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Fremd im eigenen Dorf

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon frank1973 » Sa Jan 21, 2012 12:01

schimmel hat geschrieben:Die Tiefgarage in Frankfurt hat natürlich eine höheren Ertragswert als der Getreideacker, sagt er....das ist ja das Problem,
Es ist nicht das Problem,es ist leider Realität,in den Köpfen der meissten jedenfalls.Warum? Ich bin der Ansicht weil sich die meissten gar keine WIRKLICHEN SORGEN machen brauchen.Die Supermarktregale sind immer voll,wer nicht aus dem Haus will bestellt sich seine Sachen im Internet oder im Katalog usw. oder haben sonst nix zu tun,diese Menschen machen sich halt ihre eigenen Sorgen.Ich hab schon genügend Scheiß erlebt daß ich mir keine Sorgen mache ob jetzt mein Kumpel einen 102cm oder einen 107cm Fernseher hat.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon westfale2030 » Sa Jan 21, 2012 12:04

@schimmel
Ist mir schon klar dieser Teufelskreis.
Solange Geld und Eigennutz den Vorrang vor Ethik und Moral haben wird sich am ganzen System nichts ändern und wir immer fremder werden im eigenen Dorf und der Wind uns immer stärker ins Gesicht wehen.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon elchtestversagt » Sa Jan 21, 2012 12:05

Eines vergessen sämtliche Gutmenschen und alle anderen Weltverbesserer aber auch:
In der "guten alten Zeit" waren wir in Deutschland keine 20Mio. Bewohner incl. gaaaaanz weit im Osten; davon waren 80%; also gute 16 Mio. in der Landwirtschaft; also Selbstversorger.
Dann kam die Industrielle Revolution; und der Landwirtschaft gingen die Kräfte auf und davon; weil immer weniger Leute Selbstversorger wurden und immer weniger Leute in der dann restlichen Landwirtschaft arbeiteten.
Wenn die Landwirtschaft dieses nicht hätte auffangen können durch enormen Produktionsfortschritt; Spezialisierung usw; dann hätten wir niemals dieser Staat werden können der wir heute sind.
Das ganze wurde soweit getrieben; dass wir in den achziger Jahren enorme Überschüsse produziert haben; was zur GAP in Europa geführt hat.
Mittlerweile aber hat sich auch die Erde weitergedreht; und das Deutsche Beispiel wird massenhaft in alle Welt exportiert ( Landflucht; Industriealisierung); was auch dazu führt; dass sich einige Teile dieser Erde nicht mehr selber Ernähren können aus vielschichtigen Gründen; was hierzulande zu einem Mangel ( oder Preissteigerungen) führt.
Nun sollen sich die Gutmenschen mal die Situation ausrechnen; die diese sich wieder ausdenken: Von den guten 80 Mio. Deutschen müssten wieder 60 Mio. Selbstversorger werden!
Das würde überhaupt nicht gehen; unsere Wirtschaft würde noch tiefer fallen als derer des alt Römischen Reiches...
Dieses ist nur untergegangen; weil es sich selber zerstört hat durch ebend diesen Umstand; dass alle Römer nur gut situierte Jobs gemacht haben und eine in sich ausufernde Verwaltung betrieben haben.Irgendwann war einfach die Grenze erreicht; weil man nicht mehr Sklaven erbeuten konnte die die niederen Jobs machten; die Versorgung sicherstellten. Denn auch andere Länder hatten diesen Anspruch für sich in Erwägung gezogen.
Dieselbe Situation haben wir heute doch in Griechenland.
Es geht halt einfach nicht; dass nur 1 Mensch etwas erzeugt; baut; verkauft; während zwei Leute in der Verwaltung sitzen; also keinerlei Wertschöpfung machen.
Die Landwirtschaft wird immer weiter in diese Ecke gedrängt; und irgendwann knallt das ganze.
Denn jedes Gesetz; jede Qualitätskontrolle; all das kostet unmengen an Geld; Recourcen; die der Landwirtschaft entzogen werden; und zu allererst den kleinen; den noch relativ naiven Nebenerwerblern den Boden unter den Füssen wegzieht.
Gegen all diese Entwicklung hilft rein garnichts mehr; wir Landwirte sollten auch garnicht mehr dagegen ankämpfen; denn das ganze verselbstständigt sich immer schneller seit den letzten zehn Jahren.
Wenn ihr hier schon von Enteignung redet; diese gibt es doch schon und wird immer mehr.
Hier in Süd-Oldenburg wird gebaut was das Zeug hält; ein Wohngebiet nach dem anderen; eine Strasse nach der anderen; ein Gewerbegebiet nach dem anderen.
Man kann sich exponentiell ausrechnen; wann es keine Landwirtschaft mehr geben wird.
Wenn man nach diesen "Freiland"-Bestimmungen geht; dann würde hier in der Ecke garnichts mehr gemacht werden; denn wie stand es jüngst in der hiesigen Zeitung wegen dem Bau der Autobahn; die ein Prestigeobjekt zweier Landräte ist: "Ackerland ist von den Landwirten hier für kein Geld der Welt zu bekommen; zu knapp sind hier die Flächen; die wollen alle nur Tauschflächen in einer Gegend; wo es keine gibt; also bleibt nur der Weg einer Unternehmensflurbereinigung mit den denentsprechenden Konsequenzen.Die Frage; ob der Ausbau der B213 kommt stellt sich hier garnicht; sondern nur die Frage nach dem wie"....
Desweiteren wird doch das Land in weiterem Sinne mit der nächsten Stufen der GAP enteignet; denn eine Vorschrift; was ich wann und wie auf meinem Acker machen kann kommt einer Enteignung gleich.
Nur hat das noch keiner verstanden.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon ratzmoeller » Sa Jan 21, 2012 12:10

Das "Fremdsein im eigenen Dorf" ist doch eigentlich eine logische Entwicklung,die von den äußeren Umständen angetrieben wird.Nur mal so eine kleine Zahlenspielerei für das Dorf "X".
1950: 40 Bauern+ 20 sonstige+ 5 Zugezogene(Flüchtlinge)=65 Haushalte
1970: 20 Bauern+ 40 sonstige+ 5 Zugezogene= 65 Haushalte
1990: 10 Bauern+ 40 sonstige+ 10 Zugezogene=60 Haushalte
2010: 1 Bauer+ 40 sonstige+ 20 Zugezogene=61 Haushalte

Und dann steht der Landwirt als Einzelkämpfer den Angehörigen von 60 Haushalten gegenüber,die nur noch ihre Ruhe und ihre heileRomantik-Dorfwelt haben wollen,kein Wissen bezüglich LW haben,von Medien und ihrem Neid angestachelt ihn als Subventionsempfänge,Umweltverschmutzer und Tierquäler diffamieren und versucht verzweifelt diesen Spacken klarzumachen,daß er und seine Familie zum wirtschaftlichen Überleben eine BGA und einen Hähnchenmaststall bauen wollen.

Und schon ist er nicht nur der "Fremde im eigenen Dorf"-nein,er wird sogar zum Aussätzigen und Feind.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » Sa Jan 21, 2012 12:16

wir immer fremder werden im eigenen Dorf und der Wind uns immer stärker ins Gesicht wehen.


Ach ich glaub eher es ist einfach der Neidfaktor, solange man der kleine "Bauer", der kleine Schmied, der kleine Kramerladen etc. etc. etc. ist, und schlechter dasteht als die Dorfbewohner, die in einem Industrie/Gewerbebetriebe in der Stadt arbeiten, ist alles gut.
Findet man eine Chance sich besser zu stellen, kommt der Neid auf, und es wird jede Möglichkeit genutzt, diese Chance nichtig zu machen, egal welches Gewerbe...
Und es werden die schönsten Gründe vorgeschoben, warum?Weil man dank Internet weiß, was bei Behörden zieht, und wenn man Neid angeben würde, würds nicht ziehen...
Und genau diese Dorfbewohner sind auch die die sich dann bechweren (Es beschweren sich auch Andere,aber die eher mit gutem Grund) das im Dorfkern nichts mehr los ist, weil kein Kramerladen, kein Friseur kein gar nichts da ist...
Aber selber im Normalfall in der Stadt shoppen gehen, zum Friseur.. usw. Aber für die Fälle wo sie das vergessen haben, keine Zeit fanden da soll wie der kleine Krauter da sein, und sie natürlich bestens bedienen können.. Was der die restliche Zeit in seinem Betrieb macht, machen soll, ist egal..
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Fassi » Sa Jan 21, 2012 12:36

Naja, was ist klein und was ist groß, da gehen ja auch die Meinungen auseinander :wink: .

Aber mit den Dorfkernen, das hängt ja auch wieder stark von der Region und dem Ortskern ab. Hier kauft kaum einer Häuser im Dorfkern, weil ein Neubau in den meisten Fällen wesentlich günstiger kommt, als ein Haus zu kaufen und es zu renovieren. Wobei der Hauskauf noch das billigste ist (je nach Zustand reden wir da von 40tsd€ im Schnitt). Und Abreisen geht teilweise gar nicht, weil da der Denkmalschutz noch ein Wort zu sprechen hat. Ich nehm jetzt mal das Haus meiner Großeltern als Beispiel. Baujahr 1684, ältestes Haus im ganzen Dorf. Deckenhöhe im Obergeschoß sind um die 1,8m, darüber liegen noch zwei Dachböden mit ähnlichen Deckenhöhe. Wir haben da mal vorsichtig angeklingelt mit Decke anheben (und halt einen Boden entfernen, die werden eh nicht mehr gebraucht), da kam gleich der Denkmalschutz aus der Höhle. Also bleibt das so wie es ist. Aussen darf eh nichts verändert werden, ohne vorherige Absprache. Dazu kommt dann noch, dass zwei Nachbarhäuser ein ähnliches Alter haben und das ganze dann als "historischer Ortskern" gilt. Dh die Sache betriff damit auch die anderen Häuser in den beiden Straßen (deswegen durften wir bei unserem Haus, BJ 1870, keinen Wintergarten anbauen).

In ner Neubausiedlung hab ich diese Probleme nicht. Und das schreckt dann auch viele ab, bzw sorgt dafür dass man fast nur Spinner in die richtigen Dörfer bekommt, wenn da mal Häuser leerstehen. Wenn sich überhaupt wer dafür interessiert.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Sa Jan 21, 2012 12:52

tyr hat geschrieben:Möglicherweise. Nur macht Größenwachstum keinen Sinn, wenn Geldhortung keinen Sinn mehr macht, durch fehlende Zinsen + Umlaufgebühr. Bedeutet GEHORTETES Geld wird langsam entwertet, ähnlich der Inflation heute. Ich kann mir natürlich von den gewinnen 100Jachten, 500Autos und 1000 Flachbildschirme mir jählich kaufen, aber wer macht das schon. Und damit unterbindet normales marktwirtschaftliches denken den Konzentrationsprozess.
Doch, es gehört schon zum Thema, die Gründe der zuhnemenden Landwirtschftsferne dieser gesellschaft, und dadurch steigende Abwehr betimmter Teile liegen auch, und nicht zu letzt in der zunehmenden Konzentration in der LW. Und die haben ihre Gründe nicht zu letzt im Zinsystem. Und damit sind wir wieder bei Möglichkeiten der änderung. der Alternativkonzepte.
Oder willst Du nur den Thread zur Selbstbetrauerung nutzen? das bringt nichts und ändert nichts.


Der Thread war eigentlich dazu gedacht zu erfahren wie andere mit dem Problemen mit den lieben Nachbarn umgehen, ob es Lösungsansätze gibt, welche Erfahrungen andere Landwirte beim Stallbau gemacht haben, es geht er keines falls darum sich selber zu betrauern. Deine Lösungsansätze für das Problem sind Hirngespinste und intellektuelle Ergüsse die zur Lösung des aktuellen Problems oder zu dessen Analyse absolut nichts beitragen. Bei Dir läuft Jedes Thema nur auf dies Freiwirtschaftsdiskussion hinaus. Irgendwie erinnerst Du mich an Brecht, alle Bücher die ich von ihm gelesen habe hatten den gleichen Kern, nur bei ihm war es eben nicht Freiwirtschaft sondern Kommunismus. Ich möchte dir ein Geschenk machen. ich habe dir einen eigenen Thread eingerichtet, da kannst du mit anderen nach Herzenslust über Freiwirtschaft und allem was da dran hängt diskutieren. Ich bin es es ehrlich gesagt leid, dass du jedes Thema in diese Ecke drängst."Mein Fendt leckt Öl - In der Freiwirtschaft wäre das nicht passiert."

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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » Sa Jan 21, 2012 12:57

Und Abreisen geht teilweise gar nicht, weil da der Denkmalschutz noch ein Wort zu sprechen hat. Ich nehm jetzt mal das Haus meiner Großeltern als Beispiel. Baujahr 1684, ältestes Haus im ganzen Dorf. Deckenhöhe im Obergeschoß sind um die 1,8m, darüber liegen noch zwei Dachböden mit ähnlichen Deckenhöhe. Wir haben da mal vorsichtig angeklingelt mit Decke anheben (und halt einen Boden entfernen, die werden eh nicht mehr gebraucht), da kam gleich der Denkmalschutz aus der Höhle. Also bleibt das so wie es ist. Aussen darf eh nichts verändert werden, ohne vorherige Absprache. Dazu kommt dann noch, dass zwei Nachbarhäuser ein ähnliches Alter haben und das ganze dann als "historischer Ortskern" gilt. Dh die Sache betriff damit auch die anderen Häuser in den beiden Straßen (deswegen durften wir bei unserem Haus, BJ 1870, keinen Wintergarten anbauen).

In ner Neubausiedlung hab ich diese Probleme nicht. Und das schreckt dann auch viele ab, bzw sorgt dafür dass man fast nur Spinner in die richtigen Dörfer bekommt, wenn da mal Häuser leerstehen. Wenn sich überhaupt wer dafür interessiert.



Na das ist dann natürlich der nächste "Grampf", Sorry für den Ausdruck aber muss wirklich in jedem Kuhdorf(nicht wirklich böse gemeint) ausserhalb touristischer Gebiete das Alte (gammelige) erhalten werden.. Ich weiß da auch noch so ein paar Häuser, man weiß gleich das die denkmalgeschützt sind, weil kurz vorm Verfallen... :roll:
Allein die Deckenhöhe, es ist nunmal so das der Mensch im Durchschnitt grösser geworden ist, also brauchts halt mehr Raumhöhe.. das andere Extrem sind die Altbauten in Städte die völlig hirnrissige 3,6m und mehr Deckenhöhe haben...
Denkmalschutz in der Breite ist doch auch nur eine neumoderne Erfindung, oder in welchen Ort gibts noch bewohnte Steinzeithöhlen?
Und klar holt man sich mit dieser Erhaltung des Alten auch die Leute ins Dorf, die der guten,alten Zeit nachtrauern, und dieses Landidyll haben wollen.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon westfale2030 » Sa Jan 21, 2012 13:12

Wenn ich etwas weiter oben von Ethik und Moral gesprochen habe scheint hier bei einigen sofort der Reflex "Gutmensch" ausgelöst zu werden. Den Schuh zieh ich mir trotzdem nicht an. Ich hätte die beiden Worte auch mit " Nachhaltigkeit " umschreiben können.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Meini » Sa Jan 21, 2012 14:00

westfale2030 hat geschrieben:Wenn ich etwas weiter oben von Ethik und Moral gesprochen habe scheint hier bei einigen sofort der Reflex "Gutmensch" ausgelöst zu werden. Den Schuh zieh ich mir trotzdem nicht an. Ich hätte die beiden Worte auch mit " Nachhaltigkeit " umschreiben können.


Ehtik und Moral werden imer dann hervor gekramt, wenn weder Logik noch Vernuft für oder gegen etwas sprechen, also hat das absolut nichts mit Nachaltigkeit zu tun.

Übriegens werden genau diese Worthülsen auch besonders gern von denen genutzt deren s.g. Moral nicht gerade die Beste ist, siehe alle Glaubensgemeinschaften.

Wenn man das mit Nachaltigkeit umschreibt, dann hat man mit verlaub null Ahnung was überhaupt das Wort bedeutet, aber das unterstelle ich dir nun mal nicht. :wink:
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Gockel » Sa Jan 21, 2012 14:02

Bei uns in der Gemeinde haben wir ein schönes Beispiel, wie Behörden sich, mit sich selbst beschäftigen können und trotzdem nicht im Stande sind eine Lösung zu produzieren.
Ein kinderloses älteres Ehepaar verstarb kurz hintereinander. Sie lebten, wie vor hundert Jahren mit und von der Natur. Ihr Anwesen liegt direkt neben der Kirche mitten im Dorf. Der Denkmalchutz stellte das Gebäudeensemble unter Schutz. Die 4 Rinder standen im Tiefstall, ebenfalls die 2 Schweine. Der Nachbar erklärte sich bereit den Stall mit seinem kleinen Radlader auszumisten und seitdem stehen die Gebäude jetzt leer. Eine entfernte Coisine ist die Erbin und will das Gebäude verkaufen. Das Veterinäramt hat aus Tierschutzgründen die Tierhaltung untersagt. Die untere Wasserbehörde verlangt eine Sanierung des Bodens, weil jahrelang Mist und Jauche ungehindert in das Grundwasser gelangen konnte, das Denkmalschutzamt verlangt die Erhaltung des jetzigen Zustands. Obwohl die Lage fantastisch ist und auch Interessenten da waren ist bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts geschehen.
Gruß Gockel

http://www.youtube.com/watch?v=56iivPxovAQ
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Sa Jan 21, 2012 14:25

@tyr

Du willst das System ändern, dass wirst du so schnell nicht schaffen, daher ist es wenig zielführend hier über theoretische Systemumbrüche zu spekulieren. Ich muss einen betrieb entwickeln und Zukunftsfest machen. Der in dem Artikel beschriebene Ansatz von Herrn Brömmer ist doch schon mal was. Das Landvolk hier scheint sich da doch Gedanken zu machen. Wenn ich mich wirklich zum Bau eines neuen Stalls entscheide, werde ich versuchen die Leute hier soweit wie möglich mitzunehmen. Ordentliche Öffentlichkeitsarbeit ist zur Zeit die einzige Idee die ich habe. Ich habe hier schon öfter Besuchergruppen auf dem Hof gehabt und ihnen gezeigt wie unser Betrieb arbeitet, möglicherweise muss man so etwas ausbauen. Ein Patentrezept habe ich ja auch nicht, deshalb habe ich dieses Thema ja eröffnet. es geht um die aktuellen Probleme im hier und jetzt und nicht irgendwelche Systeme die sich möglicherweise, irgendwann in der Zukunft mal abzeichnen könnten. Die Betriebe müssen entweder wachsen oder eine passende Nische in der sie überleben können, aber langfristig profitable Nischen sind knapp.
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