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Elektroauto - Euphorie

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Aug 11, 2010 18:34

Paule1 hat geschrieben:Und was hat das mit einem Elektroauto zu tun :?:

Euphorien gibt es vile doch die meisten sind nur was für die Zunft der Medienschreiber :wink:

Die USA sind das militärisch stärkste Land, in dem bekanntermaßen auch die größten Spritfresser rumfahren. Glaubst Du, die fangen an ihre Armee auf "Biosprit umzurüsten, weil sie erwarten, dass Öl in Hülle und Fülle zum billigen Preis zur Verfügung steht???

Hatte ich oben noch nicht geschrieben, auch deren Flugzeuge werden mit Biosprit fliegen. Mit einer 50:50 Mischung funzt das schon...
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Quattro » Mi Aug 11, 2010 21:20

Hat zwar mit E-Auto nichts zu tun, aber ist ein deutliches Zeichen, dass der Break Point beim Erdöl überschritten ist und wir nach Alternativen suchen müßen. Millitärjets mit Leindotteröl und Autos mit Strom, so sieht die Zukunft aus. Da beißt die Maus den Faden nicht ab.
:P
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon meyer wie mueller » Do Aug 12, 2010 19:00

Hallo

100 Milliarden? Sind doch Kleinigkeiten. Allein die Bundesregierung hat die Banken mit mehr Geld subventioniert und das ohne Gegenwert, nur für das Versprechen, dass sie nicht pleite machen!

Und was kostet nach heutigem Stand ein mittleres Atomkraftwerk? (ohne die Versicherung, ohne Endlager). Oder was kostet ein Gaskraftwerk und wie hoch ist da die Gasrechnung pro Jahr? 2 Mark fünfzig! (für 100 Millionen -wenn´s langt - bekommt man gerade ein neues Kreiskrankenhaus mit so 500 Betten). Oder kauf mal ein paar Transall-Nachfolger!

Und was kostet es ein einziges Bohrloch im Golf von Mexiko zu schließen?
Na also!

Leute macht Euch doch nicht in die Hosen wegen Lappalien! Es gibt Geld mehr als genug!

100 Milliarden. Das ist nicht mal der Jahresumsatz der Stromindustrie in Europa!

(Nach spätestens 10 - 15 Jahren hat sich die Investition rentiert. Das geht schneller als bei Sonnenkollektoren auf´dem Dach und auch schneller als bei einer Photovoltaik-Freilandanlage! Und wenn es nicht so klappen würde, dann retten wir eben Siemens! Wird billiger als Banken retten! Wieviel ist im Schtzschirm für die Banken? Korrigiert mich, aber ich hab so 750 Milliarden im Gedächtnis)



Gruß
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Quattro » Fr Aug 13, 2010 17:05

schimmel hat geschrieben:dass die reine Umrüstung heutiger Automodelle auf Elektro in den nächsten 20 Jahren einen Anstieg des Energieverbrauches und einen Anstieg des CO2 bedeuten. Vorgeschlagen wird eher der Typ Polo - Blue motion....der erreicht jetzt schon geringere CO2 Werte als jedes E - Auto....Reini


Kannst du mir erklären wie ein Verbrennungsmotor günstigere Werte haben kann als ein Elektromotor? Wo lebst du denn?
Ob veraltete Kohlekraftwerke schlechte Wirkungsgrade haben ist doch unwichtig, die werden sowieso stillgelegt! Wir müßen doch schon heute Windkraftanlagen abschalten, weil die bei starkem Wind zu viel Strom bieten. Es muß sich halt auch was verändern auf dem Gebiet Stromproduktion, dann entfällt so eine Diskussion. Manche von Euch verharren an alten Technologien und sperren sich gegen neue.
Erinnert mich an die Besserwisser, die im 18 Jahrhundert die Eisenbahn als Teufelszeug bezeichneten. Genau so reden hier manche!
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Woldbua61 » Fr Aug 13, 2010 19:20

Die meisten Fahrten finden im ja Nahbereich statt.Letzte Woche fuhr ein Toyota-Hybrid am Supermarkt neben mir weg . War schon geil weil Ding keinen Laut von sich gibt wenns wegfährt,was gar nicht so ungefährlich ist.Man muß wahrscheinlich gerade auf Parkplätzen doppelt aufpassen.Oft stehen die Autos ja den ganzen Tag rum z.b in der Arbeit .Wenn Du dann Solarzellenmodul in die Front und Heckscheibe stellst Ladets den ganzen Tag nach.Mußt halt die Ladespannung daraus erzeugen ,gibts alles problemlos zu kaufen.

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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon meyer wie mueller » Sa Aug 14, 2010 7:59

Hallo

weil die E-Mobile so leise sind, werden die jetzt mit Brumm-Brumm nachgerüstet. Wir haben uns so an den Lärm gewöhnt, dass wir leise Fahrzeuge wie Fahrräder ignorieren. Und das scheint auch ein Problem der Elektroautos zu sein.
Viele schauen nicht, sondern Fahren und Laufen nach Gehör.
Aber deswegen leise Fahrzeuge mit einer Lärmquelle nachzurüsten ist natürlich blödsinnig. Da könnte man auch vorschreiben, dass Fahrräder einen Geräuscherzeuger (Laufklingel) haben müssen, damit ihnen niemand vors Rad läuft!

Gruß
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Paule1 » Sa Aug 14, 2010 15:41

Was sollen dann die Bilden machen, dürfen die nicht mehr alleine rumlaufen wenn die E-Autos kommen :?:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon meyer wie mueller » So Aug 15, 2010 7:21

Genau!

Weil sie ja auch keine Fahrräder sehen und kommen hören, gehören sie in eine Blindenanstalt!
Und die Tauben gehören auch nicht auf die Straße, weil sie ja die Autos nicht kommen hören und nicht mal auf Hupen reagieren. Und die Alten mit dem Gehwägele sollen auch Zuhause bleiben, weil sie es nicht schaffen in der Grünphase eine Ampel zu überqueren. Und Fahrräder sollten auch von den Straßen verbannt werden, weil sie ja nur den Verkehr aufhalten.

Ich bin übrigens dafür, auch die Dampfrösser und die Eisenbahn abzuschaffen, weil die ja die Pferde scheu machen. Und die Flugzeuge sind etwas Widernatürliches! Wenn Gott gewollt hätte, dass der Mensch fliegt, hätte er ihm Flügel wachsen lassen. Der ganze Fortschritt ist sowieso Teufelswerk, weil es zudem immer eine Gruppe gibt, die davon Nachteile hat.( auch wenn die Entwicklung der Mehrheit Vorteile verschafft)

Gruß
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Quattro » So Aug 15, 2010 10:10

Genau.... und ich binn dafür alle Frauen auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, die es wagen hinters Lenkrad zu setzen, weil das machen nur Hexen!
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon euro » So Aug 15, 2010 10:17

Auja, und Paule kriegt dann sowas, natürlich mit Hupe...falls die Blinden kommen.

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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Paule1 » So Aug 15, 2010 20:29

:confused: Wer kennt diesen Bericht :cry:

[red]Neue Wasserstoffautos:
Das Comeback der Brennstoffzelle[/red]
[s]von Jürgen Rees | Quelle: wiwo.de[/s]
Erst war die Brennstoffzelle die große Hoffnung der Autohersteller, dann eine noch größere Enttäuschung. Nun sind viele anfängliche Probleme gelöst. Wird der saubere Antrieb zum Rivalen für Batterie-Autos?

Dieser Auftritt ist den Entwicklern der Daimler-Brennstoffzelle auch nach zehn Jahren noch peinlich. Vor den Augen der Weltöffentlichkeit präsentierten Autokanzler Gerhard Schröder und DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp im November 2000 großspurig so etwas wie das Perpetuum mobile der Autoindustrie: "das erste Null-Liter-Auto" der Welt, das brennstoffzellenbetriebene "New electric car 5", kurz: Necar 5. Der Autokanzler sonnte sich im Glanz des damals erfolgreichen Unternehmenschefs und lächelte wohlgefällig, als Schrempp die Serienreife der neuen Technologie für das Jahr 2004 versprach.


Die Daimler-Entwickler um den damaligen Projektleiter Ferdinand Panik wussten damals schon, dass es so schnell nie gehen würde. Sie behielten recht. Statt eines technologischen Wunders produzierte die Brennstoffzellentechnik vor allem Enttäuschung: Sie war teurer als geplant, anfälliger als gedacht, und an ein Tankstellennetz war überhaupt nicht zu denken. Die Branche war blamiert, und es wurde still um Brennstoffzellenantrieb und Wasserstofftechnik. Kein Hersteller wagte sich mehr mit irgendeiner Prognose aus der Deckung.

Nun aber, zehn Jahre nach dem denkwürdigen Auftritt von Autokanzler und Autokönig, ist der Brennstoffzellenantrieb wieder da. Die zur Neige gehenden Erdölvorräte und der Klimawandel zwingen die Hersteller, den CO2-Ausstoß ihrer Flotten zu senken. Alternativen zu Benzin- und Dieselmotoren sind daher so dringend gesucht wie noch nie.

Lange standen dabei alleine batteriebetriebene Fahrzeuge im Fokus. Doch neue Wasserstoffautos vor allem von den Marktführern Mercedes und Toyota zeigen, dass die Technik allmählich wettbewerbsfähig wird. Gewaltige Fortschritte haben die Ingenieure vor allem bei der Haltbarkeit der Brennstoffzelle, den Anschaffungskosten und dem Fahrkomfort für die Passagiere gemacht. Selbst gegenüber batteriebetriebenen Elektroautos hat die Brennstoffzellentechnik Vorteile: Sie ist ähnlich lautlos und abgasfrei. Brennstoffzellenautos fahren im Schnitt aber sechsmal so weit wie ihre Rivalen. Und zugleich kann die Brennstoffzelle im Gegensatz zu den akkubetriebenen Elektromotoren auch schwere Transporter und Busse antreiben.

Genial einfaches Prinzip

Auch deshalb ließen die Forschungsabteilungen der Autokonzerne trotz anfänglicher Rückschläge das Thema nicht ruhen. Denn das Prinzip ist genial einfach: Kern der Brennstoffzellentechnik ist die kontrollierte Knallgasreaktion. Dafür führen Ingenieure Wasserstoff und Sauerstoff in der Brennstoffzelle so zusammen, dass die Energie nicht in Form einer Explosion oder Flammenhitze, sondern als elektrischer Strom frei wird, der zum Antrieb eines Elektromotors genutzt wird. Aus dem Auspuff kommt nur Wasserdampf. Zudem ist der Prozess nahezu lautlos.

Eindrucksvoll zeigt das der weiße, knapp zwei Tonnen schwere Gelände- wagen Toyota Highlander, der 2015 in den Handel kommen soll. Der auf den sperrigen Namen FCHV-adv getaufte Brennstoffzellenwagen kurvt geräuschlos über die Straßen Berlins. Wie es für Elektroantriebe typisch ist, steht immer die volle Leistung von 122 PS zur Verfügung, ganz gleich, ob die Drehzahl hoch oder bei null liegt. Das hat den Effekt, dass der dicke Brummer deutlich flotter beschleunigt als gleichstarke Benziner oder Turbodiesel.

Bild
http://www.handelsblatt.com/technologie/technik/neue-wasserstoffautos-das-comeback-der-brennstoffzelle;2628798;2

Die Ruhe im Auto lernen Fahrer wie Beifahrer schnell schätzen. Die Reichweite ist mit 600 Kilometern komfortabel. Ähnlich auch die Daten des F-Cell von Mercedes, der auf der B-Klasse basiert: Er schafft mit einer Tankfüllung von 3,8 Kilogramm Wasserstoff zum Preis von rund acht Euro pro Kilogramm 400 Kilometer. Zum Vergleich: Die ersten Elektroautos erreichen im Alltag gerade 100 Kilometer. Auch bei der Tankzeit ist das Brennstoffzellenauto im Vergleich zum Elektroauto wettbewerbsfähig: "Nach drei Minuten ist der Tank voll. Niemand muss also an der Tankstelle übernachten", sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche.

Nicht nur für Zetsche sind das gute Gründe, an die Zukunft der Brennstoffzelle zu glauben. Deshalb haben sich neben Daimler auch Unternehmen wie Toyota, BMW, General Motors/Opel, Volkswagen, Ford sowie Total und Shell zur Clean-Energy-Partnership zusammengeschlossen. 13 Unternehmen gehören ihr an. Ihr Ziel: Bis 2015 sollen Wasserstoffautos nicht nur serienreif, sondern auch bezahlbar sein. Dafür wollen sie gleichzeitig die Zahl der Wasserstofftankstellen von heute 27 auf mindestens 1000 erhöhen - mit Kosten von 1,7 Milliarden Euro. Ein ehrgeiziges Ziel.

Denn dabei gibt es ein Problem. "Irgendwo muss der Wasserstoff erzeugt werden, den die Fahrzeuge tanken", sagt Willi Diez, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Geschieht das mit der sogenannten Elektrolyse, liegt der Wirkungsgrad bei nur 57 Prozent, das heißt, fast die Hälfte der zugeführten Energie geht bei der Umwandlung von chemischer Energie in Strom verloren.

Ökologisch ist die Wasserstoffmobilität daher erst vertretbar, wenn der Wasserstoff mit grünem Strom erzeugt wird. So wie am neuen Flughafen Berlin Brandenburg International. 16 Kilometer südlich von Berlin wächst der alte Flughafen Schönefeld zum großen, 2000 Fußballfelder umfassenden Hauptstadtflughafen heran, von dem ab Juni 2012 die ersten Linienflüge starten sollen. Dort öffnet 2011 die erste CO2-neutrale Tankstelle der Welt. Die Energie für die Wasserstoffproduktion liefert ein Windpark, den der grüne Stromproduzent Enertrag nahe dem neuen Flughafen errichtet.

Der Clou an der Technik: Wasserstoff kann auch als Zwischenspeicher für Energie genutzt werden. Das hilft den Energieversorgern, die damit den sauber produzierten Strom nicht wegen Überangebots zum Dumpingpreis verkaufen müssen - so wie das vergangene Weihnachten dank des Sturmtiefs Yann passierte.

Aber auch für die Autos, die jetzt auf Wasserstoff angewiesen sind, ist mehr als genug Treibstoff vorhanden: 190 Milliarden Kubikmeter fallen weltweit etwa in Rohölraffinerien an. 850 Millionen Kubikmeter stößt allein die deutsche Industrie als Nebenprodukt aus, das aus Kostengründen meist abgefackelt wird. Schon die Hälfte davon würde reichen, um fünf Millionen Autos zu betreiben. Die Menge könnte 1 000 Wasserstofftankstellen speisen, die eine flächendeckende Versorgung gewährleisten.

Der Haken: Jeder Bau einer Wasserstofftankstelle schlägt im Gegensatz zu einer konventionellen Tankstelle, die eine Million Euro kostet, noch mit mehr als zwei Millionen Euro zu Buche. Viel Geld.


Fragwürdige Subventionen

So viel, dass sich Total, Shell, Daimler & Co. Investitionen in die eigene Zukunft großzügig finanzieren lassen. Die Möglichkeit dazu bietet das vom Verkehrsministerium aufgelegte Programm "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie". Insgesamt 1,4 Milliarden Euro stehen bis zum Jahr 2013 zur Verfügung. Mit gut vier Millionen Euro etwa haben deutsche Steuerzahler die Berliner Wasserstofftankstelle an der Holzmarktstraße finanziert. Profitiert haben davon Unternehmen wie Linde, der norwegische Mineralölkonzern Statoil und die Total Deutschland.

Fragwürdig ist auch das Beispiel General Motors: Für den bloßen Betrieb von zehn Brennstoffzellenautos streicht der US-Konzern über seine deutsche Tochter Opel mehr als vier Millionen Euro Subventionen ein. Gebaut werden die Autos indes in Kanada.

Sinnvolle Subventionen? "Nein", sagt Justus Haucap, Professor für Volkswirtschaftslehre und Wettbewerbsforscher an der Universität Düsseldorf. "In der Grundlagenforschung können Subventionen sinnvoll sein, weil sie sich nicht direkt auszahlen", sagt Haucap. "Aber bei der Brennstoffzellentechnik und auch beim Elektroauto sind die Erfindungen patentierbar und bringen den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil."

Tücken im Griff

Ob subventioniert oder nicht: Für die deutsche Industrie birgt der Brennstoffzellenantrieb enorme Chancen. Bei den Elektroautos ist das Herzstück die Batterie und deren intelligente Steuerung. Bei dieser Technik haben zurzeit asiatische Unternehmen wie Toyota und Honda mit Partnern wie Panasonic gegenüber deutschen Herstellern enormen Vorsprung (WirtschaftsWoche 18/2010).

[red]Bei der Brennstoffzelle gehört Daimler dagegen zur Weltspitze[/red], Know-how und Wertschöpfung finden hier im Land statt. Die Stuttgarter haben wertvolle Erfahrungen gesammelt mit dem Aufbau und Steuerung der sensiblen Brennstoffzelle. Der Maschinenbau-Ingenieur Markus Bachmeier der Münchner Linde-Gruppe, einer der weltweit größten Hersteller von Wasserstoffanlagen, preist die "umfassende Wertschöpfung". Sie reicht von der Erzeugung und Verflüssigung über die Speicherung und Logistik des Wasserstoffs bis zur Betankung.

Während das erste Brennstoffzellenauto von 1994 kaum alltagstauglich war, vermitteln Wagen wie der F-Cell von Mercedes oder der FCHV-adv von Toyota heute den Eindruck, als hätten die Entwickler die Tücken der Brennstoffzelle weitgehend im Griff.

http://www.handelsblatt.com/technologie/technik/neue-wasserstoffautos-das-comeback-der-brennstoffzelle;2628798;3

Auch die Kosten eines Wasserstoffautos sind seit 2005 um 90 Prozent gefallen. Doch das ist nur auf den ersten Blick eine gute Nachricht. Denn 2005 kosteten die Vorgänger der jetzigen Modelle noch bis zu eine Million Euro. Damit die Wasserstoffautos künftig wettbewerbsfähig werden, müssen die Kosten noch einmal um mehr als die Hälfte sinken. "Erst dann ist das Sparpotenzial einer Massenproduktion nutzbar", sagt Toyotas Chefentwickler Koei Saga.

Die Richtung zeigen Toyota und Mercedes: Sie nutzen das Baukastensystem. Toyota bedient sich für den Bau des FCHV-adv bei den Hybridkomponenten, etwa dem Elektromotor aus dem Luxus-Geländewagen RX 450h. Mercedes wiederum hat als Prototypen den E-Klasse-Nachfolger F800 Style entwickelt, der sowohl mit Brennstoffzellenmotor als auch mit batteriebetriebenen Motor ausgestattet werden kann.

Aber um 2015 einen Durchbruch feiern zu können, müssen die Entwickler noch ein weiteres Problem lösen: Einer der größten Kostentreiber der Brennstoffzelle ist das wertvolle Edelmetall Platin. Es hilft als Katalysator, die Gasmoleküle aufzubrechen. Noch 2005 waren mehr als 80 Gramm des Edelmetalls notwendig, um eine Brennstoffzelle zum Laufen zu bringen. Heute sind es immer noch 30 Gramm. Die Kosten: Etwa 3 000 Euro pro Brennstoffzelle. Viel zu viel für die Serienproduktion. Und so ist das Ziel klar: Der Gehalt an Platin soll unter zehn Gramm sinken. "Das entspricht dann dem Gehalt eine modernen Dieselkatalysators", sagt [red]Daimler-Chef Zetsche. Er hofft, dass bis zum Jahr 2020 endlich gelingen wird, woran auch der kanadische Brennstoffzellenpionier Ballard Power seit 1993 arbeitet: bezahlbare Brennstoffzellenantriebe.[/red][red]Ballard war einst der Star der Szene[/red]. Anfang 2000 pushte die Euphorie den Börsenwert des Unternehmens auf zwölf Milliarden Dollar, heute ist er auf 154 Millionen Dollar geschrumpft. [red]Anfang 2008 verkauften die Kanadier ihre Autosparte NuCellSys schließlich an Daimler. Nun wollen die Stuttgarter die Ballard-Vision zum Erfolg führen.[/red]
Vor dem erhofften Durchbruch müssen die Brennstoffzellen-Ingenieure vor allem noch die Temperaturempfindlichkeit der innovativen Antriebe reduzieren. Zwar haben die neuesten Versionen kein Problem, sofern sich die Temperaturen der Brennstoffzelle zwischen minus 30 und plus 95 Grad bewegen. Zufrieden sind die Entwickler erst, wenn die Zelle bis 105 Grad erträgt und damit starke Belastungen selbst im Wüstenklima aushält. Denn: "Ein Wechsel der Brennstoffzelle innerhalb der Lebensdauer des Autos ist für den Kunden aus Kostengründen absolut unzumutbar", sagt Saga.

Aber trotz aller Hindernisse ist sich Saga sicher: "Die Zeit des Brennstoffzellenautos wird kommen." Und er muss es als Vater der Hybridarchitektur wissen. Als der Prius 1992 geplant wurde, glaubte kaum jemand an den Erfolg der Autos mit den zwei Motoren

http://www.handelsblatt.com/technologie/technik/neue-wasserstoffautos-das-comeback-der-brennstoffzelle;2628798;4
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon euro » So Aug 15, 2010 21:00

Nach einem Bericht in "science" sind die Japsen weiter.
Anstatt Speicherung von H2 im Drucktank führen sie es in Granulatform über ( irgend ne Art von Oxid)
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Paule1 » Di Aug 17, 2010 10:31

Bis die Elektroautos wirklich serienreif bzw. günstiger sind, solange wird ÖL der Stoff des Antriebes bleiben und die Söhne ISMAELS werden solange vom Segen Abrahams profitieren können, ohne selber was zu arbeiten.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Weinbauer » Di Aug 17, 2010 10:40

die zeit wird kommen...
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Quattro » Mi Aug 18, 2010 11:22

euro hat geschrieben:Anstatt Speicherung von H2 im Drucktank führen sie es in Granulatform über ( irgend ne Art von Oxid)

Du meinst wahrscheinlich die "Silikate" die Dr. Peter Plichta propagiert, wo 16 Wasserstoffatome an einem Siliziumatom gebunden werden. Hört sich sehr interessant an, aber ich frage mich, warum geht da nichts voran? Ist es zu teuer oder doch nicht ausgereift?
Es sind schon so viele Erfindungen in der Schublade verkommen, aus verschiedensten Gründen! Kann auch sein, dass diese Erfindung der Erdöllobby nicht schmeckt. Ich bin sehr skeptisch, wenn es um Wasserstoff geht, da glaube ich eher an das Elektroauto. Ist doch nur ne Frage der Entwicklung der Batterie oder Brennstoffzelle.
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