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Färsenmast

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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104 Beiträge • Seite 3 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Färsenmast

Beitragvon MF4355 » Fr Nov 08, 2019 18:40

Das ist regional sicher sehr unterschiedlich, für Aufzucht wird hier 1,80 bis 2,20 pro Tag verlangt von 6 bis 24 Monate für Hf, tragend zurück.
Ich habe Mutterkühe wie Motzlarerbauer mit Ausmast und Direktvermarktung. Ich rechne mit Oportunitätskosten: 6 Monate alte weibliche Absetzer mit 250kg kosten etwas 600 Euro, bei normaler Vermarktung kommen nur 3,60€ raus. Bei optimistischen 1000g Tageszunahmen kommst du nach 500 Tagen ( wie bei den Hf) auf ca 1370€ Erlös. In meinem Beispiel fährst du mit Aufzucht also wesentlich besser, bei weniger Risiko.
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Re: Färsenmast

Beitragvon Alla gut » Fr Nov 08, 2019 18:41

Bei den Bullen kenne ich es so :
Ab 24 Monate Lebensalter sind die Bullen keine Jungbullen mehr sondern Bullen und der Preis sinkt dann um rund 20 % .
Wie es bei Färsen ist weiß ich nicht .
Sind die Färsen nach 24 Monaten dann Kühe ?
Für Kühe sinkt der Preis dann um rund 30 % gegenüber Färsen .
was hier noch fehlt ist ein Bau Forum
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Re: Färsenmast

Beitragvon Marian » Fr Nov 08, 2019 18:52

Nein.
Je nach Schlachthof werden 28-30 Monate bei Färsen toleriert bzw sind auch gewünscht.
Ich habe in einem kleinen Vollspalten Stall neben der Bullenmast auch einen Tropp weibliche Tiere zur Mast stehen weil der Stall sich für nichts anderes nutzen lässt. Handelt sich um rbt*Limo.
Bisher bin ich begeistert mit wie verhältnismäßig wenig Futter sie gut zulegen.
Interesse an den Tieren wurde schon seitens zwei Metzgern aus der Nähe bekundet noch lang bevor sie Mal Schlachtreif sind. Einen Markt gibt es also dafür.
Ich bin gespannt ob's bei dem Test bleibt.

Grüße
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Re: Färsenmast

Beitragvon Kajumm » Fr Nov 08, 2019 20:24

MF4355 hat geschrieben:Das ist regional sicher sehr unterschiedlich, für Aufzucht wird hier 1,80 bis 2,20 pro Tag verlangt von 6 bis 24 Monate für Hf, tragend zurück.
Ich habe Mutterkühe wie Motzlarerbauer mit Ausmast und Direktvermarktung. Ich rechne mit Oportunitätskosten: 6 Monate alte weibliche Absetzer mit 250kg kosten etwas 600 Euro, bei normaler Vermarktung kommen nur 3,60€ raus. Bei optimistischen 1000g Tageszunahmen kommst du nach 500 Tagen ( wie bei den Hf) auf ca 1370€ Erlös. In meinem Beispiel fährst du mit Aufzucht also wesentlich besser, bei weniger Risiko.


???
meines erachtens kann die Rechnung mit der Aufzucht so nicht funktionieren...angenommen ich rechne mit 2 Euro/Tag und kalkuliere mit 18 Monaten Aufzucht, lieg ich bei knapp 1100 Euro...was ist mit den Impfkosten, Besamung etc? Wer trägt diese kosten? falls die darin enthalten sein sollen, funktionierts in meinen Augen vorne und hinten nicht...davon ab vllt mal ne Klauenpflege etc...und einfach zwischen iwelchen Obstbäumen scheuchen und halbes jahr nicht nach schauen, funktioniert auch nicht.

Eine Schlachtfärse intensiv gemästet, ist ebenfalls nach 18-20 monaten fertig. Angenommen 350 kg Schlachtgewicht und einem Preis von 3,60 auf knapp 1300 Schleifen. das alles mit deutlich weniger Aufwand. Der einkaufspreis der Kälber natürlich abzüglich...aber der liegt bei den Kreuzungen bei unter hundert Piepen..die werden ja fast geschenkt
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Re: Färsenmast

Beitragvon motzlarerbauer » Fr Nov 08, 2019 20:36

Marian Pradler hat geschrieben:Nein.
Je nach Schlachthof werden 28-30 Monate bei Färsen toleriert bzw sind auch gewünscht.
Ich habe in einem kleinen Vollspalten Stall neben der Bullenmast auch einen Tropp weibliche Tiere zur Mast stehen weil der Stall sich für nichts anderes nutzen lässt. Handelt sich um rbt*Limo.
Bisher bin ich begeistert mit wie verhältnismäßig wenig Futter sie gut zulegen
.

Und genau da liegt der Vorteil. Ohne hochwertiges Futter gute Qualitäten und akzeptable Gewichten produzieren. Es wird kein Mais und kaum Kraftfutter benötigt. Entsprechende Rassen / Kreuzungen vorausgesetzt
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Re: Färsenmast

Beitragvon Bibbler » Fr Nov 08, 2019 21:10

Ich habe letztes Jahr auch umgestellt von Milch auf Färsenmast.
Ich hatte zur Übergangszeit auch Jungvieh Aufzucht. Da ich keine Weide habe ist das Aufziehen nicht das wäre. Das funktioniert am besten und billigsten auf der Weide mit Bullen dabei ansonsten wirst verrückt die ganze Zeit aufs Rindern zu schauen. Jetzt hole ich beim Nachbarn Kreuzungskälber und mäste die. Ich habe das vorher schon bissel gemacht und bin eigentlich zufrieden. Man kann alles schön und auch alles schlecht rechnen. Für den Nebenerwerb ist es ok am Stall musste ich nix ändern und der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen.
Bei mir bekommen sie noch mais aber das muss ich ändern. Davon dürfen sie nicht zuviel bekommen.
Bei mir werden die spätestens mit 24 Monaten geholt.
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Re: Färsenmast

Beitragvon MF4355 » Fr Nov 08, 2019 21:38

Du hast recht und Unrecht, tränken ist einfach teuer und bei der Aufzucht ab Kalb gibt es Verluste, die ich als Dienstleister gar nicht habe. Ich wollte damit einfach nur sagen, dass beides nicht so toll ist und man sich das ganz genau durchrechnen muss.
Ich bekomme zum Beispiel Substrat frei Ausgebracht, die Eigene Gülle kostet mich die Ausbringung. Da gibt es große betriebsindividuelle Unterschiede.
Ein Kollege verkauft seine Hf Kälber abgetränkt an seinen Aufzüchter und kauft sie tragend zurück. Bei so einer Beziehung gibt es weniger Stress, falls es Zwischenmenschlich nicht passt.
Kalbstarken kosteten hier auf den letzten Auktionen 1300 im Schnitt... Die richtige Vermarktung/Partnerschaft entscheidet über den Erfolg. Bei so einem Betriebszweig muss ja auch was hängenbleiben, man ist dadurch schließlich sehr an den Betrieb gebunden.
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Re: Färsenmast

Beitragvon DWEWT » Fr Nov 08, 2019 21:50

Marian Pradler hat geschrieben:
Bisher bin ich begeistert mit wie verhältnismäßig wenig Futter sie gut zulegen.


Was heisst denn das konkret?
Welche Klassifizierung, welches Schlachtgewicht, welche Tageszunahme und welches Vermarktungsalter strebst du an?
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Re: Färsenmast

Beitragvon DWEWT » Fr Nov 08, 2019 21:52

motzlarerbauer hat geschrieben:Ohne hochwertiges Futter gute Qualitäten und akzeptable Gewichten produzieren. Es wird kein Mais und kaum Kraftfutter benötigt.


Was heisst "kaum Kraftfutter"? Was sind gute Qualitäten und akzeptable Gewichte? Wie sieht die Fütterung aus?
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Re: Färsenmast

Beitragvon Kajumm » Fr Nov 08, 2019 22:09

motzlarerbauer hat geschrieben:Um dir Infos geben zu können, werden auch Infos zum Betrieb benötigt.

Ich denke Färsenmast lohnt sich nur in Grünlandregionen und wenn man einigermaßen arrondierte Flächen hat.
Das Ganze am besten noch mit nem Markenfleischprogramm.



Ca 60 ha, das meiste eigen, viel arrondiert und teilweise extensives Grünland, aber alles konventionell betrieben. Daraus müsste sich doch was machen lassen.
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Re: Färsenmast

Beitragvon motzlarerbauer » So Nov 10, 2019 17:43

DWEWT hat geschrieben:
motzlarerbauer hat geschrieben:Ohne hochwertiges Futter gute Qualitäten und akzeptable Gewichten produzieren. Es wird kein Mais und kaum Kraftfutter benötigt.


Was heisst "kaum Kraftfutter"? Was sind gute Qualitäten und akzeptable Gewichte? Wie sieht die Fütterung aus?


Kraftfutter nur zum anlocken, vielleicht 100kg Getreideschrot.

Meistens R3, ca. 28-30Monate bei rund 380-400kg Schlachtgewicht
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Re: Färsenmast

Beitragvon Marian » So Nov 10, 2019 18:01

Plan ist Schlachtung nach 16 Monaten Mast mit einem Alter nun 28 Monate.
Derzeit rechne ich damit das wir im Bereich 370-380 kg landen.
Klassifizierung interessiert mich nicht weil Metzger Ware. Das klären wir dann so.
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Re: Färsenmast

Beitragvon motzlarerbauer » So Nov 10, 2019 19:14

Kajumm hat geschrieben:
motzlarerbauer hat geschrieben:Um dir Infos geben zu können, werden auch Infos zum Betrieb benötigt.

Ich denke Färsenmast lohnt sich nur in Grünlandregionen und wenn man einigermaßen arrondierte Flächen hat.
Das Ganze am besten noch mit nem Markenfleischprogramm.



Ca 60 ha, das meiste eigen, viel arrondiert und teilweise extensives Grünland, aber alles konventionell betrieben. Daraus müsste sich doch was machen lassen.


Beste Vorraussetzungen!
Optimal im Nebenerwerb mit ner 3/4 Anstellung sonst irgendwo.
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Re: Färsenmast

Beitragvon DWEWT » So Nov 10, 2019 20:43

Mich wundern die hier angegebenen recht hohen Zielschlachtgewichte. Die Abnehmer hier im Norden bevorzugen SG von 330 bis 370kg bei einem Schlachtgewicht von max. 26 Monaten. Der angegebenen Grund sind die bei höheren Gewichten relativ großen Portionen bei den Edelstücken. Mein Vermarkter (Bio) zieht bei SG über 370kg 10ct/kg ab. Wäre es, bei relativ günstigen Zukaufpreisen, nicht evtl. sinnvoller, mehr Rinder mit geringerem Endgewicht zu mästen. Zumal die Phase der höchsten Gewichtszuwächse, in Abhängigkeit von der Rasse, eh im Bereich von 16 bis 24 Monaten liegt.
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Re: Färsenmast

Beitragvon MF4355 » So Nov 10, 2019 23:13

Bei mir ist es in der Direktvermarktung so, dass der Schlachter bis 400kg einen Pauschalpreis hat, abgesehen von der Verpackung. Vom Dexter bis zu meinen Limo Färsen alles gleich. Geld bleibt bei schwereren Tieren also mehr bei mir. Ich finde zum Beispiel die kleinen Lowline Angus sehr interessant, die passen nur nicht in mein System.
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