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Fremd im eigenen Dorf

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Mi Jan 25, 2012 15:15

Max M hat geschrieben:Irgendwelche Filter intressieren mich nen feuchten Kehricht.

http://www.bmu.de/binnengewaesser/gewae ... c/3063.php

Die Wasserbehörden haben über 10 Jahre Zahlen und Fakten gesammelt. Nimms zur Kenntnis oder lass es bleiben. ;-)


Du bist ja ein Held, wenn in einem Bericht Behauptungen aufgestellt werden die nicht stimmen, wie ernst kann ich den Bericht dann nehmen. Wir versorgen uns auch mit Grundwasser. Die Nitratwerte lagen in Mitte der 80er Jahre bei 80 mg bei der Beprobung 2011 durch das Gesundheitsamt der Landkreises lagen sie in unserem Trinkwasser bei 65 mg. daraufhin haben wir einen Ionenaustauscher installiert und liegen jetzt bei 4 mg. Und das obwohl der Maststall nur 20 m vom Brunnen weg ist. In unserem Ort gibt es ca. 10.000 Mastschweine und reichlich Rinder, außerdem seit 4 Jahren eine BGA mit 1,8 Megawatt, hätte nach der Logik der Nitratgehalt in unserem Trinkwasser nicht massiv steigen müssen, schließlich wird hier großflächig mit Gülle gedüngt.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Frau Emmy Müller » Mi Jan 25, 2012 15:30

Bei euch kann es durch aus anders sein, auch mit eurem Brunnen keine Frage.
Nur es gibt einfach Gebiete wo es vor kommt und das muss man auch mal so akzeptieren.
Es ist nur schiet wenn der eigene Brunnen davon betroffen ist, solange es wo anders ist, ist es immer gut.
Und ich bin nicht Bio/Vegetarier/Veganer/Öko-Tante/Pferde Tante mit Bambi Syndrom oder gar Bauernhasser.....
ganz im Gegenteil wie eigentlich jeder weiß. :wink:
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Mi Jan 25, 2012 17:24

Frau Emmy Müller hat geschrieben:Bei euch kann es durch aus anders sein, auch mit eurem Brunnen keine Frage.
Nur es gibt einfach Gebiete wo es vor kommt und das muss man auch mal so akzeptieren.
Es ist nur schiet wenn der eigene Brunnen davon betroffen ist, solange es wo anders ist, ist es immer gut.
Und ich bin nicht Bio/Vegetarier/Veganer/Öko-Tante/Pferde Tante mit Bambi Syndrom oder gar Bauernhasser.....
ganz im Gegenteil wie eigentlich jeder weiß. :wink:


Ich habe ein Jahr meiner Ausbildung im LK Oldenburg gemacht und in Vechta und Cloppenburg sieht es ja auch nicht anders aus. Ich weiß auch, dass damals (vor ca. 20 jahren) dort 80 m³ Schweine-Hühner-Mischgülle zu Mais ausgebracht wurden. Das solche Praktiken sich im Grundwasser niederschlagen versteht sich. Was mich an solchen Berichten nur stört ist, wenn schon am Anfang sachlich falsch berichtet wird. Als Nitratfilter werden im allgemeinen die Ionenaustauscher bezeichnet und die nutzen sich mit steigendem Nitratgehalt nicht ab. Im Bericht wurde gesagt die Filter müssten ausgetauscht werden, hätte man von steigenden Aufbereitungskosten gesprochenen wäre es ja ok gewesen. Das es eben auch anders geht zeigt ja unsere Brunnen. Bei uns werden 70-80% der Flächen mit Mais bebaut 30-40 m³ Gülle bzw. Substrat sind die Regel. Man muss die Tierhaltung eben entsprechend an die Fläche koppeln und das ist doch eigentlich schon so. Wer keine Fläche nachweisen kann, bekommt keine Genehmigung, dazu die vorgeschriebenen Nährstoffbilanzen und schon sollte man die Sache im Griff haben. Die Belastung die jetzt in 30 Meter Tiefe ankommt ist ja nicht aus dem letzten Jahr. Es hängt immer sehr am Boden, wie lange es dauert bis ein Stoff in 30 Meter tiefe ankommt.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Hoschscheck » Mi Jan 25, 2012 18:44

Wie hoch ist der Null-Wert an Auswaschung?
Ich meine, noch keine noch so schlaue Stelle hat sich bisher getraut eine Zahl für die natürliche, biologische N-Verlagerung für D allgemeingültig zu nennen.
Im Wasserwerkswald ist sie jedenfalls höher als auf dem Konvi-Acker.
:wink:

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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Mi Jan 25, 2012 19:45

Naja, Hoschscheck, es kommt ja erst einmal darauf an wie viel N überhaupt vorhanden ist. Am besten wäre sicher purer Sand. Ich weiß, dass hier nach der Neueinrichtung einer Sandkuhle die Nitratwerte im Grundwasser deutlich gefallen sind. Ist ja auch logisch, der Mutterboden wurde abgeschoben, also auf weniger m² konzentriert, die Düngung auf den Flächen fand nicht mehr statt und mangels organischer Masse im Sand gab es keine Nitrifizierung auf der Fläche. Ich würde jetzt aber davon abraten aus ganz Deutschland eine Sandkuhle um das Grundwasser zu schützen. Organische Böden, die gut durchlüftet werden und Wärme bekommen mit entsprechender Feuchtigkeit mineralisieren natürlich wie blöd, dass man da Auswaschung hat ist klar. In der Fachschule hieß es immer, bei einem mm Niederschlag wird mineralischer Stickstoff auf Sand Boden (leichtester Art) um einen cm verlagert. Auf schweren Tonböden pro mm Niederschlag um einen mm. Hängt ganz vom Boden ab. Woher unsere Pflanzenbaulehrer sein Wissen hatte kann ich dir aber leider nicht sagen.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Hoschscheck » Do Jan 26, 2012 8:59

Lars genau das meine ich ja.
Es gibt keinen verbindlichen Null-Wert.
Wie viel kg N-Verlagerung/Jahr wären jetzt ohne deine Produktion an deinem Standort "normal"? Um wie viel führt jetzt deine Produktionsweise zu weniger oder mehr N-Verlagerung?
N-Verlagerung ist also relativ "Relativ".
:wink:
Es gibt Bereiche in D da ist auch ohne LW im Grundwasser N nachweißbar.


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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Do Jan 26, 2012 9:30

Ich denke man kann keinen Standartwert festlegen, dafür sind die Böden einfach zu unterschiedlich. Ich denke man könnte höchstens Näherungswerte finden. Dabei müsste man organische Masse im Boden, Niederschlagsmenge, Bodentemperatur, Sauerstoffgehalt im Boden, Bodenart (Sand, Ton, Lehm, Schluff), Bewuchs der Fläche, die Mobilität des einzelnen Nährstoffes, Sondereinflüsse und den Eintrag von Nährstoffen Berücksichtigen. Daraus könnte man dann für jeden Nährstoff ein Diagramm entwickeln in dem man die wahrscheinliche Auswaschungsmenge bestimmen könnte. Ich denke dazu wäre eine ganze Menge wissenschaftliche Arbeit nötig. Aber wenn man jemand finden würde, der bereit wäre den Aufwand zu betreiben wäre es meiner Meinung nach machbar.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Hoschscheck » Do Jan 26, 2012 9:55

Sehe ich auch so.
Nur sind deshalb pauschale Aussagen zur N-Verlagerung unter den geführten Kulturen pauschal richtig?
Das sie auf jeden Fall nicht stimmen können hast du ja eben erkannt/gewußt.
Das wissen auch die zuständigen Stellen, der erste der eine Zahl nennt hat verloren.
Er wird als Trottel hingestellt werden.


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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Tooom » Do Jan 26, 2012 12:04

Bericht zum Thema: Konflikte zwischen Bauern und Dorfbevölkerung.


Die Konflikte werden sich imho noch wesentlich verschärfen. Das liegt an den sehr großen unterschiedlichen Interessen. Der erste Punkt und Meilenstein war sicherlich die Veröffentlichung der Agrarsubventionen, was viele Bürger ins Mark getroffen hat.
Zudem will der Landwirt seinen Gewinn immer weiter steigern und vergrößert was das Zeug hält. Dadurch mehren sich die Lebensmittelskandale, wie wir fast täglich aus der Presse entnehmen und schon wieder legt der Verbraucher Einspruch ein. Bei geplanten Agrarfabriken gibts doch mittlerweile regelrechte Bürgeraufstände der gesamten Dorfbevölkerung, die das um jeden Preis verhindern wollen. Da wird zwar dem Verbraucher das Blaue vom Himmel gepredigt was das Tierwohl, Umwelt angeht, aber dieses Gerede glaubt der Verbraucher nunmal nicht wie man sieht. Dazu noch die ständige Maisausdehnung im Zusammenhang mit der Umweltbelastung und...usw
Da gibt es bereits Ortschaften in denen die Bevölkerung mit Landwirten kein Wort mehr redet und sie werden regelrecht mitsamt den Kindern ausgegrenzt. Oder noch schlimmer, es werden jährlich nochmehr Eisen und co. an die Maisstängel gehängt wie 2011 oder wie 1 Landkreis weiter gleich ein Anwesen angezündet. Sowas geht natürlich nicht, egal welche Interessen man vertritt. Allerdings wird die Welt immer radikaler.
Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen :
Alles in allem wird sich deshalb die angespannte Lage sicher nicht verbessern, sondern imho weiter drastisch zuspitzen.
Tooom
 
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon forenkobold » Do Jan 26, 2012 12:13

Tooom hat geschrieben:
Bericht zum Thema: Konflikte zwischen Bauern und Dorfbevölkerung.


Die Konflikte werden sich imho noch wesentlich verschärfen. Das liegt an den sehr großen unterschiedlichen Interessen. Der erste Punkt und Meilenstein war sicherlich die Veröffentlichung der Agrarsubventionen, was viele Bürger ins Mark getroffen hat.
Zudem will der Landwirt seinen Gewinn immer weiter steigern und vergrößert was das Zeug hält. Dadurch mehren sich die Lebensmittelskandale, wie wir fast täglich aus der Presse entnehmen und schon wieder legt der Verbraucher Einspruch ein. Bei geplanten Agrarfabriken gibts doch mittlerweile regelrechte Bürgeraufstände der gesamten Dorfbevölkerung, die das um jeden Preis verhindern wollen. Da wird zwar dem Verbraucher das Blaue vom Himmel gepredigt was das Tierwohl, Umwelt angeht, aber dieses Gerede glaubt der Verbraucher nunmal nicht wie man sieht. Dazu noch die ständige Maisausdehnung im Zusammenhang mit der Umweltbelastung und...usw
Da gibt es bereits Ortschaften in denen die Bevölkerung mit Landwirten kein Wort mehr redet und sie werden regelrecht mitsamt den Kindern ausgegrenzt. Oder noch schlimmer, es werden jährlich nochmehr Eisen und co. an die Maisstängel gehängt wie 2011 oder wie 1 Landkreis weiter gleich ein Anwesen angezündet. Sowas geht natürlich nicht, egal welche Interessen man vertritt. Allerdings wird die Welt immer radikaler.
Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen :
Alles in allem wird sich deshalb die angespannte Lage sicher nicht verbessern, sondern imho weiter drastisch zuspitzen.

Das liegt an geistigen Brandstiftern. An Leuten, die Ihre Hetze in gewählte Worte fassen. An Leuten wie DIR! Solche Schürer gab es zu jeder Epoche... und auch die wegen dem perfiden Vorgehen solcher Schürer ausgegrenzte Mesnchen und gemobbte Kinder. Volksverhetzung nennt man sowas. Früher brannten Hexen, später Geschäfte und heute Ställe. Die Saubermänner im Hintergrund haben sich nie die Finger schmutzig gemacht. Sie haben ihr perfides Spiel getrieben und die breite Masse manipuliert.
Und es gibt Foren, in denen solche perfiden Volksverhetzer geduldet werden und denen, sie sich dagegen verwahren, mit Rauswurf gedroht wird.
Zudem will der Landwirt seinen Gewinn immer weiter steigern und vergrößert was das Zeug hält. Dadurch mehren sich die Lebensmittelskandale, wie wir fast täglich aus der Presse entnehmen
Eine solch verlogene Tatsachenbehauptung würde MICH veranlssen, dich dauerhaft aus dem Forum zu schmeißen. Aber MICH fragt ja keiner.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Jan-Hinnerk » Do Jan 26, 2012 12:40

Nein, das versteht er nicht.
mfg Jan
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Do Jan 26, 2012 13:51

Tooom hat geschrieben:
Bericht zum Thema: Konflikte zwischen Bauern und Dorfbevölkerung.


Die Konflikte werden sich imho noch wesentlich verschärfen. Das liegt an den sehr großen unterschiedlichen Interessen. Der erste Punkt und Meilenstein war sicherlich die Veröffentlichung der Agrarsubventionen, was viele Bürger ins Mark getroffen hat.
Zudem will der Landwirt seinen Gewinn immer weiter steigern und vergrößert was das Zeug hält. Dadurch mehren sich die Lebensmittelskandale, wie wir fast täglich aus der Presse entnehmen und schon wieder legt der Verbraucher Einspruch ein. Bei geplanten Agrarfabriken gibts doch mittlerweile regelrechte Bürgeraufstände der gesamten Dorfbevölkerung, die das um jeden Preis verhindern wollen. Da wird zwar dem Verbraucher das Blaue vom Himmel gepredigt was das Tierwohl, Umwelt angeht, aber dieses Gerede glaubt der Verbraucher nunmal nicht wie man sieht. Dazu noch die ständige Maisausdehnung im Zusammenhang mit der Umweltbelastung und...usw
Da gibt es bereits Ortschaften in denen die Bevölkerung mit Landwirten kein Wort mehr redet und sie werden regelrecht mitsamt den Kindern ausgegrenzt. Oder noch schlimmer, es werden jährlich nochmehr Eisen und co. an die Maisstängel gehängt wie 2011 oder wie 1 Landkreis weiter gleich ein Anwesen angezündet. Sowas geht natürlich nicht, egal welche Interessen man vertritt. Allerdings wird die Welt immer radikaler.
Um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen :
Alles in allem wird sich deshalb die angespannte Lage sicher nicht verbessern, sondern imho weiter drastisch zuspitzen.


Ja, die Veröffentlichung und die anschließende Neid-Debatte war eine tolle Nebelgranate der Politik und das es sich dabei um Ausgleichszahlungen für niedrige Lebensmittelpreise handelt wird zwar von einigen bestritten, ist aber ein Fakt.
Jeder Unternehmer will seinen Gewinn steigern, dass ist der Kern des Unternehmertums. Glaubst Du wirklich, dass die Bauern so geil auf Wachstum sind? Es geht schlicht und einfach darum, dass man wachsen muss, wenn man überleben will. Wer stehenbleibt ist spätestens nach einer Generation erledigt. Wer hat denn geschrien als Aldi, Lidl, Metro und Co. die kleinen Geschäfte verdrängt hat. Wer schreit wenn Siemens, Daimler oder VW wachsen? Man kann doch nicht alles expandieren lassen und die Landwirtschaft klein halten wollen. Außerdem hat die Größe eines Betriebes wenig mit der Umweltbelastung zu tun, sondern die Art wie gewirtschaftet wird. Wenn ich so zurück denke wie manche kleine Betriebe früher gewirtschaftet haben, ohne Silo- und Mistplatte und die Pampe stand knöchelhoch war dass sicher nicht umweltfreundlich. Und warum gehen die BIs auf die Straße doch nicht weil sie Öko wollen, sondern weil sie Angst haben dass ein Trecker brummt wenn sie auf der Terrasse liegen oder es mal nach Gülle riechen könnte. Der Verbraucher entscheidet an der Kasse was Sache ist und wenn keiner bei Aldi kaufen würde, dann wären sie bald pleite-. Der Verbraucher redet in die eine Richtung und handelt ganz anders und da liegt das Hauptproblem.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Kyoho » Do Jan 26, 2012 17:42

schimmel hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:Der normale Landwirt will seinen Lebenstandard halten, und muß, auf Grund nominal ungefähr gleichbleibender Preise(mal bischen mehr, mal weniger, im Schnitt auf dem Stand der frühen siebziger)
aber steigenden Produktionskosten, z.B. durch immer mehr Auflagen, wachsen.
Und wachstum in der landwirtschft mit ihrer unvermehrbaren Grundresource Boden geht nur über Verdrängung.
Dort muß man ansetzen, beim Wachstumszwang.


...nööö geht auch mit Anpassung der Erlöse oder durch Subventionen.... :wink:

Bei der Veröffentlichung der gezahlten Subventionen an landwirtsch. Betriebe sind vor allem die hohen Zahlungen für Biobetiebe aufgefallen (aber nicht in den Medien thematisiert worden).
Sind eigentich Biosubventionen Dauersubventionen bis in alle Ewigkeit oder werden die auch mal abgeschafft oder zumindest angepasst gekürzt? Die zahlt schließlich der Steuerzahler mit, egal ob er hinter "Bio" steht oder nicht. Solange das über den Produktpreis geht, ist es ja o. k. Wenns aber über Steuern gegenfinanziert wird, ist es zumindest fragwürdig. Wir sind defacto ja schon lange zahlungunfähig, neben Euro-Rettungsschirm, Photovoltaikstrom-Festabnahmegarantien ist eine Ausdehnung der hoch subventionierten Biolandwirtschaft gesellschaftlich kaum finanzierbar. Die Welt wird gefühlt besser (keine grüne Gentechnik, keine Atomenergie, keine Massentierhaltung) aber uns gehts allen schlechter, das kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, oder?
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