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Elektroauto - Euphorie

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Vario_TA » Sa Mai 07, 2022 14:16

langer711 hat geschrieben:Den billigsten zuverlässigen Strom kriegt man aus dem Kohlekraftwerk, oder per Gaskraftwerk.
Atomstrom wird schon teurer.

Atomstrom ist nur dann teurer, wenn die Kraftwerke mit sehr geringer durchschnittlicher Auslastung laufen.
Ansonsten ist Strom aus Gas der teuerste fossil erzeugte Strom, eine geringe Auslastung führt bei allen Varianten zu steigenden Kosten und nur Atomstrom kann bei geringen Auslastungen irgendwann höhere Kosten erreichen als Gasstrom.
Da von "sehr preiswert" bei Gaskraftwerken zu sprechen, ist einfach absurd. Wenn dann auch noch Flexibilität der Leistung als Forderung dazukommt, wird es richtig teuer.

Was ich so lustig finde:
Die meisten "Energiewender" verweisen bei Hinweisen auf die Stromversorgung von Elektroautos und Wärmepumpen im Winter bzw generell bei Mangel erneuerbaren Stroms auf besonders schnell regelbare Gaskraftwerke.
Dass diese Gaskraftwerke aber mit irgendeinem Brennstoff betrieben werden müssen, scheint nicht so ganz anzukommen.
Der Witz dabei ist: würde man diesen Brennstoff direkt zum Heizen nehmen statt zu verstromen und damit dann Hochtemperatur-Wärmepumpen zu betreiben, würde man oft weniger Brennstoff benötigen. Ähnliches gilt bei PKW: würde man den Brennstoff direkt im PKW in einem Verbrennungsmotor nutzen anstatt im Gaskraftwerk zu verstromen und damit ein Elektroauto zu laden, bräuchte man definitiv weniger Brennstoff.

Also wieso sollte man Gaskraftwerke, Wärmepumpen und Elektroautos bevorzugen? Das braucht am Ende mehr Brennstoff. Und solange dieser Brennstoff fossil ist, sollten wir doch eigentlich darauf hinarbeiten, den Brennstoffverbrauch zu reduzieren.
Oder hab ich irgendwas verpasst?

Ich stimme euch ja vollkommen zu, dass es sinnvoll ist, zukünftige Grünstromspitzen, die über die Netzlast hinausgehen irgendwie noch sinnvoll zu nutzen. In erster Linie braucht man dafür effiziente Speicher, sodass die Energie ins Stromnetz zurückgeführt werden kann, wo sie nunmal zu geringsten Kosten CO2 einsparen kann, indem eben fossiler Strom ersetzt wird. Mit garnicht mal so gigantischen Speichern könnte auch der kalorische Kraftwerkspark massiv verkleinert werden (Stichwort Doppelstrukturen), kurzzeitige Leistungsspitzen müssen dann nicht mehr von Kraftwerken abgefangen werden, sondern können aus den Speichern bedient werden, die in Zeiten geringerer Lasten wieder aufgeladen werden. Tagesübliche Schwankungen reichen da ja schon.
Irgendwann werden wir an einen Punkt gelangen, an dem sich die zusätzliche Speicherung nicht mehr lohnt, weil trotz Lastmanagement immer längere Zeiträume annähernd komplett mit erneuerbarem Strom abgedeckt werden können. Langzeitspeicher wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Ab dann ist es also sinnvoll, mit dem Strom fossile Energie abseits der Stromerzeugung zu ersetzen. Man braucht also Stromverbraucher, die kurzzeitig Strom aufnehmen können, ohne ganzjährig auf Strom angewiesen zu sein. Diese Möglichkeit bieten nur sehr wenige Energieverbraucher. Elektroautos und Wärmepumpen gehören da nicht dazu. Was aber dazu gehört, sind Plug-in-Hybride. Die können im Sommer Grünstromspitzen aufnehmen, ohne dass sie wie Elektroautos ganzjährig auf Strom angewiesen sind.
Und nein, das ist jetzt kein Plädoyer für die üblichen dicken Plug-in-Hybride mit absurden Fahrzeuggewichten und Leistungen, um Kunden ein Verbrennerfahrzeug und der EU gleichzeitig ein Elektroauto anbieten zu können. Fahrzeugseitig schwebt mir ein leichter Hybrid auf 48V Basis (30-40kW Spitzenleistung der E-Maschine) mit kleinem Akku bis je nach Fahrzeuggröße maximal 3-5kWh vor. Die Ladeleistung ist im Prinzip fast egal.
Mit so einem Fahrzeug könnte man bei Grünstromspitzen im Sommer die Überschüsse ins Auto laden. Im Winter nutzt man die Hybridisierung halt ohne externe Aufladung "nur" zur Effizienzsteigerung und Emissionsreduktion des Verbrenners. Im Extremfall ließen sich Plug-in-Hybride theoretisch sogar zur Netzstromerzeugung nutzen, wenn zum Beispiel im Winter die Kraftwerkskapazität mal knapp werden sollte. Ist aber ein sehr unwahrscheinliches Szenario.
Im Wärmesektor gibt es meist keine wirklich sinnvolle Alternative zu Brennstoffen. Entweder man verbrennt sie direkt vor Ort oder man erzeugt Strom und heizt dann per Wärmepumpe. Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert auch nur direkt vor Ort mit vernünftigen Wirkungsgraden. Da wäre es also allenfalls für sehr große Heizungsanlagen interessant, KWK-Anlagen zu installieren.
Parallel dazu wird saisonale Wärmespeicherung sicher immer interessanter. Da stehen die Chancen auf Wirtschaftlichkeit zumindest vielfach besser als bei elektrischer Energie. Solarthermisches Heizen (und im Sommer Kühlen) wird sicher an Bedeutung gewinnen.

Die noch benötigten Brennstoffe sollten zu guter Letzt natürlich auch noch aus erneuerbarer Energie bereitgestellt werden, was ja parallel zu der restlichen Entwicklung geschehen kann. Da bietet sich der Import aus Gunstregionen an, weil es einfach sehr unwahrscheinlich ist, dass sich die Herstellung in Deutschland abseits von ein bisschen Biogas und Brennholz auch nur annähernd rechnet.

So viel zum Thema Ideen/Lösungsvorschläge.
Was ist die Alternative?
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Falke » Sa Mai 07, 2022 14:24

Für 250.000 € gibt es jetzt schon ein E-Auto mit 5 m² Solarfläche (also ca. 1 kWp Ladeleistung) zu kaufen: https://www.riffreporter.de/de/umwelt/l ... obal-de-DE

Geht doch!

A.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Tinyburli » Sa Mai 07, 2022 14:41

Weil die meisten Fahrzeuge aber bisher in den Niederlanden verkauft wurden, haben die Autobauer die jährliche Reichweite aus den meteorologischen Daten für das nicht gerade sonnenverwöhnte Amsterdam berechnet. 7000 Kilometer Reichweite sollen die Solarzellen dort liefern. Bisher lassen sich diese Ankündigungen nicht überprüfen, weil noch keine Fahrzeuge unterwegs sind


Denke, da ist meine Insel- THG- Stromtankstelle einfacher, billiger und effektiver.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Sa Mai 07, 2022 18:26

Meine Sicht der Dinge
Das Ganze macht nur Sinn, weil man CO2 reduzieren will bzw. um fossile Energieträger zu sparen.
Das es teurer ist, als alles so zu lassen, klar!


E-Autos immer ans Kabel, wenn sie länger stehen.
Intelligent laden, wenn viel Strom aus PV und Wind im Netz ist bzw. wenig Strom verbraucht wird.

Dazu ein massiver Ausbau von PV Anlagen auf den Dächern in Verbindung mit Kurzzeitspeichern für die Nacht oder vielleicht 2 Tage Wolken.
Langzeitspeicher werden sich nicht lohnen - Haken dran.
Eher den Stromüberschuss im Sommer in EFuels wandeln… falls sich das lohnt.

In der kalten Jahreszeit BHKWs einsetzen statt zentrale Großkraftwerke.
Die Dinger können unterstützend arbeiten, Lastspitzen brechen, Kurzzeitspeicher laden.
Die Abwärme der BHKW kann direkt als Wärmequelle genutzt werden.
Nicht billig, aber technisch machbar
Wir würden deutlich weniger Öl benötigen.
Und wir könnten die Technik selbst bauen im Land.

Weniger Importe = weniger Abhängigkeit
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Sa Mai 07, 2022 19:00

Moin,

Vario_TA hat geschrieben:
Was ist die Alternative?


Na, was die Chinesen machen.

1) Kernkraftwerke bauen
2) Kohle für die nächsten 200 Jahre nutzen
3) Kernfusion

Windkraft in Deutschland kommt derzeit an wirtschaftliche Grenzen,
und verliert jeden Tag mehr an Akzeptanz.
Allein, die Kiesvorkommen in Deutschland reichen nicht aus,
die erforderlichen Mengen an Fundamenten zu bauen.
Kleiner Hinweis: Im ganzen Bundesland Berlin ist nicht eine einzige WKA-Vorangfläche
ausgewiesen.
Die Berliner Bürger wollen also keine WKA.

Und komme mir keiner mit PV auf Dächern.
Der neue Gesetzesentwurf ist extra so gestrickt, dass alle öffentlichen Bauten
davon ausgenommen sind.
Die Politiker wissen schon, daß die eigenen Bauwerke sonst zu teuer werden.
Eine Vorbildfunktion sieht anders aus.

Naja, und solange nicht jede (JEDE EINZIGE) PV-Anlage von einer Steuerwarte her
regelbar ist, ist die Art der Energieeinspeisung mehr als unsicher.
(= irrelevant für das Stromnetz in Deutschland)
Ganz im Gegenteil, duch die fehlende Regelbarkeit können Erzeugungsspitzen
auftreten, die zu Zwangsabschaltungen von Fernleitungen führen können.
( = hausgemachter Blackout)

Die Zukunft von Europa wird in Asien entschieden.
Auch was die Stromerzeugung betrifft.
Europa hat international immer weniger zu melden.
Da helfen auch keine Umarmungsaktionen von BK Scholz,
um nun ruckzuck alle Staaten vom Balkan einzugemeinden.

Achso, und was den Erdgasbedarf für 2023 betrifft:
Wir werden nächstes Jahr etwa 10 % MEHR Gas brauchen.
(Was auch an der Stromerzeugung aus Gas liegt.)
Von Einsparungen ist da auf weite Sicht nix zu erkennen.

Oder eben den Strom in Deutschland je in einer Region alle drei Tage für einen Tag
abzuschalten.
Da kann man dann sein Batterie-Auto mit einem Diesel-Aggi laden.


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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Südheidjer » Sa Mai 07, 2022 19:08

Olli, weißt du, was ein NIMBY ist? Ich kannte den Begriff nicht und habe nachgesehen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nimby

Wikipedia hat geschrieben:Nimby steht als englischsprachiges Akronym für Not in my backyard („Nicht in meinem Hinterhof“, „Nicht in meinem Bereich“). Der entsprechende deutsche Ausdruck lautet Sankt-Florians-Prinzip.

Es steht für eine ethische und politische Position, die darauf bedacht ist, Probleme nicht im unmittelbaren Umfeld zu ertragen. Teilweise wird dieser Begriff auch in individualisierender (jemand, der die Nimby-Position vertritt, ist ein Nimby) oder systematisierender Weise verwendet (das Nimby-Regime als eine Herrschaftsform, in der die Nimby-Position der machthabenden Gruppen durchgesetzt wird). Der Begriff erschien erstmals um 1980.[1]

Nimby-Verhalten wird seit 2010 teilweise mit dem Begriff der Wutbürger in Verbindung gebracht oder sogar gleichgesetzt, wenn Bürgerproteste vorrangig lokal geprägt sind.

...
...
...

Verwandte Akronyme
--------------------------
Neben NIMBY haben sich eine Reihe nicht ganz ernst gemeinter Abkürzungen zur Beschreibung des Widerstandsphänomens herausgebildet, so zum Beispiel:

Bei Anwohnern und Aktivisten:

LULU – Locally unpopular land use – Lokal unbeliebte Landnutzung
PITBY – Put it in their back yard – Baut es in deren Hinterhof
NIMFYE – Not in my front yard either – Auch nicht vor meiner Haustür
NIMFOS – Not in my field of sight – Nicht in meinem Sichtbereich
QUIMBY – Quit urbanizing in my back yard – Hört auf mit der Verstädterung in meiner Gegend
GOOMBA – Get out of my business area – Raus aus meiner Gegend
GOMER – Get out (of) my emergency room

Bei Politikern:

NIMD – Not in my district – Nicht in meinem Landkreis/Wahlkreis
NIMTOO – Not in my term of office – Nicht während meiner Amtszeit
NIMEY – Not in my election year – Nicht in meinem Wahljahr
WIIFM – What’s in it for me? – Was ist für mich drin?

Bezeichnung allgemeinen Widerstands:

NOPE – Not on planet earth – Nicht auf diesem Planeten
NIABY – Not in anybody’s back yard – In niemandes Hinterhof
BANANA – Build absolutely nothing anywhere near anybody – Baut gar nichts irgendwo in der Nähe von irgendwem
CAVE – Citizens against virtually everything – Bürger gegen eigentlich alles


Landtreff bildet!
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Sa Mai 07, 2022 19:12

Moin,

und was hat das mit meinem Text zu tun ?

-----------------------------------------------------------

In dem Zusammenhang:
Heute gerade einen Text gelesen:
"Gebrauchtwagenpreise für Batterie-Autos im freien Fall"

Offensichtlich haben die Nutzer Angst vor alten Batterien.

Weil es ja für Gebrauchtwagenkäufer keine E-Auto - Prämien gibt,
gehen die Karren im Preis in die Knie.


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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Südheidjer » Sa Mai 07, 2022 19:19

Olli, du schriebst:
Neo-LW hat geschrieben:
Kleiner Hinweis: Im ganzen Bundesland Berlin ist nicht eine einzige WKA-Vorangfläche
ausgewiesen.
Die Berliner Bürger wollen also keine WKA.

Und komme mir keiner mit PV auf Dächern.
Der neue Gesetzesentwurf ist extra so gestrickt, dass alle öffentlichen Bauten
davon ausgenommen sind.
Die Politiker wissen schon, daß die eigenen Bauwerke sonst zu teuer werden.
Eine Vorbildfunktion sieht anders aus.


Die Berliner sind also NIMBYs.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Sa Mai 07, 2022 19:34

Moin,

Ja.


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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Sa Mai 07, 2022 20:48

Neo-LW hat geschrieben:Moin,
(…)
Heute gerade einen Text gelesen:
"Gebrauchtwagenpreise für Batterie-Autos im freien Fall"

Offensichtlich haben die Nutzer Angst vor alten Batterien.

Weil es ja für Gebrauchtwagenkäufer keine E-Auto - Prämien gibt,
gehen die Karren im Preis in die Knie.


Olli


Keine Ahnung, wo Du die Infos her hast.
Ich vergleiche die Gebrauchtwagenpreise seit Jahren immer wieder mal bei AutoScout24
Wenn ich die Filterkriterien passend zu meinem Auto eingebe, dann sollte der Günstigste Preis wohl in etwa den Zeitwert meines Autos wiederspiegeln.

Und in den letzten 12 Monaten ist dieser „Preis“ eher gestiegen, als gefallen.

Also prüfe bitte Deine Quelle für solche Infos

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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Landerbe » Sa Mai 07, 2022 21:25

Danke Langer,
es sogar so, dass GERADE E-Fahrzeuge auf dem Gebrauchtmarkt nach einem oder zwei Jahren dem Listenpreis entsprechen. Ein Bekannter macht seid zwei Jahren nichts Anderes, als Tesla Model3 kaufen und nach 6 Monaten zu verscherbeln. Er greift alle Bonis vom Staat ab -) Wer bei 2 Euro Spritpreis immer noch am Verbrenner festhält, hat eh nicht mehr alle Latten am Zaun. Meiner fährt ohne Tankstelle mit der Sonne zu NULL EURO. Und wenn er laden muss- Lifetimefree Supercharging. Ich fahre kostenlos mit Überleistung wie einem Rennwagen und Andere schleichen mit 130 auf der Autobahn, weil sie bei jedem Tankvorgang 100 Euro liegen lassen müssen. Langer.....auch die werden irgendwann mal in ein E-Auto steigen und merken, dass es eine ganz andere Hausnummer ist :-). Wie immer in der Entwicklung- Deppen sterben nicht aus und halten an Allem fest (so irrsinnig es auch ist)
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Neo-LW » Sa Mai 07, 2022 21:49

Moin,

die Info kam von Berylls Geschäftsführer Andreas Radics in der Zeitschrift
'Auto-Motor-Sport'.


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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon 304 » Sa Mai 07, 2022 21:53

Landerbe hat geschrieben:Ein Bekannter macht seid zwei Jahren nichts Anderes, als Tesla Model3 kaufen und nach 6 Monaten zu verscherbeln. Er greift alle Bonis vom Staat ab -) Wer bei 2 Euro Spritpreis immer noch am Verbrenner festhält, hat eh nicht mehr alle Latten am Zaun. Meiner fährt ohne Tankstelle mit der Sonne zu NULL EURO.

Dann warte mal, bis man sich das nicht mehr durch Subventionen und eine abbezahlte PV schönrechnen kann.

Gute neue Verbrenner bekam man schon locker für ~15k.
In den Preisbereich kommst du mit brauchbaren E-Autos erst nach Abzug der 9000€ Förderung.
Und wenn man dann z.b. als Mieter keine Möglichkeit für eine PV geschweige den überhaupt eine Lademöglichkeit über den eigenen Zähler hat und anstattdessen gezwungen ist an der Ladesäule für zum Teil 79ct/kWh zu laden, dann sieht die Rechnung schon wieder ganz anders aus.

Um mal zu den Gebrauchtmarktpreisen zurückzukommen:
Die Preise für gebrauchte E-Autos werden in Zukunft wg. der Batterien nach stark abfallen.
Die derzeitige Situation ist nur der Preisexplosion und den Lieferschwierigkeiten zu verdanken.
Und das betrifft nicht nur gebrauchte E-Autos sondern z.b. auch gebrauchte Traktoren, die werden einen derzeit auch gerade förmlich aus der Hand gerissen.
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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon langer711 » Sa Mai 07, 2022 22:42

Das mag ja sein, das allgemein robuste Preise am Gebrauchtmarkt sind.
Aber wie kann man dann „Preise im freien Fall“ schreiben?

Ja, bei diesen „Versuchs E-Autos“, aus der Not heraus geboren mit 120 km Reichweite..
da fährt man automatisch den Akku tagtäglich an seiner Grenze.
Das ist aber zumindest in meinen Augen kein vollwertiges E-Auto, sondern bestenfalls ein Zweitwagen zum Einkaufen.

Ähnliches gilt für Hybride.
Vollgestopft mit Technik, aber nix dabei gewonnen.

Ich kenn die Sprüche mehr als genug.
„Sehr sparsames Auto, durch die neue Einspritztechnik, den Turbo und die intelligente Steuerung braucht der nur 5 Liter!“

Ja, toll! Ein Liter weniger pro 100km.

Bei satten 30.000 km im Jahr, spare ich volle 300 Liter Sprit, für aktuell 600€

Dafür muss ich 2 mal im Jahr zur Werkstatt, um mir irgendeinen Sensor erneuern zu lassen.
Ersatzteil 119€
Montage 60€
Auslesen per Servicerechner 40€
Mwst drauf
Meine Zeit auch noch dazu samt Anfahrt zur Werkstatt - 2 mal natürlich, weil der Sensor nicht auf Lager liegt.
Super Sache!!

Alte Bauernregel:
Was nicht dran ist, geht nicht kaputt!

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Re: Elektroauto - Euphorie

Beitragvon Tinyburli » Sa Mai 07, 2022 23:42

Und die Lieferzeiten für die Elektros werden immer länger: Beim Skoda Enyaq soll die bei 2 Jahren liegen mittlerweilen.
Wenn das richtig ist, was ich in dieser Diskussion erarbeitet habe, wird der besagte Enyaq tatsächlich mit dem Listenpreis oder paar Euros drüber als junger Gebrauchter gehandelt:

https://www.mydealz.de/diskussion/steue ... t-36130715

Olli, dann poste halt mal den Link von dem Artikel, wo das mit den billigen Elektoautos steht! Das würde ich auch gene mal lesen.

Ich mache da jetzt mit meinem km am Stück nur damit der nach halbem Jahr als gebraucht gilt und dann teurer gehandelt wird als wenn der noch neu zu nennen wäre!

Die Liste, der Gründe, dir für einen hohen Gebrauchtmarktpreis besonders für den Enyaq sprechen ist lag:

Wie sieht die Lage dann jetzt im Bezug zu den Gewinnmöglichkeiten beim Skoda Enyaq IV80 dann jetzt aus?

- Krieg in Ukraine
- Materialknappheit
- Preissteigerung bei 7,5 %
- Förderung in 2023 bei 4000,-
- Abschmelzen der Förderung in folgenden Jahren
- Skoda bietet für günstigeren Preis mehr als vergleichbare VW- Modelle
- Bidirektionales Laden
- Verbot von Verbrennerfahrzeugen in paar Jahren
- Anhängerkupplung möglich
- Starke Nachfrage nach Gebrauchwagen aus Skandinavien und generell dem Ausland
- Besseres und vergleichsweise günstigeres Auto als der Tesla
- Praktisch kostenloses Fahren und hohe Gewinnmöglichkeit bei Verkauf
- Günstige Einkaufsmöglichkeit z. B. beim Autohaus Ebert Heidelberg (Wolf heißt der Verkäufer) oder vom Glaubrecht aus Torgau, von dem ich den Enyaq gekauft habe
- Verwendung eigenen günstigen Photovoltaikstromes
- Treibhausgaszulage von 300,- wenn am 1.1. zugelassen ist
- Keine KFZ- Steuer bis 2030
- Weniger Privatnutzungsanteil bei Steuer (0,25 % des Listenpreises im Monat)

Und wenn ich noch bisschen nachdenken würde, fiele mir vielleicht noch paar Punkte ein, die für so einen Deal sprechen.

Natürlich braucht man bisschen langen Athem wegen der langen zweijährigen Lieferzeit. Und man wird eventuell das Auto in 2023 nicht mehr bekommen mit dann niedriegerer Förderung von dann vielleicht nur noch 3000,-

Aber wenn ich das Angebot von WKDA mit 43950,- für meinen jetzigen Enyaq IV50 ernst nehme, und ich mache das, ist ja bei meinen Kosten von nur 23000,- und paar Zerquetschten ganz schön Gewinnpotential vorhanden. Dies wird nach meiner Meinung dann auch bei dem Enyaq IV80 dann zu höherem Preis dann auch möglich sein.


Ich habe den Artikel gefunden in der Auto Motor Sport. Ich zitiere da mal draus:

Wer elektrisch unterwegs sein, die langen Wartezeiten bei Neufahrzeugen jedoch umgehen möchte, dem bleibt aktuell nur der Gebrauchtwagenmarkt. Doch auch dort ist das Angebot rar. Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe – kurz ZDK –, weiß um die aktuelle Situation: "Das Angebot an gebrauchten E-Autos sinkt. Die fehlenden Neuwagen führen zu einer weiterhin starken Nachfrage auf dem Gebrauchtwagenmarkt."


Gebrauchte E-Autos heiß begehrt

Unsere Recherchen geben Karpinski recht, zeigen aber auch: Wer sich ein wenig Mühe macht, wird fündig. Händler, die mit den Herstellern direkt zusammenarbeiten, profitieren von der aktuellen Situation noch am ehesten. Als Jahreswagen im Konzern genutzt, landen einige Gebrauchtstromer beispielsweise auf dem Hof von Autohaus Maushardt in Bruchsal: "Wir haben im Schnitt immer zirka 60 gebrauchte E-Autos vor der Haustür", sagt Alexander Parzigas, Teamleiter Vertrieb.



Und weiter unten dann:

Restwerte im freien Fall

Eine vergleichsweise schnelle Verfügbarkeit und eine zusätzliche Förderprämie – der ideale Zeitpunkt also für einen E-Gebrauchtwagen-Kauf? Andreas Radics, geschäftsführender Gesellschafter bei der Berylls Group, ordnet die Entwicklung ein: "Es mag paradox klingen, aber der Erfolg der Umweltprämie für E-Autos und Plug-in-Hybride kennt einen klaren Verlierer: das Secondhand-E-Auto", so der Marktbeobachter.

"Vor allem die Restwerte älterer E-Mobile sind im freien Fall. Schließlich haben die Förderprämien dazu geführt, dass die Kunden eher Neuwagen kaufen, die dank Prämie kaum teurer sind als ein drei Jahre altes Modell." Gebrauchte Elektroautos stünden daher länger beim Händler als mancher Diesel oder Benziner – auch wenn die aktuelle Situation, getrieben durch die schlechte Verfügbarkeit von Neuwagen, vielen Gebrauchten derzeit eine kürzere Standzeit beschere.


Dann wird ein Akkutester beworben und zum Schluß gesagt:

Das Ergebnis: Die Spreizung der SOH-Werte am Markt von gleichen Fahrzeugen mit ähnlichen Laufleistungen ist extrem. Zwar gibt es durchaus positive Resultate – zum Beispiel beim Hyundai Ioniq Elektro mit 28 kWh – zu vermelden. Hier wiesen alle Fahrzeuge einen SOH-Wert von über 90 Prozent auf. Selbst dann, wenn das Auto bereits deutlich mehr als 120.000 Kilometer auf dem Buckel hatte.
Hersteller
Start-up Aviloo bringt Akku-Test für E-Autos Ein TÜV-Siegel bescheinigt das Batterie-Alter mehr lesen

Doch beim BMW i3 mit 18,8 kWh nutzbarer Akku-Kapazität zeigt sich ein anderes Bild. Ein Modell bringt es hier auf einen starken SOH-Wert von 94 Prozent, ein anderes dagegen nur auf 65 Prozent – bei einer vergleichbaren Laufleistung von 96.000 Kilometern.

Ein kompletter Tausch gleicht dann einem wirtschaftlichen Totalschaden und kostet teilweise mehr als 20.000 Euro. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: In den seltensten Fällen ist es notwendig, die ganze Batterie zu tauschen. Oft genügt es, einzelne, deutlich kostengünstigere, Module zu ersetzen.


https://www.auto-motor-und-sport.de/tec ... -stromers/
Mit freundlichen Grüssen
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