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Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Sa Okt 05, 2019 18:45

Isarland hat geschrieben:Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit meinem Banker. Der betreut ca. 400 Landwirte, und sagte, dass seine zwei besten Betriebe, Biobetriebe mit jeweils gut 100 Kühen sind. Die stecken sogar die Biogasler in die Tasche......kaum Pachtzahlungen, und die Fläche um den Hof....kurze Transporte und kein Futterzukauf.


Naja die ZWEI BESTEN. Nicht jedes Jahr sind das die zwei Besten und besten 25 % sind auch jedes Jahre Andere und diese Zwei sind auch nur bei den Besseren, weil sie eine hohe eigene Flächenausstattung haben.
Der kleine aus dem Dorf, der draussen neu gebaut hat, gehört erst mal 10 Jahre nicht zu Besten, obwohl der ehrlich wunderbares vollbracht hat.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Isarland » Sa Okt 05, 2019 18:56

T5060 hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit meinem Banker. Der betreut ca. 400 Landwirte, und sagte, dass seine zwei besten Betriebe, Biobetriebe mit jeweils gut 100 Kühen sind. Die stecken sogar die Biogasler in die Tasche......kaum Pachtzahlungen, und die Fläche um den Hof....kurze Transporte und kein Futterzukauf.


Naja die ZWEI BESTEN. Nicht jedes Jahr sind das die zwei Besten und besten 25 % sind auch jedes Jahre Andere und diese Zwei sind auch nur bei den Besseren, weil sie eine hohe eigene Flächenausstattung haben.
Der kleine aus dem Dorf, der draussen neu gebaut hat, gehört erst mal 10 Jahre nicht zu Besten, obwohl der ehrlich wunderbares vollbracht hat.

Ich kenne einige Aussiedler, die 500m weiter draussen bauten. Die wären allerdings den Bach runter gegangen, wenn sie ihre alte Hofstelle nicht als Bauland für 600€ m² hätten verkaufen können, währen andere am Hof ohne Bauland neu bauten. Wo ist hier der Unterschied?
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Lonar » Sa Okt 05, 2019 19:22

T5060 hat geschrieben:Die Skaleneffekte jenseits der 60 Milchkühe sind nahezu NULL. Ab 200 Milchkühe sinken diese sogar richtig, weil wie VANSAN richtig erkannt hat, die Arbeits - und Transportkosten richtig teuer werden.
Es mag sogar sein, dass 50 % der über 200 MK richtig gut laufen, aber die haben entweder genug Fläche um den Hof und/oder genügend FamilienAK oder nahestehende AK.
Vor allen Dingen vergessen viele MENSCH zu bleiben und mit Anderen wie mit Menschen umzugehen. In der heutigen Zeit verschafft das zwar ein kurzfristigen Vorteil, aber irgendwann fliegt einem das derart um die Ohren, dass der ganze Hof bei drauf geht. Wenn Große mal in Schlingern kommen, dann erwachen die Leichen im Keller und sorgen für den Rest. Dann ist meist alles weg.

Ist alles schön und was du da schreibst, aber so ein Güllelager das mittlerweile fast ein Jahr groß sein muss oder eine Fahrsiloanlage die wird deutlich billiger je höher und je mehr m3 da rein geht. Bei den Maschinen hilft dir auch nur Auslastung um die Kosten auf ein erträgliches Maß zu senken. Und jemand der bei den Top 25% mit mischt der hat was drauf und der ist auch bereit zu beissen, wenn er den Platz räumen muss für nen anderen. Die Jungs bewegen ihren Hintern und wissen das denen der Erfolg nicht zugeflogen kam. Bei der Auswertung vom Kontollverein weiß ich sofort gegen welche Jungs ich gegenan melken muss wenn ich mal stehen will ;-)
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Isarland » Sa Okt 05, 2019 19:43

Lonar hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Die Skaleneffekte jenseits der 60 Milchkühe sind nahezu NULL. Ab 200 Milchkühe sinken diese sogar richtig, weil wie VANSAN richtig erkannt hat, die Arbeits - und Transportkosten richtig teuer werden.
Es mag sogar sein, dass 50 % der über 200 MK richtig gut laufen, aber die haben entweder genug Fläche um den Hof und/oder genügend FamilienAK oder nahestehende AK.
Vor allen Dingen vergessen viele MENSCH zu bleiben und mit Anderen wie mit Menschen umzugehen. In der heutigen Zeit verschafft das zwar ein kurzfristigen Vorteil, aber irgendwann fliegt einem das derart um die Ohren, dass der ganze Hof bei drauf geht. Wenn Große mal in Schlingern kommen, dann erwachen die Leichen im Keller und sorgen für den Rest. Dann ist meist alles weg.

Ist alles schön und was du da schreibst, aber so ein Güllelager das mittlerweile fast ein Jahr groß sein muss oder eine Fahrsiloanlage die wird deutlich billiger je höher und je mehr m3 da rein geht. Bei den Maschinen hilft dir auch nur Auslastung um die Kosten auf ein erträgliches Maß zu senken. Und jemand der bei den Top 25% mit mischt der hat was drauf und der ist auch bereit zu beissen, wenn er den Platz räumen muss für nen anderen. Die Jungs bewegen ihren Hintern und wissen das denen der Erfolg nicht zugeflogen kam. Bei der Auswertung vom Kontollverein weiß ich sofort gegen welche Jungs ich gegenan melken muss wenn ich mal stehen will ;-)

Mein, vor einem Jahr gebautes Güllelager mit 1000m³ kostete 36Tsd. Teuronen, Fahrsilos sind genügend vorhanden. Heu lass ich in der BGA nebenan trocknen für 3,50€ den Quader 200x120x80. Maschinenbesatz ist für 70ha ein Schlepper mit 50Ps und einer mit 100s, sowie eine 6m Mähkombi und ein 7m Seitenschwader. den Rest erledigt schnell und zuverlässig mein Lohner. So Preisgünstig kann ich es nie machen.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon marius » Sa Okt 05, 2019 20:25

Lonar hat geschrieben:aber so ein Güllelager das mittlerweile fast ein Jahr groß sein muss oder eine Fahrsiloanlage die wird deutlich billiger je höher und je mehr m3 da rein geht. Bei den Maschinen hilft dir auch nur Auslastung um die Kosten auf ein erträgliches Maß zu senken. Und jemand der bei den Top 25% mit mischt der hat was drauf und der ist auch bereit zu beissen, wenn er den Platz räumen muss für nen anderen. Die Jungs bewegen ihren Hintern und wissen das denen der Erfolg nicht zugeflogen kam. Bei der Auswertung vom Kontollverein weiß ich sofort gegen welche Jungs ich gegenan melken muss wenn ich mal stehen will ;-)


Jep.
Und den Einkauf und Verkauf nicht vergessen was nochmal deutliche Vorteile bringt.
Ich weiss aus zuverlässiger Quelle eines guten Bekannten das sein Betrieb mit mittlerweile über 1000 Kühen bei 12 500 kg Milchleistung über 2,5 Cent Staffelzuschlag bekommt. Also Mengenbonus in seinem Vertrag den er als Zukunftsbetrieb gut verhandelt hat.
Sind bei seinen 12 Mio abgelieferten kg schonmal 300 000 Euro Zuschlag brutto im Jahr.
Nur Zuschlag zum normalen Milchpreis, was den kleinen Familienbetrieben mit ihren 100 oder 200 Kühen vorher natürlich abgezogen wird. :mrgreen:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Sa Okt 05, 2019 21:07

T5060 hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit meinem Banker. Der betreut ca. 400 Landwirte, und sagte, dass seine zwei besten Betriebe, Biobetriebe mit jeweils gut 100 Kühen sind. Die stecken sogar die Biogasler in die Tasche......kaum Pachtzahlungen, und die Fläche um den Hof....kurze Transporte und kein Futterzukauf.


Naja die ZWEI BESTEN. Nicht jedes Jahr sind das die zwei Besten und besten 25 % sind auch jedes Jahre Andere und diese Zwei sind auch nur bei den Besseren, weil sie eine hohe eigene Flächenausstattung haben.
Der kleine aus dem Dorf, der draussen neu gebaut hat, gehört erst mal 10 Jahre nicht zu Besten, obwohl der ehrlich wunderbares vollbracht hat.


Na wenn man schon mal von einem "Banker" betreut wird...Warscheinlich kümmert er sich um die ausstehenden Kredite. Die richtig guten Betriebe haben eher einen Vermögensverwalter.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon marius » Sa Okt 05, 2019 21:29

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Wenn Große mal in Schlingern kommen, Dann ist meist alles weg.


Auch die "Großen" in der Milcherzeugung sind eigentumsrechtlich häufig immer noch sehr "Kleine". Wenn es zum crash kommt, schmilzt das Vermögen wie der Schnee vor der Sonne.


Nicht nur dort.
Ein in Deutschland großer Betrieb mit 1000 Kühen + Biogas ist global nur ein winziger Fisch.
Praktisch wieder zu klein um global zu überleben.

Und die Grenze bringt dem deutschen Kleinbetrieb mit seinen 100 oder 200 Kühen keinen Aussenschutz.

Wir haben nunmal globale Weltmarktpreise und Handel zudem setzt die Politik auf die Wirtschaft und nicht auf die umweltverschmutzende Landwirtschaft was ihr nur Ärger einbringt. 8)

Wer das immer noch nicht registriert hat sollte langsam diese rosarote Brille absetzen.

Und auf die üppigen Beihilfen vom Steuerzahler sollte sich der deutsche Landwirt in Zukunft nicht verlassen. Die Steuerzahler haben keine Lust mehr mit ihren Steuergeldern " Tierschänder und Umweltverschmutzer " zu unterstützen.
Da formiert sich immer mehr Widerstand gegen diese Politik und die gehen auf die Barrikaden.
Sollte klar sein was das bedeutet... :shock:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » Sa Okt 05, 2019 23:52

Tatsache ist wer momentan baut und seine Kosten im Griff hat, baut billig, weil die Zinsen niedrig sind. Das ist Fakt.

2010 800.000 € Baukosten davon 400.000 € Fremdkapital 10 J. Zinsbindung 4,0 % = 168.000 € Zinsen
2019 1.200.000 € Baukosten davon 650.000 € Fremdkapital 10 J. Zinsbindung 1,5 % = 102.375 € Zinsen

So und in vielen Fällen muss was mit den Gebäuden passieren, weil in manch altem Geraffel hat der Betrieb oft nur noch 5 Jahre Zukunft. Also dann entweder bauen oder zumachen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon DWEWT » So Okt 06, 2019 7:02

Wie willst du heute eine Bauplanung erstellen wenn du nicht weisst, welche Kriterien in 5 Jahren hinsichtlich "Tierwohl" gelten? Was nutzt günstiges Fremdkapital, wenn dein Stall gar nicht bezogen werden kann. Hier greifen dann nicht nur "Tierwohl" sondern auch weitergehende Ansprüche der Anlieger an z.B. Luftreinhaltung u.a.m. . Wer augenblicklich in die Nutztierhaltung investiert, ist mehr als nur risikofreudig.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Jörken » So Okt 06, 2019 7:22

T5060 hat geschrieben:Tatsache ist wer momentan baut und seine Kosten im Griff hat, baut billig, weil die Zinsen niedrig sind. Das ist Fakt.

2010 800.000 € Baukosten davon 400.000 € Fremdkapital 10 J. Zinsbindung 4,0 % = 168.000 € Zinsen
2019 1.200.000 € Baukosten davon 650.000 € Fremdkapital 10 J. Zinsbindung 1,5 % = 102.375 € Zinsen

So und in vielen Fällen muss was mit den Gebäuden passieren, weil in manch altem Geraffel hat der Betrieb oft nur noch 5 Jahre Zukunft. Also dann entweder bauen oder zumachen.
das mit den Zinsen ist ja nett und theoretisch richtig. Schaut man sich zb die Milchpreisentwicklung im selben Zeitraum an, dann ist dein "Zinsvorteil" schon verbraucht. Rechnet man die Teuerung besonders am Bau hinzu, dann kann vom billig bauen im Jahr 2019 gar keine Rede sein.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Hosenträger » So Okt 06, 2019 7:58

Äh, die Diskussion Großbetriebe vs Kleinbetriebe ist so sinnvoll wie das Streiten um Kaisers Bart. Und nur zur Info: seit ~1 Jahr ist der Weltmarktpreis höher als hier! :shock: Außerdem sind die USA kein Nettoimportland in Sachen Moprs. Wo liegt nun das Problem, wenn Trump Zölle erhebt? Was sie nicht Importieren, fehlt ihnen anderen Seite für den Export, die aber auch bedient werden will. Ist doch nur ein Bäumchen Bäumchen wechsel dich! Ihr laßt euch aber leicht in Bockshorn jagen! :oops:
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Isarland » So Okt 06, 2019 9:40

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit meinem Banker. Der betreut ca. 400 Landwirte, und sagte, dass seine zwei besten Betriebe, Biobetriebe mit jeweils gut 100 Kühen sind. Die stecken sogar die Biogasler in die Tasche......kaum Pachtzahlungen, und die Fläche um den Hof....kurze Transporte und kein Futterzukauf.


Naja die ZWEI BESTEN. Nicht jedes Jahr sind das die zwei Besten und besten 25 % sind auch jedes Jahre Andere und diese Zwei sind auch nur bei den Besseren, weil sie eine hohe eigene Flächenausstattung haben.
Der kleine aus dem Dorf, der draussen neu gebaut hat, gehört erst mal 10 Jahre nicht zu Besten, obwohl der ehrlich wunderbares vollbracht hat.


Na wenn man schon mal von einem "Banker" betreut wird...Warscheinlich kümmert er sich um die ausstehenden Kredite. Die richtig guten Betriebe haben eher einen Vermögensverwalter.

Du meinst mit den richtig guten Betriebe wohl die Baugrundverkäufer. Den anderen geht's anscheinend nicht so gut, wenn ich mir die grünen Kreuze auf den Feldern ansehe.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Teddy Bär » So Okt 06, 2019 11:30

Marius du sollst nicht alles glauben was dein Zukunftsbauer dir auf die Nase bindet.
Ich kenne persönlich nur einen Betriebsleiter der um die 1000 Kühe melkt. Der hat 28 Mitarbeiter. Da sind die Kosteneinsparungen schneller weg als man glaubt.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon T5060 » So Okt 06, 2019 12:08

Jörken hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Tatsache ist wer momentan baut und seine Kosten im Griff hat, baut billig, weil die Zinsen niedrig sind. Das ist Fakt.

2010 800.000 € Baukosten davon 400.000 € Fremdkapital 10 J. Zinsbindung 4,0 % = 168.000 € Zinsen
2019 1.200.000 € Baukosten davon 650.000 € Fremdkapital 10 J. Zinsbindung 1,5 % = 102.375 € Zinsen

So und in vielen Fällen muss was mit den Gebäuden passieren, weil in manch altem Geraffel hat der Betrieb oft nur noch 5 Jahre Zukunft. Also dann entweder bauen oder zumachen.
das mit den Zinsen ist ja nett und theoretisch richtig. Schaut man sich zb die Milchpreisentwicklung im selben Zeitraum an, dann ist dein "Zinsvorteil" schon verbraucht. Rechnet man die Teuerung besonders am Bau hinzu, dann kann vom billig bauen im Jahr 2019 gar keine Rede sein.


Ich hab 50 % Baupreissteigerung eingerechnet. Wir haben aber aktuell noch eine höhere Baupreissteigerung wie die Zinsen. Ja mit den Auflagen das ist immer so eine Sache bei einem Neubau.
Macht man aber gar nichts, dann ist das garantiert das aus.
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Re: Die Diskussion zum "Milchpreisvergleich"

Beitragvon Jörken » So Okt 06, 2019 12:56

T5060 hat geschrieben:Ich hab 50 % Baupreissteigerung eingerechnet.
ganz genau!!! Das ist ja der Punkt. Die Zinsen mögen niedrig sein, aber wer zahlt wohl die 400000 Euro mehr? Wer hatte 50% Milchpreissteigerung seit 2010? Ja die gibts, die meisten deutschen Landwirte sind aber eher in der gegenteiligen Entwicklung egal ob mit 100 oder 1000 Kühen.
Selbstverständlich kann auch der Landwirt eine gute Einkommensentwicklung hin bekommen, und das hängt sehr oft an Investitionen. Nur haben wir es bei der Milchproduktion in D mit einer schwierigen Sparte zu tun. Typisch für Bank- und Bauberater ist natürlich von niedrigen Zinsen und guten Förderprogrammen zu schwafeln, während dem Landwirt der große Brocken von 340000 Euro Mehrkosten bleibt.
Nochmal, natürlich brauch es Investitionen, ich habe nichts dagegen einzuwenden. Die Entscheidungsgrundlage ist aber hoffentlich nicht das Zinsniveau sondern echte betriebswirtschaftliche Überlegungen!!
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