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Wolf vs. Weidetiere

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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399 Beiträge • Seite 3 von 27 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 27
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon 210ponys » Sa Aug 03, 2019 22:15

DWEWT hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:
Mücken Zecken gibt es genug daher müssen Sie nicht geschützt werden...


Ach, ich verstehe. Es geht gar nicht darum, dass wir Geschöpfe, die ja dann vor dem Herrn auch alle gleich wären, schützen sondern wir picken uns einige wenige heraus und stellen die unter totalen Schutz.
Danke, dass du deine Argumentation selbst ad absurdum führst!


wo ist den das Problem... Wenn ein Tier fast vor dem aus stand und man wieder eine nennenswerte Population erreichen will muss das Tier einen absoluten Schutz haben! Und picken uns nicht eins raus das gilt für alle Tiere aber leider ist bei vielen Tierarten nicht mal bekannt wenn Sie verschwinden! Aber hier hat mancher ein Sommerloch...
Und meyenburger nicht Freitag Mittags sondern Donnerstag Abend :prost: und wenn ihre mit dem Wolf Probleme habt wendet euch an eure Vertetung und erzielt einigkeit in eurem Berufstand! Dann hat auch die Politik ein gehör und auch die Bevölkerung wird das dann ernst nehmen!
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Manfred » Sa Aug 03, 2019 22:27

210ponys hat geschrieben:wo genau ist das Problem jetzt mit dem Wolf gerissene Tiere werden ersetzt Zäune bereitgestellt? Schutzhunde werden sicher auch bezuschusst...


Wenn man so offensichtlich gar keine Ahnung von Kosten und Nutzen von Herdenschutzmaßnahmen hat, sollte man sich aus dem Thema besser raushalten.

Wir verlieren aktuell jeden Tag Weidehaltungsbetriebe, die die Kosten nicht mehr tragen oder völlig entnervt sind.
Und dir fällt nichts besseres ein, als mit Halbwahrheiten und Beleidigungen um dich zu werfen...
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon 210ponys » Sa Aug 03, 2019 22:51

Manfred hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:wo genau ist das Problem jetzt mit dem Wolf gerissene Tiere werden ersetzt Zäune bereitgestellt? Schutzhunde werden sicher auch bezuschusst...


Wenn man so offensichtlich gar keine Ahnung von Kosten und Nutzen von Herdenschutzmaßnahmen hat, sollte man sich aus dem Thema besser raushalten.

Wir verlieren aktuell jeden Tag Weidehaltungsbetriebe, die die Kosten nicht mehr tragen oder völlig entnervt sind.
Und dir fällt nichts besseres ein, als mit Halbwahrheiten und Beleidigungen um dich zu werfen...



mein lieber Manfred dann klär mich mal bitte auf aus deinem Reichhaltigen Fundus???
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Manfred » Sa Aug 03, 2019 22:56

Da du dich ja gut auszukennen meinst:

Wie viele Tiere hält der durchschnittliche Schafhaltungsbetrieb in deinem Bundesland und wieviel Gewinn macht er damit?
Welche Zuschüsse für den Herdenschutz erhält er in welchen Abständen und wie hoch sind seien tatsächlichen Kosten für den Herdenschutz?
Wie Wirksam sin die Maßnahmen?
Welcher Gewinn bleibt dem Betrieb?
Wie werden aus diesem Gewinn die Faktorkosten beglichen?
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Hillsfarmer » Sa Aug 03, 2019 22:57

210ponys hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:
Mücken Zecken gibt es genug daher müssen Sie nicht geschützt werden...


Ach, ich verstehe. Es geht gar nicht darum, dass wir Geschöpfe, die ja dann vor dem Herrn auch alle gleich wären, schützen sondern wir picken uns einige wenige heraus und stellen die unter totalen Schutz.
Danke, dass du deine Argumentation selbst ad absurdum führst!


wo ist den das Problem... Wenn ein Tier fast vor dem aus stand und man wieder eine nennenswerte Population erreichen will muss das Tier einen absoluten Schutz haben! Und picken uns nicht eins raus das gilt für alle Tiere aber leider ist bei vielen Tierarten nicht mal bekannt wenn Sie verschwinden! Aber hier hat mancher ein Sommerloch...
Und meyenburger nicht Freitag Mittags sondern Donnerstag Abend :prost: und wenn ihre mit dem Wolf Probleme habt wendet euch an eure Vertetung und erzielt einigkeit in eurem Berufstand! Dann hat auch die Politik ein gehör und auch die Bevölkerung wird das dann ernst nehmen!


Wieviel Wölfe gibt´s den bei euch da hinten ? - richtig, keinen !. Und genauso sollte es auch bleiben, so sieht es auch die Mehrheit der Bevölkerung . Musst dich nur mal bei den Leuten umhören die ihren Lebensunterhalt nicht von eurem überflüssigen und scheinheiligen Biosphärenmärchengebiet bestreiten müssen. Ganz zu schweigen von den noch verbliebenen Schäfern , für die sind solche Aussagen wie du sie hier vertrittst, blanker Hohn . Was macht ihr den wenn euer Stadtschäfer die Schnauze voll hat ?. Mäht ihr dann euren ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen mit der Handsense ab ?. Viel Spaß dabei. n8
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon 210ponys » Sa Aug 03, 2019 23:01

Manfred hat geschrieben:Da du dich ja gut auszukennen meinst:

Wie viele Tiere hält der durchschnittliche Schafhaltungsbetrieb in deinem Bundesland und wieviel Gewinn macht er damit?
Welche Zuschüsse für den Herdenschutz erhält er in welchen Abständen und wie hoch sind seien tatsächlichen Kosten für den Herdenschutz?
Wie Wirksam sin die Maßnahmen?
Welcher Gewinn bleibt dem Betrieb?
Wie werden aus diesem Gewinn die Faktorkosten beglichen?


Genau das will ich ja von Dir wissen!?
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon 210ponys » Sa Aug 03, 2019 23:11

Hillsfarmer hat geschrieben:Wieviel Wölfe gibt´s den bei euch da hinten ? - richtig, keinen !. Und genauso sollte es auch bleiben, so sieht es auch die Mehrheit der Bevölkerung . Musst dich nur mal bei den Leuten umhören die ihren Lebensunterhalt nicht von eurem überflüssigen und scheinheiligen Biosphärenmärchengebiet bestreiten müssen. Ganz zu schweigen von den noch verbliebenen Schäfern , für die sind solche Aussagen wie du sie hier vertrittst, blanker Hohn . Was macht ihr den wenn euer Stadtschäfer die Schnauze voll hat ?. Mäht ihr dann euren ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen mit der Handsense ab ?. Viel Spaß dabei. n8


Ob es im Truppenübungsplatz Wölfe gibt wissen wir nicht! Aber wenn nicht wird der Tag kommen und das ist zu 100% sicher... Hast Du einen Beleg das die Mehrheit der Bevölkerung keinen Wolf will? Und ob der Platz beweidet wird oder nicht ist mir Völlig Wurst ich wäre dafür das, das Ding ein Naturschutzgebiet wird und ein Zaun rum kommt! Und vom Biosphärenmärchengebiet habe ich genau so viel wie Du!!!
Zuletzt geändert von Falke am So Aug 04, 2019 14:10, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: fehlendes Zitatkonstrukt ergänzt ...
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Manfred » Sa Aug 03, 2019 23:12

Ich weiß, dass die Kosten für den Herdenschutz für die meisten betroffenen Betriebe ruinös sind.
Da du das Gegenteil behauptest, hätte ich es gerne von dir vorgerechnet.
Aber du hast dich offensichtlich nie damit befasst.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon 210ponys » Sa Aug 03, 2019 23:23

ich habe in keinem Satz gesagt das ich das Gegenteil behaupte ich habe nur gesagt wo das Problem ist. Das die Bezuschussung so schlecht ist wusste ich nicht, und ja ich bin für den Wolf aber ich bin auch dafür das die Betroffenen entschädigt (zufriedenstellend) werden und alle Unterstützung erhalten wo nötig ist zum Schutz ihrer Tiere!
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Fassi » So Aug 04, 2019 0:57

Manfred hat geschrieben:Da du dich ja gut auszukennen meinst:

Wie viele Tiere hält der durchschnittliche Schafhaltungsbetrieb in deinem Bundesland und wieviel Gewinn macht er damit?
Welche Zuschüsse für den Herdenschutz erhält er in welchen Abständen und wie hoch sind seien tatsächlichen Kosten für den Herdenschutz?
Wie Wirksam sin die Maßnahmen?
Welcher Gewinn bleibt dem Betrieb?
Wie werden aus diesem Gewinn die Faktorkosten beglichen?



@210ponys:

Wenn du die Fragen beantworten kannst, darfst du gerne wieder mitreden und die Klappe aufreissen. Aber bis dahin halte es einfach mit Dieter Nuhr; eben dieselbige Halten. Nur mal so nebenbei in Hessen gibt's nix für Risse (ist halt Risiko des Nutztierhalters) und ganze 50€/ha Zuschuß für wolfssicheren Zaun (den es nicht gibt). Dafür bekommt man nicht mal eine zusätzliche Litze um den Hektar. Und Herdenschutzhunde, alleine für den jährlichen Unterhalt der benötigten Hunde hätte ich mir jedes Jahr meine Schafherde (40 Ms plus Nachzucht und Böcke) fast zweimal neu kaufen können. Also wie gesagt, erstmal Wissen aneignen und dann große Reden schwingen bzw. dem Förster alles nachplappern.

take_it_1999 hat geschrieben:Das große Problem sind unsere Nutztiere die beim Wolfsangriff ggfs. ihrem Fluchtinstinkt folgen und sämtliche Zäune platt machen etc.


Der Wolf nutzt diesen gezielt, um Beute zu machen, wenn die Tiere hinter angeblich wolfssicheren Zäunen stehen. Haben die Damen vom Wildsbüro vor gut 10 Jahren schon berichtet. Mit Einführung der 1,1 bzw 1,2m hohen Schafsnetze haben einige Rudel nicht angefangen zu graben oder zu springen. Sie haben relativ schnell gemerkt, dass Schafe in Panik irgendwann bei ihren Fluchtversuchen selber die Zäune niederreißen. Damit haben sie dann angefangen die Herden mit Scheinattaken in Panik zu versetzen und sind so trotz Zaun Beute gekommen. Plus zusätzlichen Schaden, der mehr oder weniger ersetzt wurde (zumindest in der Lausitz, heute wird für auf der Flucht verletzte Tiere nix mehr gezahlt).

Effektiven Herdenschutz gibt's nur, wenn ich meine Tiere mit allen Mitteln inkl. Blei vor Übergriffen schützen darf. Wird aber legal nie passieren.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon fendt59 » So Aug 04, 2019 5:29

https://www.youtube.com/watch?v=sT_2iv3QwtE
nehmt Euch die Zeit und schaut es an
Power to the Bauer,mit Fendt
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon DWEWT » So Aug 04, 2019 5:47

210ponys hat geschrieben:
wo ist den das Problem... Wenn ein Tier fast vor dem aus stand und man wieder eine nennenswerte Population erreichen will muss das Tier einen absoluten Schutz haben!


Was ist denn eine nennenswerte Population? Genau hier liegt doch das Problem. Bisher ist die den Wolf befürwortende Seite überhaupt nicht bereit, eine Zahl zu nennen. Schon jetzt haben wir in D., gemessen an der Fläche, 5x soviele Wölfe wie in Schweden. Schon längst ist die Population so stark, dass vom Aussterben gar nicht mehr gesprochen werden kann. Klar ist allerdings auch, dass irgendwann geschossen werden wird. Dann bricht natürlich für die Wolfsbefürworter eine Welt zusammen.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon meyenburg1975 » So Aug 04, 2019 6:35

210ponys hat geschrieben:Und meyenburger nicht Freitag Mittags sondern Donnerstag Abend :prost: und wenn ihre mit dem Wolf Probleme habt wendet euch an eure Vertetung und erzielt einigkeit in eurem Berufstand! Dann hat auch die Politik ein gehör und auch die Bevölkerung wird das dann ernst nehmen!

Mal davon abgesehen,dass sich die Weidehalter einig sind und auch einiges getan wird, glaubst du da kommen hier Brigaden, die 1000e Kilometer an Zäunen in Ostfriesland aufstellen? Und ich bekomme einen Zaunbeauftragten, der im Sommer so 6-700 Stunden hier auf dem Betrieb arbeitet?

Davon abgesehen stand der Wolf noch nie vor dem Aus. Und in Deutschland mittlerweile auch nicht mehr.
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon Jörken » So Aug 04, 2019 6:44

Die ganz entscheidende Grundlage hat Manfred schon geliefert:
Manfred hat geschrieben:In natürlichen Wäldern gibt es keine Wölfe, weil dort viel zu wenig passende Beutetiere vorkommen.
Diese Wälder sind das Revier der Einzeljäger. z.B. Jaguare und Tiger.
Große Rudelraubtiere wie Wolf und Löwe sind an die Bejagung ziehender Pflanzenfresserherden in den Savannen, der Taiga und den und Steppen angepasst.

Mittlerweile ist die Traumvorstellung vieler, Europa wäre mal ein dichter Urwald gewesen, wissenschaftlich widerlegt. Das war nie so. Große Wiederkäuer die die Landschaft freihalten sind unverzichtbar. Zugleich transportieren diese große Mengen von Dünger und Samen. Will man den Wolf, muss man große Gebiete (1000 km² Minimum) mit wilden Wiederkäuern und großen Beutegreifern sich selbst überlassen. Darin könnte sich VIELLEICHT die gewünschte Natur wieder einstellen. Dort verhungern Pflanzenfresser und Fleischfresser, dort passiert was im Räuber-Beute Modell mathematisch nachgewiesen ist, dort gibts keinen Naturschutz, keinen Jäger, keinen Förster, kein Mountainbike, keinen Bauer, keine Wanderer usw. Das klingt alles sehr nett, ists realistisch?!?

ARTE machte dazu vor einiger Zeit eine gute Doko, leider derzeit nicht verfügbar. Darin wurde zb auch beleuchtet, dass in Europa deutlich über 75% des Landes unter 9 Kilometer weit weg vom Straßennetz sind. So sieht Natur nicht aus. Man stellt sich das gerne so vor. Man fährt eine halbe Stunde mit dem Auto, packt das Ebike aus, und ist nach einer weiteren halben Stunde in unbändiger Natur besiedelt von allerlei lieben Tieren und Wölfen und Bärli.

Ein etwas kürzeres Video fasst zusammen was Rewilding ist, und welche Traumvorstellungen wieder darin stecken. Manches ergibt Sinn, manches ist zum schreien und zeigt wie völlig unrealistisch viele denken. Wer will schon in mitteleuropäischen wilden Weidegebieten von Wisenten oder gar Elefanten daheim besucht werden, nur damit der Wolf einen etwas konfliktfreier Raum vor findet?!? Hier das Kurzvideo dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=X-qquAUA1TI

Der Rest der Denkensweise ist hier eh gut dokumentiert. Man verleiht einfach allem ein Preisschild. Dann stellt sich raus der Preis ist höher (zb Aborte oder Herden bleiben nicht mehr wo sie ständig angegriffen wurden usw). Dann fragt man sich wie hoch den der Preis wäre usw.
Artenschutz ist ein völlig überholtes Konzept beim Wolf. Für hoch gefährdete Rassen muss man streng schützen, sonst bleibt schnell nur mehr der Zoo. Artenschutz wie wir ihn beim Wolf erleben, ist dem Wolf gegenüber höchst grausam, weil wir ihn wo rein setzen wo er langfristig keine Chance hat, und von außen fotz gscheid zuschauen was passiert, während die Bevölkerung vor Ort mit den Nutzungskonflikten allein gelassen und für zu dumm erklärt wird.

Weide muss man aufhören um zur Eingangsfrage zu kommen. In vielen Gebieten ist das schon passiert. In den Alpen kommt man mit dem beengten Raum, dem Tourismus und der Freizeitwirtschaft spätestens mit Herdenschutzhunden völlig über kreuz, da brauch man von Wirtschaftlichkeit gar nicht zu reden. Ob der Schutz vor Muren und Lawinen anders wie zb durchs Abmähen nicht mehr bestoßener Weiden aufrecht erhalten kann, sollen andere beurteilen. Die aufgelassenen Weidegebiete könnten den Platz für Rewilding bieten, nur bezweifle ich stark, dass alle Nutzer und Besitzer da mitspielen.
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Re: Wolf vs. Weidetiere

Beitragvon 210ponys » So Aug 04, 2019 8:00

Westi hat geschrieben:@210ponys:

Wenn du die Fragen beantworten kannst, darfst du gerne wieder mitreden und die Klappe aufreissen. Aber bis dahin halte es einfach mit Dieter Nuhr; eben dieselbige Halten. Nur mal so nebenbei in Hessen gibt's nix für Risse (ist halt Risiko des Nutztierhalters) und ganze 50€/ha Zuschuß für wolfssicheren Zaun (den es nicht gibt). Dafür bekommt man nicht mal eine zusätzliche Litze um den Hektar. Und Herdenschutzhunde, alleine für den jährlichen Unterhalt der benötigten Hunde hätte ich mir jedes Jahr meine Schafherde (40 Ms plus Nachzucht und Böcke) fast zweimal neu kaufen können. Also wie gesagt, erstmal Wissen aneignen und dann große Reden schwingen bzw. dem Förster alles nachplappern.



hat da mal wieder jemand ein Hoch... Mein Freund dann solltest Du mal in die Lüneburger Heide fahren dort gibt es einen Wolfsicheren Zaun! Du als Schäfer oder besser gesagt als Hobby Schäfer solltest doch die Wirtschaftlichkeit kennen und die Fragen beantworten können... Aber es ist wie bei so vielen in der Landwirtschaft diese wissen es einfach nicht wie wirtschaftlich ihr Betrieb ist und was zu stämmen ist und was eben nicht! Wie viele Hunde würdest Du brauchen und welche Kosten kommen pro Hund auf dich zu?
Zuletzt geändert von Falke am So Aug 04, 2019 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: fehlendes Zitatkonstrukt ergänzt ...
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