langholzbauer hat geschrieben:@Kormi
Wo auch immer bei den einheimischen Arten " Bockkäfer" dran steht, sind das Sekundärschädlinge , die kranke und bereits abgestorbene Bäume verwerten.
Diese Gattungen waren in unseren gemäßigten Regionen bisher für den biologischen Abbau der ausscheidenden Bäume ohne Feuersbrunst zuständig.
Deshalb würde ein Aussterben auch langfristig ökologische Schäden bedeuten.
Es tut doch nun wirklich keinem Waldbesitzer wirklich weh, wenn er die eindeutig mit Bockkäfern oder auch simpel nur Ameisen bzw. sonstigen Sekundärschädlingen befallenen Bäume bzw, wenigstens Teile davon dem Wald und der Natur überlässt!
Also mich würde es schon ärgern wenn eine schöne Eiche, egal ob krank oder abgestorben, durch den Bockkäfer mittels fingerdicker Löcher durch den Stamm aus schönem sägefähigen Holz Brennholz "produziert".
Sottenmolch hat geschrieben:Kormoran2 hat geschrieben:
Sorry Sottenmolch, ich finde es auch schon etwas grotest, wenn ich etwas feiere, was wissentlich einer ganzen Berufsgruppe die Existenz verhageln kann. Natürlich schlägt hier die Natur zurück. Und ich finde ja generell den Erhalt der Artenvielfalt auch sehr positiv. Aber dabei völlig vernachlässigen, dass das andere Leute um ihr Lebenswerk bringen kann, geht ja gar nicht.
Ich freue mich ja auch nicht, dass dem Hotelier sein 5-Sterne-Hotel in der freien Natur abbrennt, damit dort wieder die Natur Oberhand bekommen kann.
Ich finde es schön sehr lustig oder sollte ich beschämend sagen, dass wir uns in der Land- und Forstwirtschaft hinstellen und für uns proklamieren, dass wir Landschaft und die Voraussetzungen für due Artenvielfalt geschaffen haben.
Allerdings waren es in beiden Fällen komplett andere Formen der Bewirtschaftung als wir sie heutzutage betreiben. Für die Folgen / Nachteile wollen wir allerdings unsere Verantwortung nicht übernehmen. Man will wie jeder nur für das Positive verantwortlich sein.
Es ist noch immer so, dass freiwillig kein dürrer Baum im Wald belassen wird, da er ja noch 50 € im Brennholzverkauf bringt. Ebenso muss man noch die letzte Krone aus dem Wald zerren. Die gibt schließlich noch ein paar Hackschnitzel. Laubholz, pfui Teufel, macht nur Arbeit und bringt keinen Ertrag. Biotopbäume oder abgebrochene Bäume für Höhlenbrüter, wie komme ich auf das schmale Brett! Da hängt man eben ein paar Nistkästen, Fledermauskästen auf und klopft sich auf die Schulter weil man so viel für die Natur übrig hat. Dann läuft man mit den Kindern oder Enkel durch die Gegend und kann ihnen nur noch eine Handvoll Schmetterlings-, Pflanzenarten ..... zeigen und sagt dann: "Als ich in deinem Alter war, gab es viel mehr zu sehen. Wo die nur alle geblieben sind. Komisch!"
In Bezug auf Artenvielfalt sch**ss ich auf Borkenkäfer, Zecken, Mücken und so nutzloses Gelumpe!
Und nein, die sind für nichts gut, nicht mal in der Nahrungskette wichtig, sonst müsste es deren Fressfeinden richtig gut gehen, davon sehe/merke ich aber auch nichts.
Weißt du was für mich Artenvielfalt ist? Das ist mein "Zoo" um unseren Hof herum, da findest du noch einiges was andernorts schon lang verschwunden ist: Siebenschläfer, Fledermäuse, Hirschkäfer und Feuersalamander.
