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Bioboom?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Do Apr 30, 2020 19:16

Paule1 hat geschrieben: :lol:d ass es im Ökolandbau trotz mechanischen Striegelns mehr Feldlerchenpaare gebe als im konventionellen Ackerbau. :lol: Das sollten sie mal mit Fakten belegen :klug:



Wenn der letzte Striegelgang Anfang April abgeschlossen ist, wurde noch keine Feldlerchenbrut zerstört. Einer ornithologischen Erhebung zufolge, habe ich auf 100ha Ackerfläche, in Abhängigkeit von der Witterung, 18 bis 26 erfolgreich brütende Feldlerchenpaare. Selbst die Wachteln, lassen sich durch mechanische Maßnahmen nicht vom Brüten ablenken. Der Besatz liegt hier bei 4 bis 7 Paare je 100 ha.
Jetzt kannst du mir sicher auch ein paar konkrete Daten zum Feldlerchenbesatz deiner Ackerflächen nennen?
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Re: Bioboom?

Beitragvon Paule1 » Do Apr 30, 2020 19:33

Wir haben Schwalben-Turmfalken und Busart, das bleibt für Feldlerchen nicht mehr viel Platz :idea:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Bioboom?

Beitragvon Isarland » Do Apr 30, 2020 19:38

Paule1 hat geschrieben:Wir haben Schwalben-Turmfalken und Busart, das bleibt für Feldlerchen nicht mehr viel Platz :idea:

Sind die eine Konkurrenz zur Feldlerche? Oh Paule 1....manchmal glaube ich dass dir das Virus arg zusetzt. :mrgreen:
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Do Apr 30, 2020 19:49

Paule1 hat geschrieben:Wir haben Schwalben-Turmfalken und Busart, das bleibt für Feldlerchen nicht mehr viel Platz :idea:


Ich ergänze diese Auflistung mal um Rotmilan, Kolkrabe, Aaskrähe, Sperber und gelegentlich besucht mich hier ein Seeadler, der in 8 km Entfernung brütet. Einfluss auf die Feldlerche, hat nur der Turmfalke. Was haben nun die Schwalben mit den Feldlerchen zu tun? Oder streiten sich bei dir die Feldlerchen mit den Schwalben um die Brutplätze? :mrgreen:
Aus deinem Beitrag schließe ich, dass du auf deinen Flächen überhaupt keine Feldlerchen hast. Richtig? Dann solltest du dich mit Aussagen zum Feldlerchenbesatz auf Öko-Ackerflächen besser zurückhalten.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Isarland » Do Apr 30, 2020 20:03

DWEWT hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:Wir haben Schwalben-Turmfalken und Busart, das bleibt für Feldlerchen nicht mehr viel Platz :idea:


Ich ergänze diese Auflistung mal um Rotmilan, Kolkrabe, Aaskrähe, Sperber und gelegentlich besucht mich hier ein Seeadler, der in 8 km Entfernung brütet. Einfluss auf die Feldlerche, hat nur der Turmfalke. Was haben nun die Schwalben mit den Feldlerchen zu tun? Oder streiten sich bei dir die Feldlerchen mit den Schwalben um die Brutplätze? :mrgreen:
Aus deinem Beitrag schließe ich, dass du auf deinen Flächen überhaupt keine Feldlerchen hast. Richtig? Dann solltest du dich mit Aussagen zum Feldlerchenbesatz auf Öko-Ackerflächen besser zurückhalten.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass der eine Feldlerche kennt.
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Re: Bioboom?

Beitragvon T5060 » Do Apr 30, 2020 20:10

Isarland hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:Wir haben Schwalben-Turmfalken und Busart, das bleibt für Feldlerchen nicht mehr viel Platz :idea:


Ich ergänze diese Auflistung mal um Rotmilan, Kolkrabe, Aaskrähe, Sperber und gelegentlich besucht mich hier ein Seeadler, der in 8 km Entfernung brütet. Einfluss auf die Feldlerche, hat nur der Turmfalke. Was haben nun die Schwalben mit den Feldlerchen zu tun? Oder streiten sich bei dir die Feldlerchen mit den Schwalben um die Brutplätze? :mrgreen:
Aus deinem Beitrag schließe ich, dass du auf deinen Flächen überhaupt keine Feldlerchen hast. Richtig? Dann solltest du dich mit Aussagen zum Feldlerchenbesatz auf Öko-Ackerflächen besser zurückhalten.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass der eine Feldlerche kennt.


Isarland hat geschrieben:....manchmal glaube ich dass dir das Virus arg zusetzt. :mrgreen:


Bei einem jüngeren Menschen würde ich jetzt mal "Erziehung und Anstand" anmahnen,
aber bei Isarland wären selbst Tabletten noch ein volkswirtschaftlicher Schaden.
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Do Apr 30, 2020 20:16

Während der ornithologischen Erhebung (2008 bis 2014) wurde auch untersucht, inwieweit eine Verzögerung der Schnittnutzung beim Grünland Einfluss auf den Feldlerchenbesatz hat. Die Feldlerche beginnt ihre erste Brut ca. Mitte April. Sie dauert 12 bis 14 Tage und die Aufzucht der Jungen dauert max. 20 Tage. D.h., die Erste Brut ist Ende Mai gelaufen. Mit einem normalen Schnitt zur Heuwerbung, kollidiert die Feldlerchenbrut nicht. Ein früherer Schnitt zur Silierung ist da schon ungünstiger. Ich habe dann die Gewinnung von Weideaufwuchs zum Zweck der Silierung eingestellt. Früh geschnitten, wird nun nur noch Ackerfutter. Auf dem Grünland wird nur noch Heu gewonnen. Übrigens brüten Feldlerchen lieber auf Flächen, die aktuell von Rindern beweidet werden. Der Aufwuchs wird kurz gehalten und es gibt genügend Insekten für die Aufzucht der Jungen. Von 10 Feldlerchenpaaren brüten 6 auf beweideten Flächen und 4 auf Flächen ohne Rinder.
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Re: Bioboom?

Beitragvon John Deere 6320Premium » Fr Mai 01, 2020 5:31

Neuland79 hat geschrieben:
John Deere 6320Premium hat geschrieben:Neuland überleg es doch mal aus Arbeitstechnischer Sicht.

So wie dein Biokollege es wohl macht:
Milch aus dem Tank/Eimer zu den Kälbern schleppen
In die Tränkeeimer umfüllen
Tränkeeimer an die Gitter hängen
Zusehen das alle Kälber trinken und es keinen Konkurenzkampf gibt. Die dicken klauen den kleinen sonst ihre Milch
Alles wieder zusammenräumen und reinigen. Das dauert am Tag bestimmt eine 3/4 Stunde.

Er lässt díe Kälber bei der Mutter bis sie drei Monate alt sind und entwöhnt sie dann komplett. Also Mutter und Kalb sind beieinander und sehen sich, aber das Kalb kommt nicht mehr an das Euter. Aktuell hat er ein kleines Kalb von der Mutter getrennt, weil das Euter der Mutter zu tief hing und das Kalb auf die Knie gehen musste beim Trinken und er hatte Angst vor einem Knieschaden oder soetwas in der Art. Das Kalb ist sozusagen schon bei den Jungtieren, aber separat durch eine Absperrung getrennt. Er nimmt Milch aus dem Tank/Kessel, erwärmt sie und läuft dann zwei Meter zum Gitter und hängt den Eimer ein.



Das versteh ich nicht. Trennt er das Kalb von der Mutter und tränkt mit Vollmilch oder lässt er das Kalb 3 Monate lang ans Euter der Mutter
und trennt dann.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Qtreiber » Fr Mai 01, 2020 7:53

Neuland79 hat geschrieben:Er lässt díe Kälber bei der Mutter bis sie drei Monate alt sind und entwöhnt sie dann komplett. Also Mutter und Kalb sind beieinander und sehen sich, aber das Kalb kommt nicht mehr an das Euter.

John Deere 6320Premium hat geschrieben:Das versteh ich nicht. Trennt er das Kalb von der Mutter und tränkt mit Vollmilch oder lässt er das Kalb 3 Monate lang ans Euter der Mutter und trennt dann.

Ich gehe mal davon aus, dass er die Kälber 3 Monate an der Mutter lässt und sie NACH der Trennung dann Sichtkontakt haben. Alles andere wäre auch RICHTIGE Tierquälerei.
Und die Tränkung von Milch aus dem Eimer bezieht sich nur auf das EINE Kalb, dessen Mutter ein zu tief hängendes Euter hatte.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Bioboom?

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Mai 01, 2020 9:18

Neuland79 hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Der Kunde würde immer noch die billigeren Käfigeier bei Aldi kaufen, wenn sie dort im Regal ständen.

"Der Kunde" ist immer eine schwierige Aussage. Alle Kunden wirst du nicht erreichen. Wer billig kaufen will, kauft billig. Den interessiert auch keine App. Das funktioniert nur bei Verbrauchern, die erreichbar sind. Z.B. könnten die Grünen ihren Wählern diese App ans Herz legen. Sogar meine Eltern und Geschwister, die nun wirklich nicht grün sind, würden sich dafür interessieren. Ich gehe davon aus, dass das Potential in der Bevölkerung deutlich erhöht wird, insbesondere bei der Diskussion um den CO2 Fußabdruck.

Aktuell ist es doch so. Man steht im Regal vor Frischmilch und H-Milch Produkten, worauf Kühe auf der Weide abgebildet sind. Welche Milch nimmt man? Du schriebst einmal, dass 80% der Milch bei dir in der Gegend quasi Weidemilch ist. Fahre doch mal zu DWEWT in die Altmark. Der wird dir einem Betrieb in seiner Gegend mit 2000 Kühen zeigen können ohne Auslauf und Weidegang. Und wenn es DWEWT nicht macht, kann ich dir in ganz Deutschland Adressen von Betrieben geben. Und da sind wir beim Thema. Im Supermarkt würde man mit der App eine zusätzliche, wesentliche Entscheidungshilfe haben. Gerade die Jugend interessiert sich für soetwas, wenn sie anfangen, eigene Hausstände und Familien zu gründen und plötzlich selber wählen müssen!

Genauso müssten auch die Gaststätten und Eisdielen ihre Produkte mit Codes deklarieren, die man mit einem Handy einliest und alle wesentlichen Daten angezeigt werden.

Wenn ich dir richtig folge, möchtest du die gesamte Kette so durchschaubar machen in der Hoffnung, dass wie auch immer gewünschte positive Produktionsweisen dadurch profitieren. Das ist ein Trugschluss. Profitieren werden Unternehmen für Zertifizierung und Kontrolle. Was dann noch an Mehrerlös übrig ist, geht für die teure Logistik drauf. Und das tragen dann wieder alle Bauern mit, so dass dein 2000er Betrieb trotzdem nicht seine Kühe rauslässt, sondern die Kühe abschafft und die Milch woanders herkommt.

Wenn der Gesellschaft Grünland und insbesondere Weidehaltung so am Herzen liegen, warum wurde die 210 kg Grenze für organischen N auf 170 kg Ackerniveau abgesenkt, obwohl in Versuchen selbst bei 300 kg/Jahr keine Belastung für Grundwasser nachweisbar war? Warum hat man in der neuen DVO die Weidehaltung schlechter gestellt, in dem man nicht realisierbare N-Nutzung annimmt? Warum wird nicht zumindest für Grünlanderneuerung die Beibehaltung von Glyphosat diskutiert, so dass man nicht alle paar Jahre die Humusbilanz versauen muss? Warum lässt man die Weidehalter beim Thema Wolf komplett auf Grund laufen? Übringens alles Themen, bei denen die grünen "Hoffnungsträger" vorneweg laufen.

Mit "Herkunftshokuspokus" kann man keine beschissenen Rahmenbedingungen ausgleichen.
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Re: Bioboom?

Beitragvon LUV4.0 » Fr Mai 01, 2020 9:22

Auf die Antwort bin ich gespannt. Wahrscheinlich kommen wieder vermehrt Formulierungen wie "ich denke" oder "ich glaube", "man könnte und müsste", "vielleicht"....oder der Klassiker "mein Biobauer aus dem Wendland"...
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Fr Mai 01, 2020 11:33

LUV4.0 hat geschrieben:Auf die Antwort bin ich gespannt. Wahrscheinlich kommen wieder vermehrt Formulierungen wie "ich denke" oder "ich glaube", "man könnte und müsste", "vielleicht"....oder der Klassiker "mein Biobauer aus dem Wendland"...

Für dich der Klassiker: Mein befreundeter Biolandwirt hatte mich vorgewarnt. Mit Betonköpfen kann man nicht diskutieren.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Fr Mai 01, 2020 11:35

Qtreiber hat geschrieben:
Neuland79 hat geschrieben:Er lässt díe Kälber bei der Mutter bis sie drei Monate alt sind und entwöhnt sie dann komplett. Also Mutter und Kalb sind beieinander und sehen sich, aber das Kalb kommt nicht mehr an das Euter.

John Deere 6320Premium hat geschrieben:Das versteh ich nicht. Trennt er das Kalb von der Mutter und tränkt mit Vollmilch oder lässt er das Kalb 3 Monate lang ans Euter der Mutter und trennt dann.

Ich gehe mal davon aus, dass er die Kälber 3 Monate an der Mutter lässt und sie NACH der Trennung dann Sichtkontakt haben. Alles andere wäre auch RICHTIGE Tierquälerei.
Und die Tränkung von Milch aus dem Eimer bezieht sich nur auf das EINE Kalb, dessen Mutter ein zu tief hängendes Euter hatte.

Danke Qtreiber, so ists gemeint.
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Re: Bioboom?

Beitragvon germane » Fr Mai 01, 2020 11:46

Wenn ich mir Gemüse kaufe, ist fast überall schon ein QR-Code vom Erzeuger drauf .

Ich werde an meinem Acker ein Schild mit ner Beschreibung meiner Sorte und QR- Code auf meine Website mit Beschreibung meiner Ernährungsphilosophie aufstellen.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Fr Mai 01, 2020 11:53

meyenburg1975 hat geschrieben:Wenn ich dir richtig folge, möchtest du die gesamte Kette so durchschaubar machen in der Hoffnung, dass wie auch immer gewünschte positive Produktionsweisen dadurch profitieren. Das ist ein Trugschluss.

Du hast durch die Weidehaltung definitiv einen Verkaufsvorteil. Wenn die Menschen nicht zu Bio greifen, würden sie bei konv. Milch wahrscheinlich Weidemilch bevorzugen. Stell dir vor, du hast diese App und legst deine Standards für das Einkaufsprodukt Milch fest. Du wirst gefragt, soll die Kuh Weideauslauf haben? Dann kannst du sagen, ist mir egal, oder ja. Wenn die App dich fragt, wieviel soll der Landwirt für den liter Milch bekommen. 30% des Verkaufspreises, mehr, weniger. Alles kannst du als Verbraucher festlegen, wie du willst. Dann stehst du irgendwann im Laden vor dem Produkt. Scannst und es wird von der App angezeigt, Milch i.O. oder Milch nicht i.O. weil z.B. kein Weideauslauf. Dann scannstd u die nächste Milch ein. Ist ne super Hilfe bei Kaufentscheidungen, eine Spielerei für alle Interessierten und die HandyGeneration nach uns. Zudem kinderleicht. Man muss nicht mehr alles auf der Verpackung nachlesen. Filter einmal festgelegt und schon läuft das. In Realität würde es sicher vorgefertigte Filter geben, wo man dann nur noch einen Filter auswählt.

meyenburg1975 hat geschrieben:Profitieren werden Unternehmen für Zertifizierung und Kontrolle.

Werdet ihr nicht kontrolliert? Ihr bekommt doch ein BirthCertificate für eure Kühe. Damit kann elektronisch nachvollzogen werden, wie alt die Kühe auf eurem Hof werden, welche Rasse es ist. Ich gehe davon aus, dass alles nachvollziehbar ist. Wie PSM erfasst werden, weiß ich natürlich nicht. Aber ich möchte, dass auf meiner Milch drauf steht, dass die Äcker mit z.B. Klärschlamm gedüngt wurden. Auch die Art der Düngung, nämlich Kunstdünger oder natürliche Dünger wie Mist/Gülle müsste doch bereits irgendwo erfasst sein? Die Preise, die euch Landwirten bezahlt werden, ist auch bekannt. Was habe ich vergessen? Art der Bodenbearbeitung? Pflug versus nicht Pflug und Glypho?


meyenburg1975 hat geschrieben:Was dann noch an Mehrerlös übrig ist, geht für die teure Logistik drauf. Und das tragen dann wieder alle Bauern mit, so dass dein 2000er Betrieb trotzdem nicht seine Kühe rauslässt, sondern die Kühe abschafft und die Milch woanders herkommt.

Woher denn? Wenn du in deine App regional eingibst und C02 Fußabdruck möglichst minimal, nimmst du das deutsche Produkt. Man muss sich dann entscheiden. Will ich Weidehaltung oder ist mir der CO2 Ausstoß beim Transport wichtiger.
Zuletzt geändert von Neuland79 am Fr Mai 01, 2020 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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