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Faszination biologisch-dynamische Landwirtschaft

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Beitragvon mauzi » Mo Okt 15, 2007 12:58

Lasst die maxi2 doch ruhig hier laut denken- das Studium und die Praxis hinterher wird Sie schon formen-...
... und die Zeit wird auch die kritischen Betrachtungen und Fragestellungen mit sich bringen.

Es ist doch schon viel wert, dass sich jemand für die Landwirtschaft interessiert, oder Berufskollegen???!!

Und Fachfragen kannse eh erst im dritten Studienjahr beantworten- vorher gibts den allgemeinen Kram für die Gehirn- und Gewissensbildung..
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Beitragvon feliks07 » Di Okt 16, 2007 1:02

Sekte nehm ich zurück, war nicht auf Demeter bezogen, sondern auf die anthroposophische Weltsicht, und da gibt es halt sektiererische und auch rassistische Tendenzen, die werden natürlich nicht von jedem geteilt der biodynamisch wirtschaftet oder seine Kinder auf die Waldorfschule schickt. Mit Scientology und ähnlichem kann man es sicher nicht vergleichen.
@SHierling: nicht alles was ich rechnet ist auch sinnvoll, da gebe ich dir vollkommen recht, es gibt viele Auswüchse die für die Gesellschaft, Umwelt... eher schädlich sind, es wird z.B. jede Menge Profit gemacht mit Waffen etc. Aber welchen Schaden richtet ein Biobauer an, der halt einen etwas besseren Preis für seine Produkte erzielt ? Dadurch das er keine PSM verwendet und N durch Leguminosen reinbringt doch eher einen geringeren als ein konventioneller?
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Beitragvon maxi2 » Mi Okt 17, 2007 17:34

Hallo an alle,

1.@ Sonny:
könntest du mit deinen Fragen bis zum 2.Semester (im Sommer) warten,wir haben es noch nicht ,da wir erstmal Grundlagen lernen. Ich kann meine Dozenten fragen aber ich würde das System gerne verstehen.
PS: Hornkiesel spritzt man eher im Frühjahr und Sommer,eventuell noch bis Mitte September.
Das Kleeproblem bekommst du mit gutem Striegeln,sowie einer genauen Berechung deiner Saatmenge hin (Kontrolle durch TKG, und Feldaufgang). Wähle eine Fruchtfolge,beispielsweise Winterweizen. Den kannst du auch jetzt noch drillen (bei milden Temperaturen,sowie schwachen Frösten auch bis Dezember ,nach der Zuckerrübe).
Gleichmäßige Tiefe,gute Bodenbearbeitung,eventuell mit dem Pflug (nicht zu tief). Gutes Striegeln hilft hier auch. Klee ist aber keine winterharrte Pflanze und stirbt ab. Eine Wechselwirtschaft Acker-/Grünland ist recht günstig (macht Brodowin auch so). Beziehe die ein oder andere Gemüsekultur mit ein, frühzeitg reagieren,führen einer Schlagkartei.

Wähle Klee,der von den Ziegen gerne gefressen wird
Ziegen kommen ursprünglich aus dem Hochgebirge. Sie sind sehr wählerisch und mögen eher Kräuter und Blätter. Ziegen mögen es auch lieber,wenn das Futter erhöht angeboten wird.
Bei uns ist das Problem,dass wir eher fettes Grünland haben,was auch bei Ziegen zu Klauenproblemen führen kann. Bei Schafen ist es noch viel heftiger. Die Landschafrassen sind auf genügsamkeit spezialisiert (magere,nährstoffarme Heidestandorte). Auf unseren nährstoffreichen Gebieten bekommen Heischnucken oft Klauen- oder Fellprobleme.Es gibt und gab nicht umsonst so viele Lokalschläge. Sie waren ihrem Standort angepasst. Heute bekommt unser Boden eine gratis Nährstoffdüngung (Stickstoff) aus der Luft. Das ist ein großes Problem.

Würde man die Heidelandschaft nicht mit den Schnucken beweiden,würde sich da binnen kürzester Zeit Wald bilden. Mehr und ausführlicher,wenn ich mehr Vorlesung und Grundwissen habe.

@Shierling:
Auch deine Schweinefutterration muss noch bis nächstes Semester warten (möchte da fundierte,möglichst auch wissenschaftliche Ergebnisse mitteilen) aber wir hatten heute in Nutztierkunde,dass man bei Schweinen und Hühnern auf eine ausreichende Eiweißversorgung achten muss.
Das Schwein und Huhn sind ja keine Pflanzen-,sondern Allesfresser. Sie kommen aus dem Wald (Bankivahuhn und europäisches Wildschwein) ,dies muss man auch bei der Unterbringung beachten (Freilandhaltung ohne Unterstand,z.B. Hecke oder ähnliches beim Huhn ===TIERQUÄLEREI).
Zum Zufutter gibt es unterschiedlihce Regelungen und man darf bei Schweinen auch einen kleinen Prozentsatz aus dem konventionellen Bereich kaufen,muss es aber ausweisen und eventuell darf man das Fleisch nicht als Biofleisch verkaufen.

Der größte Unterschied zwischen Bio und Konventionell liegt in der längeren Wartezeit bei Medikamenteneinsatz ,der Einsatz darf nur sein,wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt. Biotiere werden länger und langsamer gemästet,sie haben mehr Platz ,leben auf Stroh und sollten Zugang zum Außenbereich haben. Der Landwirt muss Rücksicht auf das Wohlbefinden der Tiere nehmen,der Tierbesatz pro ha Lf ist größer und die Futterversorgung aus eigenem Betrieb ist wichtig.

Im Bio-dyn. Bereich wird das Tier als Individuum gesehen und Tiere sind fester Bestandteil im Hoforganismus.
Es wird nicht als Fleisch-oder Milchtheke gesehen und als noch Laie kann ich mir keine Urteile über tiergerechtheit erlauben. Hier sind die Betriebstypen unterschiedlich. Man kann nur Betriebe gleicher Größe,Strukur,Art vergleichen.

@ all:
ich interessiere mich für die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise und ,möchte nach meinem Studium nach den Richtlinie wirtschaften. Da ich mich im sozialen Sektor der Landwirtschaft bewegen möchte,hat man da bei Demeter und der Anthroposphie die größten Chancen.
Der biologisch-dynamische Landbau ist die älteste noch exestierende Wirtschaftsweise und hat eine große Bedeutung im ÖLB.
Viele Ideen,die hier überlegt/ entwickelt wurden,spielen heut zu tage auch im konventionellen Bereich eine Rolle (Überlegung zur tiergerechten Haltung).Viele Richtlinien haben ihren Ursprung in dieser Bewegung.
Der biologisch-dynamische Landbau wurde auf großen Gutshöfen (Schlesien,Brandenburg) entwickelt und Herr Steiner war KEIN Landwirt. Er war Mediziner und hat sich viele Gedanken über das zwischenmenschliche (soziale) Leben gemacht. Mit Hilfe von Landwirten (auf diesen Gutshöfen) hat er sich Gedanken über die Landbewirtschaftung gemacht. Der moderne Umweltschutzgedanke wurde hier entwickelt (der Landwirt muss nicht nur "seinen" Organismus" sondern auch die Umgebung berücksichtigen). Demeterbetriebe leisten wirklich viel zum heimatlichen Umweltschutz,weil es meist etwas abegelegene Höfe sind.

Außerdem ist es eine gute Bewirtschaftungsform für "schlechtere" Böden. Der älteste Demeterhof (bio-Dyn.) ist Marienhöhe in Brandenburg (seit 1928) außerdem hat er viel Verbreitung im südwestlichen Deutschland erfahren. Hier ist Baden-Würtemberg zu nennen,wo es sehr viele Demeterhöfe gibt.

Bio und Öko sind mehr als Demeter und die Zusammenhänge sehr komplex. Wir lernen auch die ein oder andere konventionelle Methode kennen. Wenn ich mehr weiß,kann ich auch besser und differenzierter antworten. Ich habe wirklich Spaß an dem Beruf, am Studium,ich stehe am Morgen auf und freue mich auf den Tag (das war auch in der Praxis so) und versuche in meiner Freizeit (ab Februar 08) auf einem landwirtschaftlichen Betrieb mehr Praxis kennenlernen. Aber die Theorie ist genauso wichtig und man kann nicht alle praktischen Erfahrungen hier reinschreiben.

Bis dann
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Beitragvon Kaninchen » Mi Okt 17, 2007 17:44

maxi2: Ist ja total lieb, du, dass du allen antwortest :) aber warum denn dem Gerd nicht, der fragt, warum du seit 2005 schon lernst, mhm?
Grüßle,
Birgit
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Beitragvon IHC1255XL » Mi Okt 17, 2007 17:47

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Beitragvon Sonni » Mi Okt 17, 2007 21:51

maxi2 hat geschrieben:Das Kleeproblem bekommst du mit gutem Striegeln,sowie einer genauen Berechung deiner Saatmenge hin (Kontrolle durch TKG, und Feldaufgang). Wähle eine Fruchtfolge,beispielsweise Winterweizen. Den kannst du auch jetzt noch drillen (bei milden Temperaturen,sowie schwachen Frösten auch bis Dezember ,nach der Zuckerrübe).


:shock: :shock: Ich habe kein Kleeproblem, ich habe das in der Fruchtfolge und will ja Weizen drauf säen....

maxi2 hat geschrieben:Gleichmäßige Tiefe,gute Bodenbearbeitung,eventuell mit dem Pflug (nicht zu tief). Gutes Striegeln hilft hier auch. Klee ist aber keine winterharrte Pflanze und stirbt ab. Eine Wechselwirtschaft Acker-/Grünland ist recht günstig (macht Brodowin auch so).
:shock: Ehrlich, also unser Klee im Kleegras bleibt immer zwei Jahre stehen, komisch, oder?
maxi2 hat geschrieben:Beziehe die ein oder andere Gemüsekultur mit ein, frühzeitg reagieren,führen einer Schlagkartei.

Hilfst du mir dann beim Unkraut jäten aber das war eh nicht meine Frage, egal, du frag doch mal deinen begnadeten new holland ob denn nicht jeder ne Schlagkartei führen muß??? :twisted: :twisted: Mädchen wo lebst du denn, dafür dass du nen Freund hast der nen Betrieb hat sind diese Aussagen ja wohl der Witz des Jahres, sogar wenn man eben erst mit dem Studium angefangen hat und nebenbei 800 ha bewirtschaftet

maxi2 hat geschrieben:Wähle Klee,der von den Ziegen gerne gefressen wird
Ziegen kommen ursprünglich aus dem Hochgebirge. Sie sind sehr wählerisch und mögen eher Kräuter und Blätter. Ziegen mögen es auch lieber,wenn das Futter erhöht angeboten wird.

:shock: Ja vielen Dank auch für die Auskunft, also füttere ich meinen Ziegen denn im Januar Klee kurz bevor sie lammen, gute Idee.

maxi2 hat geschrieben:Bei uns ist das Problem,dass wir eher fettes Grünland haben,was auch bei Ziegen zu Klauenproblemen führen kann. Bei Schafen ist es noch viel heftiger. Die Landschafrassen sind auf genügsamkeit spezialisiert (magere,nährstoffarme Heidestandorte). Auf unseren nährstoffreichen Gebieten bekommen Heischnucken oft Klauen- oder Fellprobleme.Es gibt und gab nicht umsonst so viele Lokalschläge. Sie waren ihrem Standort angepasst. Heute bekommt unser Boden eine gratis Nährstoffdüngung (Stickstoff) aus der Luft. Das ist ein großes Problem.

Wie Stickstoff aus der Luft :o einfach so.. ist ja toll, wenn mal ne Wolke bei euch vorbeikommt, dann schick sie mal zu uns rüber... unsere Nährstoffuntersuchungen zeigen mir keinen gratis Stickstoff an *grübel* :?
Ach ja und unsere ´Ziegen fressen Rotklee auf Portionsweide und Luzernesilage im Winter und haben keine Klauenprobleme, da die Weide nämlich trocken ist....könnte das wohl am Bodenzustand statt am Futter liegen :shock: Obwohl, wenn du an Pferdchen denkst hast du recht, da wirkt sich das aus... meine Ziegen hatten aber noch keine Hufrehe.

maxi2 hat geschrieben:Zum Zufutter gibt es unterschiedlihce Regelungen und man darf bei Schweinen auch einen kleinen Prozentsatz aus dem konventionellen Bereich kaufen,muss es aber ausweisen und eventuell darf man das Fleisch nicht als Biofleisch verkaufen.

Quatsch, dann müssen die Schweine natürlich konventionell verkauft werden wenn du sie konventionell fütterst! Übrigends drum haben wir keine


maxi2 hat geschrieben:Im Bio-dyn. Bereich wird das Tier als Individuum gesehen und Tiere sind fester Bestandteil im Hoforganismus.
Es wird nicht als Fleisch-oder Milchtheke gesehen und als noch Laie kann ich mir keine Urteile über tiergerechtheit erlauben. Hier sind die Betriebstypen unterschiedlich. Man kann nur Betriebe gleicher Größe,Strukur,Art vergleichen..

Ja das haben denn solangsam alle begriffen aber leben müssen wir schließlich auch davon, vergiss das nicht und natürlich sehe ich auch das Fleisch und die Milch meiner Tiere, genauso wie j e d e r Landwirt auch seine Tiere als Tiere sieht die er so artgerecht wie möglich hält, aber das haben wir ja auch schon durch.

Uff, freue mich schon auf deine praktischen Erfahrungen, in "the never ending story", kannst auch gerne bei uns Praktikum machen wenn du Demeter so gerne magst :wink: wir helfen immer gerne.
Liebe Grüße
Sonni
Am meisten bereut man im Leben die Dinge, die man nicht getan hat, als man Gelegenheit dazu hatte!
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Beitragvon maxi2 » Do Okt 18, 2007 19:49

@Sonni:
Guten Abend an dich und alle anderen.

Bitte habe etwas Geduld ,da ich sehr viel lernen muss und eben nicht alles auf die Minute im Kopf habe. Wir hatten erst 3 Vorlesungenin dem Bereich und ich muss erstmal die wichtigen Dinge wirklich können (Allgemein). Bei uns wüssten die meisten Keine Antwort auf deine Fragen. Wir hatten es noch nicht.
Ich hätte großes Interesse mein Praktikum auf eurem Betrieb zu machen,aber erst im Winter und von der Fh begleitet (ist auch für euch gut).

Ich habe guten Kontakt zu meinem Freund aber ich will nicht wegen jeder Kleinigkeit zu ihm gehen . die Fläche bewirts´chafte ich auch nicht nebenbei,sondern,wenn ich nach dem Studium (spätestens im Sommer mehr kenne).

Ich habe heute einen Kenner gefragt (Dozent),der gesagt hat,dass du den Klee stehen lassen kannst und darauf den Weizen direkt säen kannst.
Der Weizen muss aber bald rein.

Gruß
maxi2
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Beitragvon Sonni » Fr Okt 19, 2007 13:24

@maxi, das waren eher Fragen um dich mal raus zu locken und nicht immmer irgend etwas aus Büchern abzuschreiben :wink: Also der Weizen ist natürlich schon drin, waren nur mal "Praxisüberlegungen" vor der Aussaat. Den Weizen direkt auf den Klee säen kann ich mir jetzt überhaupt nicht vorstellen. 1. Hatten wir dieses Jahr massiv Mäuse - deshalb auch gepflügt... zweitens macht der Klee ja ganz schön dicht und da denn Mulchsaat, ja, aber ohne spritzen kann ich mir das nicht vorstellen :roll: Erst Weizen und im Frühjahr Klee als Untersaat, da geh ich mit, das haben wir öfter durch. Aber vielleicht nagelst du deinen Proff denn da mal fest?! Und fragst genau wie er sich das vorstellt oder @all hat das schonmal jemand gemacht?
Was ein Praktikum angeht, immer gerne, wir sind anerkannter Ausbildungsbetrieb und hatten schon öfter Unipraktikanten.
Aber suspekt bist du mir eben leider trotzdem noch wegen 1. Alter und 2. Gerd´s Fragen über das Endlosstudium und 3. natürlich NH´s Geschichten. Also ist ja aber auch egal, vielleicht denk ich mal dran und mach mich in Mahlitsch schlau :wink:
LG
Sonni
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Beitragvon forenkobold » Sa Okt 20, 2007 9:58

Biologisch-dynamische Weltrenährungssicherung:

http://lme.agrar.de/20071019-00000/

Siegen (lme) - Bei den Bio-Bauern in NRW ist die Kartoffelernte in
diesem Jahr zu 80 Prozent ausgefallen. Das berichtet jetzt das WDR –
Regionalstudio Siegen unter Berufung auf die Naturlandgenossenschaft.
Während konventionelle Bauern gegen die Kartoffelfäule (Phytophtora)
mit Fungiziden vorgehen konnten, mussten Biolandwirte teilweise den
Totalausfall ihrer Ernte hinnehmen. Die in der Vergangenheit auf
Bio-Kartoffeln eingesetzten „Kupferspritzbrühen“ dürfen wegen der
hiermit verbundenen ökologischen und gesundheitlichen Probleme nicht
mehr oder nur noch beschränkt eingesetzt werden.

Die Kartoffeln waren als Folge des Pilzbefalls so klein, dass sich
vielerorts die Ernte nicht mehr lohnte, so der WDR. Die Verluste für
die Bauern liegen laut WDR bei einem mittleren Bio-Hof bei rund
50.000 Euro.


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Beitragvon estrell » Sa Okt 20, 2007 10:12

Nicht Welternährungssicherung sondern Weltzukunftssicherung.
Auch Hungersnöte haben früher die Bevölkerung auf einem für die Welt erträglichen Maas gehalten.
Massenproduktion ist nun mal keine Zukunftssicherung und ein Endloswachstum gibt es in der Natur nicht sowenig wie es ein "Perpetum Mobile gibt".
"Bio" ist nicht lieb, nett und heile Welt.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Okt 20, 2007 12:37

wir haben hier nunmal das glück auf der richtigen seite dieser welt zu wohnen, die meisten von uns können auch ruhig mal die eine oder andere mahlzeit ausfallen lassen .

Auch Hungersnöte haben früher die Bevölkerung auf einem für die Welt erträglichen Maas gehalten.


tja solange es nur die anderen trifft, auslese durch hunger, oder wie soll man diesen satz nu wieder verstehen ?
da kommt doch immer wieder der alte rudolf steiner hervor gekrochen, sowas bekommen waldorfschüler scheint's mit der muttermich
:cry:
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Beitragvon estrell » Sa Okt 20, 2007 13:18

Gerd - findest du es richtig das jeder Mensch auf der Welt, der geboren wird, lebt, bis er 150 Jahre alt wird?
Ist es richtig, das kein Mensch an den Folgen von zB Autofahren, Alkohol, Tabak, Drogen, Krankheiten, Arbeitsunfällen.. oder Hunger... stirbt?
Willst du echt so eine heile Welt?

Mir geht es echt nicht darum, das es mir egal ist, wenn da ein imaginärer "anderer" stirbt - es ist mir nicht egal! Aber es müssen Menschen geboren werden und es müssen Menschen sterben. Diese Abfolge nennt man Leben.

Das "wir uns" das bisher so eingeteilt hatten, das die "karierten" leben und die "gestreiften" sterben... ist davon ganz unabhängig. Es sollte der fitteste, erfindungsreichste, kräftigste... überleben. Egal welcher Hautfarbe, Nationalität oder Konfession. Tatsache ist das die mit Geld überleben - die ohne müssen sehen, wie sie von diesem lebenswichtigen Gut abbekommen. Positiv finde ich, das es meist abzusehen ist, wielange die, die nur geerbt haben, Geld haben... schade ist es, wenn man selbst da steht, wo man nicht geerbt hat und sehen muss, wie man zu was kommt.
Aber das ändert nichts daran, das das alles eben Leben ist, es einfach nicht "gerecht" ist und jeder für sich ganz alleine sehen muss, wie er sich seine Situation gestalltet.

Und mir ist es wirklich hundspiepegal, das ich für mein Leben Prämiengelder kassiere, die "eigentlich Leuten die Produzieren zustünden" wie zB der ehemaligen LPG oder der Queen.... :twisted: und mir ists auch egal, ob ich zum Leben ein "Biologo" brauche - wenn ich leben kann, ohne mich zu verkaufen, den mit mir lebenden zu schaden, zu viel Welt zu verbrauchen....., lebe ich eben. Es gibt Leute die können nur Kopfleistungen vollbringen, weil sie zB durch Behinderung in den Rollstuhl verbannt wurden - zB Stephen Hawking. Oder die malen, singen, weben, Schafe hüten oder PCs erfinden.... Menschen können mit schlimmsten Behinderungen Leben oder übelen Verstümmelungen.... Menschen können sich für andere einsetzen, oder anderen Arbeiten abnehmen - profan zB für jemanden im Garten arbeiten oder dessen Kinder hüten oder einen alten Menschen betreuen.... oder ein Krankenhaus leiten oder eine riesige Chemifabrik.... sie können große Rädchen sein oder ganz kleine.
Sie können sogar als Schenker leben wie ÖffÖff....

Aber keiner ist dafür zuständig, das !alle! satt und zufrieden sind, jeder ein Auto hat und alle einen Fernseher. Glaub nicht das die Chinesen, denen wir nun gerne jedem ein eigenes Auto gönnen, sich auch nur einen Pieps dafür interessieren, das deshalb vielleicht in allen Ländern der Mediteranen Welt die Böden verdorren oder es bald keine Eisbären mehr gibt. Und kein Ölscheich findet es wichtig, das ein HartzIV Kind eine Aldijeans trangen muss udn gehänselt wird, weil es kein Handy hat. Auch den Indern ist es einfach Wurst, ob einer in Afrika an Aids stirbt, weil er sich an Stammestraditionen oder die katholische Kirche hällt. Und wenn man nicht so weit gehen will, ist auch Bahnchef Medorn ein solcher, der zwar seinen fahrenden Angestellten nur ein Mindestgehalt zahlt, selber aber Milionen einstreicht. Und frag den mal, was er sich dabei denkt, so zu selektieren - oder die Telekommer, die nun wieder Leute "freisetzen". Sogar das Mädel in Dormagen, das einen Baum für alle wünscht, könnte statt der Bäume doch hungerleidende Menschen unterstützen - und hat sie drüber hinnaus, wenn sies tut, noch zu viel Geld, könnt sie noch Schulen finanzieren... aber ne, sie will Bäume....

Und da moserst du, das man auf den 5% Flächenanteilen der Biobetriebe ja ernsthaft am Wohle aller Menschen und gegen den Welthunger "vernünfig große Mengen wertvoller Lebensmittel" anbauen könne???
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Okt 20, 2007 18:30

Estrell
Es sollte der fitteste, erfindungsreichste, kräftigste... überleben. Egal welcher Hautfarbe, Nationalität oder Konfession. Tatsache ist das die mit Geld überleben - die ohne müssen sehen, wie sie von diesem lebenswichtigen Gut abbekommen.


das ist echt gequirlte scheiße

genau wie das hier:
Heinrich Himmler
Ob die anderen Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen; anders interessiert mich das nicht


..... übrigens war der auch diplom-landwirt und hatte bevor er reichsführer SS wurde, einen geflügelhof :?
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Beitragvon Hoschscheck » Sa Okt 20, 2007 19:30

estrell hat geschrieben:Und mir ist es wirklich hundspiepegal, das ich für mein Leben Prämiengelder kassiere, die "eigentlich Leuten die Produzieren zustünden"


Hallo in die Runde,

folgende Provokante Milchmädchenrechnung dazu.
(Diese Rechnung hat kein Anspruch auf Vollständigkeit)

8ooha x Direktzahlung MeckPom = Sümmchen Brumm

Wie könnte ich das noch erhöhen?

8ooha x Bioförderung = Sümmchen Naja

Sümmchen Brumm
+ Sümmchen Naja
-------------------
Sümmchen geht schon

Wie kann ich jetzt ohne großen Aufwand, bei gleichzeitig wenig Risiko mein Abwarten (Nichts tun) optimieren um möglichst viel vom Sümmchen "geht schon" zu retten ?
estrell hat geschrieben:Prämiengelder kassiere, die "eigentlich Leuten die Produzieren zustünden"


Genau ich werde Demetermitglied und besinge und beschwöre in dunklen Neumondnächten bei Bachblütentee mit Schuss (Alkohol) die Dummheit der EU.

Nicht vergessen! Provokation

Ein provokanter Hoschscheck grüßt.
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Beitragvon H.B. » Sa Okt 20, 2007 19:57

wo soll jetzt da die Provokation sein?

ich seh da nur Tatsachen, Punkt!

so ist eben, fertig + plonk :wink:
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