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Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Vario_TA » Di Okt 22, 2019 1:08

Einen boost gibt es bei schleppern, deren achsen/getriebe nicht jeweils für die Leistungsfähigkeit des Motors ausgelegt sind. Genau genommen legt der boost eben nicht bei zapfwellenarbeiten ein paar PS drauf, sondern nimmt bei langsamen zugarbeiten die Leistung zurück, um geringere drehmomente im Antrieb zu haben. So kann man viel Leistung in einen relativ billigen und leichten schlepper basteln.

Für grünlandbetriebe, die ja praktisch keine langsamen reinen zugarbeiten haben, kann sowas manchmal sinnvoll sein, für die meisten ist es aber lästig, dass bei einem traktor, bei dem das Ziehen ja schon im Namen steckt, nicht die volle Motorleistung für zugarbeiten genutzt werden kann.

Technisch "hochwertiger" sind also schlepper ohne boost. Alles ist so dimensioniert, dass die volle Motorleistung jederzeit genutzt werden kann, die Leistung muss nicht aus Rücksicht auf irgendwelche Komponenten gedrosselt werden. Einen schlepper ohne boost mit geringem leistungsgewicht und viel Nutzlast für aufballastierung zu bauen, ist natürlich schon schwierig, da wird es dann auch schnell mal teurer... siehe fendt.

Bei physisch baugleichen schleppern mit unterschiedlicher Motorleistung ist ein boost bei dem schwächeren nicht sinnvoll. Der größere zeigt, dass Getriebe und Achsen mehr können, warum also den kleineren nochmals drosseln?
Solche Konstellationen sind seitens der hersteller reines Marketing, damit der große gut Absatz findet. Speziell seit in allen Papieren sowieso die Motorleistung inklusive boost herangezogen wird, gibt es noch nicht mal irgendwelche verwaltungstechnischen Vorteile.

Ich bin kein Freund von Boosts. Allein die Bezeichnung, die suggeriert, dass man etwas dazubekommt, stört mich schon. Es wird halt gedrosselt, nicht "geboostet".
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Teddy Bär » Di Okt 22, 2019 7:03

Vario TA das ist aber nur beim 900er Fendt so mit der Leistungsdrosselung. Im Fendt macht ein Boost oft keinen Sinn, weil der Motor schon mehr als ausgereizt ist. Zusatzleistung geht da nicht. Andere Marken fahren ihre Motoren aber nicht auf Anschlag, da geht das problemlos.
Sönke hat auch nicht verstanden was ein an seine Leistungsanforderung angepasster Schlepper ist. Wenn ich mir den 516 kaufe, dann fahre ich 90% der Zeit mit einem teuren Schlepper umher dessen Leistung und Gewicht ich nicht benötige.
Für grosse Ackerschlepper mag ein Boost keinen Sinn machen. Für Gründlandschlepper aber auf jeden Fall.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Gasse » Di Okt 22, 2019 7:40

Es geht ja gar nicht um den Motor, es geht um die Achsen und das Getriebe, Boost wird nur angewannt wenn das Getriebe oder die Achsen die Mehrleistung auf Dauer nicht vertragen würden.
An sich macht es in den meisten Einsätzen keinen wirklich Sinn, da meistens bei den Arbeiten wo ich die Leistung wirklich Brauchen würde diese dann nicht zur Verfügung steht.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Teddy Bär » Di Okt 22, 2019 7:43

Im Acker ist das so, im Grünland aber nicht. Da wird Leistung vor allen dann abverlangt wenn die Zapfwelle läuft. Da macht das den Achsen und dem Getriebe gar nix aus wenn der Motor 25 PS drauflegt.
Bei mir etwa die Mähkombi, die Presswickelkombi und der Ladewagen.
Ich habe die Leistung dann zur Verfügung wenn ich sie brauche. Besser geht doch nicht.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Cheffe » Di Okt 22, 2019 8:04

Gasse hat geschrieben:Es geht ja gar nicht um den Motor, es geht um die Achsen und das Getriebe, Boost wird nur angewannt wenn das Getriebe oder die Achsen die Mehrleistung auf Dauer nicht vertragen würden.
An sich macht es in den meisten Einsätzen keinen wirklich Sinn, da meistens bei den Arbeiten wo ich die Leistung wirklich Brauchen würde diese dann nicht zur Verfügung steht.


Beim ersten Claas 640 war der Boost ab 6 km/h aktiv, welche reinen Zugarbeiten unter 6 km/h hast du denn?

was ich damit sagen will, Boost ist nicht gleich Boost und Schlepper werden sehr unterschiedlich eingesetzt. Grundsätzlich kann ein Boost schon sinnvoll sein. Beim Nachfolger des oben angesprochenen Schleppers wurde irgendwas verstärkt, sodass die Leistung dauerhaft zur Verfügung steht. Nur leider wiegt der Schlepper jetzt über 8t, die man immer mitschleppen muss. Für einen Schlepper der hauptsächlich Bodenbearbeitung macht ein Vorteil, für einen klassischen Alleskönner am Hof halt nicht.

Bei Fendt ist es ja so, dass sie warum auch immer meistens etwas leichter sind als die meisten Wettbewerber und zumindest bisher ja auch keinen Boost im klassischen Sinne hatten. Wobei ich im Hinterkopf hab dass beim 939 das Getriebe die Leistung nicht aushielt und daher bei reinen Zugarbeiten "gedrosselt" wurde wie Vario TA schreibt.
Dass der Motor bei Fendt tendenziell besonders ausgereizt wird wurde hier auch schon öfter geschrieben, also macht es für Fendt auch keinen Sinn noch einen Boost einzubauen (ich persönlich habe den Eindruck, man hört auch mehr und mehr von Motorschäden Ölverbrauch etc.)
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Cowboy74 » Di Okt 22, 2019 8:28

Beim aktuellen Fendt 312 S4 soll wohl auch unter 6 Km/h die Leistung reduziert werden. Das wäre natürlich doof, wenn man mit dem Silowagen nicht mehr den Berg hochkommt, weil er unter 6 Km/h einen 20 PS klaut. Weiß einer mehr dazu? Stand so mal in der Profi. Mein Vertreter hat sich dazu noch nicht geäußert.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Homer S » Di Okt 22, 2019 9:06

Da das Wort Boost ja für die Fendt Fraktion etwas böses ist, das nur zweit und dritt klassige Schlepper haben musste halt was anderes her. Es hat einen moderneren Namen als Boost und kann anders beworben werden. Es geht dennoch in die gleiche Richtung.

Ich als Ackerbauer kann dem Boost nix abgewinnen. Der große läuft vor den Pflug und dem Grubber und da würde die Extrapower in den seltesten Fällen zur Verfügung stehen.

Im Grünlandbetrieb kann es natürlich schon sinnvoll sein.

Ich würde mir das Gegenteil manchmal wünschen, wenn ich im zeitigen Frühjahr mal den großen nehme, dann könnte dieser locker 50PS abgeben, diese benötigt ja der Streuer nicht. Ist nur ein Gedankenspiel von mir.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Vario_TA » Di Okt 22, 2019 15:08

Der 939 war mal gedrosselt, ja. Aber halt auch NUR der 939, die anderen 900er nicht. Mit dem neuen 900er mit größeren Achsen hat sich das auch wieder erledigt. Das Getriebe hätte schon noch mehr gekonnt, im MF8700 macht es ja auch mehr.

Der 300er reduziert seine Leistung bei sehr langsamen zugarbeiten nur, um keine Energie zu verschwenden, weil sowieso die druckbegrenzung am Getriebe greift (bzw mit Drosselung eben nicht greift, um Verluste und Verschleiß zu verhindern). Warum sollte man sehenden Auges diesel verballern, wenn sowieso nicht mehr Leistung am Rad ankommen kann? Die Räder drehen da in der Regel (wenn man nicht gerade bis zum Anschlag ballastiert auf Asphalt etwas extrem schweres zieht) sowieso schon lange vorher durch (am Berg erst recht), man merkt also nichts von der Drosselung.
Rechnen wir es kurz durch: der 300er hat dann bei 3,6km/h (glatt 1m/s) meinetwegen knapp 100PS am Rad. Daraus ergibt sich (Leistung gleich Kraft mal Geschwindigkeit) eine Zugkraft von rund 7300N (man erkennt die angenommenen 73kW). Bei einem reibwert von 0,8 drehen die Reifen also selbst bei einem schleppergewicht von über 9to völlig durch. Zulässiges Gesamtgewicht sind 8,5to.


Mit Formulierungen wie "ab 6km/h" sollte man vorsichtig sein. MF aktiviert den boost bei den Dyna 6 auch ab 6km/h. Dummerweise wird er aber schrittweise freigegeben, sodass erst irgendwo bei 20km/h der volle boost zur Verfügung steht. Das nutzt bei 8km/h aber nichts.

Teddy Bär hat geschrieben:Ich habe die Leistung dann zur Verfügung wenn ich sie brauche. Besser geht doch nicht.

Ja, und? Ist bei einem schlepper ohne boost ja nicht anders.

Teddy Bär hat geschrieben:Wenn ich mir den 516 kaufe, dann fahre ich 90% der Zeit mit einem teuren Schlepper umher dessen Leistung und Gewicht ich nicht benötige.

Klar benötigst du die Leistung, sonst würde ja ein 300er reichen.
Und der 500er ist nun wirklich kein Schwergewicht. Mir fällt kein schlepper ein, der inklusive boost auf die Leistung eines 516 kommt und weniger wiegt.
Klar, der Preis ist verdammt hoch. Nur das Prinzip sollte klar sein. Man kauft nicht einen schlepper, der zusätzlich Leistung bringt, sondern einen großen schlepper, bei dem alles außer der Motor geschrumpft wurde, sodass der Motor nicht mehr permanent seine volle Leistung bringen darf, weil er sonst den Rest zerstört.
Deshalb ist es auch Unsinn, dass fendt wegen der Motoren keinen boost haben kann. Klar können die. Dann wird aus einem 516 halt ein 145PS schlepper mit 20PS boost. Ist aber quatsch, wenn alle Komponenten die Leistung vertragen. Also warum drosseln?

Wer unbedingt einen schlepper mit boost haben will, weil sich das so toll anhört:
Stellt euch einfach vor, ein fendt hätte 20PS weniger und der boost ist permanent aktiv und legt 20PS drauf :mrgreen:

Wer keine reinen zugarbeiten macht, der kann sich mit einem schlepper mit boost billig Leistung kaufen. Eine Achse, die 20PS weniger verkraften muss, ist halt billiger.
Mir gefällt das rein technisch nicht. Wirtschaftlich kann das durchaus sehr sinnvoll sein, klar.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Cowboy74 » Di Okt 22, 2019 19:47

@ Vario TA
Wie verhält es sich denn, wenn beim 300er Vario unter 6 Km/h gleichzeitig noch Zapfwellenleistung und Hydraulikleistung angefordert werden. Dann müsste sich ja die geringere Leistung aufteilen, oder stellt der Motor dann die ganze Leistung zur Verfügung?
Als Beispiel hätte ich da eine Presswickelkombi beim Silopressen. Zum Ende des Ballen ist Zapfwellenleistung am höchsten, alle Messer eingeschenkt und der Wickler wickelt gerade noch den Ballen. Also Presse hat das maximal Gewicht und man ist langsam unterwegs und es kommt evtl. noch eine nasse Ecke dazu. Wenn dann bei max Drehzahl 20 bis 30 PS fehlen, kann das aber unangenehm werden.
Oder sehe ich da was verkehrt?
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Vario_TA » Di Okt 22, 2019 22:20

Cowboy74 hat geschrieben:Wie verhält es sich denn, wenn beim 300er Vario unter 6 Km/h gleichzeitig noch Zapfwellenleistung und Hydraulikleistung angefordert werden. Dann müsste sich ja die geringere Leistung aufteilen, oder stellt der Motor dann die ganze Leistung zur Verfügung?


Die Leistung wird in Abhängigkeit vom getriebedruck begrenzt (logisch, Ziel ist ja auch das Verhindern des Ansprechens des druckbegrenzungsventils), bei anderen oder kombinierten Arbeiten steht also volle Leistung zur Verfügung.

Ackergaul82 hat geschrieben: Das würde ja bedeuten das bei leichten Pflegeearbeiten die volle Leistung da ist obwohl man sie nicht braucht, was auch tendenziell den Spritverbrauch erhöht.

Ich weiß nicht, was du damit meinst.
Dass der boost aktiviert ist, heißt ja nicht, dass auch mehr Leistung abgerufen wird. Ob man 40PS bei zb einem 240er puma nun mit oder ohne boost abruft, macht absolut keinen Unterschied.
Der boost verschiebt nur die drehmoment- und damit natürlich die leistungskurve. Aber ob bei drehzahl x nun 200Nm von 600 oder 200 von 700 abgerufen werden, ist komplett egal. Am Motor verändert sich ja absolut nichts.
Auch beim Mähdrescher muss die mehrleistung nicht unbedingt genutzt werden, auch wenn sie zur Verfügung steht.

Die hersteller sprechen gerne davon, dass der boost sich an die leistungsabfrage anpasst. Das ist aber eine bescheuerte Formulierung. Natürlich passt sich die Motorleistung der leistungsabnahme an. Wenn ich weniger Gas gebe, wird weniger geleistet. Und wenn ich mehr Gas gebe, wird halt mehr geleistet. Der boost bestimmt nur das maximum, das geleistet werden kann, sonst nichts.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Cheffe » Mi Okt 23, 2019 6:26

Cowboy74 hat geschrieben:Beim aktuellen Fendt 312 S4 soll wohl auch unter 6 Km/h die Leistung reduziert werden. Das wäre natürlich doof, wenn man mit dem Silowagen nicht mehr den Berg hochkommt, weil er unter 6 Km/h einen 20 PS klaut. Weiß einer mehr dazu? Stand so mal in der Profi. Mein Vertreter hat sich dazu noch nicht geäußert.



Der eine kann Boost halt brauchen, der andere nicht so, aber das ist doch eine Frechheit, wenn man das dem Kunden nicht klar sagt. Das sollte eine andere Marke mal bringen, was wären die Fendt Heinis am unken...

Gleichzeitig dann
...Technisch "hochwertiger" sind also schlepper ohne boost.

Bisschen typisch für diese Marke
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Cowboy74 » Mi Okt 23, 2019 7:05

@ Vario TA
Danke für deine Antwort.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Teddy Bär » Mi Okt 23, 2019 7:10

Vario_TA hat geschrieben:Deshalb ist es auch Unsinn, dass fendt wegen der Motoren keinen boost haben kann. Klar können die. Dann wird aus einem 516 halt ein 145PS schlepper mit 20PS boost. Ist aber quatsch, wenn alle Komponenten die Leistung vertragen. Also warum drosseln?

Wer unbedingt einen schlepper mit boost haben will, weil sich das so toll anhört:
Stellt euch einfach vor, ein fendt hätte 20PS weniger und der boost ist permanent aktiv und legt 20PS drauf

Hier zeigt sich ganz klar dass du das System Boost nicht verstanden hast. Es geht nicht darum einen Schlepper der für 160 PS gebaut wurde auf 145 PS zu drosseln um ihm dann 25 PS Boostleistung zu geben. Es geht darum einen Schlepper zu nehmen der z.bsp 120 PS hat und dessen Getriebe und Achsen nicht für eine höhere Leistung ausgelegt sind. Der Motor aber schon. Dann kann ich einen Boost einbauen, der ab einem Leistungsanspruch von 30 PS über die Zapfwelle dann 25 Zusatzpferdestärken im Motor aktiviert. So wie das auch gemacht wird.
Bim 516 müsste es dann also so sein. Ohne Boost 160 PS und mit Boost 185 PS. So wie sein Konzern eigener Bruder der Valtra N174. Allerdings verträgt der kleine 4,1 Liter Deutz diese Leistung nicht im Gegensatz zum Agco Power 4,9 Liter der bis 200PS eingebaut werden kann.
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Re: Fendt-Neuigkeiten, Fakten und Gerüchteküche

Beitragvon Vario_TA » Mi Okt 23, 2019 8:51

Teddy Bär hat geschrieben:Hier zeigt sich ganz klar dass du das System Boost nicht verstanden hast. Es geht nicht darum einen Schlepper der für 160 PS gebaut wurde auf 145 PS zu drosseln um ihm dann 25 PS Boostleistung zu geben. Es geht darum einen Schlepper zu nehmen der z.bsp 120 PS hat und dessen Getriebe und Achsen nicht für eine höhere Leistung ausgelegt sind. Der Motor aber schon. Dann kann ich einen Boost einbauen, der ab einem Leistungsanspruch von 30 PS über die Zapfwelle dann 25 Zusatzpferdestärken im Motor aktiviert. So wie das auch gemacht wird.


Sag mal liest du nicht, was ich schreibe?
Vario_TA hat geschrieben: Ist aber quatsch, wenn alle Komponenten die Leistung vertragen. Also warum drosseln?

Dann wäre der 516 halt noch leichter und eine Ecke günstiger. Hab ich mir zu schreiben gespart, weil ich davon ausging, dass es jeder versteht. War wohl ein Irrtum.

Natürlich habe ich boosts verstanden. Mir scheint aber, dass du nicht verstehen willst, dass es nicht um größere Motoren, sondern um kleinere Achsen und Getriebe geht.
Absolut niemand verbaut größere Motoren als es sein muss, das wäre pure Geldverschwendung. Wie kommst du darauf, dass irgendwer sowas tut? Und vor allem: warum sollte man das tun? Warum sollte man einen Motor samt Kühlsystem und AGN auf mehr Leistung auslegen als der traktor übertragen kann? Welchem Zweck soll das dienen?

Natürlich könnte auch ein 4,1l deutz 200ps leisten. Mit entsprechendem Kühlsystem auch auf Dauer und zuverlässig. Nur ist es halt nicht sinnvoll, weil der spezifische Verbrauch ansteigt und insbesondere die stickoxidemissionen durch die Decke gehen, da nimmt man besser etwas mehr hubraum (wobei natürlich nicht nur der hubraum entscheidend ist). Eine Korrelation zwischen spezifischem drehmoment und spezifischem adblue verbrauch kann man deutlich sehen.
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