Mach dir doch mal die Mühe und steig vom Schlepper ab und schau genauer hin
Aktuelle Zeit: Do Feb 12, 2026 6:33
Mad hat geschrieben:rettel hat geschrieben:Den sieht man in Gerste kaum durch die ganzen Grannen im Bestand. Durch die Axialspritzung wird er im Wachstum gehemmt und erreicht dann sowieso nicht mehr eine Höhe wie Gerste. Ich vermute, dass er aber trotzdem weitergewachsen ist und sich unten befindet und auch da kann er blühen und aussamen.
Der Haupttrieb des AFS wird wohl nicht mehr über die Gerstenähren hinaus ragen, ja.
Aber die nachgeschobenen Nebentriebe kommen schon noch drüber. Spätestens wenn die Gerstenähren nach unten hängen, wird der AFS drüber schauen.
Crazy Horse hat geschrieben:Mad hat geschrieben:rettel hat geschrieben:Den sieht man in Gerste kaum durch die ganzen Grannen im Bestand. Durch die Axialspritzung wird er im Wachstum gehemmt und erreicht dann sowieso nicht mehr eine Höhe wie Gerste. Ich vermute, dass er aber trotzdem weitergewachsen ist und sich unten befindet und auch da kann er blühen und aussamen.
Der Haupttrieb des AFS wird wohl nicht mehr über die Gerstenähren hinaus ragen, ja.
Aber die nachgeschobenen Nebentriebe kommen schon noch drüber. Spätestens wenn die Gerstenähren nach unten hängen, wird der AFS drüber schauen.
Natürlich war der Axial-Einsatz viel zu spät, aber er ist in ne recht kühle Phase gefallen und könnte insofern schon etwas besser gewirkt haben, weil sich der Wirkstoff unter diesen Bedingungen doch nicht so schnell abbaut, als wenn es jetzt heiß und trocken wäre.
Dieses Jahr sieht man ohnehin sehr viel Ackerfuchsschwanz in den Äckern, insb. dort wo nach einer Herbstvorlage (aus Kostengründen?) im Frühjahr nicht nachbehandelt wurde. Die Herbizide im Herbst haben eigentlich gar nicht mal so schlecht gewirkt und die Äcker sahen im Herbst auch sauber aus, aber die Herbizide haben letztes Jahr allesamt sehr schlecht gewirkt, so dass das Ungraspotential von vornherein sehr hoch war. Und vieles davon ist auch erst über Winter gekeimt, als die Bodenherbizide schon längst nicht mehr gewirkt haben.
Ich hab auch einen Acker, den ich für sauber hielt und den ich im Frühjahr nicht nachbehandelt hab, und da steht jetzt auch mehr AFS drin, als mir lieb ist. Da werd ich aber im Sommer Raps reinsäen und dann im Spätherbst Kerb flo spritzen.
marius hat geschrieben:Ich weiss ja nicht was ihr für Strukturen habt und was ihr so alles anbaut. Fest steht die zugelassenen Herbizidwirkstoffe werden nicht mehr werden gleichwohl nehmen die Resistenzen deutlich zu. Da hilft nur eine weite Fruchtfolge. Ideal wäre einige Jahre Ackergras oder Mais und GPS zur Fruchtfolgeauflockerung.
In getreidelastigen Fruchtfolgen wird man resistente Gräser schon bald nicht mehr in den Griff bekommen.
Hier breiten sich Hühnerhirsen im Ackerbau enorm aus. Durch die späte Keimung überstehen sie vorangegangene Herbizidseinsätze sowohl in Mais als auch in Getreide. Und die samen später gar in geschlossenene Maisbeständen noch aus.
Crazy Horse hat geschrieben:Da sich für mich der Pflugeinsatz auf unseren flachgründigen und gleichzeitig sehr tonigen Böden, die insb. bei Trockenheit zu Nährstofffestsetzung neigen, verbietet, kann man die Ungräser auch nur über die Fruchtfolge wirksam bekämpfen, zumal die nichtresistenzgefährdeten Bodenherbizide eigentlich nur auf den besseren Böden eine akzeptable Wirkung haben. Ohne Sommerungen und den Glyphosateinsatz im Frühjahr geht hier nichts.
Im Raps kann man wenigstens noch Kerb flo im Spätherbst/Winter einsetzen, aber bei einer sehr wintergetreidelastigen Fruchtfolge (WW-WW-WG-Raps) ist man fast chancenlos, zumal es hier im Frühjahr meistens recht trocken ist, was die Wirkung und die Verträglichkeit der Sulfonylharnstoffe nicht gerade verbessert. Ob Resistenzen vorliegen oder die Anwendungsbedingungen einfach zu schlecht waren, lässt sich ohne Test nicht beurteilen. Wahrscheinlich ist es immer eine Mischung aus beidem.
Ackergras und GPS scheiden für mich jetzt aus (mangels Abnehmer) und Körnermais ist meistens auch kein gutes Geschäft, aber netterweise werden ja diese Blühmischungen gefördert

Roman1984 hat geschrieben:Hallo zusammen,
meine Gerste ist leider zum Teil ins Lager gegangen.
Boden: schwerer Lehm, stark nachliefernd
Sorte: Sandra
Düngung: Herbst 30kg N/ha
1. Gabe 70kg N/ha
2. Gabe 70kg N/ha
20m³ Gülle vor der Saat
Wachstumsregler in EC 31/32 (0,5l / ha Moddus) + 0,3l/ha Camposan extra in EC37
Nun meine Frage an euch, sollte ich die Moddusmenge auf 0,7l/ha erhöhen oder gleich die erste WR Gabe mit Meddax Top durchführen?
Welche Mengen an Meddax Top werden hier benötigt um Lager zu vermeiden? Vermutlich waren heuer die Temperaturen im Frühjahr auch zu
niedrig, Mindesttemperaturen bei Meddax Top sollten bei 5°C liegen und bei Moddus bei 8°C.
Wie ist Meddax Top zu vergleichen mit Moddus von der Einkürzwirkung?
Evtl. ist auch die Menge von Camposan Extra auf 0,4l/ha zu erhöhen.
Mfg Roman1984
marius hat geschrieben:Naja, ist halt die Frage ob man die Leiter immer weiter hochsteigen soll bei den Getreidepreisen : immer mehr N, immer mehr Wachstumsregler...als Folge noch höhere Erträge und noch geringere Preise.
Roman1984 hat geschrieben:Hallo zusammen,
meine Gerste ist leider zum Teil ins Lager gegangen.
Boden: schwerer Lehm, stark nachliefernd
Sorte: Sandra
Düngung: Herbst 30kg N/ha
1. Gabe 70kg N/ha
2. Gabe 70kg N/ha
20m³ Gülle vor der Saat
Wachstumsregler in EC 31/32 (0,5l / ha Moddus) + 0,3l/ha Camposan extra in EC37
Nun meine Frage an euch, sollte ich die Moddusmenge auf 0,7l/ha erhöhen oder gleich die erste WR Gabe mit Meddax Top durchführen?
Welche Mengen an Meddax Top werden hier benötigt um Lager zu vermeiden? Vermutlich waren heuer die Temperaturen im Frühjahr auch zu
niedrig, Mindesttemperaturen bei Meddax Top sollten bei 5°C liegen und bei Moddus bei 8°C.
Wie ist Meddax Top zu vergleichen mit Moddus von der Einkürzwirkung?
Evtl. ist auch die Menge von Camposan Extra auf 0,4l/ha zu erhöhen.
Mfg Roman1984