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Fremd im eigenen Dorf

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Gockel » So Jan 22, 2012 9:36

westfale2030 hat geschrieben:Zumindest müßte es in die Richtung gehen, daß Landwirte wieder viel stärker das Heft des Handelns übernehmen und in die Gemeindeparlamente zurückkehren um vor Ort Einfluß auszuüben. Dazu braucht man Zeit und die haben leider nicht mehr viele Landwirte. Man darf sich dann nicht wundern, wenn Lehrer, Verwaltungsleute usw das Sagen in den Dörfern haben.


In diese Richtung ist auch bei uns der Gemeinderat gegangen. Der Bürgermeister hat wieder, wie es vor 30 Jahren üblich war, in den jeweiligen Ortsteilen zu Infoveranstaltungen eingeladen. Diese werden auch gut besucht. Zu besonderen Themen werden dann auch Behördenvertreter und andere Sachverständige eingeladen. Durch direkte Informationen werden alle Diskussionen versachlicht. Pauschale emotionsgeladenen Vorurteile sind seitdem verstummt. Es gibt immer noch zu jedem Bauvorhaben Antragsgegener immer auch mit Rechtsbestand, aber sie isolieren sich immer mehr. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt ein Vorhaben zum Windpark auf dem Tisch, die gleichen Gegner haben schon Wiederstand angemeldet, aber einer der sonst üblichen Gegner hat Flächen im Park. Alle sind gespannt ob er stark bleibt und trotz Geldsegen Wiederstand anmeldet.
Gruß Gockel

http://www.youtube.com/watch?v=56iivPxovAQ
Gockel
 
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » So Jan 22, 2012 10:00

Nich in allen^^ aber ist einiges zusammengekommen u.a. in Gegenden wo Du mit Sicherheit nicht hinkommst
Mit Billigreisen Deutsche Babcock, 10 Jahre lang.


Muss nicht überall hinkommen, fühl mich hier wohl.. 8) .
10 Jahre, also 20 Länder, 10%..... :wink: Genügt sicher um festzustellen das es überall gleich ist..
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » So Jan 22, 2012 12:00

Der Auswanderer sieht natürlich immer seine Neuheimat in rosaroten Tönen, deshalb geht er ja dahin..... hinterm Zaun ist die Weide immer grüner


Schonmal ausgewandert,ob des Wissens?Passt aber gut zum Thema, wir waren ,und sind es für Manche auch noch, fremd in unserm Byn...Aber werden nich angefeindet wegen der Arbeit die zu tun ist, wegen dem was wir haben, wegen dem was wir nicht haben, bisher war jeder nett, zuvorkommend und offen auf uns zugekommen.Und ebenso kotzen wir auch nicht den Nachbarn an ,nur weil er sein Tun tut.. :wink:

Und wenn Du Dich mit den Einheimischen in Augenhöhe unterhälst, kommst Du ziémlich schnell zu der Erkenntniss, der kleine Mann hat überall auf der Welt die selben Probleme, es gibt kein Paradies


Hab ích je was von Paradies geschrieben :shock: , Leben ist Überall und für Jeden ein Kampf... und dieselben Probleme würd ich nicht schreiben, ich glaub in vielen anderen Ländern der Welt werden nicht solche "Luxusprobleme" wie manche Deutsche haben, diskutiert.
Da gehts dann eher um das wirklich wichtige im Leben und nicht das man gegen Strassenverkehr protestiert und im gleichen Atemzug gegen Bahnprojekte, das man gegen AKW´s protestiert, und nachher dann gegen die Alternative, das man gegen Lebensmittelerzeugung am Bauernhof (in genügender Menge protestiert, aber nichtmal weiß wies wirklich anders gehen soll,
Aber Jeder will (billig)mobil sein, jeder will immer (billigen)Strom haben, und jeder will immer billiges Futti Futti...
Drum bin ich ja hier draussen, weil je näher der Stadt, desto wahrscheinlich solche Auswüchse menschlicher "Problemschaffung" :mrgreen: .
Und nein es ist nicht alles rosig, nur fühl ich mir so hier besser als wie dort wo ich war, wies (gefühlt) noch besser war..

(Und fordere keine freie Marktwirtschaft, wo dann doch zu meinen Gunsten wieder regulierend eingegriffen werden soll)
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon westfale2030 » So Jan 22, 2012 12:13

Fremd im eigenen Dorf !
Zwei Dinge haben meiner Meinung nach dazu geführt. Zum einen der immer schneller voranschreitende Strukturwandel, der ja auch bedeutet, daß immer mehr Höfe aufgegeben werden und somit die Anzahl der Berufskollegen im Dorf immer weniger werden. Zum anderen der Zuzug von immer mehr Städtern, die ihren Traum vom Eigenheim und beschaulichen Landleben verwirklichen, von der Landwirtschaft aber nichts wissen und den Landwirten oft das Leben schwer machen.
Hätte man diesem Trend mehr gegensteuern können? Ja, kein Bauland verkaufen und auf den schnellen Euro verzichten. Und ja, weil viele Landwirte meiner Ansicht nach mehr tun könnten in Bezug auf das Schmackhaftmachen dieses Berufes für ihre eigenen Kinder und sie nicht schon beizeiten vergraulen.
Bisher ist die KTG Agrar nur in Ostdeutschland und Osteuropa tätig. Ich könnte mir fast vorstellen, daß KTG demnächst auch in den alten Bundesländern tätig wird, weil es mittlerweile ganze Dörfer ohne Hofnachfolger gibt. Es wäre der blanke Horror. Aber die Geier der KTG kreisen.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » So Jan 22, 2012 12:41

westfale2030 hat geschrieben:Fremd im eigenen Dorf !
Zwei Dinge haben meiner Meinung nach dazu geführt. Zum einen der immer schneller voranschreitende Strukturwandel, der ja auch bedeutet, daß immer mehr Höfe aufgegeben werden und somit die Anzahl der Berufskollegen im Dorf immer weniger werden. Zum anderen der Zuzug von immer mehr Städtern, die ihren Traum vom Eigenheim und beschaulichen Landleben verwirklichen, von der Landwirtschaft aber nichts wissen und den Landwirten oft das Leben schwer machen.
Hätte man diesem Trend mehr gegensteuern können? Ja, kein Bauland verkaufen und auf den schnellen Euro verzichten. Und ja, weil viele Landwirte meiner Ansicht nach mehr tun könnten in Bezug auf das Schmackhaftmachen dieses Berufes für ihre eigenen Kinder und sie nicht schon beizeiten vergraulen.
Bisher ist die KTG Agrar nur in Ostdeutschland und Osteuropa tätig. Ich könnte mir fast vorstellen, daß KTG demnächst auch in den alten Bundesländern tätig wird, weil es mittlerweile ganze Dörfer ohne Hofnachfolger gibt. Es wäre der blanke Horror. Aber die Geier der KTG kreisen.


Das klingt ja so, als würden bei euch Flächen brach liegen. Bei uns werden inzwischen Fläche aktiviert auf denen die letzten 20 Jahre nichts los war. Moorweiden werden wieder gemäht und als Pferdesilo verkauft, meisten geht es aber nicht um die Silage sondern um den Güllenachweis für die Fläche. Wenn es bei euch Dörfer komplett ohne Landwirtschaft gibt, sind die Strukturen dort denn so schlecht das die Flächen keiner will? bei uns findet inzwischen fast jede Fläche einen Nutzer.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » So Jan 22, 2012 12:58

Der Rest ist billige Polemik.


Dat kann man immer schreiben... :wink: :prost: :klug: Aber Ich hab meine Meinung, du hast Deine.. dat passt schon so...
Meinungen sind frei, Realitäten sind anders..
(Schlimm nur wenn aus Meinung Ideologie wird, und diese dann Realität, dann gibts Mord und Totschlag :wink: )
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon westfale2030 » So Jan 22, 2012 14:26

Cairon hat geschrieben:
Das klingt ja so, als würden bei euch Flächen brach liegen. Bei uns werden inzwischen Fläche aktiviert auf denen die letzten 20 Jahre nichts los war. Moorweiden werden wieder gemäht und als Pferdesilo verkauft, meisten geht es aber nicht um die Silage sondern um den Güllenachweis für die Fläche. Wenn es bei euch Dörfer komplett ohne Landwirtschaft gibt, sind die Strukturen dort denn so schlecht das die Flächen keiner will? bei uns findet inzwischen fast jede Fläche einen Nutzer.


Nein, nein, nicht ein m² liegt brach, Pachtpreise extrem hoch, Schweinemast und intensiver Ackerbau auf mittleren Böden.
Ich rede ganz konkret von einem 10km entfernt liegenden Nachbardorf mit einer Gemarkungsfläche von ca 1300ha einschließlich Wald. Keiner von den dort wirtschaftenden Betrieben hat einen Hofnachfolger. Da ist der Bauer in Zukunft nicht mehr fremd im eigenen Dorf sondern er ist gar nicht mehr vorhanden. Die Ackerflächen werden selbstverständlich zu Höchstpreisen an genügend vorhandene Interessenten aus dem Umland verpachtet. Ich gebe zu, es ist ein Extremfall. Aber es ist bedenklich. Selbst ein 120ha großer Eigentumsbetrieb mit exzellentem reinem Ackerbau ist ohne Nachfolger und das bei den doch günstigen Aussichten für Getreide, Raps usw. Was läuft da falsch ?
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon ratzmoeller » So Jan 22, 2012 16:25

@westfale 2030
Weniger Kinder=weniger potentielle Hofnachfolger.
Stetig wachsende spezialisierte Betriebe=höher qualifizierte potentielle Hofnachfolger notwendig.
Steigende Betriebsgrößen,besonders bei Viehhaltung=zunehmender negativer Effekt der Standortnachteile.

Das mal als Anregung
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Nordhesse » So Jan 22, 2012 21:11

Noch mal zum Urthema:

Wie bekomme ich eine Genehmigung ohne BI?

Bei uns läuft das in der Regel so:
1. Auswahl der in Frage kommenden Standorte.
2. Ortstermin mit allen beteiligten Fachbehörden- dort wird müssen die Behörden, die ja unterschiedliche interessen haben einig werden. Naturschutz will dicht ans Dorf, Bürgermeister nicht usw.
3. Bauantrag auf die festgelegte Fläche.

Wenn größere Probleme mit der Kummune bestehen ist es hier besser nach Bimsch zu bauen, da genehmigt der RP. Mießt geht der Durchgriff vom Bürgermeister nicht so weit. Wir hatten aber auch schon Fälle im normalen genehmigungsverfahren, wo sich der Landkreis über die Kommune hinweggesetzt hat und genehmigt hat. Man hat ja bei Erfüllung aller Auflagen ein Recht auf genehmigung.
Bis auf 2 hähnchenställe hat bisher auch jeder einen Standort gefunden. manchmal dauerts nur etwas länger. Den Stress mit der Bevölkerung muss man versuchen sportlich zu nehmen. Man selbst will ein Tor schiesen, ander wollen es verhindern. Wenn manns persönlich nimmt, ruiniert man sich die Nerven.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Max M » Mi Jan 25, 2012 10:13

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s ... 13817.html
"Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."
Benjamin Franklin
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Frau Emmy Müller » Mi Jan 25, 2012 11:38

Auch Landwirte haben sich denen angeschlossen.
Hier bekommen einige Landwirte 7 cent pro Liter Milch mehr als anders wo....Edeka machts möglich. :wink:
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