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Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hosenträger » Mi Okt 02, 2019 19:58

VMP hat im Durchschnitt die 3000€ Marke geknackt. Und auch MMP gibt langsam sein Mauerblümchen verhalten auf. https://www.butterkaeseboerse.de/UserFi ... gesamt.pdf
Bei so vielen positiven Signalen bin ich neugierig, welche "Argumente" den Molkereien noch bleiben, um den desaströsen Auszahlungspreis zu begründen. :oops:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon clemi » Mi Okt 02, 2019 20:40

moinsen,

ja....das milchpulver ist gut konkurrenzfähig auffn weltmarkt im moment, man bedenke auch den niedrigen euro-kurs zum dollar...die molkereien haben ja umgeschichtet.....mehr pulver weniger butter....vllt n bissl langsam...aber das is ja immer so bei denen...
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon marius » Mi Okt 02, 2019 20:50

So richtig habt ihr das immer noch nicht registriert wie das System im dt. Industriestaat funktioniert.
Ein Industriestaat wie Deutschland braucht nur eine Alibilandwirtschaft, wenn überhaupt, bzw würde der Staat diese lieber heute als morgen verkaufen als lästiges und teures 5. Rad am Wagen.

Mein oft zitiertes GG, Eigentum verpflichtet würde dann greifen : Also selbst ohne Ldw. in D. wären die Besitzer verpflichtet ihre Grundstücke auf ihre eigenen Kosten zu mähen oder abmulchen. Steht heute schon im GG. Da ist nur noch ein kleiner Beschluss im Bundestag nötig, was in Minuten durchgewunken wird.
Ob es so kommt, wird man sehen.
Man muss aber davon ausgehen das in D.in einigen Jahren Zwangsbio per Volksbegehren auferlegt wird. Haben erstmal alle Bio, gibts natürlich keinerlei Bioprämie in Deutschland da dann die Grundlage fehlt, und auch kaum höhere Erzeugerpreise wären durchsetzbar.
Das wäre das Ende.

Sollten Importzölle auf Agrarprodukte zugunsten der Industrie weiter abgebaut werden was der Fall ist, schlägt das für unsere Politik mehrere Fliegen mit einer Klappe.
Dahin arbeitet unsere Politik seit vielen Jahren wenngleich sie anderes behaupten.
Und überhaupt : Wie wollt ihr denn steigenden Nahrungsmittelpreise rechtfertigen ?
Die Millionen Einwanderer + Familiennachzug in die Hartz4 Sozialkassen machen steigenden Nahrungsmittelpreise für die Zukunft völlig unmöglich um der Kriminalität Herr zu werden.
Dazu nochmal millionen an Geringverdiener die ihre Miete kaum bezahlen können, auch hier sind keinerlei Preissteigerungen bei Nahrungsmittel möglich. Das Fallen der Importzölle würde dem Staat in die Karten spielen weil dann Nahrungsmittel nochmal eine Stufe billiger wären, teure Subventionen und Zuschüsse für die Landwirtschaft wegfallen, ebenso wie Tierschutz.-- Nitrat.-, Methanprobleme, usw. wo eh schon hohe Strafzahlungen wegen der Landwirte drohen und keine Bürger mehr die gegen die Ldw. Sturm laufen und die Politik unter Druck setzen.

Der dt. Landwirt ist natürlich der Dumme. Zuerst wird ihm erzählt das er trotz eh schon hoher Erzeugerkosten eine zusätzliche Flut an nationaler ( teurer ) Regelungen einhalten muss, er sich aber gleichzeitig den offenen Märkten also Weltmarktpreisen stellen muss.
Nunja, das wir euch den sicheren Untergang bescheren.
Einzig mein mehrmals genanntes Szenario tritt ein das es in einigen Jahren zum Crash und Neustart kommt. Sollten dann aber wieder linksgrüne Poliitker und Gutmenschen das Ruder übernehmen ist das Debakel ( bes. in der Ldw. ) trotz Neustart schon wieder perfekt.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hosenträger » Do Okt 03, 2019 0:27

Der Crash kommt nicht in einigen Jahren, der ist schon in der Schwelle. Die Grünen bekommen grandiose Umfragewerte, aber bis der Bundestag wieder gewählt wird, besteht die ernsthafte Möglichkeit einer absoluten Mehrheit der AfD. Was aber der Sache gewiß nicht zuträglich ist. Ereignisreiche Zeiten haben wir! :shock:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Teddy Bär » Do Okt 03, 2019 6:56

Wenn es zum Crash kommt, dann muss du dir Sorgen um dein ach so geliebtes Geld machen.
Der normale landwirtschaftliche Familienbetrieb wird meiner Meinung nach diese Zeit besser überstehen als alle anderen Akteure.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hillsfarmer » Do Okt 03, 2019 8:07

Bleibt dann nur zu hoffen , dass nach einem Reset noch genügend Börsen übrig bleiben !.
Es wäre ja nicht auszumalen, welche gravierenden Auswirkungen es hätte, wenn Deutschlands größter Nadelstreifenegomane und fähigster Hängemattentester, plötzlich wieder einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen müßte. :lol:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Fränky11 » Do Okt 03, 2019 8:54

https://www.br.de/mediathek/video/dokum ... 001355182b
System Milch, Sendung gestern auf BR, gedreht 2017
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon clemi » Do Okt 03, 2019 10:12

moinsen

ja wenn die "weltwirtschaft" absackt und die stimmung dementsprechend ins pessimistische dreht dann wird das 3 jahre nur fallende kurse an den börsen geben, wobei professionelle händler ja auch mit fallenden kursen geld verdienen können. ich glaube aber soweit ist das noch nicht....eher ne schaukelbörse im moment.

aber jede party ist mal vorbei....nur mit zinssenkungen bei der ezb ist ja nix mehr im köcher um die wirtschaft zu stimulieren, deutschland will ne "schwarze" null schreiben im haushalt, hat die letzten jahre jede menge neue sozialausgaben eingeführt, den öffentlichen dienst/bürokratie weiter aufgebläht, keine steuerreform mehr seit schröder gemacht, also eigtl nix gerissen um zukunftsfester zu werden die letzten 10 boom-jahre....also wenn das mal knallt jetzt dann aber richtig das ist mal sicher...
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Do Okt 03, 2019 13:29

Der Crash kommt immer dann, wenn keiner mit rechnet.
Wir rechnen schon 5 Jahre mit einem Crash.
Er kommt aber erst, wenn die Zinsen steigen.
Und solange die Zinsen negativ sind,
verdient sich der Staat dumm und dämlich.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon marius » Sa Okt 05, 2019 16:55

Trump hat nun für die EU Importe Milch und Käse nach Amerika 25 % Zoll eingeführt.
Da wird weiterer Druck auf die EU Milchviehhalter zukommen denn 25 % teurer sind ne Hausnummer was den Absatz rapide bremst und es drohen Preissenkungen bei Milch um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Daumenschrauben der Anbindeställe werden gleichzeitig angezogen wie man überall lesen kann.
Die Molkereien sind nicht blöd und knallharte Geschäftsmänner.
Die wissen genau wenn alle alten Anbindeställe geschlossen sind und moderne Zukunftsbetriebe mit Top Fütterung und 3 Melkungen am Tag diese Flächen übernehmen kommt vom ha rund 40-50 % mehr Milch als vorher beim Anbindestall.
Der Milchpreis kann somit von den Molkereien wegen dem höheren Angebot automatisch schonmal um mindestens 3-4 Cent pro Liter gekürzt werden und die EU Milch wird auf dem Weltmarkt somit etwas konkurrenzfähiger, wenngleich EU Milchprodukte immer noch viel zu teuer sind auf dem billigen Weltmarkt.
Spätestens wenn weitere Zölle auf Nahrungsmittel in die EU fallen, zugunsten der Industrie wirds richtig happig für die Erzeuger weil zudem teure, nationale Auflagen weiter zunehmen. :shock:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Sa Okt 05, 2019 17:10

Die USA Zölle betreffen keine 0,1 % der deutschen Milchproduktion und der Käse wird trotzdem gekaufft.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon vansan » Sa Okt 05, 2019 17:41

marius hat geschrieben:Trump hat nun für die EU Importe Milch und Käse nach Amerika 25 % Zoll eingeführt.
Da wird weiterer Druck auf die EU Milchviehhalter zukommen denn 25 % teurer sind ne Hausnummer was den Absatz rapide bremst und es drohen Preissenkungen bei Milch um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Daumenschrauben der Anbindeställe werden gleichzeitig angezogen wie man überall lesen kann.
Die Molkereien sind nicht blöd und knallharte Geschäftsmänner.
Die wissen genau wenn alle alten Anbindeställe geschlossen sind und moderne Zukunftsbetriebe mit Top Fütterung und 3 Melkungen am Tag diese Flächen übernehmen kommt vom ha rund 40-50 % mehr Milch als vorher beim Anbindestall.
Der Milchpreis kann somit von den Molkereien wegen dem höheren Angebot automatisch schonmal um mindestens 3-4 Cent pro Liter gekürzt werden und die EU Milch wird auf dem Weltmarkt somit etwas konkurrenzfähiger, wenngleich EU Milchprodukte immer noch viel zu teuer sind auf dem billigen Weltmarkt.
Spätestens wenn weitere Zölle auf Nahrungsmittel in die EU fallen, zugunsten der Industrie wirds richtig happig für die Erzeuger weil zudem teure, nationale Auflagen weiter zunehmen. :shock:


ich lese immer von deinen ach so tollen zukunftsbetrieben,mit 500 +x kühen,die uns kleine 70 kuh betriebe alle sooo mal eben überschlucken.also bei mir hier im norden geben solche betriebe im augenblick auf.kein personal zu bekomme,flächen sind zu weit weg,pachtkosten zu hoch usw. die familienbetriebe mit 70-100 kühen (meist melkt der roboter dort) lachen sich eins.fahren egelmäßig 2-3 mal im jahr in den urlaub.die 500+x sind nur noch getriebene von den beratern.strss pur,sie sagen selbst:wären wir doch bei weniger kühen gebliebe,deutlich weniger stress
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Sa Okt 05, 2019 18:08

Die Skaleneffekte jenseits der 60 Milchkühe sind nahezu NULL. Ab 200 Milchkühe sinken diese sogar richtig, weil wie VANSAN richtig erkannt hat, die Arbeits - und Transportkosten richtig teuer werden.
Es mag sogar sein, dass 50 % der über 200 MK richtig gut laufen, aber die haben entweder genug Fläche um den Hof und/oder genügend FamilienAK oder nahestehende AK.
Vor allen Dingen vergessen viele MENSCH zu bleiben und mit Anderen wie mit Menschen umzugehen. In der heutigen Zeit verschafft das zwar ein kurzfristigen Vorteil, aber irgendwann fliegt einem das derart um die Ohren, dass der ganze Hof bei drauf geht. Wenn Große mal in Schlingern kommen, dann erwachen die Leichen im Keller und sorgen für den Rest. Dann ist meist alles weg.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Isarland » Sa Okt 05, 2019 18:17

T5060 hat geschrieben:Die Skaleneffekte jenseits der 60 Milchkühe sind nahezu NULL. Ab 200 Milchkühe sinken diese sogar richtig, weil wie VANSAN richtig erkannt hat, die Arbeits - und Transportkosten richtig teuer werden.
Es mag sogar sein, dass 50 % der über 200 MK richtig gut laufen, aber die haben entweder genug Fläche um den Hof und/oder genügend FamilienAK oder nahestehende AK.
Vor allen Dingen vergessen viele MENSCH zu bleiben und mit Anderen wie mit Menschen umzugehen. In der heutigen Zeit verschafft das zwar ein kurzfristigen Vorteil, aber irgendwann fliegt einem das derart um die Ohren, dass der ganze Hof bei drauf geht. Wenn Große mal in Schlingern kommen, dann erwachen die Leichen im Keller und sorgen für den Rest. Dann ist meist alles weg.

Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit meinem Banker. Der betreut ca. 400 Landwirte, und sagte, dass seine zwei besten Betriebe, Biobetriebe mit jeweils gut 100 Kühen sind. Die stecken sogar die Biogasler in die Tasche......kaum Pachtzahlungen, und die Fläche um den Hof....kurze Transporte und kein Futterzukauf.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 05, 2019 18:33

T5060 hat geschrieben:Wenn Große mal in Schlingern kommen, Dann ist meist alles weg.


Auch die "Großen" in der Milcherzeugung sind eigentumsrechtlich häufig immer noch sehr "Kleine". Wenn es zum crash kommt, schmilzt das Vermögen wie der Schnee vor der Sonne.
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