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Winter

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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123 Beiträge • Seite 2 von 9 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 9
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Beitragvon SHierling » Fr Jan 02, 2009 14:01

Der muß WAS wissen? Das alle Kühe gleich sind?

Wenn er DAS an irgendeiner Uni gelernt hat, soll er sein Diplom zurückgeben, das war vor 20 Jahren schon falsch und ist es heute erst recht..

Was glaubst Du, warum ist Ketose nach wie vor eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen? Weil Energiemangel so SELTEN ist? Warum kippen die Bauern schon Propylenglykol und Glycerin übers Futter? Wegen Energieüberschuß?
Zuletzt geändert von SHierling am Fr Jan 02, 2009 14:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Nick » Fr Jan 02, 2009 15:45

Womit wir wieder bei der Frage wären:
Ab wann muß die Kuh extra Energie dazu aufwenden um Wärme zu produzieren.
Oder Andersrum:
Bis wieviel Minus reicht die Abwärme die bei der Verdauung überbleibt, um ihren Körper auf Temperatur zu halten?

Ich geh davon aus das unsere Milchkühe (in meinem Fall Fleckvieh zur Zeit mit Winterfell) eben durch ihren höheren Energiedurchsatz ein nicht so dickes Fell brauchen wie irgendwelche Highlands, oder sonstige Robustrassen.

mfg
Und der Herr sprach: "Lächle und sei froh es könnte schlimmer kommen. Und er lächelte und er war froh. UND es kam schlimmer.
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Beitragvon estrell » Fr Jan 02, 2009 17:29

Da sind Rinderrassen sehr unterschiedlich - eine HF mit "Winterfell" bekommts ab -5 kalt. Dann musst du spührbar mehr füttern - und sie fressen auch deutlich mehr.
Ein rotbunt oder Fleckvieh hat auch bei frühem Einstallen im Oktober deutlich mehr Haar - die haben mit -10 (derzeit hier) keine Probleme. Heut Nacht soll es bis -17 runtergehen - das macht zwar meinen Gallos nix, aber wohl meiner Wasserleitung - da mach ich dann die Fenster schon zu.

Ich weiß nicht obs dazu Forschungen gibt - ich erlebe das live, da es hier dank der :wink: "Klimakatastrophe" so kalt ist. (Son Nonsens - Klimaerwärmung.... die spinnen die Forscher!)
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon H.B. » Sa Jan 03, 2009 10:41

Nick hat geschrieben:Bis wieviel Minus reicht die Abwärme die bei der Verdauung überbleibt, um ihren Körper auf Temperatur zu halten?


Da sind wir schon wieder bei "Brigitta". Die Kuh, die das Futter für 50 Liter Tagesmilch umsetzt, hat soviel "Abwärme", das auch -25 °C keine Rolle spielt. Jetzt stellt sich die Frage, ab die mit mit der geringeren Leistung genügend Wärme erbringt. Aus meiner Erfahrung schon, sie frisst halt etwas mehr. Wenn die Kühe entsprechend ihres Bedarfs gefüttert werden, bekommen Sie nichtmal ein Winterfell, auch ohne Lichtprogramm. Voraussetzung ist eine Aufstallung völlig frei von Zugluft.

Bei dauerhaft unter -30°C bekäme ich zwar Schwierigkeiten mit der optimalen Versorgung der Kühe, aber die Kühe bei optimaler Versorgung keineswegs mit der Temperatur.
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Beitragvon Hessen-Sibirier » Sa Jan 03, 2009 12:02

Jep,
die sinkenden Temperaturen merkt man zuerst daran, daß die vorgelegte Ration jeden Tag etwas schneller abgeräumt wird.
Ich füttere derzeit ~ 8% mehr als Anfang Dez.
Schwierigkeiten der Tiere stellen sich höchstens im Zusammenwirken mit Stall und Technik ein, schon hinlänglich beschrieben.
Heute morgen hatten wir -15,8 C und die Kühe haben trotzdem auf freiwilliger Basis im Außen Laufhof-Wartebereich gestanden.
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Beitragvon SHierling » Sa Jan 03, 2009 13:04

Da sind wir schon wieder bei "Brigitta". Die Kuh, die das Futter für 50 Liter Tagesmilch umsetzt, hat soviel "Abwärme", das auch -25 °C keine Rolle spielt.

Dabei setzt Du aber stillschweigend ein paar Sachen voraus,
1. das die "Abwärme" da anfällt, wo Wärme benötigt wird, bzw die Verteilung keine Arbeit macht, nichts belastet und in jede Richtung funktioniert, und
2. das das, was Du als "Abwärme" bezeichnest (ich geh jetzt einfach mal davon aus, das Du die jeweils 552kJ aus dem Citratcyclus meinst), auch anderswo als "Zuwärme" = Energie wieder Verwendet werden kann

Und das hängt nun einmal von der Rasse und vor allem vom Körperbau, insbesondere von der Verteilung der Muskulatur und der genetischen Disposition zur "Fleischverteilung" ab, letzteres, die "Wiedergewinnung" von einmal im ATP / ADP - Stoffwechsel angefallenen Abwärme funktioniert überhaupt nicht, in keiner wie auch immer gearteten physiologischen Reaktion. DAS, wenn es denn ginge, wäre natürlich klasse, da brauchte man die Kuh nur in die Sonne stellen zum Milch geben!!!.
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Beitragvon maexchen » Sa Jan 03, 2009 14:28

SHierling hat geschrieben:Dabei setzt Du aber stillschweigend ein paar Sachen voraus,
1. das die "Abwärme" da anfällt, wo Wärme benötigt wird, bzw die Verteilung keine Arbeit macht, nichts belastet und in jede Richtung funktioniert, und
2. das das, was Du als "Abwärme" bezeichnest (ich geh jetzt einfach mal davon aus, das Du die jeweils 552kJ aus dem Citratcyclus meinst), auch anderswo als "Zuwärme" = Energie wieder Verwendet werden kann


funktioniert das nicht so :?: auf physikalischem Weg - Blutkreislauf - Verteilung von innen nach außen.

Oder hast Du den Energiestoffwechsel neu erfunden?
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Beitragvon H.B. » Sa Jan 03, 2009 14:38

So ins Detail hab ich mich damit nicht befasst. Ich stelle lediglich fest, daß keine meiner Kühe mit tiefen Temeperaturen Schwierigkeiten hat. Das kann daran liegen, daß mein Stall ~absolut zugfrei ist. Natürlich wirken da auch noch viele andere Faktoren ineinander und zusammen.
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Beitragvon vansan » Sa Jan 03, 2009 17:04

so lange die tiere im stall wind und regengeschützt sind,genug futter aufnehmen und trocken liegen können halten die temperaturen von minus 25 c° locker aus,und da ist es egal ob es sich um ein hf oder fl tier handelt.
und außerdem steigt die temperatur tagsüber auch wieder an.also uns hier zu hause ist noch NIE ein tier im stall erfroren,ich weiß ja nicht wie das im elbtalaue ist,aber wenn da die tiere erfrieren dann hast du meinen mitleid liebe Shierling.
wenn ich deine beiträge lese muß ich schon sagen dein wissen ist echt super aber von der praxis so weit weg wie george bush vom friedensnobelpreis.
überall werden außenklimaställe geplant,damit die tiere optimale luftbedingungen haben und nu kommst du sagst die tiere frieren sie brauchen am besten noch ne mütze.
bestes beispiel wir haben zwei kälberhütten (a 5 tier) die kälber sind lebenslustig auch bei minus 20 C° wenns dennen zu kalt wird dann kuscheln die sich halt aneinander.
solltes du auch mal tun

mfg
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Beitragvon SHierling » Sa Jan 03, 2009 17:14

Vansan: zwischen erfrieren und tiergerechter Haltung ist ein weites Feld, ganz genaus so wie zwischen Kälbern und Kühen. Gilt bei euch die Haltung von Nutztieren als gute fachliche Praxis, wenn sie gerade eben nicht dran sterben :idea:

Mir egal, ob das jemand begreift oder nicht, es gibt außerhalb des Thermoneutralen Bereichs Kältestreß ganz genau so wie Hitzestreß, und der ist mit zusätzlichem Futter halt ganz genau dann nicht mehr auszugleichen, wenn eben dieses Futter nicht mal für die Leistung reicht.

Wer natürlich als Beweis erst Tote Tiere haben muß, der kann locker bei -25° weitermelken.
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Beitragvon vansan » Sa Jan 03, 2009 19:20

beim hitzestress gebe ich dir recht da hat man leistungseinbußen,aber die sind bei der kälte nicht so stark,da kann man über die fütterung einiges ausgleichen. und was sollte man deiner meinung nach tun bei -20 C° alle kühe trocken stellen,sie zum schlachter schicken oder inder kirche um vergebung beten,weil man seine tiere grob fahrlässig der kälte aussetzt ???
morgen werde ich dann die wände dicht mauern,das dach isolieren und heizstrahler auf stellen damit die damen es besser haben.
und wenn dann übermorgen der QM kontroleur kommt und mir punkte abzieht,weil die kühe nicht mehr genug frischluft bekommen dann schick ich ihn zu dir zum kuscheln
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Beitragvon Einhorn64 » Sa Jan 03, 2009 20:14

Schön das hier mal über n anderes thema als den michpreis "heiss" diskutiert wird.
Meine leicht prokante behauptung war eher an die "kuhreiter" fraktion gerichtet, aber was solls :wink:
Meine behauptung ist nicht wissenschaftlich fundiert, ist nur auf 25 jahre erfahrung mit einer aussenfuttertenne, und 4 jahre mit einen völlig offenen stall basierend.
In dieser zeit wurden holsteins(schwarz+ rot) gehalten die sich von <6000kg auf ca 9000kg/ jahr entwickelt haben.
Was da andere rassen machen weiss ich nicht, aber ein fleischrassedeckbulle(charolais+ wb belgier) zeigte absolut kein anderes verhalten bei verschiedenen witterungen.
Kreuzungskälber sitzen ca 14 tage in "Riswicker" kälberhütten nur durch 1cm holz von der umwelt geschützt. Nach über 10jahren ist da noch nichts negatives festzustellen gewesen auch bei heftigem frost.

@shirling: imho gehst du das ganze zu wissenschaftlich an, da mögen unterschiede sein, aber diese werden in der praxis nahezu verschwindend gering sein.
Sehr beeindruckend find ich das die ersten antwort postings dieses treads nur das menschl. unbehagen ansprachen, und die arbeitserschwernisse, aber mit keiner silbe wurden die rinder erwähnt- es ist den meisten betriebsleitern inzwischen klar das es zumindest in unserer klimazone für die tiere keinen kältestress gibt, nur hitzestress.
Stress bei michkühen zeigt sich recht deutlich + schnell an der milchmenge und den inhaltsstoffen, bisher hab ich noch nicht erlebt das meine kühe weniger milch gaben wenn es kälter wurde, eher genau im gegenteil- das hat mal nen kreisveterinär(den "tierschützer" geschickt hatten) ziemlich verwirrt, aber die angaben der michgeldabrechnung kann er ja auch schlecht anzweifeln :wink:

Von daher cool bleiben :lol:
und die ställe an den bedürfnissen derer ausrichten die ca 22h am tag drinne sind und nicht für die bauen die grade mal 1-2h am tag im stall rumlaufen(stall, nicht melkstand- da ist die kuh viel kürzer drinn als der melker :wink: )
grüsse
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Beitragvon Hessen-Sibirier » Sa Jan 03, 2009 20:57

H.B. hat geschrieben: Das kann daran liegen, daß mein Stall ~absolut zugfrei ist...

Und wie kriegst du dann im Winter die wasserdampf-nitratgesättigte "Abwärme" deiner Tiere -völlig zugfrei- aus dem Stall :?: :?:
Tropfsteinhöhle, dekorative Kristallbildung an kühlen Bauteilen ?
Das ist doch wohl das Kernproblem aller Kuhställe. Im Sommer braucht man hohe Luftraten um die Hitze erträglich zu halten.
Im Winter (wenn er denn, wie jetzt mal den Namen verdient) stopft man alle Löcher zu, damit es nicht zieht.
Völlig zugfrei geht bei mir, bei ner Traufe-First-Lüftung und schon mäßiger Windgeschwindigkeit, jedenfalls gar nicht.
Und selbst bei gut funktionierenden curtains ist es im Wandbereich deutlich ungemütlicher :?
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Beitragvon H.B. » Sa Jan 03, 2009 21:35

Die gibts bei mir nicht. First hab ich offen. In meinem Stall ist es keine 0,5 Grad wärmer als draußen, aber die Luft ist von draußen nicht zu unterscheiden. Deshalb hab ich vor das "absolut" ein "~" gesetzt.

Zugluft gibts vorwiegend nur bei isolierten Dächern, weil da ein Temperaturunterschied besteht, und ein Temperaturunterschied bedeutet immer Zugluft. Tropfenbildung kanns zwar schon mal geben, aber nicht im stördenden Bereich. Das gibts gern nach mehreren Wochen Permafrost und plötzlicher Sonneneinstrahlung. Theoretisch kannst du bei mir bei -10°C die Stallarbeit im T-Shirt erledigen und die Luft ist von der Außenluft nicht zu unterscheiden. Darfst mich gerne mal besuchen. Ich hab mir während der Bauzeit und davor sehr viel Gedanken um den Winter gemacht - soviel, daß mich meine Bauhelfer manchmal für verrückt erklärt haben. Es hieß dann: "Bau doch gleich einen Warmstall" - aber genau das wollte ich gerade nicht.

Es muß versucht werden, ein Maximum an Austausch bei ruhiger Wetterlage zu erreichen, aber bei rauer Wetterlage ein Maximum an Schutz.
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Beitragvon tröntken » Sa Jan 03, 2009 21:58

Bilder sagen mehr als tausend Worte :wink:
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