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ARD Themenwoche Essen ist Leben

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Hoschscheck » Mi Okt 27, 2010 9:20

Gestern bei Maischberger, das hatte schon beinah Unterhaltungswert.
http://www.tvdirekt.de/sendungsdetails/ ... erger.html


Hoschscheck
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Fassi » Mi Okt 27, 2010 10:32

Naja, bei allem Unfug der da im Laufe der Themenreihe so erzählt wurde, fand ich den Beitrag "Frisch auf den Müll" am Sonntag nachmittag doch etwas erschreckend. Da werden massenweise noch essbare Lebensmittel weggeworfen, weil die Optik nicht mehr paßt, weil der Verbraucher abends noch aus 20 Sorten Brötchen auswählen will, werden 20% mehr gebacken, die dann auf den Müll landen (man darfs ja nicht mehr verfüttern). Und noch wesentlich mehr Beispiele.

War mir zwar nicht wirklich neu, aber in dem Umfang hät ich das jetzt auch nicht erwartet. Und zumindest hat man da mal nicht der Ldw. die Schuld gegeben, sondern ganz klar gesagt, dass das vom LEH und dem Verbraucher ausgeht. Wie gesagt, ich fand den Beitrag nicht schlecht und streckenweise schon erschreckend. Nur wird ws leider nichts ändern.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon SHierling » Mi Okt 27, 2010 11:02

schimmel hat geschrieben:gibt es nur die Konfliktdarstellung zwischen Verbraucher und Lebensmittelindustrie, Bio contra konventionell, Tierschutz und Veganertum, Welthunger contra land grabbing, Fehlernährung und Lifestyle - food...?

Reini


Lexi-TV (MDR) zum Thema Fleisch war ok. Inklusive Schweine aussuchen, Verladen, Schlachtung und Hausschlachtung sehr ordentlich dargestellt, Fleisch reifen lassen vs "Frische-Wahn" kam auch vor, Fleischbeschau wurde gezeigt, Unterschied zwischen Zucht und Mast erklärt, Mastleistungsprüfung ausführlich beschrieben - war richtig erholsam, dauernd konnte man "endlich zeigt das mal einer!" seufzen :)
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Cairon » Mi Okt 27, 2010 12:12

Heute Morgen bei der Arbeit habe ich NDR 4 Info gehört. Es gab einen Beitrag im Rahmen der Themenwoche. Ranga Yogeshwar erklärte wie man das optimale Frühstücksei kocht und warum Eierkochen zu Omas Zeiten leichter war als heute. Zum Ende des Betrages fragte die Moderatorin ob es denn in Ordnung wäre jeden Morgen ein Ei zu essen oder ob das negativ für den Cholesterinspiegel wäre. Darauf Herr Yogeshwar: "Das kommt darauf an was man sonst noch so isst. Und auf die Herkunft des Eies. Man sollte nur Eier aus Freilandhaltung zu sich nehmen und keine Eier aus diesen unsäglichen Haltungsformen."

Freilandeier besser für den Cholesterinspiegel, ich glaube mein Schwein pfeift. Sicherlich kann man die Inhaltsstoffe von Eier über die Fütterung verändern, aber nur über die Haltungsform. In der Berufsschule haben wir mal gelernt, dass Batterieeier am gesündesten sind, weil sie am schnellst vom Huhn weg in die Kühlung kommen und so gut wie keinen Kontakt zu den Fäkalien haben. Gerade in Hinsicht auf Salmonellen.
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon SHierling » Mi Okt 27, 2010 12:20

Die Inhaltsstoffe von Eiern kann man nur in extrem geringem Umfang über die Fütterung bestimmen, das beschränkt sich auf ein paar Farbstoffe (weil auch Küken verschiedene Farben haben), und dann ist auch schon Sense: in einem Ei ist unabdingbar immer genau das drin, was für ein Küken nötig ist, nicht mehr und nicht weniger, denn andere Hühner kann man nun mal nicht züchten!
Zuviel hiervon: Küken schlüpft nicht, zu wenig davon: Küken bleibt stecken, anderes Verhältnis von Dings zu Bums: Küken fängt nicht an zu atmen und so weiter und so fort, und das alles im ng-Bereich. Die Zusammensetzung eines Kindes ändert sich ja auch nicht durchs "Futter", egal ob die Mutter Müsli kaut oder Steak ißt.

Und Eier kommen nicht in die Kühlung, die werden ohne Kühlkette verkauft. Eier gehören auch nicht in den Kühlschrank, auch so ein Märchen. Und Eier haben keinen Einfluß auf den Cholesterinspiegel. Immerhin das "haben sie auch gestern im Fernsehn gesagt" ... :prost:
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Cairon » Mi Okt 27, 2010 16:24

Ich habe ein Jahr in der Nähe von Wildeshausen auf einem Betrieb mit 45.000 Legehennen gelernt. Kühlung ist wohl nicht das richtig Wort. Natürlich haben wir die Eier nicht bei 4°C gelagert. Allerdings war der Sortierraum und die Lagerung für die Eier klimatisiert, so das immer eine Konstante Temperatur herrschte. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube da waren immer 16 °C. Ist aber lange her, ich weiß nur das dort eine Aggregat war. Im Sommer war dort immer der beste Arbeitsplatz.
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon SHierling » Mi Okt 27, 2010 17:03

Reini , das war ein Beispiel, bei dem ich davon ausgegangen bin, daß Leute zwischen Kindern und Eiern unterscheiden können. Wenn "Mutti" sich während der Schwangerschaft vergiftet, bekommt natürlich auch das Kind etwas ab, weil es während des Wachstums mit der Mutter verbunden ist. Wenn ein Huhn sich während der Brüterei vergiftet, ist das dem Küken in der Eierschale ziemlich egal.
Und der Rest steht schon da: wenn das, was INS Ei kommt, nicht paßgenau ist, schlüpft kein Küken.
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Piet » Mi Okt 27, 2010 17:10

SHierling hat geschrieben:Morgen abend gibts eine Doku über Lohmann
http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-858769.html

Jedes dritte Ei, das auf der Welt verzehrt wird, stammt von einer Henne aus Cuxhaven von der Lohmann Tierzucht GmbH. Die Reportage blickt hinter die Kulissen des Konzerns.


Auf SWR gibt es einen Beitrag über "Klonschnitzel". Brauch ich jetzt zwei Fernsehgeräte :?:
http://www.jagtnorden.de
Alta, lass uns Baumarkt!
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon SHierling » Mi Okt 27, 2010 17:44

Das Schnitzel kannst Dir schenken. Dramatische Gruselmusik, die große Amerikanische Freiheit des Klonens, blabla

Dann ein Bayerischer Professor mit "Uschi", der seine 12 Jahre alte Klonkuh selber nicht essen wollen würde, weil er sie so liebt, aber ansonsten nichts gegen Klonfleisch einzuwenden hat. Bißchen was über Uni München mit Schweineklonen, die genetisch manipuliert und geklont 50% zuckerkranke Ferkel kriegen, Tenor: Deutschland klont für die Forschung, Amerika produziert Steaks damit.

Für die Heimtierhalter noch ein paar dekadente Ami-Millionärs-Omis mit ihren fetten geklonten Labradors, und zum Schluß der allseits beliebte Deutsche Fernsehkoch, der selber garantiert noch nie Klonfleisch in der Pfanne hatte, sich über die grüne Lobby gegen Klone freut, ansonsten zwischen Klonferkel und Zwillingsferkel gar nicht unterscheiden kann (diese Tatsache wird allerdings nicht mal erwähnt), aber vorsichtshalber schon mal behauptet, daß "Kotelett nicht gleich Kotelett" sei; und als Gegenstück eine Handvoll amerikanische Trucker, denen das alles egal ist, solange das Steak groß genug ist.

Weil das alles noch nicht bedrohlich ist, gibts als Nachtisch Argentinien, und das übliche "man weiß es nicht, aber es könnte sein, daß aus Argentinien das Fleisch der Nachkommen geklonter Tiere längst nach Europa kommt" und als Argument - weil man ja das Fleisch schon nicht unterscheiden kann, die "Verbrauchersouveränität", die gewahrt werden muß.

Die "richtigen Lehren" verbreitet dann ein Herr, der Klonen und Gentechnik gleichsetzt, und den Produzenten unterstellt, die Lebensmittelindustrie wolle "dem Verbraucher etwas unterjubeln".

Geschenkt, nix interessantes dabei, und erst recht nichts Neues.
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Cairon » Mi Okt 27, 2010 20:34

Aus den Eier die wir damals produziert haben ist nie ein Küken geschlüpft, schlicht weil sie nicht befruchtet waren.
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon SHierling » Mi Okt 27, 2010 20:51

Cairon: das ist der Zusammensetzung des Eies aber egal, ob es befruchtet wird oder nicht.

Jdes Ei kommt aus einer Henne, und was da reinkommt (ins Ei, nicht in die Henne), ist nun mal genetisch bedingt. Würdest Du versuchen, Hühner zu züchten, die "abweichende Eier" oder auch nur "variable Eier" legen, dann *kann* das eben deswegen nicht klappen, weil aus abweichenden Eiern auch keine zukünftigen Hennen für unbefruchtete Eier schlüpfen. Wenn Du's anders haben willst, mußt Du Genmanipulieren. So besser verständlich?

Kinderlosigkeit ist erblich, wenn Deine Eltern keine Kinder hatten, wirst Du auch keine haben.
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Georg Keckl » Mi Okt 27, 2010 22:13

Die neueste Wasserstandsmeldung in Sachen Getreidebedarf pro kg Fleisch gab es gerade auf hr3 in der Sendung "Alles Wissen".

Der Moderator Thomas Ranft kündigte einen Beitrag zum "Klimaschutz auf dem Teller" mit folgenden Worten aus (aus dem Gedächtnis):

Für 1 kg Fleisch werden 15 kg Getreide benötigt und je Menge Pestizide, Dünger,... Wasser.."

Der hr kann es nicht lassen, statt "Alles Wissen" lieber "Viel Blödsinn" den Zusachauer zu servieren. Das Öko-Institut, der BMU und das UBA zusammen haben klar festgestellt:
ZITAT "Unabhängig davon ist auf absehbare Zeit weder von Datenlage noch von der Methodik her eine wettbewerbsrechtlich durchhaltbare vergleichende CO2-Kennzeichnung von Produkten möglich. Dies gilt besonders bei den Lebensmitteln, die momentan im Mittelpunkt der CO2Label-Diskussion stehen." ZITAT ENDE. Für Lebensmittel gibt auch noch keine annähernden Methoden, die einem CO2-Vergleich zuließen, wie bei Strom, PKW-Abgaswerten oder Elektrogeräten-Sparkennzeichen. Quelle siehe: http://www.bmu.de/produkte_und_umwelt/doc/45235.php und ZITAT aus http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/memorandum_pcf_kurz_bf.pdf

Das habe ich dem hr gemailt nachdem er wieder so eine Plattheit wie diese verbreitet hat: "ZITAT: Bei Milchprodukten gilt: je mehr Fett sie enthalten, desto schlimmer die Klimabilanz. Dazu kommt: Rinder produzieren Methangase und die haben einen sehr viel höheren Treibhauseffekt als CO2. Deshalb rät der Klimaexperte, das man generell den Konsum von Milchprodukten verringern sollte. ZITAT ENDE, siehe und höre: http://www.hr-online.de/website/rubriken/ratgeber/index.jsp?rubrik=55889&key=standard_document_39690519&seite=3.

Die Dummheit auf die Spitze getrieben hat der hr diese Anti-Milch und Rindfleisch-Kampagne damals in diesem Beitrag: http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=43818&key=standard_document_36214354&mediakey=fs/alleswissen/20100901_alleswissen_lebensmittel_klimabilanz&type=v&jm=0&jmpage=1, da bekommt das Pärchen Anke und Heiner vom Öko-Inspekteur des WWF ein dickes Klimaminus, weil sie viel Milchprdukte essen und Rindfleisch. Wenn schon Fleisch, dann Geflügel und Schwein. Überhaupt bliebe uns nach den Spinnereien des wwf zur kalten Rohkost keine Alternative, denn bis 2050 müssen wir 95% der Klimabelastung weg haben, Gott sie Dank lebe ich dann nicht mehr.

Die Themenwoche "Essen ist Leben" artet in der ARD immer zu einer Themenwoche "Essstörungen in der ARD" aus. Aber immerhin kann man auch noch lachen, wenn in den Tagesthemen vom 25.10. das Kupieren der Schweineschwänze aus "Zurechtstutzen für die Massentierhaltung" kritisiert wird und dann als Alternative Bio-Schweine angekündigt werden, "die alle ihre Schwänze noch behalten durften", nur dass die in Großaufnahme gezeigten Schwänze der Bioschweine alle kupiert waren, siehe http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5685540 . Das war bezeichnend für die Qualität mancher ARD-Beiträge zu dieser Themenwoche. Den ersten Schaden werden vermutlch die Bio-Mutterkuhhalter haben, denn ihre Kundschaft reagiert auf solche Verurteilungen des Rindfleisches als erste, egal wie nützlich die Rinderhaltung auf den meist anderweitig nicht sinnvoll zu nutzenden Flächen ist, oft mit großen Naturschutzauflagen und mit Naturschutznutzen. Wer will denn sonst die Buckel, Sandhaufen und Hochwassergebiete nutzen?

Die Themenwoche darf nicht so durchgehen. Das ist keine Welle mehr, unter die man durchtauchen kann, da werden Schleusen geöffnet. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie sich bei den Sendern als Erzeuger, Handwerker oder Verkäufer von Fleisch beschweren, das hilft etwas. Weil ich hier das Wasser aufdrehe, verdurstet in Eritrea kein Kind. Weil ich einen Sauerbraten in der Röhre habe, stirbt in Äthiopien kein Mensch.

Grüße: Georg Keckl
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Georg Keckl » Mi Okt 27, 2010 22:21

Beinahe hätte ich statt Öko-Inspekteur "Öko-Blockwart" geschrieben, aber sie sind ja alle so voller bester Absichten.
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon SHierling » Mi Okt 27, 2010 22:24

Mensch, kannste sowas nicht morgens posten, das man den Kreislauf über den Tag wieder runterarbeiten kann?
Ich hatte eben schon Lohmann - sowas gemeines, daß die Afrikaner einfach Suppenhühner essen wo es doch sicher auch Gnadenhöfe täten.
Jetzt muß ich ja mindestens noch Klinik unter Palmen gucken zum abschalten *duck* :mrgreen:

Bei diesen CO2-Rechnungen hilft es mitunter, die Leute darauf hinzuweisen, daß Kühe letzten Endes auch nur "nachwachsende Rohstoffe" sind - und damit auch genauso so CO2-neutral wie diese. Jat meyenburg schon mal irgendwo schöner formuliert. Im Zweifel nachfragen, wie das CO2 in die Kuh reinkommt (Getreide, xy kg, kommt dan meistens) und woher das Getreide das CO2 hat. Wenn das nicht reicht: das absolute AUS jeder DIskussion ist die Frage, wieviel CO2 ein Mensch produziert, egal ob je kg Mensch, oder je kg Getreide, oder wo das C bleibt, das der Mensch aus dem Getreide holt (im Vergleich zur Kuh)- Letzteres kapieren aber die meisten Leute schon gar nicht mehr und werden dann unfreundlich oder zitieren Peta-Bildchen.

Und ich weiß immer noch nicht, WOHER diese 15 oder 16 oder 7 kg KOMMEN. Man hat so gar keine Handhabe, das auch mal DETAILLIERT auseinanderzunehmen, wenn man es immer nur Pauschal vorgesetzt bekommt.


PS: Hinschreiben und Beschweren, Argumente dagegen liefern etc ist natürlich in jedem Fall richtig, wichtig und außerdem das einzige, was man tun kann. Wer solls auch sonst tun.... :evil:
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Re: ARD Themenwoche Essen ist Leben

Beitragvon Cairon » Mi Okt 27, 2010 22:45

Um es mal kurz etwas auseinander zunehmen. Wir haben bei unseren Schweinen eine Futterverwertung von 1 zu 2,9. Das heißt wir brauchen 2,9 kg Futter für ein kg Gewichtszunahme. Davon sind 80 % auf unserem Hof erzeugtes Getreide, dass wir selber einlagern, mahlen und mischen. Die anderen 20 % sind zur Zeit der EG 38 Ergänzer von For Farmers.

Zusammensetzung:

45,33 % Sojaschrott
30,00 % Rapsextraktionsschrot
6,7 % Calciumcarbonat
6,1 % Weizenkleie
5,5 % Weizenschlempe
0,8 % Monocalciumphosphat

Dazu noch Vitamine und Aminosäuren.

Das heißt, dass ca. 9% der Futtermenge für die Entwicklungsländer relevant sind, also 0,26 kg pro erzeugtem kg Schweinefleisch. Der größte Teil des Futters stammt ja sogar vom eigenen Betrieb bei uns und das Rapsextraktionschrott ist ja auch eher als Produkt das innerhalb der EU erzeugt wurde zu sehen.

Ich komme da keines Falls auf 7 - 15 kg Futter pro kg Schweinefleisch. Selbst wenn man es jetzt mal umrechnet auf verwertbares Fleisch. Ein Schwein schlachtet mit ca. 82 % aus. Also wären es pro 0,82 kg Fleisch 2,9 kg Futter, dann wären es pro kg SG 3,5 kg Futter.
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