1932, da hatten die bolschewistischen Horden in der UDSSR schon Millionen Menschen ermordet und die KPD wurde über den Lakaien Thälmann direkt von Stalin gesteuert. Ihr Ziel, ganz offen verkündet, die Abschaffung der Demokratie und Errichtung der „Sowjetdiktatur Deutschland“. Allerdings glaubte man nicht an eine Machtübernahme durch Wahlen sondern an eine gewaltsame Revolution nach sowjetischem Vorbild, weshalb die kommunistischen Rot-Front-Kämpfer die übelsten Straßenkämpfer dieser Zeit waren.
In unserer offiziellen Geschichtsschreibung müssen sie trotzdem als so etwas Ähnliches wie Demokraten, jedenfalls gegen das Böse kämpfend, erscheinen, weil sonst diese selbstgemalte Geschichte nicht aufgeht.
Fakt ist, 1932 haben mehr als die Hälfte der Wähler die beiden offen antidemokratischen Parteien gewählt – und damit war diese Demokratie am Ende. Nicht weil diese Antidemokraten irgendetwas Großartiges geleistet- oder zumindest versprochen hätten, sondern weil das, was sich die Weimarer Demokraten geleistet hatten, so grottenschlecht war. Skandale, Korruption und maßlose Selbstbereicherung, während der Großteil des Volkes durchgehend in Not und Elend verharrte.
Da sehe ich die Parallelen zu heute, unsere etablierten Blockparteien unterscheiden sich in der umgesetzten Politik kaum noch – und ihr gemeinsames Ziel scheint der wirtschaftliche Untergang des Landes zu sein. Nur der noch vorhandene Wohlstand bremst radikalere Lösungen. Ist er eines Tages verschwunden, dann wird es auch wieder radikaler.
Ich vermute mal, die, die sich heute am meisten über die damaligen NS-Wähler empören, werden dann die Radikalsten sein.
