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Die Henker der Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 31, 2020 13:19

CarpeDiem hat geschrieben: Wenn man allgemeingültige Regeln der BWL auf die Lw anwendet und auf einer kalkulatorischen Berücksichtigung der eingebrachten Produktionsfaktoren z.B. Eigenland und Arbeitsleistung besteht, wird in der ganzen Lw nix verdient.



Die beim Eigenland anzusetzenden Opportunitätskosten orientieren sich ebenfalls nur an der ldw. Nutzung durch andere. Wenn man nicht völlig unfähig ist, ist diese Kalkulation eher negativ. Alternativer Einsatz der eigenen Arbeitskraft, dürfte für viele Kollegen ebenfalls nicht in den gehobenen Verdienstklassen gegeben sein. Wer über beides in angemessener Qualität und Quantität verfügt, ist in der selbstständigen Landwirtschaft schon ganz gut aufgehoben. :D
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Okt 31, 2020 13:44

DWEWT hat geschrieben:
CarpeDiem hat geschrieben: Wenn man allgemeingültige Regeln der BWL auf die Lw anwendet und auf einer kalkulatorischen Berücksichtigung der eingebrachten Produktionsfaktoren z.B. Eigenland und Arbeitsleistung besteht, wird in der ganzen Lw nix verdient.



Die beim Eigenland anzusetzenden Opportunitätskosten orientieren sich ebenfalls nur an der ldw. Nutzung durch andere. Wenn man nicht völlig unfähig ist, ist diese Kalkulation eher negativ. Alternativer Einsatz der eigenen Arbeitskraft, dürfte für viele Kollegen ebenfalls nicht in den gehobenen Verdienstklassen gegeben sein. Wer über beides in angemessener Qualität und Quantität verfügt, ist in der selbstständigen Landwirtschaft schon ganz gut aufgehoben. :D


Ihr seid alle so "zwanzigstes Jahrhundert", denkt mal neu... :klug:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Okt 31, 2020 13:55

bauer hans hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Den meisten Bauern hüben wie drüben, egal ob Acker, Gemüse, Kühe oder Veredlung ist ja gar der Mindestlohn schon zu teuer....

das kann deshalb so nicht stimmen,weil laufend kontrolliert wird.
im illegalen bereich kann das zutreffen,aber da finden leute arbeit,die es offiziell gar nicht gibt.

Ich meinte nicht, dass das untergraben wird, aber das Gejammere darüber etlicher Berufskollegen.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Okt 31, 2020 13:57

DWEWT hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Den meisten Bauern hüben wie drüben, egal ob Acker, Gemüse, Kühe oder Veredlung ist ja gar der Mindestlohn schon zu teuer. Die Leistung würde ich nicht zu hoch hängen.
Wer sich und seine Mitarbeiter ohne Prämien nicht anständig bezahl kann, sollte über den Ausstieg nachdenken..


Gilt das auch für Familienarbeitskräfte? Oder ist die Ausbeutung da legal? Wird da alles dem Willen des Erhaltes der "Kleinen" untergeordnet?
Wie groß war seinerzeit die Entrüstung, als für die Ehefrau Beiträge zu den ldw. Sozialkassen zu entrichten waren. Die meisten hatten zwar keinen Job, waren aber trotzdem gar nicht in der familiären Landwirtschaft tätig. :wink: Wohlgemerkt, es ging nicht um eine evtl. Entlohnung, sondern nur um Sozialabgaben!

Meine FamilienAK sind dünn gesät und sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Okt 31, 2020 14:01

Manfred hat geschrieben:Dann lege deine Bilanzen + Arbeitszeiterfassung der letzten Jahre doch bitte hier auf den Tisch, wenn du solche Sprüche klopfst.

Meinst du mich?
Warum? Wer Mitarbeiter nicht entsprechend behandelt, bekommt so oder so Schwierigkeiten, ist hier jetzt schon schwierig.
Und der Begriff anständig ist gar flexibel einsetzbar. Da muss jeder selber drüber nachdenken, was ihr/ihm die Arbeit von Familie und sich selbst wert ist.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 31, 2020 16:58

Manfred hat geschrieben:


Bei dir hatten wir das Thema ja auch schon durch, dass du keine Vollkostendeckung erreichst.
[/quote]

Wer ist "wir"?
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Okt 31, 2020 17:29

Die Theorie des letzten Drittels des 20.Jh. war, dass ausreichende Einkommen durch Wachstum, Produktivität und Diversifizierung erlangt werden können.

Wir sind in den drei Punkten am Ende angekommen und bekommen diese jetzt noch durch fachlich unbegründete opportune Auflagen begrenzt,
ergo muss jetzt eine Gestaltung über höhere Erzeugerpreise kommen über ein "80% Quantille", die es 80 % der Betriebe ermöglicht ihren Aufgaben nach zu kommen.

In Ost und West, groß oder klein bzw. gut oder schlecht, erreichen dies beim aktuellen Erlös - bzw. Kostenniveau nur 10 - 20 %.

Selbst unter der Prämisse das "Nahrungsmittelproduktion, ein Abfallprodukt der Landschaftserhaltung" sein mag, braucht es bundesweit 500.000 Beschäftigte.
Aber selbst die können über das System nicht mehr finanziert werden. Wir sind im 21. Jahrhundert unter Vollidi-oten, kommt jetzt nicht mit rationalen Gedanken.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 31, 2020 19:21

T5060 hat geschrieben:Die Theorie des letzten Drittels des 20.Jh. war, dass ausreichende Einkommen durch Wachstum, Produktivität und Diversifizierung erlangt werden können.

Wir sind in den drei Punkten am Ende angekommen und bekommen diese jetzt noch durch fachlich unbegründete opportune Auflagen begrenzt,
ergo muss jetzt eine Gestaltung über höhere Erzeugerpreise kommen über ein "80% Quantille", die es 80 % der Betriebe ermöglicht ihren Aufgaben nach zu kommen.

In Ost und West, groß oder klein bzw. gut oder schlecht, erreichen dies beim aktuellen Erlös - bzw. Kostenniveau nur 10 - 20 %.


Eine etwas stärker differenzierte Sicht wäre durchaus angeraten. Was das Wachstum anbelangt, sind wir absolut noch nicht am Ende angelangt. Weil sich der Strukturwandel jetzt noch einmal beschleunigen wird, werden zusätzlich Flächen frei werden. Auch wenn es moralisch absolut bedenklich ist :wink: , werden einige Betriebe weiterhin durch Zupacht wachsen. Oder sollten diese Flächen einfach ungenutzt liegen bleiben? Auch die Diversifizierung wird weitergehen. Zumindest dort wo die entsprechenden Märkte sind, werden ldw. Betreibe ihre Nische finden können. Allerdings wird mehr an Kreativität und kaufmännisches KnoHow gefragt sein. Steigerungspotenzial für die Produktivität sehe ich auch nur noch sehr stark eingeschränkt. Es wird eher darum gehen, Ertragsrisiken im Anbau durch Anbautechnik und neue Arten und Sorten zu reduzieren. Auch hier ist längst noch kein Ende erreicht! Mittel- und langfristig werden nicht einmal 50% der Betriebe überleben. Wozu auch? Die durchschnittliche Größe der Betreibe in Bayern beträgt gut 50ha und im übrigen Deutschland der alten Welt gut 70ha. Wenn dort die Hälfte der Betriebe ausscheidet, wären die Betreibe 100 bzw. 140ha groß. Damit lägen sie immer noch weit unter der jetzigen durchschnittlichen Größe der Betreibe in den NBL! Der Traum von deutlich höheren Erzeugerpreisen wird ein Traum bleiben! Der Verbraucher wird kein zusätzliches Geld locker machen und die Politik hat jetzt bald kein Geld mehr.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Okt 31, 2020 19:32

Sorry für was wachsen ? Was nutzen mir 100 ha Grünland mehr, wenn ich die nicht verfüttern kann ?

Was will ich mit Ackerbau verdienen, besonders in Grenzertragslagen, wenn ich weder Gülle habe noch den Mais verwerten kann ?

Extensives Getreide und 3 Tonnen Raps ?

DANAHER Management System :

5 % der betriebl. Aktivitäten verdienen Geld
auf 5 % der betriebl. Aktivitäten kann man nicht verzichten
und 60 % der betriebl. Aktivitäten sind schlicht überflüssig

Bezogen auf einen weiter vorne beschriebenen Betrieb hiesse das : Die Windkraft bringt die Kohle (5% der Aktivitäten), die Flächen mulchen wir ab (35% der Akt. ) und den Rest hängen wir an den Nagel (Kuhstall).
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 31, 2020 19:40

T5060 hat geschrieben:Sorry für was wachsen ? Was nutzen mir 100 ha Grünland mehr, wenn ich die nicht verfüttern kann ?


Wachstum heißt für mich "organisches" Wachstum. D.h., dass z.B. zusätzliche Flächen in die bestehende Acker- Grünlandnutzung integriert werden können müssen. Wenn es keinen zusätzlichen Flächenbedarf gibt, entfällt das Flächenwachstum natürlich. Außerdem würdet du mit 100ha plus, deine Betreibsfläche verdreifachen. Das ist wohl kein angemessenes Wachstum. :wink:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Okt 31, 2020 19:51

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Sorry für was wachsen ? Was nutzen mir 100 ha Grünland mehr, wenn ich die nicht verfüttern kann ?


Wachstum heißt für mich "organisches" Wachstum. D.h., dass z.B. zusätzliche Flächen in die bestehende Acker- Grünlandnutzung integriert werden können müssen. Wenn es keinen zusätzlichen Flächenbedarf gibt, entfällt das Flächenwachstum natürlich. Außerdem würdet du mit 100ha plus, deine Betreibsfläche verdreifachen. Das ist wohl kein angemessenes Wachstum. :wink:


Für was will ich Grünland in den Ackerbau integrieren ? Für jeden Hektar Grünland brauche ich zwei Milchkühe mehr, sonst kann ich mir die Aktion sparen.
Schön das du weisst wieviel Hektar wir haben ..... ich weis es nicht und will es auch gar nicht wissen. Ich weis aber wieviel Umsatz mir machen :mrgreen:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 31, 2020 20:03

T5060 hat geschrieben:
Für was will ich Grünland in den Ackerbau integrieren ? Für jeden Hektar Grünland brauche ich zwei Milchkühe mehr, sonst kann ich mir die Aktion sparen.
Schön das du weisst wieviel Hektar wir haben ..... ich weis es nicht und will es auch gar nicht wissen. Ich weis aber wieviel Umsatz mir machen :mrgreen:


Wenn du gar nicht weißt wieviel ha du hast, wie konntest du dann vor kurzem die Angaben "4000€ Umsatz/ha" machen? :D
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Okt 31, 2020 21:05

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:
Für was will ich Grünland in den Ackerbau integrieren ? Für jeden Hektar Grünland brauche ich zwei Milchkühe mehr, sonst kann ich mir die Aktion sparen.
Schön das du weisst wieviel Hektar wir haben ..... ich weis es nicht und will es auch gar nicht wissen. Ich weis aber wieviel Umsatz mir machen :mrgreen:


Wenn du gar nicht weißt wieviel ha du hast, wie konntest du dann vor kurzem die Angaben "4000€ Umsatz/ha" machen? :D


Dann müssen wir wohl 85 ha haben.... :mrgreen: das wären dann pro ha 165 l Güllefaß :mrgreen: bzw. 1.100 € Neuwert
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Sa Okt 31, 2020 22:06

CarpeDiem hat geschrieben:Da könnt ihr hüben wie drüben rechnen wie ihr wollt. Wenn man allgemeingültige Regeln der BWL auf die Lw anwendet und auf einer kalkulatorischen Berücksichtigung der eingebrachten Produktionsfaktoren z.B. Eigenland und Arbeitsleistung besteht, wird in der ganzen Lw nix verdient.

Verlogene (Agrar)-politiker kaschieren mit Hilfe von allerlei Verbänden, Instituten u.ä.m. diese Tatsache, dass allein die Erzeugung billiger Lebensmittel im Mittelpunkt des politischen Handelns steht.


Wie so oft deckt sich auch hier unsere Meinung. :klee:

Mindestlohn ist gerechtfertigt.
Familienbetriebe sind aber darauf angewiesen, AK auszubeuten, um überhaupt zu überleben.
Da ist bei Familienbetrieben bei Vollkostenrechnung bei weitem kein Mindestlohn + Sozialversicherungspflicht möglich.
Von zusätzlicher privater Altersvorsorge reden wir man garnicht.
Alles legale Ausbeutung auch wenns "nur" Familienmitglieder sind.
Und trotz dieser Ausbeutung werden wie ich schon oft geschrieben habe, die Familienbetriebe absaufen da die keine Zukunft haben.
Trotz AK Ausbeutung wird ihnen die fehlende Stückkostendegression bei steigenden Kosten das Genick brechen.
Landwirtschaft ist ein Centgeschäft. Wer da noch mit ewiggestrigen Melkroboter und Melkstand rumeiert hat den Schuss nicht gehört.
Karussell ist alternativlos. Und da brauch ich mehr als 500 Kühe um das richtig profitabel zu machen.
Diese Betriebe werden aber immer mehr, die Anderen immer weniger.
Diese Entwicklung werden auch Subventionen nicht verhindern.

Eine Entwicklung die einem, incl mir, nicht gefallen muss. Aber man sollte der Realität ins Auge sehen.
Und billige Nahrungsmittel sind auf der Liste der Politiker ganz oben, die nur ihre eigene Haut retten wollen. Das Fußvolk muss Zugang zu biligem Futter haben, sonst gibts Randale.

Wird aber nicht gelingen bei ( baldiger ) 15-20 % Inflation p.a., ohne Nahrungsmitteldeckel, der dann neben Mietendeckel über Nacht per Gesetz eingeführt wird.
Ist dann zwar pure Enteignung von Landwirten und Vermietern, aber wenn interessierts : Ist nur eine Form der kommenden Umverteilung.
Enteignung zum Wohl der Allgemeinheit ist laut GG jederzeit legal anwendbar. Aber das hatten wird schon.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Sa Okt 31, 2020 22:33

500 Kühe und Karussell ist schon nicht verkehrt, bringt aber auf Dauer im internationalen Wettbewerb auch zu wenig, wenn man die Kühe nicht ganzjährig im Freiland hat und überwiegend von stehendem Gras ernährt.
In Neuseeland liegen sie aktuell bei durchschnittlich 414 Kühen (im Kiwi-Format) auf 150 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche mit 3 - 4 AK. Also Zweifamilienbetrieb. Auf unser Klima umgelegt bräuchte man regionweise eher die doppelte arrondierte Fläche.
Aber krieg im Süden und Westen mal 300 ha am Stück zusammen...
Deshalb wird sich die Milchproduktion eher in den Osten und Norden verlagern.
Wobei in den Grünlandregionen des Südens nach Wegbrechen der Subventionen das Arrondieren auch schnell gehen könnte...
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