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Die Henker der Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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448 Beiträge • Seite 4 von 30 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... 30
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Mi Sep 09, 2020 16:50

DWEWT hat geschrieben:Du siehst, es gibt viele mögliche Fragen zur Rechtfertigung der Förderung. Speziell finde ich es, wenn solche Fragen aus dem Berufsstand kommen.


Hallo,
ist natürlich ein unerschöpfliches Thema, und D ist ja imho in der Gleichbehandlung der Hektars relativ weit fortgeschritten.
Hier in F sind die Ungerechtigkeiten zwischen den Regionen himmelschreiend.
Aber richtig interessant wirds wenn du dich mal mit Bananen und Olivensubventionen beschäftigst.
Speziell die Kanaren, die ja einen Sonderstatus haben (Sprit dort fast Steuerfrei, Gas kostet ein Drittel wie in F und Fleisch kommt direkt aus Venezuela zollfrei.) Das ist Grenzlandförderung vom feinsten, die Bananenbarone dort werden zugeschüttet mit Geld.
Auch sonst "regnet es Geld" sagen Freunde die dort leben und arbeiten.
Wäre für einen jungen Journalisten ein Tipp für" investigative Journalism"
Gruss Christian
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Mi Sep 09, 2020 23:36

Die Henker der Landwirtschaft

Henker hin oder her, aber ich hab heute wirklich Mitleid mit einem Landwirt bekommen als ich beim Landhändler Kartoffel gekauft habe.
Landwirt, ungefähr mein Alter, sein Junior hatte damals großes Interesse an der Landwirtschaft.
Der hat mir damals gesagt, er überlegt, soll er nun investieren oder nicht.
Ich hab ihm mehrmals dringend abgeraten.
Andere haben ihn ermutigt : Wenn der Junior Interesse hat, unbedingt großen Kuhstall bauen.
Tja, und darauf ist er reingefallen.
Gebaut hat er, es wurde groß investiert, mit jede Menge Schulden.

Nun ist er und seine Frau gesundheitlich angeschlagen, und der Junior hat keine Frau.

Als ich den heute gesehen habe bin ich erschrocken wie schnell der gealtert ist. Im Zeitraffer und das weit vor dem Rentenalter. :shock:

Dazu grübelt er ständig über schlechte Preise, wachsende Bürokratie, steigende Vorschriftenflut, Kampf ums Pachtland.

Völlig überfordert, auch mental.

Der meinte dann heute. wenn man die Uhr zurückdrehen könnte würde er nicht mehr bauen. Aber jetzt muss er und sein Junior da durch. Hilft ja nix.

Mann oh Mann. Denen wünsche ich alles gute aber ich fürchte das wird ein weiteres Drama abgeben und böse enden. Ich kann sowas riechen.

Aber dieses Dilemma haben nicht nur Rindermäster oder Milchviehhalter. Auch den gebeutelten Schweinebauern gehts jetzt mit der ASP in D. nochmal an den Kragen.

Ich sag zu meiner Frau und Junior immer : Wir müssen heilfroh sein, dass wir aus dieser Scheisse halbwegs unbeschadet rausgekommen sind. :klee: :prost:
Mein Junior wollte ja unbedingt Landwirt werden, was ich ganz energisch verhindert habe. Heute ist er und seine Freundin dankbar.

Hat aber nichts mit den Pachtpreisen zu tun, selbst wenn der Pacht kostenlos wäre, würde ich heute verpachten.
marius
 
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Sep 10, 2020 6:29

Das ist jetzt aber mal wieder voll das Klischee! Du hast dich aus der Landwirtschaft verabschiedet und fühlst dich überall und durch jeden in deiner Entscheidung bestätigt. :wink: Soweit, so gut. Trotzdem, lass dir sagen, es gibt Betriebe in denen es immer noch gut läuft. Gearbeitet wird dort natürlich auch! Als Unternehmer einen ldw. Betrieb auch in eher ungünstigen Zeiten erhalten oder sogar noch ausbauen zu können, ist dann wohl doch anspruchsvoller, als als Sofabauer den "guten alten Zeiten" nachzutrauern.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Do Sep 10, 2020 8:06

marius hat geschrieben:ch sag zu meiner Frau und Junior immer : Wir müssen heilfroh sein, dass wir aus dieser Scheisse halbwegs unbeschadet rausgekommen sind.
Mein Junior wollte ja unbedingt Landwirt werden, was ich ganz energisch verhindert habe. Heute ist er und seine Freundin dankbar.

Hallo,
landwirtschaft betreiben liegt wie ein Haus bauen in der Natur des Menschen.
Ich sag immer zwei drittel der Arbeit mach ich gerne , ist quasi Hobby, und ein Drittel ist Maloche.So komm ich für die Malochestunden auf 20 Euro/Stunde und kann davon leben.F¨rs Hobby krieg ich nix, das ist klar. Aber ich bin abends müde und hab ein gutes Gefühl wenn was klappt.
Um die Kapitalanlagen kümmern nervt mich eher.
Z.B. Uniper, hab ich im Depot. wenn jetzt Nordstream gecancelt wird sollte ich vorher verkaufen. Da bin ich immer unschlüssig.
Sowas nervt.
Hernach gehen wir Kalkstreuen das macht mehr Spass.
Gruss Christian
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon LUV4.0 » Do Sep 10, 2020 8:16

Man muss einfach mit der Zeit gehen, dann schafft man auch die schwierigen Zeiten in der Landwirtschaft. Ich habe bei Hofübernahme einiges verändert. Offensichtlich zum guten :wink:. Der Junior steht mit neuen frischen Ideen auch in den Startlöchern. Auch der wird seinen Weg gehen, bzw geht ihn schon.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Do Sep 10, 2020 11:05

Es darf auch krumm sein,
gerade kann jeder .... :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Sep 10, 2020 11:56

Wer gerade Wege geht setzt sich dem Risiko aus, dass man ihn schon früh kommen sieht und dass man ihm lange nachsehen kann. Fehltritte bleiben da in Erinnerung, bzw. werden schon vorangetragen. Das sind i.d.R. schwierige Wege! Andererseits bieten nur gerade Wege die Möglichkeit, auf die gesamte geschaffte Strecke zurückzublicken. (frei nach einem indianischen Sprichwort) :wink:
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon marius » Do Sep 10, 2020 17:05

Da musste ich wieder über unsere Politiker also die Henker schmunzeln.
Das Flüchtlingslager das abbrannte, war ja vermutlich Brandstiftung. Die Löscharbeiten wurden von Migranten auch behindert.
Klar warum...
Und schon schreien deutsche Poltiker, hier, wir nehmen auf.
Bemerkenswert auch, dass, nur mal als Beispiel, Berlin das ohne Länderfinanzausgleich längst pleite wäre, sich ganz vorne meldet und Flüchtlinge aufnehmen will.
Naja, ohne Worte.
Man musste sich neulich nur die Talkshow ansehen mit Prof. Sinn und Baerbock von den Grünen.
Aber mit sachlichen Argumenten und Fakten kommt man da nicht durch bei diesen Blendern. Und da meine ich sicher nicht den Prof. Sinn.

Und die Wähler ( großteils Gutmenschen ) wurden von den Medien über Jahrzehnte derart liksgrün weichgekocht, dass wir genau die Harakiri Politik haben, die wir haben.
Ein Debakel, was sich sehr bald zeigen wird....
Nur gut das bald das Cash ausgeht auch wenns dann richtig ungemütlich wird.
Leider auch für die ungemütlich wird, die nicht linksgrün ticken und dieses kommende Chaos nicht zu verantworten haben.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon CarpeDiem » Do Sep 10, 2020 20:17

LUV4.0 hat geschrieben:Man muss einfach mit der Zeit gehen, dann schafft man auch die schwierigen Zeiten in der Landwirtschaft.


Ob das heutzutage bei den widrigen Rahmenbedingungen immer reicht wage ich zu bezweifeln. Das sind beileibe nicht nur politische Hanswurstigkeiten die uns zu schaffen machen, sondern auch Dinge die wir nicht beeinflussen können z.B. Trockenheit, ASP usw.

Bei einigen Lw stimmen auch die inneren Bedingungen nicht, ich denke da an Leute die aufgegeilt von der wachse oder weiche Liturgie hunderte von ha zu Kampfpreisen zusammen gepachtet haben und nun in der Falle sitzen.....!
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » Do Sep 10, 2020 21:09

CarpeDiem hat geschrieben:Bei einigen Lw stimmen auch die inneren Bedingungen nicht, ich denke da an Leute die aufgegeilt von der wachse oder weiche Liturgie hunderte von ha zu Kampfpreisen zusammen gepachtet haben und nun in der Falle sitzen.....!
Re


Hallo,
wollen wir Unternehmer oder Beamter sein?
No risk no fun; ist ein alter Spruch
Ein guter Freund; Schwabe; sagte oft :" a Päckle schulda is net schlecht, des treibt de morgens ausm Nest."
Ich wollte immer ausschlafen und habs anders gemacht.
Gruss Christian
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Wini » Sa Sep 12, 2020 22:50

LUV4.0 hat geschrieben:Man muss einfach mit der Zeit gehen, dann schafft man auch die schwierigen Zeiten in der Landwirtschaft. Ich habe bei Hofübernahme einiges verändert. Offensichtlich zum guten :wink:. Der Junior steht mit neuen frischen Ideen auch in den Startlöchern. Auch der wird seinen Weg gehen, bzw geht ihn schon.


Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Pflug-Spur.
Jean Paul
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Sep 13, 2020 8:14

Der Bauernverband Rheinland-Pfalz distanziert sich von den Berufskollegen, die auf Veranstaltungen "radikal" auffällig werden. Man bittet darum, auf Symbole die fragwürdige Inhalte transportieren, zu verzichten. Da drängt sich schon der Eindruck auf, dass fast jegliche Aktivitäten von Berufskollegen als "radikal" aufgefaßt werden. Für den Bauernverband ist diese Auffassung schon erklärlich. Ruhe sanft!
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Englberger » So Sep 13, 2020 11:13

[quote="DWEWT"]Da drängt sich schon der Eindruck auf, dass fast jegliche Aktivitäten von Berufskollegen als "radikal" aufgefaßt werden. Für den Bauernverband ist diese Auffassung schon erklärlich. Ruhe sanft!

Hallo,
kann mir mal einer erklären welche tiefgründigen Emotionen dazu führen dass die meisten über den Verband schimpfe ihm aber doch die Treu halten und alle Alternativen schlechtreden und nicht hochkommen lassen.
Vor 40 Jahren angefangen für die ABL bei Werbeveranstaltungen mitzuhelfen, da haben wir überall auf Granit gebissen.
Kann sich vielleicht jemand an Wolfgang Reimer erinnern, der hat aber dann im System Karriere gemacht.Der hat mit mir studiert, da haben wir von der Revolution auf dem Land geträumt.
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Todde » So Sep 13, 2020 11:33

Englberger hat geschrieben:Vor 40 Jahren angefangen für die ABL bei Werbeveranstaltungen mitzuhelfen, da haben wir überall auf Granit gebissen.


Dann wären Landwirte beim WWF oder Greenpeace besser aufgehoben als bei den abenteuerlichen BUND Laien.
Was die so verbreiten ist doch nicht weniger Geschwurbel, wie von anderen Sekten.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Die Henker der Landwirtschaft

Beitragvon Zement » So Sep 13, 2020 11:40

Englberger hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Da drängt sich schon der Eindruck auf, dass fast jegliche Aktivitäten von Berufskollegen als "radikal" aufgefaßt werden. Für den Bauernverband ist diese Auffassung schon erklärlich. Ruhe sanft!

Hallo,
kann mir mal einer erklären welche tiefgründigen Emotionen dazu führen dass die meisten über den Verband schimpfe ihm aber doch die Treu halten und alle Alternativen schlechtreden und nicht hochkommen lassen.
Vor 40 Jahren angefangen für die ABL bei Werbeveranstaltungen mitzuhelfen, da haben wir überall auf Granit gebissen.
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2 Landwirte = 5 verschiedene Meinungen/Interessen , ja leider ist es so !
Die Landwirte blockieren sich , wenn auch unfreiwillig sich selbst ,
Interessen-Vertretung geht leider nur von ausserhalb .
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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