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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Lacy Laplante » Mi Nov 12, 2014 14:56

Welfenprinz hat geschrieben:Langfristig wird meiner Meinung nach die Nahrungsmittelproduktion in verticalfarming systemen stattfinden. :)
Und auf den -unseren -Flächen je nach Epoche und Zeitgeist Naturschutzexperimente oder Manövergelände.
@LL: ja,eine exakte Feststellung der Rahmendaten ist definitiv nicht möglich. Sicher ist,dass die Welternährung -wie 2008- gesehen auf einem schmalen Grat ohne Mengenpuffer läuft.In dieser Ausgangslage für Arbeitsweisen,die potentiell mengenmindernd sind,zu plädieren ist verantwortungslos und menschenfeindlich.



Es gibt ja auch durchaus Theorien zur Selbstversorgung von (Groß)städten durch Aquakultur bzw Aquaponik/Hydroponik und klar vertikale Anbaumethoden werden ja heute schon in bestimmten Bereichen verwendet :-)
Mit Intelligenz kann sich der Mensch von Traditionen abwenden.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon H.B. » Mi Nov 12, 2014 16:35

Lacy Laplante hat geschrieben:Es gibt ja auch durchaus Theorien zur Selbstversorgung von (Groß)städten durch Aquakultur bzw Aquaponik/Hydroponik und klar vertikale Anbaumethoden werden ja heute schon in bestimmten Bereichen verwendet :-)

Dir ist aber schon klar, dass die Sonne auf einem qm nur einmal genutzt werden kann, und dass wenn die gesamte Großstadt bepflanzbare Fläche wäre, dies bei weitem nicht ausreichen würde?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Mi Nov 12, 2014 17:34

Das ist genau der Punkt. Diese Vertikal-Techniken verschlingen sehr viel Energie für Beleuchtung, Heizung und Düngung. Deshalb werden sie bisher eigentlich nur für Salat zum Frischverzehr eingesetzt. Wenn man damit ernsthaft Kalorien produzieren will, werden diese unbezahlbar.
Was in den Großstädten weltweit im Kommen ist, sind kleine Gartenbaubetriebe, die in Gärten, Hinterhöfen, auf Bauplätzen und Flachdächern Salat und Gemüse produzieren, verzehrfertig aufbereiten und dann an Restaurants, Großküchen oder Läden liefern.
Aber die wirklichen Kalorien (Getreide, Knollen, Hülsenfrüchte, Ölfrüchte, Fleisch) für eine Stadt kann man so nicht erzeugen. Das braucht Fläche und darf nicht viel kosten.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Pulsator » Mi Nov 12, 2014 18:35

Deutschland hat die größte Anzahl und den größten Flaechenanteil an Kleingärten auf der ganzen Welt.Urbanfarmimg ist, war und wird auch in Zukunft nicht zum Überleben beitragen....ist aber eine schöne Mainstream- Story...lässt sich gut in der Szene verkaufen....
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon borger » Do Nov 13, 2014 7:05

Manfred hat geschrieben:Schau dir mal an, was der Friedrich Wenz treibt. Gibt im Netze einige Videos zu und seine Feldtage und Kurse kann man auch besuchen. Das ist Öko-Ackerbau nach aktuellem Wissenstand.
Nix Pflügen und nix x-mal Scheiben etc.

Zitat von seiner Seite:
HUMUSAUBAU
Erträge von über 10.000Kg Getreide/ha OHNE zusätzliche Stickstoffdüngung, massiven Pflanzenschutz und schwere Bodenbearbeitung. Das ist nicht nur möglich, sondern kann die Regel sein, wenn die Humusgehalte und somit die Nährstoffversorgung stimmen.


Also zumindest neigt er nicht zu maßloser Untertreibung. Ich schätze mal, die meisten Landwirte haben einfach nicht genug Speicher für diese Unmengen an Getreide und machen deshalb nicht mit.


Pulsator hat geschrieben:Deutschland hat die größte Anzahl und den größten Flaechenanteil an Kleingärten auf der ganzen Welt.Urbanfarmimg ist, war und wird auch in Zukunft nicht zum Überleben beitragen....ist aber eine schöne Mainstream- Story...lässt sich gut in der Szene verkaufen....


Die meisten Kleingärten sind heute doch zum Rasenmähertestgelände verkommen, aber das war auch mal ganz anders.
Nicht nur die Kleingärten leisteten einen erheblichen Beitrag zur Versorgung, es wurden in der Stadt viele Hühner, Kaninchen und auch Schweine zur Selbstversorgung gehalten. Die Landwirtschaft der Nachkriegszeit wäre gar nicht in der Lage gewesen, den vollen Bedarf zu decken.
Erst mit zunehmenden Wohlstand und parallel steigender Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft wurde diese Erzeugung dann immer mehr aufs Land verschoben. Alles in Vergessenheit geraten.
Die Städter halten immer noch die meisten Tiere, nur eben nicht zum essen. Die Versorgung sollen die – immer weniger werdenden – Landwirte übernehmen, aber bitte ohne Massentierhaltung. Das ist dekadent, weil das schon zahlenmäßig nicht aufgehen kann.
Für eine urbane Versorgung müsste zuerst mal die Käfighaltung wieder zugelassen werden. Mit viel Platz auf grüner Wiese geht in der Stadt nicht so viel.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Welfenprinz » Do Nov 13, 2014 8:11

Verticalfarming hat mit Kleingärten soviel zutun wie Mercedes mit dem steen von Mykonos. Und es wurd sich gerade wegen der Stoff-und Energieeffizienz durchsetzzen.
Aber keine Angst,nicht mehr in unserem Leben.:-)
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Pulsator » Do Nov 13, 2014 8:24

tyr hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Verticalfarming hat mit Kleingärten soviel zutun wie Mercedes mit dem steen von Mykonos. Und es wurd sich gerade wegen der Stoff-und Energieeffizienz durchsetzzen.
Aber keine Angst,nicht mehr in unserem Leben.:-)

Auch in dem unser Kinder, Enkel und Urenkel nicht, da, solange genügend Flächen und Intensivierungspotenzial gibt, ist alles andere nur technische Spielerei...


das sehe ich ganz genauso! verticalfarming ist ein konstrukt technokratisch orientierter urbanistiker mit visionen ala raumschiff enterprise.....die holländer sind auch gut in der darstellung solcher fantaisen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Welfenprinz » Do Nov 13, 2014 9:00

Eigentlich war dieses Thema ein offtopicschlenker von mir,den wir beenden könnten. :-)
Also zurück zur Quantität. Wenn Biolandbau je nach Jahr und Region 10 -30% Minderertrag hat,wie kann er dann bei wachsender Weltbevölkerung eine Problemlösung sein?

Und wieso wird dieser Götze "Humus " eigentlich so angebetet? Kommt man da in irgendein Paradies?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon H.B. » Do Nov 13, 2014 9:08

Den wachsenden Energiehunger hast du vergessen. Ach ja, noch was zum "vertikalfarming": Solange der Getreidepreis unter 20€/kg liegt, überhaupt kein Thema. Landwirtschaft bis in die letzte Lücke wird es erst dann wieder geben, wenn ein Bauer seine Familie wieder von einem Hektar ernähren kann.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Welfenprinz » Do Nov 13, 2014 9:51

Der Energiehunger ist ja schon als pöser Feind im grünen Fadenkreuz erfasst,nur deswegen kommen die Biobetriebe nicht klar. Ich bin wirklich gespannt wie die grüne Kirche dies selbstverursachte Paradoxon ihren Gläubigen erklärt.
Weil ichs nicht lassen kann :-) und weils einfach zum Thema Quantität gehört ,zwei Denkanstösse:
1. Boden ist schon der teuerste Produktionsfaktor, ca. 30% der Gesamtkosten im Getreidebau. Und das wird nur mehr werden,Boden ist nun mal das knappste Gut. Abgesehen von der vertikalen Nutzung kann man in einem geschlossenen System von einem Sommergetreide-100 bis 120 Tage Vegetationszeit im Zufallsgenerator Freiland- 3,5 -4 Ernten pro Jahr fahren. Dazu kompletter Entfall von PS-Mitteln und optimierte Nährstoffzuhr ohne den Zufallsgenerator Humus....die Kostenkalkulation wird also eine ganz andere als wir Ackerbauern sie kennen.

2. Lieferzuverlässigkeit ohne Schwankungen. Der ausschlaggebende Faktor,da für die abnehmende Hand essentiell.
Mach doch bitte mal bezüglich deiner Wintergerste 2015 eine Vereinbarung zu Erntetermin (!) und Menge,die in ihrer Genauigkeit mit der Zusage eines holländischen Paprikaproduzenten mithalten kann. :)
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