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Bioboom?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Sa Mai 02, 2020 11:10

Am Schauplatz Unfaire Milch - Warum ein Lebensmittel nichts wert ist
https://www.youtube.com/watch?v=ab3iEiNiTqs

@DWEWT: Ja dann... wenn man nichts kaufen kann, ists natürlich auch relativ uninteressant für die Leute. Ich meine, wie eine Kuh aussieht, wissen die meisten schon. Und zum Traktor fahren kann man sich auch mit den Kindern ans Feld stellen. Ihr Landwirte seid so nette Menschen, meine Kinder wurden schon öfter mal für ein, zwei Bahnen auf dem Traktor mit genommen. :)
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Sa Mai 02, 2020 11:21

Qtreiber hat geschrieben:Das sind Verhältnisse, die wünscht sich JEDER Landwirt auf seinem Hof. :lol:

An Einsamkeit stirbt er jedenfalls nicht und es kommen auch immer wieder hübsche Frauen auf den Hof. 8)
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Re: Bioboom?

Beitragvon LUV4.0 » Sa Mai 02, 2020 11:24

Also wir verkaufen Milch und Kartoffeln (teilweise) direkt. Und das alles ohne BIO. Die Leute können sich sogar die gequälten, konventionell gehaltenen Kühe ansehen..
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Sa Mai 02, 2020 11:48

Neuland79 hat geschrieben: und es kommen auch immer wieder hübsche Frauen auf den Hof. 8)


Von wem sind die Damen denn mehr angetan; vom Bauern oder von seinem Hof? Oder sind Bauer und Hof eh schon eine Einheit? Wird die Öffentlichkeitsfreundlichkeit auch bleiben, wenn eine der Damen bleibt?
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Re: Bioboom?

Beitragvon Fassi » Sa Mai 02, 2020 12:43

Neuland79 hat geschrieben:An Einsamkeit stirbt er jedenfalls nicht und es kommen auch immer wieder hübsche Frauen auf den Hof. 8)


Und jede Menge Keime, die man in der Tierhaltung sehr gut gebrauchen kann. Salmonellen zB sind was ganz feines für nen Direktvermarkter. Zufüttern von Städtern mag ich, aber mein Tierarzt und der Abdecker noch mehr. Diese Haltungen kennt man aber. Hinz und Kunz dürfen füttern, und Schafe sind immer Schreihälse, die einen Riesenlärm machen, so bald sich wer der Weide nähert.

Zur App nur soviel. Der grüne Klassiker, soll den Kleinen helfen und ist letzten Endes ein weiterer Grund, sich als Kleinbetriebe oder Nebenerwerbler aus dem Spiel zu verabschieden und es den Großen zu überlassen. Und alles nur, weil der geneigte Kunde zu faul ist, sich selber zum Direktvermarkter zu begeben. Wer im Supermarkt kauft, hat doch im Grunde seine Entscheidung getroffen (völlig wertfrei gemeint). Der sucht maximal ne Gewissensberuhigung.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Sa Mai 02, 2020 13:45

Fassi hat geschrieben:Und jede Menge Keime, die man in der Tierhaltung sehr gut gebrauchen kann. Salmonellen zB sind was ganz feines für nen Direktvermarkter.

Und ich dachte immer, es ist anders herum. Sollten nicht die Stadtkinder aufs Land zu Tieren, um mit vielen Keimen abgehärtet zu werden, weil sie selbst zu wenig haben? Ansonsten denkt der Städter eher, dass die resistenten Keime in den Geflügelfarmen gezüchtet werden. :(
https://www.n-tv.de/wissen/Schweinehalt ... PgjHqSEWdw

Fassi hat geschrieben:Zufüttern von Städtern mag ich, aber mein Tierarzt und der Abdecker noch mehr...

Fassi hat geschrieben:Um sich freiwillig so eine Laus in den Pelz zu setzen, muss aber als Kind auch mehrfach vom Wickeltisch gefallen sein.

Deine Meinung zum Thema Stadtfrauen. :(

Fassi hat geschrieben:Der sucht maximal ne Gewissensberuhigung.

Besser als nichts. Die Kirche war/ist auf diesem Gebiet sehr erfolgreich.
Zuletzt geändert von Neuland79 am Mo Mai 04, 2020 20:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bioboom?

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Mai 02, 2020 20:39

Neuland79 hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Wenn der Gesellschaft Grünland und insbesondere Weidehaltung so am Herzen liegen, warum wurde die 210 kg Grenze für organischen N auf 170 kg Ackerniveau abgesenkt, obwohl in Versuchen selbst bei 300 kg/Jahr keine Belastung für Grundwasser nachweisbar war?

Wie LUV4.0 bereits zu Recht darauf hingewiesen hat, müsste ich erstmal Landwirtschaft studieren, um mit euch tiefergehende Gespräche führen zu können.
Der mir bekannte Landwirt sagt folgendes. Er hat keine Probleme mit der Düngeverordnung. Laut Düngeverordnung unterdüngt er massiv. Die Erträge, die er hat, dürfte er laut Düngeverordnung gar nicht haben. Der Bedarf der Pflanzen ist viel zu hoch angesetzt und stimmt nicht. Wesentlich (so sagt er) ist die Art und Weise, wie man düngt und ob die Bodenlebewesen die Gülle/Mist aufnehmen, verwerten und für die Pflanzen bereit stellen können. Soweit seine Aussage dazu, in dem Wissen, dass das hier quasi "stille Post" ist.
Wenn ich Eiweiß und Energieertrag der Flächen (und damit ganz wesentlich mein Einkommen) nicht deutlich reduzieren will, ist da keine Luft mehr nach unten. Aber darum ging es gar nicht, sondern um die Tatsache, dass ich durch die Absenkung der Grenze Geld bezahle, damit ein Ackerbaubetrieb (sogar EU-Bio) meine Fülle abnimmt und ich nochmal Geld,auf den Tisch lege, um die angehenden Nährstoffe mit Mineraldünger auszugleichen.
meyenburg1975 hat geschrieben:Warum hat man in der neuen DVO die Weidehaltung schlechter gestellt, in dem man nicht realisierbare N-Nutzung annimmt?

???
Bei der Weidehaltung ist die Ausnutzung vom N schlicht nicht so gut, als wenn ich die Nährstoffe im Stall sammele und dann termingerecht flächendeckend ausbringe. Diese Berücksichtigung der schlechteren Ausnutzung wurde deutlich gekürzt. Um mit der DVO besser klar zu kommen, müsste ich meine Tiere im Stall lassen.
Und oben drauf darf ich nun noch ein Weidetagebuch führen, damit man daraus die "Weidedüngung" berechnen kann. Also welche Weide wieviele Tage wieviele Tiere in welcher Altersklasse weiden. Wenn ich Bürokaufmann hätte werden wollen, hätte ich das auch gelernt .

meyenburg1975 hat geschrieben:Warum wird nicht zumindest für Grünlanderneuerung die Beibehaltung von Glyphosat diskutiert, so dass man nicht alle paar Jahre die Humusbilanz versauen muss?

Du meinst pflügen? Ich weiß nicht, ob er pflügt, Grünlanderneuerung betreibt und ob es nicht auch ohne geht?
Nein.

meyenburg1975 hat geschrieben:Warum lässt man die Weidehalter beim Thema Wolf komplett auf Grund laufen?

Soweit ich mnich erinnere, werden Tierhalter für Wolfsschäden entschädigt? Er hatte noch keine Wolfsschäden. Seine Kühe sind aber nachts im Stall.

Man bekommt den Marktwert (Zuchttiere oder seltene Rassen, Pech gehabt) ersetzt, nach Monaten. Unter der Voraussetzung, dass der Herdenschutz nach Vorschrift war. Dank der üblichen Gräben in Ostfriesland summiert sich meine Zaunlänge trotz Vollarrondierung auf über 25 km. 25 km an denen der Draht stets korrekt gespannt sein muss, die frei von Bewuchs sein müssen um die Steomspannung zu halten. Ein km (nicht) wolfssicherer Zaun kostet etwa 2000€ an Material und Arbeit. Dazu der Unterhalt und die Tatsache, dass ich den zum Gräben aufreinigen und Drainagen spülen alle paar Jahre ab- und wieder aufbauen müsste. Für wie realistisch hältst du das?
Und zum Schadensersatz: Die indirekten Folgeschäden sind deutlich höher, wie die direkten Tierverluste. Also Tiere die verlammen/verkalben, schlechtere Fruchtbarkeit, schlechtere Zunahmen, usw. In den USA gibt es da genauere Studien dazu, die hatte Manfred mal verlinkt. Die Besitzerangaben in D bestätigen das.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Qtreiber » Sa Mai 02, 2020 21:35

Fassi hat geschrieben: Hinz und Kunz dürfen füttern, und Schafe sind immer Schreihälse, die einen Riesenlärm machen, so bald sich wer der Weide nähert.

U.a. das meinte ich.
Ich bei den Kühen. Anliegerin kommt vorbei. Kühe fangen sofort an zu brüllen und laufen zum Zaun. Anliegerin: "Ich weiß gar nicht, was die haben. Ich habe denen doch nur einmal Brot gegeben." Hinterher stellte sich 'raus, dass sie den Kühen auch schon mal geschossenen Salat übern Zaun geworfen hat. "Immer wenn ich in den Garten komme, brüllen ihre Kühe." Ich: "Geben sie denen nichts zu fressen, dann brüllen die auch nicht. Sehen sie nebenan, beim J. brüllen die Kühe nicht. Selbst wenn er nackt im Garten Tango tanzt."
Ich liebe Kühe, die sich um zwei Salatköpfe in zwei Meter Abstand vom Zaun rangeln, am besten noch in einer Ecke. :twisted:
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Südheidjer » Sa Mai 02, 2020 23:56

Neuland79 hat geschrieben:Soweit ich mnich erinnere, werden Tierhalter für Wolfsschäden entschädigt? Er hatte noch keine Wolfsschäden. Seine Kühe sind aber nachts im Stall.


Neuland79, meyenburg1975 hat dir ja schon erläutert, warum Weidetierhaltung und Wolf nicht zusammen funktionieren kann.

Um deine Kenntnisse diesbezüglich zu erweitern, empfehle ich dir den Thread

"Aktuelles zum Thema Wolf"

post1759381.html#p1759381

Dort kannst du nachlesen, welche Probleme die Wölfe bzgl. der Weidetierhaltung verursachen.
Bei dem letzten von mir verlinkten Vorfall in Bargfeld wurden 25 Schafe getötet und nochmal ungefähr dieselbe Anzahl verletzt. Und nun komme mir nicht mit dieser "Herdenschutz"-Phrase. Die Schafe in Bargfeld waren "wolfssicher" geschützt, so wie es die Richtlinie verlangt. Es gibt nur keinen wolfssicheren Zaun, höchstens ein 3 Meter hoher Zaun wie im Zoo.
Hier in meiner Heimat wurden schon Weideflächen aufgrund der Wölfe aufgegeben. Dort steht beispielsweise jetzt Mais. Sowas nenne ich einen Gewinn für Tierwohl, Artenvielfalt und Naturschutz.
Hier wurde eine der großen Schnuckenherden von den Wölfen auch schon tagsüber in der Heide angegriffen trotz Schäfer, der versuchte, die Wölfe zu vertreiben. Da ist nichts mit "scheu", so wie es dir und anderen Städtern die Grünen und besonders die NABU-Jünger immer wieder versuchen zu erzählen. Die Realität sieht anders aus.

Damit du mal einen Überblick über die Anzahl der Nutztierrisse bekommst, schau mal auf die Liste für Niedersachsen:

https://www.umweltkarten-niedersachsen.de/Umweltkarten/?topic=Natur&lang=de&bgLayer=TopographieGrau&layers=alle_Nutztierschaeden_alle_Jahre

Dort kannst du links im Menü auf das Tabellensymbol klicken und dir die Tabelle anzeigen lassen.
Du wirst feststellen, daß die Bearbeitung der Risse Monate dauert. Ich habe eben mal durchgezählt: für 2020 sind ca. 100 Risse "in Bearbeitung".

Wenn sich beim meyenburger ein Wolfsrudel etablieren sollte, dann kann er entweder seine Kühe im Stall lassen oder seinen Betrieb zuschließen. Da kann ich dir Brief und Siegel drauf geben.

Nachtrag: Für eventuelle Diskussionen rund um das Thema Wolf wurde extra der Thread

"Diskussion: Aktuelles zum Thema Wolf"

https://www.landtreff.de/post1736772.html#p1736772

eingrichtet, u.a. auch um andere Threads "sauber zu halten". Dort benötigst du zwar Schreibrechte, aber ich denke, die würden dir eingerichtet werden. Dort stehe ich dir gerne für weitere Fragen zur Verfügung. Falls ich dort nicht gleich antworten sollte, bitte eine kurze PN an mich.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » So Mai 03, 2020 11:17

Südheidjer hat geschrieben:
Neuland79 hat geschrieben:Soweit ich mnich erinnere, werden Tierhalter für Wolfsschäden entschädigt? Er hatte noch keine Wolfsschäden. Seine Kühe sind aber nachts im Stall.


Neuland79, meyenburg1975 hat dir ja schon erläutert, warum Weidetierhaltung und Wolf nicht zusammen funktionieren kann.

Danke Südheidjer! Ohne den Strang gelesen zu haben (mach ich später mal) wollte ich hier nicht in eine Wolfsdiskussion einsteigen. Den Link zur niedersächsischen Umweltkarte habe ich mir kurz angesehen. Leider wird bei mir keine Legende zu den Farben und Formen angezeigt. Gerissene Kühe hab ich keine auf Anhieb gefunden. Entweder habe ich nicht die richtigen Felder ausgesucht oder der Wolf jagt lieber Schafe. Denn (Mast)Kühe stehen ja schon in Massen in der Gegend herum, zumindest im Osten Deutschlands. Und bei BsF war die Resi ja auch immer auf der "Koppel". :)
Ich gehe davon aus, dass die Wölfe den Jägern ein wenig die Arbeit erleichtern und den Überhang an Wild reduzieren. Aber ich denke, es weiß auch jeder Städter, dass zu viele Wölfe dann auch zum Abschuss frei gegeben werden müssen, denn die natürliche Populationsregulation wird bei Wölfen wahrscheinlich nicht funktionieren. Spätestens wenn sie alle Tiere im Wald aufgegessen haben, müssen sie eure Tiere essen. Theoretisch müssten den Tierhaltern auf Kosten des Steuerzahlers Herdenschutzhunde (incl. Unterhaltungskosten) bezahlt werden. Denn für euch ist das bitter. Ich bin übrigens kein übermäßiger Wolfsfreund. Ich mag auch lieber Katzen als Tiger. :)
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Re: Bioboom?

Beitragvon Isarland » So Mai 03, 2020 11:38

Neuland79 hat geschrieben:
Südheidjer hat geschrieben:
Neuland79 hat geschrieben:Soweit ich mnich erinnere, werden Tierhalter für Wolfsschäden entschädigt? Er hatte noch keine Wolfsschäden. Seine Kühe sind aber nachts im Stall.


Neuland79, meyenburg1975 hat dir ja schon erläutert, warum Weidetierhaltung und Wolf nicht zusammen funktionieren kann.

Danke Südheidjer! Ohne den Strang gelesen zu haben (mach ich später mal) wollte ich hier nicht in eine Wolfsdiskussion einsteigen. Den Link zur niedersächsischen Umweltkarte habe ich mir kurz angesehen. Leider wird bei mir keine Legende zu den Farben und Formen angezeigt. Gerissene Kühe hab ich keine auf Anhieb gefunden. Entweder habe ich nicht die richtigen Felder ausgesucht oder der Wolf jagt lieber Schafe. Denn (Mast)Kühe stehen ja schon in Massen in der Gegend herum, zumindest im Osten Deutschlands. Und bei BsF war die Resi ja auch immer auf der "Koppel". :)
Ich gehe davon aus, dass die Wölfe den Jägern ein wenig die Arbeit erleichtern und den Überhang an Wild reduzieren. Aber ich denke, es weiß auch jeder Städter, dass zu viele Wölfe dann auch zum Abschuss frei gegeben werden müssen, denn die natürliche Populationsregulation wird bei Wölfen wahrscheinlich nicht funktionieren. Spätestens wenn sie alle Tiere im Wald aufgegessen haben, müssen sie eure Tiere essen. Theoretisch müssten den Tierhaltern auf Kosten des Steuerzahlers Herdenschutzhunde (incl. Unterhaltungskosten) bezahlt werden. Denn für euch ist das bitter. Ich bin übrigens kein übermäßiger Wolfsfreund. Ich mag auch lieber Katzen als Tiger. :)


Es reicht mir schon immer, wenn bestimmte Tierkuschler im Zusammenhang mit Tieren von essen reden. Seit wann isst ein Wolf? Der frisst! seine Beute, genau so wie die Katze die Maus, oder den Vogel. Meine Kühe fressen das Gras und das Heu. Der Vogel frisst den Wurm u.s.w.
Na ja, das hängt wohl mit der zunehmenden Vermenschlichung der Tiere zusammen.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » So Mai 03, 2020 12:01

Neuland79 hat geschrieben:Denn (Mast)Kühe stehen ja schon in Massen in der Gegend herum,


Was ist denn das für eine Spezies?
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Re: Bioboom?

Beitragvon Qtreiber » So Mai 03, 2020 12:18

DWEWT hat geschrieben:
Neuland79 hat geschrieben:Denn (Mast)Kühe stehen ja schon in Massen in der Gegend herum,


Was ist denn das für eine Spezies?

Hab' ich mich auch gefragt. Wahrscheinlich die sog. "Futterkühe", die mancher Viehhändler im Verkaufs-Angebot hat, zum sog. "Auffleischen" . :lol:
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Qtreiber » So Mai 03, 2020 12:45

Neuland79 hat geschrieben:Ich gehe davon aus, dass die Wölfe den Jägern ein wenig die Arbeit erleichtern und den Überhang an Wild reduzieren. ……… Spätestens wenn sie alle Tiere im Wald aufgegessen haben, müssen sie eure Tiere essen.

Das tun sie auch jetzt schon. Zwar keine Kühe, aber deren Kälber. Und auch sonst ist alles, was an Nutztieren vorhanden ist, schon auf ihrer Speisekarte. Und die Kühe machen sie scheu.
Neuland79 hat geschrieben:Aber ich denke, es weiß auch jeder Städter, dass zu viele Wölfe dann auch zum Abschuss frei gegeben werden müssen, denn die natürliche Populationsregulation wird bei Wölfen wahrscheinlich nicht funktionieren.

Nein, das wissen die nicht. Es wird für jeden Wolf, der abgeschossen wird/werden muss, einen Shitstorm geben und die Jäger, die diese Aufgabe erfüllen werden müssen, werden um Wahrung ihrer Anonymität bitten. :evil:
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » So Mai 03, 2020 12:55

meyenburg1975 hat geschrieben:Wenn ich Eiweiß und Energieertrag der Flächen (und damit ganz wesentlich mein Einkommen) nicht deutlich reduzieren will, ist da keine Luft mehr nach unten. Aber darum ging es gar nicht, sondern um die Tatsache, dass ich durch die Absenkung der Grenze Geld bezahle, damit ein Ackerbaubetrieb (sogar EU-Bio) meine Fülle abnimmt und ich nochmal Geld,auf den Tisch lege, um die angehenden Nährstoffe mit Mineraldünger auszugleichen.

Du bezahlst Geld, damit jemand deine Gülle nimmt? Bezahlt man nicht normalerweise Geld für Dünger? Und eine Biogasanlage in der Nähe, die Geld für deine Gülle bezahlen würde? Zum Mineraldünger schreibe ich gleich noch etwas.

meyenburg1975 hat geschrieben:Bei der Weidehaltung ist die Ausnutzung vom N schlicht nicht so gut, als wenn ich die Nährstoffe im Stall sammele und dann termingerecht flächendeckend ausbringe. Diese Berücksichtigung der schlechteren Ausnutzung wurde deutlich gekürzt. Um mit der DVO besser klar zu kommen, müsste ich meine Tiere im Stall lassen.

Das mit dem geringerem Ertrag der Flächen hat er auch gesagt. Allerdings eher in die Richtung, dass die Kühe viele Pflanzen zertreten und folglich der Ertrag der Flächen deutlich geringer ist, wenn Kühe darauf "herum treten". Deswegen macht er es auch nicht. Mastkühe stehe zwar auch auf der Weide und man muss Zäune mit/ohne Wolf bauen, aber Mastkühe kann man (theoretisch) irgendwo in die Gegend stellen. Milchkühe müssen aber zweimal am Tag gemolken und damit in der Nähe des Melkstandes/Stall bleiben. Entweder hat man dann ein Melkmobil und verschlimmert die CO2 Bilanz oder man betreibt zweimal täglich einen halben "Almauftrieb". Ich denke, der Verbraucher will eigentlich nur, dass die Tiere eine schöne Wiese haben, wo sie sich ein wenig aus dem Weg gehen können und die Sonne, Natur und frische Luft genießen können. Darum geht es ja vor allem. Und da reichen ein paar ha am Haus. Nehmen wir 100qm Wiese pro Kuh. Und es ist auch nicht schlimm, wenn auf einem ha am Hof ein wenig mehr Nährstoffeintrag ist. Das wäre mein Wunsch gewesen und genau so macht "er" es. Ein paar ha Weide am Haus, eingezäunt mit elektrischen Zaun, der zudem aus dem Stromnetz (ohne Batterie) gespeist wird.

Zur Nitratdiskussion. Normalerweise hat man ja Kreisläufe. Also beim Kohlenstoff zum Beispiel. Eine Kuh ist C02 neutral (Methan bitte wegdenken). D.h. aller Kohlenstoff, den die Kuh zu sich nimmt, wurde durch Pflanzen der Luft entzogen. Und die Kuh macht daraus "Fleisch", "Milch", "Mist" und "Wärme/Abluft". Also vollkommen neutral. Alles, was rein geht in die Kuh, kommt auch wieder auf irgendeinem Weg raus. Kommen wir jetzt zu eurem Stickstoff. Auch hier müsste eigentlich ein Kreislauf vorliegen. Aber Lupinen schaffen es z.B. Stickstoff aus der Luft zu ziehen und im Boden für andere Pflanzen bereit zu stellen. Jetzt geben die Kühe den aus der Luft gewonnenen Stickstoff jedoch nicht wieder an die Luft ab, sondern dummerweise in den Boden, wo er sich anreichert, versickert usw. Normalerweise sollten sich die Pflanzen jetzt freuen und möglichst allen Stickstoff, den man düngt aufnehmen. Scheinbar funktioniert das aber laut Nitratmessnetz nicht. Entweder die Messungen sind für den Ar... (was durchaus möglich ist) oder der Stickstoff geht doch an den Pflanzen vorbei ins Grundwasser. Denn eins ist klar. Irgendwo muss das Zeug hin. Wenn du mit Lupinen z.B. jedes Jahr (mal nur als Hausnummer) 10% mehr Stickstoff durch Entzug des Stickstoffes aus der Luft gewinnst. Wo geht das dann hin? Ins Fleisch, in die Milch? Oder in den Boden und ins Grundwasser? Du hast hier einfach keinen geschlossenen Kreislauf (beim Kohlenstoff durch den Misteintrag theoretisch auch nicht, aber scheinbar macht das mehr an C im Boden durch Mist keine Probleme). Und dann düngt man noch Mineraldünger/Stickstoffdünger drauf?

meyenburg1975 hat geschrieben:Und oben drauf darf ich nun noch ein Weidetagebuch führen, damit man daraus die "Weidedüngung" berechnen kann. Also welche Weide wieviele Tage wieviele Tiere in welcher Altersklasse weiden. Wenn ich Bürokaufmann hätte werden wollen, hätte ich das auch gelernt .

Bei dem Beitrag lag ich gestern Abend unterm Tisch und konnte nicht mehr mit Lachen aufhören. Deswegen konnte ich gestern Abned auch nicht mehr antworten. Und ich lache immer noch. Das ist so TYPISCH Deutsch. Ein Weidetagebuch führen. :lol:
Ich hätte noch einen Verbesserungsvorschlag: Tägliches Zählen aller Kuhfladen auf der Weide. :mrgreen: Es tut mir leid. Wirklich. Ich glaub, da musst du durch. :(
Zuletzt geändert von Neuland79 am So Mai 03, 2020 13:00, insgesamt 2-mal geändert.
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