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Elektroauto - Euphorie

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Falke » Mi Feb 28, 2018 10:30

Altmeister hat geschrieben:Der Leistungsbedarf eines Ladegerätes liegt so bei 7,4 kW.


Wie kommst du auf genau diesen Wert?

Ladegeräte für E-Autos gibt es in allen Leistungsklassen.
2...3 kW für die Ladung an der Schukosteckdose in 10 oder 20 Stunden
3...50 kW für die Ladung an 3phasigen Haushaltssteckdosen in kürzerer Zeit
xxx kW für die Superschnellladegeräte ...

Das Problem ist, dass der Energiebedarf für das Laden der E-Autos ein zusätzlicher ist.
Sicher verkraftet eine Installation für einen Durchlauferhitzer auch ein Schnelladegerät für ein E-Auto.
Die Gleichzeitigkeit beider Verbraucher wird sich aber in Zukunft häufen - und dafür ist die Installation
und das übergeordnete Versorgungsnetz samt Energiebereitstellungskapazität (noch nicht) ausgelegt ...

A.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Altmeister » Mi Feb 28, 2018 11:21

Hallo,

tut mir leid, aber solch eine Ladegerät mit einer Phase zu betreiben auf die Idee konnte
ich nicht kommen.

Beispiel.
Bei einem Sender mit 1 kW Ausgangsleistung im Selbstbau, ist bei einem Wirkungsgrad von 30%
mit einem Leistungsbedarf von 3 k'W zu rechnen.
Als Privatmann komme ich doch nicht auf die Idee, das erforderliche Netzteil mit einer Phase
aufzubauen. Dafür kommt für mich nur ein 3 Phasen-Netzteil in Frage. Dieses weis man aber
auch schon seit vielen Jahren und ich habe es vor 50 Jahren übernommen.

Altmeister
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon allgaier81 » Mi Feb 28, 2018 11:27

Die Standardladegeräte sind (leider) einphasig, da in dem Otto-Normalverbraucher-Carport und Garage keine Drehstromsteckdose mit 16 oder 32A mehr vorhanden ist.
Da ist mit Glück irgendwo eine 230V Schuko...

Sonst zieht der Elektroautokauf ja gleich noch eine teure Nachverdrahtung vom Hausanschluss nach sich.

Ich wäre fein raus, habe an jedem PKW-Stellplatz ne 16 A Dose, aber nur Dieselautos... :D
Gruß, allgaier
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Falke » Mi Feb 28, 2018 12:08

Altmeister hat geschrieben:Als Privatmann komme ich doch nicht auf die Idee, das erforderliche Netzteil mit einer Phase
aufzubauen. Dafür kommt für mich nur ein 3 Phasen-Netzteil in Frage. Dieses weis man aber
auch schon seit vielen Jahren und ich habe es vor 50 Jahren übernommen.


bissle offtopic, aber:
Ich war in meinem früheren Leben u.a. Spezialist für 13,56 MHz Industrie HF-Generatoren mit einer Ausgangsleistung von 1...2 kW,
(zum Teil noch mit einer Röhre in der Endstufe ... :roll: ) für den Bereich Plasmaätzen in der Fertigung von Microchips.
Diese Dinger, fast ausschließlich von US-Herstellern, hatten ebenso fast ausschließlich nur einphasige Netzteile, meist umschaltbar für
die dort üblichen 208 oder gar 120 V AC mit entsprechend dicken Zuleitungen und xx kg schweren Netztrafos.

In Deutschland macht man das eventuell schon seit über 50 Jahren dreiphasig, aber D. ist technologisch nicht in allen Dingen der Nabel der Welt.

@allgaier
Der :D Smiley ist bei Dieselautos in D. nicht unbedingt angebracht, oder? :roll: :|

A.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon berlin3321 » Mi Feb 28, 2018 19:15

Wieso nicht? Was spricht gegen einen Dieselmotor?

So´n Teil ist aufgrund des Verbrauchs bisher kaum zu schlagen. Mit Ad Blue Technik, Euro 6 Norm wird´s die noch lange geben (meine ich).

Das was an Energie (bisher) verbraten wird um ein E Auto zu produzieren, da kannst´e mit ´n Dieselauto aber verdammt weit fahren.

Übrigens, ist nur meine pers. Meinung.

PS: Ich habe eine 230 V 16 A Steckdose im Carport und eine 400 V 16 A im Keller, mit 10 m Verlängerung aus dem Kellerfenster komme ich bis ins Carport.

MfG Berlin
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon countryman » Mi Feb 28, 2018 19:38

die Tage wurde in der örtlichen Tageszeitung ein neuer Volvo Benzin-Hybrid vorgestellt. Der Autor war auch etwas irritiert, dass der Wagen im Realbetrieb 12-13 Liter verbrauchte, wo doch der Normverbrauch mit etwas über 2 (!) Liter angegeben wäre. Ist das weniger Beschiss als die Abgaswerte beim Diesel?
M.E. wird es abgasgereinigte Diesel noch sehr lange geben, einfach weil sie benötigt werden.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Mi Feb 28, 2018 20:01

Moin,

Altmeister hat geschrieben:
Zement hat geschrieben:Der Strom der Nachts für die Industrie nicht benötigt wird , kann so von den E-Mobile benutz werden .Alles weitere an Strom kann, oder wird irgendwo oder irgendwas die Stromproduktion gedrosselt oder abgeschaltet


Hallo,

eine kleine Ergänzung zu Deinem Text. Häufig wird im Forum angeführt, dass die Zuleitungen für ein
E-Autoladegerät nicht ausreichen.

Der Leistungsbedarf eines Ladegerätes liegt so bei 7,4 kW.

Tausende Durchlauferhitzer werden mit 18, 21, 24, 27, 33 kW betrieben.

Ob nun in der Nacht geduscht werden muss, habe ich so meine Zweifel.

Daraus resultiert, bei einem koordiniertem Einsatz reichen die Leitungsquerschnitte aus.
Nur zum Nulltarif gibt es auch hier nichts



Leider eine 'Milchmädchenrechnung'.

Früher hat man mal E-Speicherheizungen propagiert.
Die wurden mit (billigem) Nachtstrom aufgeladen.

Solche Neuinstallationen gibt es nicht mehr, weil die nächtliche Verbrauchsdelle stark reduziert wurde.
Eine Tag/Nacht-Glättung liegt heute bei etwa 10 %.

Viel wichtiger wäre den (überschuß)Strom vom September in den März hinüber zu retten.
Da reden wir von 50 % Erzeugerschwankung.
Also das Batterieauto im Herbst laden, und im Frühjahr fahren.

Die (Verbrauchs)Netze sind derzeit ausgelastet.
Kein Energieverteiler (Tennet) baut Kabeltrassen 'in Reserve'.
Kommen zusätzliche Verbraucher hinzu, müssen zusätzliche Kabel / Freileitungen gebaut werden.
Bis 3 % Batterieautos liegt der Ladebedarf im Rahmen der Rechenungenauigkeit.
3 % von 47 Mio. PKW's sind 1,4 Mio.

Aber es muß eine gleichmäßige Verteilung über Deutschland sein.
In einer üblichen Straße liegt ein Erdkabel, was etwa 30 Häuser oder etwa 80 Wohnungen versorgt.
Dieses Kabel kann man mit 170 kW belasten.
3 % von 80 sind ca. 3 Batterieautos (je Straße).
Werden es mehr, muss der NB zusätzliche Kabel legen.
Nicht umsonst müssen lt. TAB Verbraucher mit mehr als 6 kW dreiphasig angeschlossen werden.
Ab 27 kW braucht man eine Genehmigung zum Betrieb solcher Verbraucher.
Hausanschlüsse ab 70 kW brauchen ein eigenes Hausanschlußkabel zum Straßenverteiler / zum Ortsnetztrafo.

Das nächtliche Laden von Batterieautos in den Städten ist so gut wie unmöglich.
Wie soll das klappen ?
Eine 'Affenschaukel' aus dem Küchenfenster quer über die Straße zum geparkten E-Auto ?
Wer soll die Kabel nachts bewachen ?
Mit einer spitzen Zange kann jeder so ein Kabel zum Kurzschluß quetschen.

Und zur Erinnerung:

In einen Tesla muß man zum Vollladen 85 kWh reinschaufeln.

Bei 7 kW dauert das dann (verlustfrei) 12 Stunden.


Olli
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Zement » Mi Feb 28, 2018 21:34

berlin3321 hat geschrieben:Das was an Energie (bisher) verbraten wird um ein E Auto zu produzieren, da kannst´e mit ´n Dieselauto aber verdammt weit fahren.

Ein Dieselauto muss , aber auch produziert werden . duck und wech :wink:
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Paule1 » Mi Feb 28, 2018 21:52

Bosch hat Verstanden, das wird nix mit dem E-Auto

Elektromobilität Bosch stellt Batteriezellen-Forschung komplett ein

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/elektromobilitaet-bosch-stellt-batteriezellen-forschung-komplett-ein/21013464.html
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Westi » Mi Feb 28, 2018 21:59

Paule, Deine Aussage ist falsch.
Bosch setzt auf E-Mobilität, wird aber keine Zellen selbst herstellen, sondern zukaufen.
Das ist ein großer Unterschied zu Deiner Aussage.
Du solltest auch Texte lesen und nicht nur Überschriften.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Zement » Mi Feb 28, 2018 22:08

Du musst aber dazu schreiben , das Bosch weiterhin auch auf E-Mobile setzt , nur die Batterien werden zugekauft . Der Zug ist schon abgefahren , wo anders sind die Batterien Firmen , also Samsung unter anderem .
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon countryman » Mi Feb 28, 2018 22:09

trotzdem, es zeigt sich wie sehr die Sache auf Messers Schneide steht.
Die Kompetenz für radikale Technologiewechsel ist nicht mehr in Europa und auch nicht mehr in Amerika.
Bei technisch hochstehenden Verbrennern macht uns keiner was vor. Da können sich andere zwar mit Geld einkaufen (Volvo, Mercedes) aber technisch kein Wasser reichen.
Kippt die Sache aus Vernunft, Not oder durch Verordnung zu leichten, einfachen, kleinen Fahrzeugen wird deren Produktion nicht mehr in Europa stattfinden.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Pegasus_o » Mi Feb 28, 2018 22:28

Neo-LW hat geschrieben:
Leider eine 'Milchmädchenrechnung'.
[...]

Und zur Erinnerung:
In einen Tesla muß man zum Vollladen 85 kWh reinschaufeln.

Bei 7 kW dauert das dann (verlustfrei) 12 Stunden.


Olli


Aber, aber, wer wird denn mit konkreten Zahlen so schöne Träume stören, da könnte man ja auch behaupten, daß wir ja jetzt schon nicht wissen, wie wir eigentlich nach der Abschaltung der KKW den Strom produzieren wollen und mit Elektromobilität käme noch mal so 30% bis 40 % Strombedarf dazu.

Wie sagte so schön ein Utopist: Wenn ich die Augen halb schließe, kann ich schon die Umrisse der neuen Welt sehen. Und wenn man Details wissen will? Dann muß man die Augen ganz schließen!

Gruß
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Zement » Mi Feb 28, 2018 22:35

Wenn die Richtung sich nicht ändert , dann stehen wir hier mit unseren Verbrennungsmotoren echt gut da . Aber die Welt dreht sich weiter und seit Jahrzehnten sieht man das sich die Technologiestandorte sich immer
in Richtung Osten geht . Wir haben hier in Europa bis jetzt auch davon profitiert . Das bleibt aber nicht und sollten wir hier trotzig die Augen verschließen , dann darf man auch nicht jammern , das wir nicht mehr mitkommen mit der Globalen Marktwirtschaft .
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Mi Feb 28, 2018 23:07

Moin,

Pegasus_o hat geschrieben:
Aber, aber, wer wird denn mit konkreten Zahlen so schöne Träume stören, ...



Das ist genau der Unterschied zu den Populisten.

Die werfen eine Redewendung in den Raum, und lassen sich bejubeln.

Die Ingenieuere wollen Zahlen sehen.

Da machen die Populisten dann 'dicke Backen'.

Zum Schluß entscheidet die Physik.
Die lässt sich mit 'coolen Sprüchen' nicht beeindrucken.


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