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Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon agri10 » Do Aug 11, 2022 5:26

Ein E-Hybrid Antrieb für Traktoren wurde von den Weißrussischen Hersteller Belarus schon vor 10 Jahren vorgestellt, da hat John Deere wahrscheinlich abgeschaut .
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon urbanFarmer » Do Aug 11, 2022 6:58

Angesichts der Verschiebung des Leistungsbereichs sind ja einige Optionen für zukünftige Releases denkbar.

    - Zunächst kommen auf Grund der gestiegenen Größe und Gewichte nur 720 - 728, die "alten" Modelle werden als 714-718 weiter vertrieben.
    - Der 700er kommt generell in 2 Größenklassen (ähnlich JD 6R)
    - Im nächsten Jahr folgt ein neuer 800er, der sich näher Richtung 900er orientiert und die Lücke füllt
    - Der 500er wird im nächsten Jahr aktualisiert und leistungsmäßig erweitert, um die Lücke zwischen 300er und größerem 700er besser zu füllen

Beim Gewicht des 700ers gehe ich auch eher von 9t+ aus. Das Leistungsgewicht wird sicher inkl. DP angegeben sein und sich auf 300 PS beziehen
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Kafka » Do Aug 11, 2022 18:50

Vario_TA hat geschrieben:Das eAutoPowr wurde von Grund auf neu konzipiert und hat stolze fünf Fahrbereiche vorwärts und vier rückwärts...
Im eAutoPowr arbeiten unglaubliche acht (in Zahlen: 8 ) Kupplungen, um die Fahrbereiche zu schalten. ...


Danke für die Infos. Jetzt habe ich das Video von John Deere dazu gesehen. Schon spannend, dass man da zur Beschreibung dieses stufenlosen Getriebes ganz offen von mehreren Gängen spricht.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Vario_TA » Do Aug 11, 2022 19:19

agri10 hat geschrieben:Ein E-Hybrid Antrieb für Traktoren wurde von den Weißrussischen Hersteller Belarus schon vor 10 Jahren vorgestellt, da hat John Deere wahrscheinlich abgeschaut .

Das war ein dieselelektrischer Antrieb ohne Leistungsverzweigung. Hat sich als zu ineffizient und vergleichsweise teuer herausgestellt und hat mit John Deere absolut nichts zu tun.

urbanFarmer hat geschrieben:
- Zunächst kommen auf Grund der gestiegenen Größe und Gewichte nur 720 - 728, die "alten" Modelle werden als 714-718 weiter vertrieben.

Der Gen7 besteht erstmal nur aus 726 und 728. Der Gen6 wird vom 714 bis zum 724 weiter gebaut.

urbanFarmer hat geschrieben:- Der 700er kommt generell in 2 Größenklassen (ähnlich JD 6R)

Ja vermutlich, nur dass die kleinere Variante in Zukunft wohl eher 600er heißt. Das habe ich hier schon als wahrscheinliche Variante geschrieben als das erste Bild des neuen 700ers im Mai 2021 aufgetaucht war.

urbanFarmer hat geschrieben:- Der 500er wird im nächsten Jahr aktualisiert und leistungsmäßig erweitert, um die Lücke zwischen 300er und größerem 700er besser zu füllen

Da der 700er Gen6 weiter gebaut wird, muss der 500er erstmal nicht wachsen. Die Zukunft des 500ers wird davon abhängen, ob der 700er Gen7 so weit nach unten erweitert wird und so leicht ist, dass ein 600er als Vierzylinder akzeptabel ist oder nicht.
Da es bereits ein Bild von einer Vorserienmaschine mit den Reifendimensionen des 700er Gen6 gibt und die Pressemitteilung letztes Jahr von 4,1l und 6,1l Motoren sprach, wäre es naheliegend, dass der 500er nicht wächst und ein 600er im Segment des 700er Gen6 mit TCD 6.1 kommt. Aber lassen wir uns mal überraschen, der TCD 5.2 ist ein sehr interessanter Motor.
Deutz hat ja sogar bereits eine Variante mit 48V Kompressor für Landtechnikanwendungen vorgestellt, mit der der 5,2l Motor Leistung und Drehmoment des 6,1l Motors erreicht, also rund 240PS und über 1000Nm.

Aufgrund des enormen Drehmoments halte ich es jedenfalls für unwahrscheinlich, dass das Getriebe der 700er Gen7 in einer kleineren Baureihe auftaucht, dann schon eher in einem neuen 800er.
Dann wäre die große Frage, wie wichtig den Kunden Variodrive und ein kleiner Sechszylinder ist, welche Leistung sich mit einem Fahrbereich ohne Variodrive mit dem großen 370ccm Hydromotor überhaupt übertragen lässt (ich hatte irgendwann mal 200-220PS plus mögliche Reserve geschätzt) und wie weit der 700er Gen7 nach unten sinnvoll erweitert werden kann.
Wenn er vorgestellt ist, wissen wir mehr. Also abwarten und Tee trinken.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon wastl90 » Do Aug 11, 2022 19:32

Für einen Ingenieur der mit Fendt nichts zu tun hat, weiß er aber ziemlich viel.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Buche828 » Do Aug 11, 2022 20:40

Ja das wäre schon wünschenswert, wenn alle Beiträge so inhaltvoll und konstruktiv wären wie Vario_TA sie zu schreiben pflegt.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon agri10 » Fr Aug 12, 2022 8:14

Vario_TA hat geschrieben:
agri10 hat geschrieben:Ein E-Hybrid Antrieb für Traktoren wurde von den Weißrussischen Hersteller Belarus schon vor 10 Jahren vorgestellt, da hat John Deere wahrscheinlich abgeschaut .

Das war ein dieselelektrischer Antrieb ohne Leistungsverzweigung. Hat sich als zu ineffizient und vergleichsweise teuer herausgestellt und hat mit John Deere absolut nichts zu tun.

urbanFarmer hat geschrieben:
- Zunächst kommen auf Grund der gestiegenen Größe und Gewichte nur 720 - 728, die "alten" Modelle werden als 714-718 weiter vertrieben.

Der Gen7 besteht erstmal nur aus 726 und 728. Der Gen6 wird vom 714 bis zum 724 weiter gebaut.

urbanFarmer hat geschrieben:- Der 700er kommt generell in 2 Größenklassen (ähnlich JD 6R)

Ja vermutlich, nur dass die kleinere Variante in Zukunft wohl eher 600er heißt. Das habe ich hier schon als wahrscheinliche Variante geschrieben als das erste Bild des neuen 700ers im Mai 2021 aufgetaucht war.

urbanFarmer hat geschrieben:- Der 500er wird im nächsten Jahr aktualisiert und leistungsmäßig erweitert, um die Lücke zwischen 300er und größerem 700er besser zu füllen

Da der 700er Gen6 weiter gebaut wird, muss der 500er erstmal nicht wachsen. Die Zukunft des 500ers wird davon abhängen, ob der 700er Gen7 so weit nach unten erweitert wird und so leicht ist, dass ein 600er als Vierzylinder akzeptabel ist oder nicht.
Da es bereits ein Bild von einer Vorserienmaschine mit den Reifendimensionen des 700er Gen6 gibt und die Pressemitteilung letztes Jahr von 4,1l und 6,1l Motoren sprach, wäre es naheliegend, dass der 500er nicht wächst und ein 600er im Segment des 700er Gen6 mit TCD 6.1 kommt. Aber lassen wir uns mal überraschen, der TCD 5.2 ist ein sehr interessanter Motor.
Deutz hat ja sogar bereits eine Variante mit 48V Kompressor für Landtechnikanwendungen vorgestellt, mit der der 5,2l Motor Leistung und Drehmoment des 6,1l Motors erreicht, also rund 240PS und über 1000Nm.

Aufgrund des enormen Drehmoments halte ich es jedenfalls für unwahrscheinlich, dass das Getriebe der 700er Gen7 in einer kleineren Baureihe auftaucht, dann schon eher in einem neuen 800er.
Dann wäre die große Frage, wie wichtig den Kunden Variodrive und ein kleiner Sechszylinder ist, welche Leistung sich mit einem Fahrbereich ohne Variodrive mit dem großen 370ccm Hydromotor überhaupt übertragen lässt (ich hatte irgendwann mal 200-220PS plus mögliche Reserve geschätzt) und wie weit der 700er Gen7 nach unten sinnvoll erweitert werden kann.
Wenn er vorgestellt ist, wissen wir mehr. Also abwarten und Tee trinken.



Natürlich war vor 10 Jahren noch alles in der Findungsphase und natürlich hat John Deere andere Möglichkeiten als Belarus, trotzdem möchte ich behaupten das John Deere viel abschaut von wem auch immer !
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Hans Söllner » Fr Aug 12, 2022 17:06

Gehen eigentlich noch blödere Vollzitate? Wiederholst du im echten Leben auch alles was dein Gegenüber vorher gesagt hat? :roll:
Adressen Gebrauchtteile: http://www.landtreff.de/post1288536.html#p1288536
Weil wir uns von technischen Spielereien blenden lassen, vergessen wir die Augen aufzumachen um zu erkennen dass sich Technik rechnen muss!

https://www.youtube.com/@KanalPaterPio
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Landwirt 100 » Fr Aug 12, 2022 21:48

Sehr schön geschrieben. Das ist ein gutes Argument gegen diese sinnlosen Vollzitate.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Kafka » Fr Aug 12, 2022 22:13

10 Jahre Katana - Weitergehen:
https://www.youtube.com/watch?v=FWCOyl2dpdo

Da kommt also definitiv was.
Ich frage mich, ob die Aussage, dass die Maschine gereift sei, wie der Mais, so selbstironisch gemeint ist, wie sie rüberkommt. :)

Interessant auch dieser Clip:
https://www.youtube.com/watch?v=42hfqTuBuXA

Da steckt jemand, Luke Bryan, vom Schlepper ausgehend eine Strecke aus Stromkabeln zusammen und es kommt ein Verweis auf den 25.8.2022.

Gibt noch eine Seite dazu:
https://boldlygrowngoods.com/
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Milchtrinker » Fr Aug 12, 2022 22:24

... wegen ner elektrischen Motor Vorwärmung sooo ein Aufriss machen ... :? :? :? :roll: :roll: :roll:
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Buche828 » Sa Aug 13, 2022 7:10

Ich denke, da eine Momentum angehängt ist und es in dem einen Video ja auch um den Maisanbau geht. Ist es für mich klar, dass es die Möglichkeit beim 700er gibt, elektrische Energie für ein angehängtes Gerät, zu erzeugen.

Und die Momentum wird darüber die elektrischen Sähherzen betreiben.

Väderstad macht das jetzt z.B. über einen aufgebauten Generator.

Und die Drehmomente im Motor erklären sich dann wohl auch. Wird wohl aller Mercedes, einen Kompressor Motor geben. Denke es wird dann wohl ein Deutz bleiben.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Kafka » Sa Aug 13, 2022 11:55

Buche828 hat geschrieben:Und die Drehmomente im Motor erklären sich dann wohl auch. Wird wohl aller Mercedes, einen Kompressor Motor geben.

Ich bin da technisch nicht so bewandert und kann mir leider gerade den Zusammenhang nicht ableiten zwischen "bleibt wohl ein Deutz", "Kompressor", "Stromerzeugung" und "hohes Drehmoment".
Kannst Du das bitte kurz erklären? Nehme sonst auch gerne einen Link.

Edit:
Also konkreter gefragt: Um was wird der Diesel erweitert, um sowohl Strom zu erzeugen als auch mehr Drehmoment zu liefern?
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon visifix » Sa Aug 13, 2022 13:50

Bin auch kein Techniker - gemeint könnte sein:
"bleibt wohl ein Deutz": es bleibt beim bisherigen Motor mit 6,1 l
"Stromerzeugung": es gibt einen Stromgenrator für interne u. externe Verbraucher
"Kompressor": der Motor hat einen Turbolader (Kompressor) mit Elektroantrieb (wie hier beschrieben https://www.auto-motor-und-sport.de/tec ... urbolader/)
"hohes Drehmoment": ergibt sich aus der Kombination von Dieselmotor und o.g. Kompressor
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Buche828 » Sa Aug 13, 2022 14:46

Ich versuche mal meine Gedanken in Worte zu fassen:

wie hier bereits beschrieben, gibt es die Möglichkeit einige Verbraucher in so einen Schlepper auch elektrisch zu betrieben. Bisher passiert das häufig in Form von Nebenantrieben am Motor. Sprich so Dinge wie Kompressor, Hydraulikpumpe, Klimaanlagen etc. werden über Riemen oder Zahnräder direkt angetrieben und laufen halt immer mit. Wenn ich jetzt einen größeren oder weiteren Stromerzeuger (die Lichtmaschine gibt es ja schon, ob das jetzt bei der Spannung, Stromstärke etc. passt weiße ich nicht. Dazu bin ich dann wiederum nicht Elektriker genug. Aber das wird sicher jemand ergänzen) einbaut und erzeugt Strom, der für die mit E Motoren ausgestattete Nebenverbraucher genutzt werden kann. Hat z.B. den Vorteil, man kann die Nebenverbraucher deutlich flexibler innerhalb des Schleppers positionieren und z.B. bei einem Schlepper mit Reifendruckregelanlage einfacher einen leistungsstärkeren Kompressor einbauen, weil dieser nicht in der Nähe des Dieselmotors eingebaut werden muss, da ja der Antrieb über einen Riemen oder Zahnrad weg fällt.

Außerdem könnte man über eine Steckdose mit einem Kabel einen elektrischen Antrieb am Anbaugerät versorgen. So wie bei der beschriebenen Einzelkorndrille Momentum die elektrisch angetriebenen Sähherzen oder z.B. ein Gebläse bei einer pneumatischen Drillmaschine. Dabei könnte z.B. bei einer Bordhydraulik am Anbaugerät eine Ölkühler wegfallen.

Kommen wir zum Drehmoment:

Die meisten Dieselmotoren werden heutzutage mit einem Turbo aufgeladen. Bedeutet, man presst mit dem Turbo Sauerstoff in die Brennräume um mehr Luftmenge in das begrenzte Kolbenvolumen zu pressen. Dadurch kann ich einfach mehr Kraftstoff im Kolben explodieren lassen und habe somit mehr Leistung. Darum ist es erst möglich "soviel Leistung" aus so verhältnismäßig wenig Hubraum zu bekommen. Bei alten Saugmotoren, wäre schlichtweg die Luftmenge zu klein um diese Leistung zu bekommen. Darum hatte man da meist höhere Hubraumvolumina.

Abgasturbolader: Der Turbolader ist ganz grob gesagt eine Welle, bei der auf jeder Seite ein Schaufelrad sitzt. Das eine Rad sitzt im Abgasstrom und nutzt diesen um sich zu drehen. Da es ja eine Welle ist, dreht sich auch das andere Schaufelrad. Dieses wiederum sitzt auf der Ansaugseite des Motors und verdichtet die Ladeluft und drückt diese in die Zylinder. So bekommt der Motor einfach mehr Luftmenge in die Zylinder. Allerdings hängen eben beide Ströme von einander ab. Ich gebe Gas, es entsteht Abgas, welches wiederum die Drehzahl des Turbos erhöht und somit wiederum auf der Luftseite mehr Luft verdichtet und in den Motor gedrückt wird. Diese Wechselbeziehung ist gerade im niedrigen Drehzahlbereich recht träge. Dabei spricht man vom sogenannten Turboloch.

Hier deutlich besser und ausführlicher erklärt:

https://www.bar-tek-tuning.de/turboloch

Also man tritt beim Turbodiesel aufs Gas -> Fahrzeug ist sehr träge -> spricht man vom Turboloch.

Der Motor braucht einfach Zeit, bis die erhöhte Dieselmenge zu Abgas verbrannt wurde. -> das Abgas treibt wiederum den Turbo an -> der höher drehende Turbo wiederum presst erst über die höhere Drehzahl mehr Ladeluft in den Motor, welche wiederum zur optimalen Verbrennung gebraucht wird. Es ist ein bisschen ein Teufelskreis.

Aber wie gesagt das ist alles sehr einfach gehalten. Es gibt ein Menge Dinge die hierbei optimiert sind. z.B. die Geometrien der beiden Schaufelräder sind unterschiedlich oder es gibt Turbobypassventile. Hier einfach mal nach Abgasturbolader suchen.

Kompressor:

Quasi macht ein Turbo nichts anders als ein Kompressor. Somit könnte man dieses Schaufelrad auch einfach elektrisch antreiben und wäre unabhängig von den Abgasströmen. (Mercedes hatte dies zum Beispiel, aber ich glaube direkt als Nebenantrieb vom Motor.) Gerade im unteren Drehzahlbereich hätte man so ideale Ladeluftdrücke und könnte sie sehr punktgenau über die Motorsteuerung anfahren und hätte somit auch höhere Drehmomente im unteren Drehzahlbereich. Das beschrieb z.B. Vario_ TA am Donnerstag in seinem Beitrag um 0:41. Das der Effekt aber so groß ist war mir neu. Er schrieb ja sinngemäß: "elektrischer Turbo / Kompressor mit 5 KW Leistung, hätte eine Mehrleistung von bis zu 75 KW.


Deutz Motor:
Diese Pressemitteilungen, in der die Rede davon war die Zusammenarbeit von Deutz und Agco im Bereicht der Motoren und elektrischer Antriebe auszubauen:

https://www.profi-werkstatt.net/de/news ... 91862.html

Passt dazu.

Außerdem wurde hier schon ein paar mal darüber gesprochen, dass Deutz einen "Hybridmotor" hat und somit vermutlich ein guter Partner für Agco / Fendt in diesem Bereicht ist.

So ich hoffe es ist verständlich. Hoffentlich wird es noch an der ein oder anderen Stelle von anderen Teilnehmern, wenn nötig verbessert, oder ergänzt.
Zuletzt geändert von Buche828 am Sa Aug 13, 2022 14:53, insgesamt 3-mal geändert.
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