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Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon fedorow » Mo Nov 28, 2022 21:04

T5060 hat geschrieben:"Als wir noch das Zeug zum Weltmeister hatten"

Quelle: CMA.de

Heute sieht es so aus wie in dieser Talkshow am Freitag :
https://www.wochenblatt-dlv.de/feld-sta ... 2022-11-28
Sind beide großartige Schauspieler mit Vorbildfunktion aber man sollte hoffen das diese Klage Erfolg hat und sie sich entschuldigen.
Passieren wird letztlich nicht viel und entschuldigen werden sich weder Sender noch die beiden Schauspieler.
Weitere Sendungen in ähnlichem Format werden folgen. Wie seit Jahren.
Nicht verwunderlich wenn Bauernkinder in den Schulen gemobbt werden wenn sowas gesendet wird.
fedorow
 
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Stoapfälzer » Di Nov 29, 2022 20:50

Laut Aussage eine Lieferanten legt der top Auszahler Bayerns (Deutschlands) für November noch mal 5 Cent drauf und garantiert diesen Preis für das ganze 1te Quartal 23 und das alles ohne GVO Milch. :shock:
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Di Nov 29, 2022 21:17

Unsere Molkerei liegt in der Anlieferung gegenüber dem Vj. mit 8 % Anlieferung im Plus, mir haben rd. 10 % mehr geliefert. Die Molkereien laufen an der Kapazitätsgrenze und bekommen die Ware nicht bei die nachgefragt wird. Die 6 - 8 Mill. von der Statistik unterschlagenen Neubewohner fressen was das Zeug hält, die haben einen Fress-Flash. So gute leckere Sachen wie hier, haben die ihr Leben lang noch nicht gereicht bekommen. Die hatten bisher doch eh nur altölgarnierte Maniokapampe, gekocht auf Kabelisolierungen.

Das erklärt auch die höheren Rindfleischpreise gegenüber dem Schweinepreis und die gute Nachfrage nach Geflügel. Komischerweise kann Südamerika auch nicht mehr liefern, weil die schon an ihrer Grenze produzieren.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Stoapfälzer » Di Nov 29, 2022 22:01

Aktuell füttern die Betriebe überwiegend noch mit Maissilage aus 2021 wenn da der große Wechsel zu 22er Maissilage kommt wird die Leistung fallen da der trocken gewachsene Mais einfach nicht füttert.
Ab 01.01 wird bei QM die 10% Überbelegung nicht mehr geduldet und ist KO Kriterium, da werden noch mal 2-3% der Milchkühe deswegen abgehen müssen. :?

Ich persönlich finde ja für jede Kuh eine Fressplatz viel wichtiger den zum Fressen gehen sie alle zugleich was man vom liegen nicht behaupten kann.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Di Nov 29, 2022 22:54

Die haben sich doch selber rausgeschossen mit ihrem Bauernbashing, Billigpreisen die letzten 20 Jahre und ständig neuen Auflagen bzw. Kosten.
Doch klar wenn keiner mehr melken will. Sind die Bauern 65 und haben weder Geld noch Familie, nur kaputte Knochen.
"Zukunftsbetriebe" um das Jahr 2000 neu auf die grüne Wiese gestellt, stehen da und verfallen, weil der Landkreis eine Umnutzung versagt.
Man ich könnte Stories erzählen, da kommt einem die Kotze hoch.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Kartoffelbluete » Mi Nov 30, 2022 7:41

Kann ich so nicht bestätigen. Die neuen Tierwohlställe, die in meiner Region die letzten 10 - 15 Jahre neu auf die grüne Wiese gebaut wurden,
in der Regel zusammen mit einer kleinen Gülle-Biogasanlage laufen alle ausnahmslos hervorragend, mit Top-Genetik, sowohl HF, als
auch Fleckvieh! Da passt es auch in den Familien und ans aufhören, oder weniger melken denkt da niemand! Allerdings den Stall "spiegeln",
wie es vor ca 5 - 10 Jahren noch Mode war, das ist durch die Bank kein Thema mehr! Die sind alle froh, wenn sie das bisher erreichte "geschafft"
bekommen und finanziell reicht es auch so.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon vansan » Mi Nov 30, 2022 8:53

Stoapfälzer hat geschrieben:Aktuell füttern die Betriebe überwiegend noch mit Maissilage aus 2021 wenn da der große Wechsel zu 22er Maissilage kommt wird die Leistung fallen da der trocken gewachsene Mais einfach nicht füttert.
Ab 01.01 wird bei QM die 10% Überbelegung nicht mehr geduldet und ist KO Kriterium, da werden noch mal 2-3% der Milchkühe deswegen abgehen müssen. :?

Ich persönlich finde ja für jede Kuh eine Fressplatz viel wichtiger den zum Fressen gehen sie alle zugleich was man vom liegen nicht behaupten kann.


das mit dem fressplatz sehe ich komplett anders. das kommt auf das melksystem an. früher im melkstand war das so wie du beschrieben hast. seitdem der robi melkt beleiben viele fressplätze leer,wenn ich mit dem mischwagen neu vorlege. eine kuh die ewig nach einer freien liegebox suchen muss,läuft sinnlos durch den stall
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Einhorn64 » Mi Nov 30, 2022 9:11

Es kommt weniger auf das Melksystem als auf das Fütterungsystem an, eine Voll/Teil TMR die gut durchmischt ist und kaum selektion der Komponenten ermöglicht, und dazu ständig erreichbar ist(min 5% Futterrest)
lässt viele Fressplätze frei, egal ob Automatisches oder Manuelles Melken.
Die direkte Silofütterung mit 3Fressplätzen/10Kühe funktionierte recht gut, und damals gab es keine AMS.(Als extrembeispiel genannt, die großen nachteile der Silofütterung sind woanders).
Vor 20Jahren waren die US Milcherzeuger zum Schluß gekommen das ein 4 reihiger Stall(2x2 reiher, 1:1 Fress/Liegeplatz) bis zu 125% belegt werden kann, während ein 6 Reiher(1:1,5 Fress/Liegeplatz) schon bei 110% an die wirtschaftliche max. Belegung stößt.
Das in sehr geräumigen Ställen mit Top Licht und Luftverhältnissen, Voll TMR fütterung und Rund um die Uhr Melken(3x 7Stunden sind nicht unüblich).
Kann man so deuten das weniger Fressplätze mehr Liegeplätze erfordern,
darum ist die generelle Forderung nach 1:1 bei Liegeplätzen populistisches Bauernlegen.
Aber das ist ja leider bei QM der gewollte Hintergrund...
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Kartoffelbluete » Mi Nov 30, 2022 9:48

@Stoapfälzer, das mit den Trockenschäden ist nur in Mitteldeutschland so. In den Milchhochburgen im Süden
und Norden gibt es Futter in bester Qualität satt! Und ich denke für alle Regionen gilt, das die Grünlandsilage
vom sonnigen Erntejahr 2022 mehr Zucker hat und besser melkt, wie die Grassilage aus 21, wo das Gras kaum
Sonne gesehen hat.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Optimist1985 » Mi Nov 30, 2022 10:08

Sind die Bauern 65 und haben weder Geld noch Familie, nur kaputte Knochen.
"Zukunftsbetriebe" um das Jahr 2000 neu auf die grüne Wiese gestellt, stehen da und verfallen, weil der Landkreis eine Umnutzung versagt.
Man ich könnte Stories erzählen, da kommt einem die Kotze hoch.


In Österreich sind wie ja etwas hinterher.
Momentan werden die Anbindeställe wo jetzt 25 Kühe standen Ställe gebaut für 60 Kühe + Roboter.
Oder bei Betrieben mit Anbindehaltung die keine Nachfolger haben und bald in Rente gehen verpachtet.
Laufstallbetriebe mit 40 Kühen bauen dazu um auch 60 Kühe Platz zu haben das sich der Roboterbetrieb.
Und Betriebe die schon einen Roboter haben und von Anfangs 60 Kühen auf 70-75 drinnen stehen haben und mit den Melkungen Probleme haben
überlegen auf 100 Kühe aufzustocken mit 2 Robotern.

Dann gibts wieder Betriebe mit + 60 Kühen wo der Hofnachfolger einen guten Job hat, seine Freundin auch und eventuell auf Mast oder Ackerbau umgestellt wird weil
Milchvieh und externe Jobs nicht so gut zusammenpassen.

Bin gespannt wo die Reise hingeht die nächsten Jahre
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Kartoffelbluete » Mi Nov 30, 2022 10:25

Nun, wenn man sieht wie überall händeringend, in allen Bereichen, nach Fachkräften gesucht wird,
haben die Jungen schon Alternativen. Muss man sich schon gut überlegen, ob die Rahmenbedingungen
am Standort und in der Familie so gut bzw. optimal sind, das man sich auf das Abenteuer "Landwirtschaft"
einlässt.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Stoapfälzer » Mi Nov 30, 2022 12:23

vansan hat geschrieben:das mit dem fressplatz sehe ich komplett anders. das kommt auf das melksystem an. früher im melkstand war das so wie du beschrieben hast. seitdem der robi melkt beleiben viele fressplätze leer,wenn ich mit dem mischwagen neu vorlege. eine kuh die ewig nach einer freien liegebox suchen muss,läuft sinnlos durch den stall


Ja so sehe ich das bei mir zu Hause bei Melkung im Melkstand und TeilTMR Mischung. Nach dem Melken kommen alle ins Fressgitter zur Kraftfuttervorlage. Das System hat sich so bei uns bewährt.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Optimist1985 » Mi Nov 30, 2022 12:40

Ich habe einen Futterschieber mit KF Futtergabe.
Der fährt ca 10x selbststängig Tag und Nacht und dann jeweils 1x zu den Melkzeiten mit Handstart.
Wenn ich die Kühe umgesperrt habe schalte ich den Schieber ein und mach das Fressgitter auf einfangen. Da geht auch eigentlich jede Kuh rein und ist
eine entspannte Liegeboxenpflege weil alle Tiere im Fressgitter sind, und wenn man mal vergisst zum einschalten sind die wenigsten Tiere im Fressgitter sondern irgenwo an Gang oder in der Liegebox
Zuletzt geändert von Optimist1985 am Mi Nov 30, 2022 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Stoapfälzer » Mi Nov 30, 2022 12:55

Ich glaube wir können uns darauf einigen dass jedes System andere Verhältnisse fordert. Daran sieht man wie diese Pauschalzahlen seitens QM Quatsch sind.
Aber das ist ja das gleiche wie Düngung nach Kalender. In Deutschland braucht alles stichgenaue Zahlen sonst kann es nicht kontrolliert und sanktioniert werden.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon fedorow » Mi Nov 30, 2022 19:48

Wer hätte das gedacht trotz Inflation :
Haltungswechsel, Aldi bezieht bereits 40 Prozent der Trinkmilch aus den Haltungsformen 3 und 4
https://www.guetsel.de/content/54588/20 ... und-4.html
Aldi geht beim Haltungswechsel weiter voran und erreicht den nächsten Meilenstein ein Jahr früher als geplant. Das zeigt, dass die Nachfrage nach tierwohlgerechteren Produkten weiter anhält. Auch im Bereich Frischfleisch setzt Aldi weitere Maßnahmen für mehr Tierwohl um.


Oder hier für Top Agrar Abonnenten :
https://www.topagrar.com/rind/news/aldi ... 45278.html
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