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Bioboom?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Do Apr 30, 2020 9:50

T5060 hat geschrieben:
Der größte Klops den ich erlebt habe, war mal ein Landwirt mit 500.000 Zellen in der Milch.
Der hatte dann mit Wasser seine Milch soweit verdünnt, dass der unter 400.000 kam und somit kam es nicht zum Lieferstopp.
Zusätzlich zum Wasser hat der noch Salz in die Milch gekippt. Das hat den Gefrierpunkt ausgeschaltet.
Die Inhaltsstoffe waren noch okay, wenn auch nicht üppig. Als das Zellzahlproblem behoben war, lief das trotzdem noch über 2 Jahre weiter.
Dann gabs ne Vertragsstrafe und Schadensersatz musste auch noch bezahlt werden, am Ende waren die Kühe weg und der BDM hatte ein Mitglied weniger


Erheiterndes in schweren Zeiten. :lol:
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Do Apr 30, 2020 9:55

T5060 hat geschrieben:Der größte Klops den ich erlebt habe, war mal ein Landwirt mit 500.000 Zellen in der Milch.
Der hatte dann mit Wasser seine Milch soweit verdünnt, dass der unter 400.000 kam und somit kam es nicht zum Lieferstopp.
Zusätzlich zum Wasser hat der noch Salz in die Milch gekippt. Das hat den Gefrierpunkt ausgeschaltet.
Die Inhaltsstoffe waren noch okay, wenn auch nicht üppig. Als das Zellzahlproblem behoben war, lief das trotzdem noch über 2 Jahre weiter.
Dann gabs ne Vertragsstrafe und Schadensersatz musste auch noch bezahlt werden, am Ende waren die Kühe weg und der BDM hatte ein Mitglied weniger

Die Story hat mir mein befreundeter Landwirt auch erzählt...
Nachtrag: Schwarze Schafe hat man überall. Das hat meines Erachtens nichts mit Bio zu tun. Und bescheißen tun sie auch überall.
Zuletzt geändert von Neuland79 am Do Apr 30, 2020 10:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Paule1 » Do Apr 30, 2020 9:59

DWEWT hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:Das mit dem Kompost ist doch der Größte Betrug und Augenwischerrei, BIO Betriebe dürfen Komposte einsetzten die z.B in der Qualität Bayern verboten sind sagte mir ein Brotgetreide Betrieb


Würden alle Biobetriebe zur Kombination Ackerbau und Viehhaltung (Wiederkäuer) verpflichtet, wie es bei den Demeter-Betrieben der Fall ist, könnte die Ökoszene komplett auf diesen Quatsch verzichten. Kompost ist der Haupteintrag für Plastik in die Ackerböden.


:idea: :idea: Aber auch DEMETER Betrieb setzten zugekauften Kompost ein :idea: :idea: von Nix kommt nix :idea:
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Re: Bioboom?

Beitragvon germane » Do Apr 30, 2020 10:21

T5060 hat geschrieben:
germane hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben: Mir sind in 35 Jahren solche Dinge noch nie aufgefallen.


"So genau nimmt es der Bio-Kontrolleur auch nicht!" hat die Bioland- Biobäuerin mal zu mir gesagt. Momentan "kompostieren" die schon wieder das 4. Jahr am gleichen Fleck.


Das Knuddelige an den BIO Leuten ist ja immer, dass sie gar nicht so schlau sind, wie sie immer tun, aber dafür die anderen für um so blöder halten :mrgreen:



"Blöder " ist ja noch ein milder Ausdruck. Wir rotten die ganze Menschheit aus, weil wir :

Tiermehl an Wiederkäuer verfüttern.
Gentechnik einsetzen
Pestizide spritzen
Kunstdünger streuen
Tiere quälen
Wasser vergiften

Die betreiben Selbsterhöhung indem sie die anderen kriminalisieren.
Zuletzt geändert von germane am Do Apr 30, 2020 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bioboom?

Beitragvon germane » Do Apr 30, 2020 10:31

Isarland hat geschrieben:Jeder hier schreibt neun mal gscheid, und keiner hat irgend ein Wissen. Schaut euch die Richtlinien an. Da steht alles sauber drin. Nach denen wird kontrolliert. Ich habe in den 29Jahren, wo ich kontrolliert werde, noch keinen Kontrolleur erlebt, der nicht genau hinschaut.
Die Kontrolle voriges Jahr dauerte 2,5 Tage.
Bio war für mich bei der Umstellung eine Nische, ist eine Nische geblieben, und soll eine Nische bleiben...meine bescheidene Meinung.....


Die Politik möchte die Nische schon immer größer machen. Es kann doch nicht sein, dass die Politik Bio ausweiten will und dann Betriebe gar nicht aufgenommen werden.
Die Richtlinien sind doch so schwammig, dass jede Menge Gestaltungsfreiheit bleibt.

Wie ist eigentlich die Sache ausgegangen, wo man bei Bio strengere Pestizidgrenzen einführen wollte, als bei Konvi?
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Re: Bioboom?

Beitragvon T5060 » Do Apr 30, 2020 10:36

DWEWT hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:Das mit dem Kompost ist doch der Größte Betrug und Augenwischerrei, BIO Betriebe dürfen Komposte einsetzten die z.B in der Qualität Bayern verboten sind sagte mir ein Brotgetreide Betrieb


Würden alle Biobetriebe zur Kombination Ackerbau und Viehhaltung (Wiederkäuer) verpflichtet, wie es bei den Demeter-Betrieben der Fall ist, könnte die Ökoszene komplett auf diesen Quatsch verzichten. Kompost ist der Haupteintrag für Plastik in die Ackerböden.


Also den DEMETER Leuten kann man schon ordentliches Wirtschaften in Bezug auf die Richtlinien und des Gesamtkonzeptes unterstellen. Das sind auch keine Prämienabzocker. Die nehmen das ehrlich ernst und von denen kann man auch noch was lernen.

... und Isarland, du bist auch einer von denen, die immer was an Geld brauchen was die Frau und die Oma nicht wissen darf :-)
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Do Apr 30, 2020 10:40

Paule1 hat geschrieben:
:idea: :idea: Aber auch DEMETER Betrieb setzten zugekauften Kompost ein :idea: :idea: von Nix kommt nix :idea:


Ja, es gibt aber nur zwei Kompost-Substratmischungen die für Demeter-Betriebe zugelassen sind. Bei der einen Mischung handelt es sich um Garten- und Parkabfälle und die andere Mischung basiert auf einem Eichenrindenkompost, angereichert mit Demeter-Präparaten und Spurenelementen.
Der ganz gewöhnliche Kompost ist absolut untersagt!
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Do Apr 30, 2020 10:40

germane hat geschrieben:"Blöder " ist ja noch ein milder Ausdruck. Wir rotten die ganze Menschheit aus, weil wir :

Tiermehl an Wiederkäuer verfüttern. -> BSE?!
Gentechnik einsetzen -> Pflanzen züchten, die gegen bestimmte Gifte "immun" sind, hat schon ein Geschmäckle, ansonsten eher Angstdiskussion, dass etwas heraus kommt, was man nicht mehr beherrschen kann, siehe Corona
Pestizide spritzen -> Nicht nett von euch, dass ihr die Insekten tötet!
Kunstdünger streuen -> Vorräte sind endlich?!
Tiere quälen -> Tiere sind auch Lebewesen
Wasser vergiften -> laut dem mir bekannten Landwirt bedeutet mehr Gülle aufs Feld schütten nicht zwingend mehr Ertrag

rot=meine Anmerkungen
Ansonsten habe ich ihn mal gefragt, warum die Bauern bei BsF den Kälbern ein Pulver zum Trinken anrühren. Er meinte nur, dass es ein paar cent billiger ist, die Milch zur Industrie zu transportieren, welche dann das "gute" Fett aus der Milch abschöpft, um danach mit viel Energie über 98% Wasser aus der Milch zu trocknen, um ein Pulver herzustellen, dem man dann "billige" Fette beimischt, welches man wieder zum Bauern zurück transportiert, um sich dann darüber zu wundern, dass die Kälber Durchfall bekommen.
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Re: Bioboom?

Beitragvon T5060 » Do Apr 30, 2020 10:47

...... Gentechnik..... ich bin da ganz klar dagegen, weil GVO-frei ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Rest der Welt ist und wir sollten als deutsche Bauern, auch gerne die GVO Horrorgeschichten befeuern.
Wir müssen uns deutlich gegen Südamerika abgrenzen und mittels GVO sind vegane Produkte wesentlich einfacher zu entwickeln und herzustellen. Aufgrund der Oligopolstellung im deutschen LEH werden sich produktionstechnische Vorteile auch nicht in den Kassen der Bauern wiederfinden, sondern wie es schon immer in den letzten 40 Jahren geschah, es profitiert alleine der LEH und der Verbraucher davon, vielleicht auch die Agrokonzerne, nur halt die Bauern nicht.

Ergebnis : Oligopole verhindern letztendlich immer Innovation und Fortschritt und so werden auch die Unternehmen des deutschen LEH genau an diesem Punkt irgendwann dran scheitern.
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Re: Bioboom?

Beitragvon LUV4.0 » Do Apr 30, 2020 10:51

Also ich habe hier einen Kartoffelbetrieb um die Ecke, der verhökert seine Knollen bis nach China. War auch schon etliche male im Fernsehen und ist ganz dicke mit Linda..dem geht's gut..dann habe ich noch einen Biobäcker bei dem die Kunden Schlange stehen. Der kommt aus dem Wendland...muss man mögen..:D. Der Metzger hat nach der Umstellung die Lichter ausgemacht... :|.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Isarland » Do Apr 30, 2020 10:53

germane hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:Jeder hier schreibt neun mal gscheid, und keiner hat irgend ein Wissen. Schaut euch die Richtlinien an. Da steht alles sauber drin. Nach denen wird kontrolliert. Ich habe in den 29Jahren, wo ich kontrolliert werde, noch keinen Kontrolleur erlebt, der nicht genau hinschaut.
Die Kontrolle voriges Jahr dauerte 2,5 Tage.
Bio war für mich bei der Umstellung eine Nische, ist eine Nische geblieben, und soll eine Nische bleiben...meine bescheidene Meinung.....


Die Politik möchte die Nische schon immer größer machen. Es kann doch nicht sein, dass die Politik Bio ausweiten will und dann Betriebe gar nicht aufgenommen werden.
Die Richtlinien sind doch so schwammig, dass jede Menge Gestaltungsfreiheit bleibt.

Wie ist eigentlich die Sache ausgegangen, wo man bei Bio strengere Pestizidgrenzen einführen wollte, als bei Konvi?

Wenn ein Konvi mit der Spritze bei mir in den Weizen kommt, wie es schon passiert ist, kann der Weizen nur als Konviweizen vermarktet werden. Der Aufwuchs im nächsten Jahr ist Konvi Ware. Erst im Jahr darauf darf wieder U-Ware vermarktet werden.
Wer wird nicht aufgenommen? Es steht jedem frei, umzustellen, und das Kulap bekommt er auch. Um die Vermarktung muß er sich selbst kümmern. Wenn Milchviehbetriebe keinen Abnehmer fanden, dann aus Verantwortung der Molkereien, ihren langjährigen Lieferanten gegenüber, um fallende Preise zu verhindern.
Dies ist inzwischen Makulatur, weil Biomolkereien händeringend neue Lieferanten suchen.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Bioboom?

Beitragvon DWEWT » Do Apr 30, 2020 10:54

germane hat geschrieben:
Die Politik möchte die Nische schon immer größer machen. Es kann doch nicht sein, dass die Politik Bio ausweiten will und dann Betriebe gar nicht aufgenommen werden.

Wie ist eigentlich die Sache ausgegangen, wo man bei Bio strengere Pestizidgrenzen einführen wollte, als bei Konvi?


Zwei sehr interessante Aspekte! Hier in Sachsen Anhalt wird seit dem letzten Jahr keine Umstellungsprämie mehr gezahlt. Das Land ist blank! Flächenerweiterungen über 20% sind grundsätzlich nicht förderfähig. Ausnahmen werden bei Tierhaltungsbetrieben gemacht (Wiederkäuer). Derzeit liegt ST bei einem Bio-Anteil von 8,8%. Bis 2030 will man auf 20% kommen. Das ist völlig Illusion, zumal das Land das nicht finanzieren kann.
Gegen das EU-Vorhaben die Bioerzeugnisse auf ihre Rückstände zu kontrollieren, sind die Öko-Verbände Sturm gelaufen. Kleine Betriebe, mit vielen Splitterflächen, können sich der Einwirkung von konv. Nachbarflächen nicht entziehen. Deshalb sollten die Erzeugnisse von diesen Flächen, wenn eine Belastung nachgewiesen wird die nicht vom Biobauern zu verantworten ist, konv. vermarktet werden. Die Differenz beim Preis sollte aus öffentlichen Kassen gezahlt werden. Obwohl die Öko-Verbände in D. sonst absolute Konkurenten sind, war man sich in der Ablehnung dieses Vorhabens einig. Die EU hat einen Rückzieher gemacht. Leider! Es dürfte allerdings klar sein, dass bei weiter steigendem Angebotsdruck auf dem Markt für Ökoprodukte, die Rohstoffe zukünftig untersucht werden. Dann kommt der Druck zwar nicht von der Politik, sondern vom Makt, das ist in der Konsequenz aber gleich. Ja, ich bin für eine weitestgehende Schadstofffreiheit der Bio-Rohstoffe. Ich verhehle nicht, dass das meinem Betrieb zugute kommt.
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Re: Bioboom?

Beitragvon T5060 » Do Apr 30, 2020 11:04

Isarland hat geschrieben:
germane hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:Jeder hier schreibt neun mal gscheid, und keiner hat irgend ein Wissen. Schaut euch die Richtlinien an. Da steht alles sauber drin. Nach denen wird kontrolliert. Ich habe in den 29Jahren, wo ich kontrolliert werde, noch keinen Kontrolleur erlebt, der nicht genau hinschaut.
Die Kontrolle voriges Jahr dauerte 2,5 Tage.
Bio war für mich bei der Umstellung eine Nische, ist eine Nische geblieben, und soll eine Nische bleiben...meine bescheidene Meinung.....


Die Politik möchte die Nische schon immer größer machen. Es kann doch nicht sein, dass die Politik Bio ausweiten will und dann Betriebe gar nicht aufgenommen werden.
Die Richtlinien sind doch so schwammig, dass jede Menge Gestaltungsfreiheit bleibt.

Wie ist eigentlich die Sache ausgegangen, wo man bei Bio strengere Pestizidgrenzen einführen wollte, als bei Konvi?

Wenn ein Konvi mit der Spritze bei mir in den Weizen kommt, wie es schon passiert ist, kann der Weizen nur als Konviweizen vermarktet werden. Der Aufwuchs im nächsten Jahr ist Konvi Ware. Erst im Jahr darauf darf wieder U-Ware vermarktet werden.
Wer wird nicht aufgenommen? Es steht jedem frei, umzustellen, und das Kulap bekommt er auch. Um die Vermarktung muß er sich selbst kümmern. Wenn Milchviehbetriebe keinen Abnehmer fanden, dann aus Verantwortung der Molkereien, ihren langjährigen Lieferanten gegenüber, um fallende Preise zu verhindern.
Dies ist inzwischen Makulatur, weil Biomolkereien händeringend neue Lieferanten suchen.


Nadann müssen die Molkereien nur ihre Wartelisten für neue BIO Lieferanten mal abarbeiten. Aktuell erhalten neue BIO-Lieferanten, auch nach fertiger Umstellung oft nur den konvi-Preis, weil kein Absatz da ist.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Neuland79 » Do Apr 30, 2020 11:12

germane hat geschrieben:Die betreiben Selbsterhöhung indem sie die anderen kriminalisieren.

Vor Selbstbetrug ist natürlich niemand gefeit. Und bei einem selbst anfangen, fällt vielen schwer (mir auch). Ich bin auch in vielen Bereichen noch nicht da, wo ich gerne wäre. Allerdings habe ich auch keine Lust, mich mein gnazes Leben mit solchen Dingen zu beschäftigen. Andere haben in der Zeit Spaß, lassen es sich gut gehen usw. Die Menschen wählen grün, weil sie wollen, dass sich jemand um solche Dinge wie Tierwohl, Umweltschutz kümmert und Verbesserungen durchsetzt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass hier jemand zum Anbindestall für Kühe zurück will. Allerdings muss natürlich die Politik die Rahmenbedingungen dafür schaffen und z.B. Geld ins System pumpen, wenn "der Umbau" nicht anders geht. Fördermittel gibts ja durchaus, aber so richtig scheint das nicht zu greifen.

Deswegen bin ich für eine App, sodass man mit seinem Handy ein Produkt einscannen kann (egal welches, gilt für ALLE Produkte vom Toilettenpapier über Alkohol, Süßigkeiten bis zu Media, Spielzeug, Auto usw.) Diese App muss open source sein. Alle Industrie, landwirtschaftlichen Betriebe müssen dort verklausuliert hinterlegt sein. Für euch Landwirte würde das bedeuten, dass die Veterinärämter die Daten eures Betriebes anonym der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Wenn ich z.B. die Milch oder das Fleisch einscanne steht dort:

- Tierhaltung (qm, Stall, durchschnittlich erreichtes Lebensalter der Tiere, Weideauslauf Anzahl der Tage im Jahr)
- Ackerbau (Einsatz von Gülle, PSM usw.)
- Arbeitsbedingungen (Entlohnung -> wieviel cent bekommt der Landwirt für sein Produkt, Angaben zu Arbeitsstunden? Urlaub?)
Man könnte eigene oder auch allgemein vorgegebene Filter festlegen, ab welchen Kriterien die App das Produkt als i.O. werten soll, um nicht jedes mal eine A4 Seite Infos übers Produkt nachlesen zu müssen.

Das ist KEINE Überwachung, wie sie den Grünen ja so gerne vorgeworfen wird! Es geht darum, dass jeder Mensch FREI entscheiden kann, was er kauft undzwar mit allen Infos, die er für seine Entscheidung braucht. Aktuell ist diese Kette nämlich unterbrochen. Den Aufwand zu betreiben, jedes Produkt nachzuforschen, ist kaum möglich.
Das gleiche gilt für Kleidung. Welche toxischen Stoffe wurden eingesetzt, wie werden die Arbeiter entlohnt. Unternehmen müssen gläsern gemacht werden. Wenn die Menschen dann trotzdem zum billigsten greifen, ist das i.O. Hier muss man dann sehen, welche Mindeststandards (nicht nur für Deutschland), sondern weltweit man ansetzt. D.h. Importe ja, aber Importstandards. Soll heißen, grün wählen ja auch viele, damit mal international etwas geschieht. Es geht nicht allen immer nur um Landwirtschaft.
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Re: Bioboom?

Beitragvon Isarland » Do Apr 30, 2020 11:16

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Würden alle Biobetriebe zur Kombination Ackerbau und Viehhaltung (Wiederkäuer) verpflichtet, wie es bei den Demeter-Betrieben der Fall ist, könnte die Ökoszene komplett auf diesen Quatsch verzichten. Kompost ist der Haupteintrag für Plastik in die Ackerböden.


Also den DEMETER Leuten kann man schon ordentliches Wirtschaften in Bezug auf die Richtlinien und des Gesamtkonzeptes unterstellen. Das sind auch keine Prämienabzocker. Die nehmen das ehrlich ernst und von denen kann man auch noch was lernen.

... und Isarland, du bist auch einer von denen, die immer was an Geld brauchen was die Frau und die Oma nicht wissen darf :-)

Ja, ich habe einen großen Eimer voll Papiergeld in der Küche stehen, wo sich jeder selbst bedienen darf. :P
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