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Die Henker der Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Okt 29, 2020 23:00

Paule1 hat geschrieben:
Da ja der Mindeslohn steigen wird gehts wohl so bei den Milchviehbetrieben wie früher, der "Schweizer" hatte ein gute Berufvertretung und nahm sämtlichen Gewinn mit :idea:


:idea: Heut sind wir wieder soweit, dann hat der Betriebsinhaber weniger als den Mindestlohn :idea: wenn er das merkt hört er auf mit Kühen, doch viele Betriebe haben von lauter Arbeit und Bürokratie keine Zeit zum Denken :idea:


Bei den zukunftsorientierten und von der Politik gehätschelten kleinbäuerlichen Familienmilchviehbetreiben, zählt dieser Fakt doch gar nicht. Da zählt doch die geeinte Familie als eine Arbeitskraft. :wink:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Do Okt 29, 2020 23:28

DWEWT hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:
Da ja der Mindeslohn steigen wird gehts wohl so bei den Milchviehbetrieben wie früher, der "Schweizer" hatte ein gute Berufvertretung und nahm sämtlichen Gewinn mit :idea:


:idea: Heut sind wir wieder soweit, dann hat der Betriebsinhaber weniger als den Mindestlohn :idea: wenn er das merkt hört er auf mit Kühen, doch viele Betriebe haben von lauter Arbeit und Bürokratie keine Zeit zum Denken :idea:


Bei den zukunftsorientierten und von der Politik gehätschelten kleinbäuerlichen Familienmilchviehbetreiben, zählt dieser Fakt doch gar nicht. Da zählt doch die geeinte Familie als eine Arbeitskraft. :wink:


Heute mal durch ein Dorf gefahren. Da waren vor 30 Jahren die erfolgreichsten und größeren Betriebe im Kreis. Von den 5 Vollerwerbsbetrieben damals, gibt es noch zwei und der kleinste von den 5 ist heute immer noch klein, aber er hat das größere Eigenkapital und den stattlicheren Hof als die anderen vier.

Der Vorteil der doch arg so tollen Betriebe im Osten entstand ja meist auch nicht durch eine herausragende unternehmerische Leistung, sondern durch eine staatliche, meist menschenverachtende Reglementierung. Das wollen wir an dieser Stelle mal nicht vergessen. Wenn dann Rote Barone teuer ihren heruntergewirtschafteten Großbetrieb an ALDI verkloppen, darf man nicht vergessen, dass dieser Hof zuerst durch Zwangskollektivierung entstand und dann durch Minderbewertung privatisiert wurde, damit zum Schluß ne Handvoll Leute das große Geld machen.

Hier müssen manche Menschen erst mal Respekt vor der Leistung der Kollegen bekommen, bevor sie ihre unqualifizierten Gedanken in Text umsetzen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Fr Okt 30, 2020 0:47

Naja.
Man muss das realistisch sehen.
Nehmen wir an der Gewinn je AK fällt überhaupt nicht und bleibt bei 40 000 bis ins Jahr 2030 konstant.
Dank Inflation bekommt ihr 2030 für 40 000 Euro noch ein Akku Fahrrad Mittelklasse.
Man könnte sagen trotz real stabilem Einkommen inflationsbereinigt 80 % weniger Einkommen.
Und dieses Szenario halte ich nicht für unwarschreinlich. Zudem müssen Nahrungsmittel gerade in Krisen trotz steigender Preise um jeden Preis billig bleiben, zur Not mit Preisdeckel = Massenpleite bei Landwirten.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Okt 30, 2020 7:28

T5060 hat geschrieben:
Heute mal durch ein Dorf gefahren. Da waren vor 30 Jahren die erfolgreichsten und größeren Betriebe im Kreis. Von den 5 Vollerwerbsbetrieben damals, gibt es noch zwei und der kleinste von den 5 ist heute immer noch klein, aber er hat das größere Eigenkapital und den stattlicheren Hof als die anderen vier.

Der Vorteil der doch arg so tollen Betriebe im Osten entstand ja meist auch nicht durch eine herausragende unternehmerische Leistung, sondern durch eine staatliche, meist menschenverachtende Reglementierung. Das wollen wir an dieser Stelle mal nicht vergessen. Wenn dann Rote Barone teuer ihren heruntergewirtschafteten Großbetrieb an ALDI verkloppen, darf man nicht vergessen, dass dieser Hof zuerst durch Zwangskollektivierung entstand und dann durch Minderbewertung privatisiert wurde, damit zum Schluß ne Handvoll Leute das große Geld machen.

Hier müssen manche Menschen erst mal Respekt vor der Leistung der Kollegen bekommen, bevor sie ihre unqualifizierten Gedanken in Text umsetzen.


Phantastisch! Du fährst durch ein Dorf und erkennst auf Anhieb die Anzahl der Betriebe, deren Größe und vor allem, deren Eigenkapital bzw.dessen Entwicklung. Mit diesen Fähigkeiten bist du doch für "höhere" Aufgaben prädestiniert. Da bist du doch komplett überqualifiziert in deinem Job als Landwirt und Sachverständiger. :lol:
Ja, es ist richtig, dass einige der heute noch bestehenden Großbetriebe über eine sehr grenzwertige Bewertung in die Privatisierung überführt wurden. GsD war das Management vieler Betriebe so grottenschlecht, dass sie zwischenzeitig liquidiert wurden und so investitionswilligen und -fähigen Berufskollegen die Chance der Betriebsgründung geboten haben. Was die Enteignung und Zwangskollektivierung anbelangt, ist das rechtsstaatliche Verfahren mittlerweile abgeschlossen. Jeder der unter menschenrechtwidrigen Bedingungen um sein Eigentum gebracht wurde, konnte eine Rückübertragung des Eigentums erlangen. Das galt natürlich auch für die Rechtsnachfolger! Insoweit gibt es jetzt Sicherheit für das nach der Wende erlangte Eigentum. Wenn heute von Berufskollegen Kritik an dieser Vorgehensweise geübt wird, so steckt dahinter viel zu oft der Neid. Die Einsicht, diese Chance nicht genutzt zu haben, weil man den Ars... nicht hochbekommen hat oder sonstige Voraussetzungen fehlten, führt einige Berufskollegen immer wieder in die Argumentationssackgasse. Leute, ihr habt gepennt und diese Chancen kehren erst nach 40-jähriger Alleinregierungszeit von "Die Linke" wieder. Also, einfach mal abwarten! :D
Was die Leistung der Berufskollegen in den ABL anbelangt, so muss man sagen, das sich viele damit bescheiden müssen, ihren Betrieb erhalten zu können. Ob das ausreichend Potenzial für die Zukunft ist, wird sich erweisen müssen. Das Übernommene erhalten zu haben, erscheint mir kein Beleg für eine besondere unternehmerische Fähigkeit zu sein!
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Okt 30, 2020 10:35

Lieber DWEWT, du bist echt noch voll im 20. Jh. und sowas von Out, das du es selbst nicht mehr merkst.
Gehe auf Bundesanzeiger und guck wer was verdient.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Okt 31, 2020 1:35

Hab mir gerade die Bilanz und die GuV eines großen ost(bundes)deutschen Vorzeige-Agrarunternehmen reingepfiffen.
Wenn ich die Windkraftpachten und das sehr positive Finanzergebnis rausrechne, hat der Betrieb mit einer schwarzen NULL gewirtschaftet.
Streicht man noch die Prämien, geht der Laden um. Traurig. Und dort trafen sich mal die Großen der Welt.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 31, 2020 6:00

T5060 hat geschrieben:Hab mir gerade die Bilanz und die GuV eines großen ost(bundes)deutschen Vorzeige-Agrarunternehmen reingepfiffen.
Wenn ich die Windkraftpachten und das sehr positive Finanzergebnis rausrechne, hat der Betrieb mit einer schwarzen NULL gewirtschaftet.
Streicht man noch die Prämien, geht der Laden um. Traurig. Und dort trafen sich mal die Großen der Welt.


Du solltet nicht vergessen, dass die "Großen", im Gegensatz zu den gehätschelten "Kleinen", erhebliche Lohnkosten zu stemmen haben. Dass Lohnkosten auf der anderen Seite auch ein Wirtschaftsfaktor sind, dürfte ebenfalls klar sein. Also, nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Okt 31, 2020 10:12

Den meisten Bauern hüben wie drüben, egal ob Acker, Gemüse, Kühe oder Veredlung ist ja gar der Mindestlohn schon zu teuer. Die Leistung würde ich nicht zu hoch hängen.
Wer sich und seine Mitarbeiter ohne Prämien nicht anständig bezahl kann, sollte über den Ausstieg nachdenken..
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Sa Okt 31, 2020 10:40

Dann lege deine Bilanzen + Arbeitszeiterfassung der letzten Jahre doch bitte hier auf den Tisch, wenn du solche Sprüche klopfst.
Zuletzt geändert von Manfred am Sa Okt 31, 2020 12:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 31, 2020 11:16

meyenburg1975 hat geschrieben:Den meisten Bauern hüben wie drüben, egal ob Acker, Gemüse, Kühe oder Veredlung ist ja gar der Mindestlohn schon zu teuer. Die Leistung würde ich nicht zu hoch hängen.
Wer sich und seine Mitarbeiter ohne Prämien nicht anständig bezahl kann, sollte über den Ausstieg nachdenken..


Gilt das auch für Familienarbeitskräfte? Oder ist die Ausbeutung da legal? Wird da alles dem Willen des Erhaltes der "Kleinen" untergeordnet?
Wie groß war seinerzeit die Entrüstung, als für die Ehefrau Beiträge zu den ldw. Sozialkassen zu entrichten waren. Die meisten hatten zwar keinen Job, waren aber trotzdem gar nicht in der familiären Landwirtschaft tätig. :wink: Wohlgemerkt, es ging nicht um eine evtl. Entlohnung, sondern nur um Sozialabgaben!
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 31, 2020 11:21

Manfred hat geschrieben:Dann lebe deine Bilanzen


Das mache ich schon lange. Sie sind sehr positiv und machen mir sehr viel Freude!
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon bauer hans » Sa Okt 31, 2020 11:23

meyenburg1975 hat geschrieben:Den meisten Bauern hüben wie drüben, egal ob Acker, Gemüse, Kühe oder Veredlung ist ja gar der Mindestlohn schon zu teuer....

das kann deshalb so nicht stimmen,weil laufend kontrolliert wird.
im illegalen bereich kann das zutreffen,aber da finden leute arbeit,die es offiziell gar nicht gibt.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Okt 31, 2020 11:56

Ganz einfach : Pachten sind zu hoch und für die ersten 400.000 kg Milch muss es mind. 10 Cent mehr geben
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Sa Okt 31, 2020 12:37

DWEWT hat geschrieben:Sie sind sehr positiv und machen mir sehr viel Freude!


Bei dir hatten wir das Thema ja auch schon durch, dass du keine Vollkostendeckung erreichst.
Bei meyenburg scheint das anders zu sein. Da würde ich schon gerne lernen...
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon CarpeDiem » Sa Okt 31, 2020 12:55

Da könnt ihr hüben wie drüben rechnen wie ihr wollt. Wenn man allgemeingültige Regeln der BWL auf die Lw anwendet und auf einer kalkulatorischen Berücksichtigung der eingebrachten Produktionsfaktoren z.B. Eigenland und Arbeitsleistung besteht, wird in der ganzen Lw nix verdient.

Verlogene (Agrar)-politiker kaschieren mit Hilfe von allerlei Verbänden, Instituten u.ä.m. diese Tatsache, dass allein die Erzeugung billiger Lebensmittel im Mittelpunkt des politischen Handelns steht.
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