit einer Liste "Die Gebührenzahler" anzutreten.
Man muss weder rechts, noch links oder grün sein, einfach nen Backstein vom Stück Holz unterscheiden können. Für 5 % reicht so eine Strategie immer.
Aber ich hab kein Bock, ich bekomme es ja nicht bezahlt, also was soll ich mich verrückt machen
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon marius » Sa Aug 15, 2020 21:23

Eine Frage; ich bin da nicht informiert höre als nur mal was. Wie sieht es aus mit der Rente aus der Alterskasse und den Einnahmen von PV? Stimmt es das es da Abzüge gibt? Und wenn ja dann sind die Biogaser ja genau so betroffen? Oder?


Genau das hat mir ein Betroffener neulich am Stammtisch ausführlich erklärt. Leider war das gegen Ende der Sitzung, und ich hatte somit den Tank schon fast voll, also geschätzt 2 bar Luftdruck, und der andere Stammtischnachbar hat gleichzeitig auch noch dazwischengequatscht was er für ein tolles neus Akku Rad hat.
Daher würde ich meine folgende Aussage nur zu ca. 90 % gewichten :
Abzüge Steuer sind klar.
KK :
In der Rente aus Alterskasse und zusätzlichen PV Einnahmen richtet sich die KK Kosten nicht nach der geringen Rente, sondern nach dem Gewinn aus Gewerbe ( PV Anlage )
Es muss also trotz Rente aus Alterskasse weiter Krankenkassenbeiträge einbezahlt werden, die sich nach dem Gewinn aus PV orientieren. Ich würde mal grob schätzen 15 % vom Gewinn aus PV muss an die KK jährlich abgedrückt werden.
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon T5060 » So Aug 16, 2020 0:33

Marius, der User "Nordhesse" und ich teilen uns einen Steuerberater, mit dem besprechen wir solche Dinge und der macht uns die passende Lösung.
Ich hab mich heute nämlich zufällig mit einem 68-jährigen Mandanten von unserem StB unterhalten, bei dem hat der das auch gut hinbekommen
und da ist mehr da wie nur eine PVA. Also macht euer Stammtisch-Gesülze ruhig weiter, ansonsten gehe mal zu einem der weis was er macht.
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon marius » So Aug 16, 2020 9:41

T5060 hat geschrieben:Marius, der User "Nordhesse" und ich teilen uns einen Steuerberater, mit dem besprechen wir solche Dinge und der macht uns die passende Lösung.


Du hast die Beiträge nicht richtig durchgelesen. Das war nicht meine Frage, sondern von einem User.
Mich betrifft das nicht.
Obwohl ich steuerlich rel. gut bewandert bin macht bei mir 100 % der Steuerberater.
Ich geb alle Unterlagen an der Türe zur Kanzlei ab, und das wars für mich. Abgesehen vor der Unterschrift wenn alles fertig ist.
Dann bin ich aus dem Schneider, nicht haftbar, und einen Besuch vom Steuerprüfer hatte ich auch schon lange nicht mehr.

Und sollte ich eine steuerliche Frage haben, stell ich die nicht in einem Forum sondern ebenfalls beim Steuerberater.
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon ChrisB » So Aug 16, 2020 9:54

Hallo,
es kommt ja auch aufs "Rentenalter" an.
Arbeitskollege ging mit 63 Jahren in "Rente"
Bekam durch Nebenerwerbslandwirtschaft und Photo über 600 € von der Rente abgezogen :oops:
Danach wurde die komplette Landwirtschaft usw. an eines der "Kinder" verpachtet :wink:
Aber leider zu spät.
Wichtig einige Zeit vorher, Termin mit Steuerberater vereinbaren :klug:
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon DWEWT » So Aug 16, 2020 10:02

marius hat geschrieben:Dann bin ich aus dem Schneider, nicht haftbar,


Aus dem Schneider ist nur der Steuerberaer. Du haftest für die Richtigkeit der von dir gemachten Angaben, bzw. für die von dir eingereichten Unterlagen!
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon Bibbler » So Aug 16, 2020 11:11

ChrisB hat geschrieben:Hallo,
es kommt ja auch aufs "Rentenalter" an.
Arbeitskollege ging mit 63 Jahren in "Rente"
Bekam durch Nebenerwerbslandwirtschaft und Photo über 600 € von der Rente abgezogen :oops:
Danach wurde die komplette Landwirtschaft usw. an eines der "Kinder" verpachtet :wink:
Aber leider zu spät.
Wichtig einige Zeit vorher, Termin mit Steuerberater vereinbaren :klug:
.

Danke, das ist die Antwort die ich wollte. Das dürfte dann bei Biogas ähnlich ablaufen.
Da ja die Hofübergabe ja gekippt worden ist, wie sieht es dann aus wenn der Vollerwerbler Rente beantragt und den Hof weiterbewirtschaftet, wie sieht es dann mit PV Anlage aus? Wird dann abgezogen?
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon clemi » So Aug 16, 2020 11:33

moinsen,

ja dann bekommt der bauer seine rente (alterskasse entfällt), krankenkasse muss weiter bezahlt werden, steuern und berufsgenossenschaft wie gehabt.....
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon T5060 » So Aug 16, 2020 13:17

Ich muss das Strategiegespräch mit dem Stb. machen, dazu darf der Stb. natürlich nicht auch der Stb. der Pachthaie in der Region sein.
Ich hab hier so vier Kollegen um die 50. Machen jetzt irgendwas mit Mutterkühen, statt zu Melken, werden aber mittlerweile von der
Festkostenbelastung des Betriebs erdrückt. Deshalb hatte ich auf meinen Milchkontrolleur gehört, der sagte :

Du musst ne Kuh ein ganzes Jahr füttern, damit die ein Kalb scheisst. In der Differenz zwischen MuKuh und Milch wird selbst bei 30 Cent Milchpreis
das Melken sehr gut bezahlt.

Dieser Umstand lässt sich aber mit den Methoden der "Betriebsplanung" sehr gut darstellen.

Diese Ausstiegsplanungen sind sehr komplex, weil die immer aufgrund gesundheitlicher Probleme erfolgen, meist spontan erfolgen,
tlw. unter Druck des Vetamts und einen ganzen Rattenschwanz an steuerl. und sozialrechtl. Fragen nach sich ziehen.

Einfach ist da garnichts und für den Stammtisch geht sowas schon mal gar nicht.
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon langholzbauer » So Aug 16, 2020 14:00

T5060 hat geschrieben:....
Ich hab hier so vier Kollegen um die 50. Machen jetzt irgendwas mit Mutterkühen, statt zu Melken, werden aber mittlerweile von der
Festkostenbelastung des Betriebs erdrückt. Deshalb hatte ich auf meinen Milchkontrolleur gehört, der sagte :

Du musst ne Kuh ein ganzes Jahr füttern, damit die ein Kalb scheisst. In der Differenz zwischen MuKuh und Milch wird selbst bei 30 Cent Milchpreis
das Melken sehr gut bezahlt.....


Mit Verlaub:
Diese Aussage ist ,pauschal getätigt, ein genau so großer Fehler, wie die zu schnelle Umstellung auf andere Produktionsverfahren.
Es gibt halt sehr viele Grünlandbetribe ohne Nachfolger, die baulich so eingezwängt sind, dass sie neumodische Tierschutzanforderungen nicht erfüllen können.
Wer über 40 Jahre von, für und mit Rinderzucht gelebt hat, aber in absehbarer Zukunft trotz gutem Vieh seine Milch nicht mehr los wird, kann mit extensiver Vollweide mit Mutterkühen besser bis zur Rente durchhalten, als wenn er bis zum Ende melkt und dann nicht nur noch ärmer sondern dann auch körperlich und nervlich stärker verschlissen ist.
Ein 50 jähriger Bauer, der bis dahin gemolken hat, wird auch schnell noch mal irgendwo eine Anstellung finden, wenn er es will. Denn jeder weiß, dass er arbeiten kann.
Und da ist dann mit Muku und Ex-Prämien im Nebenerwerb und einer versicherungspflichtigen Anstellung oder einem selbständigen Nebenbetrieb die Zukunft einfacher abzusichern...
Zuletzt geändert von langholzbauer am So Aug 16, 2020 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Werden wir Bauern vom Staat und Steuer ausgequetscht?

Beitragvon T5060 » So Aug 16, 2020 15:00

Du weist vom Status "größter toller Bauer", der nur Wachstum und nach vorne kämpfen kannte,
zu einer ruhigeren Lebensweise als Wiegemeister im Steinbruch oder Wachmann zu wechseln ist auch nicht so einfach.
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