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Bioboom?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Bioboom?

Beitragvon LUV4.0 » Fr Mai 01, 2020 11:59

Neuland79 hat geschrieben:Für dich der Klassiker: Mein befreundeter Biolandwirt hatte mich vorgewarnt. Mit Betonköpfen kann man nicht diskutieren.


Das stimmt. Mit mir kann man das aber sehr gut, ich habe nämlich schon ein paar Tage Erfahrung in der Landwirtschaft. Ich muss mich nicht auf meinen Glauben verlassen, und ich kenne die Landwirtschaft auch nicht ausschließlich aus einer NDR Doku oder von meiner Partnersuche.

Ich habe dir auch schon mehrfach erklärt WARUM deine Träume nicht funktionieren.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Fr Mai 01, 2020 12:05

germane hat geschrieben:Wenn ich mir Gemüse kaufe, ist fast überall schon ein QR-Code vom Erzeuger drauf .

Ich werde an meinem Acker ein Schild mit ner Beschreibung meiner Sorte und QR- Code auf meine Website mit Beschreibung meiner Ernährungsphilosophie aufstellen.

Im Einzelhandel? Meine Genossenschaft deklariert die Frischware auch mit Hof und Adresse, aber im Einzelhandel weiß ich nicht, wie das gemacht wird. Ist mir jetzt unbekannt. Da steht doch normalerweise nur die Vertriebsfirma drauf?
Ich denke, dass ist auch der Punkt, warum der mir bekannte Biolandwirt keine Probleme mit der Vermarktung hat. Seine Milch wird auch regional verkauft und jeder weiß, woher sie kommt. Alle kennen seinen Hof. Das ganze Dorf, alle Familien laufen dort überall herum, obwohl es ja eigentlich sein Eigentum ist. Da stehen zum Teil ganze Familien mit Kindern im Stall herum und schauen bei der Fütterung zu. Geht man hinters Haus fahren da Leute mit Mountainbikes lang und füttern die Schafe. Bei den Hühnern ist es genau so. Die werden auch immer durch irgendwelche Kinder gefüttert und bespaßt. Ansonsten kommen die Leute auch von weiter her und fahren mit Auto auf den Hof und sitzen dort auf Bänken herum und unterhalten sich. Kennen tut er eh alle seit immer (er ist ja dort aufgewachsen) und es hat den Vorteil, dass er immer über alles informiert ist...
Warum macht er das und lässt es zu? Richtig, er kann seine Milch an der Molkerei vorbei direkt verkaufen. Es wirtschaftet sich mit 1€/l einfach besser. Isarland macht es ja ähnlich.
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: Bioboom?

Beitragvon T5060 » Fr Mai 01, 2020 12:23

Früher kam Heu-, Weide-, Bio-, Knuddel-, Prügel-, Gentechnik-, Atrazin-, faire-, unfaire und Mondscheinmilch in ein Döpp, da hatte jeder von jedem etwas und die 3 % denen das nicht gefiel, das waren sowieso bekloppte Kiffer oder Dolfis treue Freunde. Die Milchprodukte waren zwar bei weitem nicht solange haltbar, aber geschmeckt haben die auch lecker und 10 m Kühltheke im ALDI waren völlig ausreichend. Heute braucht man im LEH für den gleichen Umsatz die doppelte Ladenfläche, den dreifachen Logistikplatz und weitaus mehr Transportkilometer. Diese ganze Aufsplittung und der "grüne Punkt" kostet den Bauern 7 - 8 Cent Auszahlungspreis. So deshalb haben auch viele kleinere das Melken aufgeben. Ökologisch hat das ganze Gemurkse heute gar nichts gebracht.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Fr Mai 01, 2020 12:24

meyenburg1975 hat geschrieben:Wenn der Gesellschaft Grünland und insbesondere Weidehaltung so am Herzen liegen, warum wurde die 210 kg Grenze für organischen N auf 170 kg Ackerniveau abgesenkt, obwohl in Versuchen selbst bei 300 kg/Jahr keine Belastung für Grundwasser nachweisbar war?

Wie LUV4.0 bereits zu Recht darauf hingewiesen hat, müsste ich erstmal Landwirtschaft studieren, um mit euch tiefergehende Gespräche führen zu können.
Der mir bekannte Landwirt sagt folgendes. Er hat keine Probleme mit der Düngeverordnung. Laut Düngeverordnung unterdüngt er massiv. Die Erträge, die er hat, dürfte er laut Düngeverordnung gar nicht haben. Der Bedarf der Pflanzen ist viel zu hoch angesetzt und stimmt nicht. Wesentlich (so sagt er) ist die Art und Weise, wie man düngt und ob die Bodenlebewesen die Gülle/Mist aufnehmen, verwerten und für die Pflanzen bereit stellen können. Soweit seine Aussage dazu, in dem Wissen, dass das hier quasi "stille Post" ist.

meyenburg1975 hat geschrieben:Warum hat man in der neuen DVO die Weidehaltung schlechter gestellt, in dem man nicht realisierbare N-Nutzung annimmt?

???

meyenburg1975 hat geschrieben:Warum wird nicht zumindest für Grünlanderneuerung die Beibehaltung von Glyphosat diskutiert, so dass man nicht alle paar Jahre die Humusbilanz versauen muss?

Du meinst pflügen? Ich weiß nicht, ob er pflügt, Grünlanderneuerung betreibt und ob es nicht auch ohne geht?

meyenburg1975 hat geschrieben:Warum lässt man die Weidehalter beim Thema Wolf komplett auf Grund laufen?

Soweit ich mnich erinnere, werden Tierhalter für Wolfsschäden entschädigt? Er hatte noch keine Wolfsschäden. Seine Kühe sind aber nachts im Stall.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Isarland » Fr Mai 01, 2020 13:04

Neuland79 hat geschrieben:
germane hat geschrieben:Wenn ich mir Gemüse kaufe, ist fast überall schon ein QR-Code vom Erzeuger drauf .

Ich werde an meinem Acker ein Schild mit ner Beschreibung meiner Sorte und QR- Code auf meine Website mit Beschreibung meiner Ernährungsphilosophie aufstellen.

Im Einzelhandel? Meine Genossenschaft deklariert die Frischware auch mit Hof und Adresse, aber im Einzelhandel weiß ich nicht, wie das gemacht wird. Ist mir jetzt unbekannt. Da steht doch normalerweise nur die Vertriebsfirma drauf?
Ich denke, dass ist auch der Punkt, warum der mir bekannte Biolandwirt keine Probleme mit der Vermarktung hat. Seine Milch wird auch regional verkauft und jeder weiß, woher sie kommt. Alle kennen seinen Hof. Das ganze Dorf, alle Familien laufen dort überall herum, obwohl es ja eigentlich sein Eigentum ist. Da stehen zum Teil ganze Familien mit Kindern im Stall herum und schauen bei der Fütterung zu. Geht man hinters Haus fahren da Leute mit Mountainbikes lang und füttern die Schafe. Bei den Hühnern ist es genau so. Die werden auch immer durch irgendwelche Kinder gefüttert und bespaßt. Ansonsten kommen die Leute auch von weiter her und fahren mit Auto auf den Hof und sitzen dort auf Bänken herum und unterhalten sich. Kennen tut er eh alle seit immer (er ist ja dort aufgewachsen) und es hat den Vorteil, dass er immer über alles informiert ist...
Warum macht er das und lässt es zu? Richtig, er kann seine Milch an der Molkerei vorbei direkt verkaufen. Es wirtschaftet sich mit 1€/l einfach besser. Isarland macht es ja ähnlich.

Ich will aber am Hof noch arbeiten, und will im Stall und auf dem Betriebsgelände niemand sehen. Das wird von den Kunden respektiert.
Im übrigen, wieviel Träume braucht man für solche Hirngespinste, die du über das Forum hier ergießt?
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Bioboom?

Beitragvon 240236 » Fr Mai 01, 2020 14:33

Genau. Das ist auch meine Meinung. Wie ist es, wenn da soviele Leute da sind und da verletzt sich jemand z. B. beim Schafe füttern. Wer ist Haftbar?
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Re: Bioboom?

Beitragvon T5060 » Fr Mai 01, 2020 15:09

NutztierhaltungsVO : Es hat ausser den Leuten, die die Tiere im Stall betreuen, niemand sonst was im Stall zu suchen, auch BIO.
Für alle anderen gilt : Neue Einweganzüge und Überschuhe, vorher Hände waschen

Ein Stall ist kein Zoo
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Re: Bioboom?

Beitragvon langholzbauer » Fr Mai 01, 2020 15:29

Wir produzieren Lebensmittel auf hohem biologischen und hygienischen Niveau auf schönem Weideland. Und dann kommen die Naturfreunde aus der Stadt, lassen ihren Fiffi in die Weide kakken und die Rinder auf mischen, sind zu blöd ihren Müll wieder mit zu nehmen und wollen uns noch verbieten, dem Boden die entzogenen Nährstoffe über Gülle, Jauche und Mist zurückzuführen... :oops:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Bioboom?

Beitragvon Südheidjer » Fr Mai 01, 2020 22:31

Neuland79, du verlangst immer nur von anderen Leuten, hier im Forum von den Landwirten, die Lebensmittel erzeugen, was sie zu tun haben. Warum ergreifst du nicht selber die Initiative und baust Strukturen auf, wie du sie dir vorstellst und wünschst. Zeit genug wirst du dafür ja scheinbar haben, wenn du es für praktikabel hälst, daß der Konsument jeden Artikel im Supermarkt erstmal mit seinem Smartphone scannt um zu sehen, wie die Zutaten produziert wurden, wie es transportiert wurde, von wo es überhaupt her kommt und und und....Das ist doch fern jeder Realität. Die junge unausgelastete junge Mutter oder der faule Ich-leb-in-den-Tag-hinein-Dödel hat dafür vielleicht die Zeit, aber wenn bei mir der wöchentliche Einkauf mehr als 15 Minuten dauert krieg ich die Krise, weil die Uhr drückt.
Und es geht nicht nur mir so, sondern vielen anderen Leuten geht's genauso.

Ich mach mir erstmal das erste Freitag-abend-Bier auf. :prost:

Was in der Richtung funktioniert ist die Etablierung einer Marke, bei der der Konsument weiß, daß die Erzeugnisse größtenteils nach seinen Vorstellungen hergstellt sind. Gestern laß ich hier z.B. über eine Molkerei (Stichwort "Barbara"), die wohl von viele wenn nicht sogar komplett von Bio-Betrieben beliefert wird. Dort auf der Internetseite konnte ich mir teilweise die Profile der Höfe ansehen. Anhand des MHD gab es eine Suchmaske, um zu schauen, von welchem Betrieb die Milch in z.B dem Joghurt herkommt. Der Verarbeiter, in diesem Fall die Molkerei, garantiert also mir als Konsument gegenüber mit der Einhaltung bestimmter Vorgaben bei der Erzeugung. Das ist doch ausreichend und scheinbar auch umsetzbar. Was ich aber völlig umweltunfreundlich finde, ist die Tatsache, daß ich die Produkte dieser Molkerei aus dem tiefesten Bayern hier bei mir im heimischen Edeka-Regal finde, also so ca. 800 km entfernt.

Du hast in einem deiner Beiträge begeistert geschrieben, daß dir ein Biobauer bekannt ist, bei dem die Leute von weit her mit dem Auto anreisen und auf dem Hof rumwuseln. Alleine schon aus Gründen der Unfallverhütung auf dem Betrieb ist das völlig irre. Wenn der Biobauer das so macht, dann ist das sein Ding, aber ich würde es garantiert nicht nachmachen. Und du solltest auch mal über den CO2-Fußabdruck dieses Betriebs nachdenken, wenn der von vielen Autos, die von weit her kommen, regelmäßig angefahren wird nur zum Gucken. Du scheinst nur das zu sehen, was du sehen willst und blendest andere Dinge aus. Oder behauptest du jetzt, mit dem Auto rumjuckeln, weil man sehen will, wie ein (Bio)Bauer arbeitet, wäre umweltfeundlich.

Ich kaufe übrigens wohl auch bei einer genossenschaftlich organisierten Kooperative. Die nennt sich Edeka. Das nur mal so am Rande.

Also, meine Empfehlung an dich lautet: Ergreife die Initiative und bau z.B. über deine "Genossenschaft" Erzeugungs- und Vertriebsstrukturen auf, die deinen Ansprüchen gerecht werden. Such dir Landwirte, die für euch Vertragsanbau machen, nach euren Wünschen. Solange das fachlich nicht völliger Blödsinn ist, was ihr erwartet, werdet ihr sicherlich Partner-Betriebe finden. Der Landwirt macht euch einen Preis und ihr vereinbart regelmäßige Liefermengen und eure Genossenschaft sorgt für den Absatz der Produkte beim Konsumenten. Das ist doch ein Top-Vorschlag, oder nicht ?
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Re: Bioboom?

Beitragvon Isarland » Sa Mai 02, 2020 5:26

Südheidjer hat geschrieben:Neuland79, du verlangst immer nur von anderen Leuten, hier im Forum von den Landwirten, die Lebensmittel erzeugen, was sie zu tun haben. Warum ergreifst du nicht selber die Initiative und baust Strukturen auf, wie du sie dir vorstellst und wünschst. Zeit genug wirst du dafür ja scheinbar haben, wenn du es für praktikabel hälst, daß der Konsument jeden Artikel im Supermarkt erstmal mit seinem Smartphone scannt um zu sehen, wie die Zutaten produziert wurden, wie es transportiert wurde, von wo es überhaupt her kommt und und und....Das ist doch fern jeder Realität. Die junge unausgelastete junge Mutter oder der faule Ich-leb-in-den-Tag-hinein-Dödel hat dafür vielleicht die Zeit, aber wenn bei mir der wöchentliche Einkauf mehr als 15 Minuten dauert krieg ich die Krise, weil die Uhr drückt.
Und es geht nicht nur mir so, sondern vielen anderen Leuten geht's genauso.

Ich mach mir erstmal das erste Freitag-abend-Bier auf. :prost:

Was in der Richtung funktioniert ist die Etablierung einer Marke, bei der der Konsument weiß, daß die Erzeugnisse größtenteils nach seinen Vorstellungen hergstellt sind. Gestern laß ich hier z.B. über eine Molkerei (Stichwort "Barbara"), die wohl von viele wenn nicht sogar komplett von Bio-Betrieben beliefert wird. Dort auf der Internetseite konnte ich mir teilweise die Profile der Höfe ansehen. Anhand des MHD gab es eine Suchmaske, um zu schauen, von welchem Betrieb die Milch in z.B dem Joghurt herkommt. Der Verarbeiter, in diesem Fall die Molkerei, garantiert also mir als Konsument gegenüber mit der Einhaltung bestimmter Vorgaben bei der Erzeugung. Das ist doch ausreichend und scheinbar auch umsetzbar. Was ich aber völlig umweltunfreundlich finde, ist die Tatsache, daß ich die Produkte dieser Molkerei aus dem tiefesten Bayern hier bei mir im heimischen Edeka-Regal finde, also so ca. 800 km entfernt.

Du hast in einem deiner Beiträge begeistert geschrieben, daß dir ein Biobauer bekannt ist, bei dem die Leute von weit her mit dem Auto anreisen und auf dem Hof rumwuseln. Alleine schon aus Gründen der Unfallverhütung auf dem Betrieb ist das völlig irre. Wenn der Biobauer das so macht, dann ist das sein Ding, aber ich würde es garantiert nicht nachmachen. Und du solltest auch mal über den CO2-Fußabdruck dieses Betriebs nachdenken, wenn der von vielen Autos, die von weit her kommen, regelmäßig angefahren wird nur zum Gucken. Du scheinst nur das zu sehen, was du sehen willst und blendest andere Dinge aus. Oder behauptest du jetzt, mit dem Auto rumjuckeln, weil man sehen will, wie ein (Bio)Bauer arbeitet, wäre umweltfeundlich.

Ich kaufe übrigens wohl auch bei einer genossenschaftlich organisierten Kooperative. Die nennt sich Edeka. Das nur mal so am Rande.

Also, meine Empfehlung an dich lautet: Ergreife die Initiative und bau z.B. über deine "Genossenschaft" Erzeugungs- und Vertriebsstrukturen auf, die deinen Ansprüchen gerecht werden. Such dir Landwirte, die für euch Vertragsanbau machen, nach euren Wünschen. Solange das fachlich nicht völliger Blödsinn ist, was ihr erwartet, werdet ihr sicherlich Partner-Betriebe finden. Der Landwirt macht euch einen Preis und ihr vereinbart regelmäßige Liefermengen und eure Genossenschaft sorgt für den Absatz der Produkte beim Konsumenten. Das ist doch ein Top-Vorschlag, oder nicht ?

Im Umsatzstärksten Rewe Deutschlands in M-Bogenhauasen ist die 12m lange Biomilchtheke nur mit Milch bestückt. Ich habe nicht gezählt, wie vielerlei, von mind. 15 Molkereien ist hier die Auswahl da, von Naturbelassener, Fettarmer, Magermilch, Lactosefreier und Weidemilch. Wahlweise in Plastik, Braun-,Weissglas, Tetrapack oder Schlauchbeutel.
Wie soll hier der Verbraucher durchblicken? Trotz App
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Re: Bioboom?

Beitragvon Qtreiber » Sa Mai 02, 2020 8:25

Neuland79 hat geschrieben:Alle kennen seinen Hof. Das ganze Dorf, alle Familien laufen dort überall herum, obwohl es ja eigentlich sein Eigentum ist. Da stehen zum Teil ganze Familien mit Kindern im Stall herum und schauen bei der Fütterung zu. Geht man hinters Haus fahren da Leute mit Mountainbikes lang und füttern die Schafe. Bei den Hühnern ist es genau so. Die werden auch immer durch irgendwelche Kinder gefüttert und bespaßt. Ansonsten kommen die Leute auch von weiter her und fahren mit Auto auf den Hof und sitzen dort auf Bänken herum und unterhalten sich.

Das sind Verhältnisse, die wünscht sich JEDER Landwirt auf seinem Hof. :lol:
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Bioboom?

Beitragvon T5060 » Sa Mai 02, 2020 9:23

Mir bauen euch ja auch einen TEGUT in München hin :-)

Isarland hat geschrieben:Im Umsatzstärksten Rewe Deutschlands in M-Bogenhauasen ist die 12m lange Biomilchtheke nur mit Milch bestückt. Ich habe nicht gezählt, wie vielerlei, von mind. 15 Molkereien ist hier die Auswahl da, von Naturbelassener, Fettarmer, Magermilch, Lactosefreier und Weidemilch. Wahlweise in Plastik, Braun-,Weissglas, Tetrapack oder Schlauchbeutel.
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Sa Mai 02, 2020 10:07

Meinen Hof kann auch jeder besichtigen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Fahrzeug außerhalb des Betriebes geparkt wird. Eine rotweiße Barke markiert die Grenze. Das bedeutet dann, dass die lieben Besucher 2,5km zu Fuß laufen müssen. Wenn sie dann an den Weiden vorbeikommen auf denen sich Mutterkuhherden befinden, in denen sich, ob der fremden Menschen, die Deckbullen aufbauen, ist das Interesse schnell weg. Wenn einige Besucher dann die Weiden passiert haben, müssen noch die drei Hofhunde "überwunden" werden. Die sind zwar mehr Schein als Sein, das ist aber geheim. Wer es bis zum Ziel schafft, der darf auch schauen und Fragen stellen. I.d.R. sind das die mit ldw. Hintergrund und echtem Interesse. Der Rest bleibt auf der Strecke. :mrgreen:
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Sa Mai 02, 2020 10:47

@all
Im Stall bedeutet nicht zwischen den Kühen! Zwischen den Kühen rennt dort niemand (auch nicht ich) herum.
@Südheidjer
Die Leute, die mit Autos ran fahren, kommen mit Sicherheit aus der Umgebung und fahren keine hunderte km zum Hof.
Die Genossenschaft hat bereits zehntausende Mitglieder und mit Sicherheit produzieren alle Biobauern der Gegend für unsere Stadt. Klar gibt es auch überregionale Produkte, aber nur um die Produktpalette zu vervollständigen. Wir haben auch keine 12m Milch Regale! Es gibt zwei Hoflieferanten an Frischmilch, die man zu JEDER Zeit besuchen kann. Dort ist auch alles vollständig offen. Z.B. stand ich 2010 dort zum ersten Mal in meinem Leben in einem Melkstand. Seitdem kaufe ich diese Milch... Es ist dort genau so, wie bei dem Biobauern, den ich letztes Jahr kennen gelernt habe. Und wenn man nicht vor Ort kommt, kann man sich die Höfe im Internet ansehen. Neben den zwei Hauptlieferanten haben wir noch drei Anbieter spezieller Projekte und zwei Sorten H-Milch im Regal. Das wars. Und das reicht. Bei Edeka bräuchte ich hingegen eine App...

Zu App: Es ist ja auch nicht so, dass man permament alles mit der App scannt. Das macht man einmal und dann hat man sich für ein Produkt entschieden und kauft dies immer wieder. Und das gilt für alle Produkte, nicht nur Lebensmittel sondern auch Drogerieartikel. Höchstens, wenn man mal etwas spezielles braucht oder woanders einkauft, dass
man nochmal scannt.

@DWEWT: Dein Direktvermarktungsanteil liegt wahrscheinlich unter 1% oder hast du noch einen Milchautomaten vor der Barke stehen?
Zuletzt geändert von Neuland79 am Sa Mai 02, 2020 11:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Sa Mai 02, 2020 11:04

Neuland79 hat geschrieben:
@DWEWT: Dein Direktvermarktungsanteil liegt wahrscheinlich unter 1% oder hast du noch einen Milchautomaten vor der Barke stehen?


Richtig, außer Brennholz vermarkte ich gar nichts direkt. Das dürfen die Kunden im Winter selbst werben.
btw, ich habe gar kein Milchvieh.
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