CarpeDiem hat geschrieben: Ein "wachsen" wäre doch bei den hiesigen Faktorpreisen unsinnig.
Das Eigenlandwachstum hat ja selbst bei den absolut geringen Bodenpreisen der 70er, 80er und auch 90er Jahre nicht stattgefunden. Damals galt die Devise: Besser ganz billig pachten als billig kaufen. Als der Bodenpreis-Zug dann in den frühen Jahren des aktuellen Jahrtausends plötzlich Fahrt aufnahm, kam das große Heulen und Zähneklappern. Plötzlich gab es weder billiges Pachten noch Kaufen. Natürlich gibt es heute keine gesunde Relation zwischen Flächenwert und Nutzwert. Aber das freut doch viele Kollegen hier ganz offensichtlich, wenn man hier manchmal genau liest. Ha-Werte die bis in den sechsstelligen Bereich vordringen, ergeben doch große Sicherheiten wenn man Fremdkapital benötigt. Blöd nur, wenn die Blase platzt. Ich erinnere hier an die Aussage des Kollegen aus dem Münchner Nordosten. Als durch SEM der Flächenpreis auf 200 Tsd. € je ha begrenzt werden sollte, fürchtete er um die Fremdfinanzierung von zukünftigen Investitionen. Absurd!
Ich kann mich noch entsinnen, dass mir vom Kauf der Flächen hier am Standort abgeraten wurde. "Hier pachtet man billig und investiert das Kapital in die Produktionstechnik", war das Credo. Ich habe es genau anders gemacht.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet