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Gen-Mais in der landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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713 Beiträge • Seite 13 von 48 • 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 48
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Beitragvon Franz Henneken » So Jan 20, 2008 11:51

Wenn das Fortschritt sein soll, kann man getrost drauf verzichten! Man darf niemals die Aussagen derer glauben, die daran verdienen und dessen Helfer und Helfershelfer in Wirtschaft und Politik, sondern vor allem denen, die direkter damit zu tun haben und dessen Folgen tragen müssen.

Deswegen ist bei Dir wahrscheinlich Hopfen und Malz verloren. Ich kann nur hoffen, dass bei Dir und anderen Menschen ein tiefgreifender Gesinnungswandel einsetzt. Es gibt zu viele Menschen, die sich freiwillig zu dummen Eseln machen und den Karren ziehen, von dem sie nicht fressen dürfen, aber darauf stolz sein sollen.

Es ist wesentlich besser, auf diese Teufelstechnologie zu verzichten, weil die Folgen, die sich vor allem in Nord- und Südamerika zeigen, untragbar sind. Dort wird nicht nachhaltig gewirtschaftet, sondern auf schnellen Profit, weil auch Lebensmittelkonzerne mit den Agrarindustrien verbändelt sind. Folgedessen interressiert eigentlich der Landbau und erst recht die Natur nicht mehr, sondern nur noch der Profit, der gerade erwirtschaftet wird.

Warum aber werden so viele illegale Anbauflächen aufgedeckt? Warum wird erst soviel illegal angebaut? Warum wird gegen Gesetz und Ordnung von den Saatgutunternehmen verstoßen? Man kann schon annehmen, dass denen alles noch viel zu langsam geht, dass sie lieber heute als morgen den Spruch zur Wahrheit werden lassen wollen: "No food shall grown what we don't own!"

Nur will ich das Jammern nicht hören, wenn die Fänge der Multis zuschnappen und auch hier immer mehr Bauern gewaltigen Lizenzzahlungen gegenüberstehen und ihnen dann kein Gericht der Welt hilft.

Trotzdem wünscht einen gesegneten Sonntag - 8) Franz
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Beitragvon gerd gerdsen » So Jan 20, 2008 16:57

der Fortschritt läßt sich nun mal nicht aufhalten, weder bei der grünen noch (hoffentlich) bei der roten gentechnik, ich hoffe das wir bald keine angst vor einigen schlimmen krankheiten mehr haben müssen .

und wenn wir in paar jahren dank grüner gentechnik auf einige pflanzenschutzmittel verzichten können, dann ist das gelebter und praktizierter umweltschutz .

diese ganzen horrorszenarien haben wir schon seit über 30 jahren zuhören bekommen, nämlich beim hormonfleisch und hormonmilch aus amerika, geschadet hat es dort nachweislich keinem, war hier nur willkommener grund unsere märkte zu schützen .

angesichts der vielen hundert millionen menschen die ihr täglich brot nicht haben, finde ich es äußerst zynisch von organisationen wie greenpeace die einzige möglichkeit auf nahrungsmittel für alle zu verhindern .
gabs vorher so nur bei den *Zensur*, dort nannte man es auslese durch hunger .

ich wünsche euch noch einen schönen sonntagabend am voll gedeckten abendbrottisch .
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Beitragvon Franz Henneken » So Jan 20, 2008 19:29

Es wurden schon andere Dinge als Fortschritt gefeiert, die sich hinterher als der reinste Horror herausstellten: Atombombe, Kernenergie, Pflanzenschutzmittel DDT, Agent Orange (Entlaubungsmittel im Vietnam-Krieg) und bestimmt noch einiges andere mehr.

Hier noch ein interressanter Beitrag:

http://gruppen.greenpeace.de/aachen/gentechnik.html

Ich weiß zwar nicht, ob diese Quelle für Dich seriös und glaubwürdig ist. Wahrscheinlich aber sind es die Presseabteilungen von Bayer, Monsanto und Komplizen.

Es ist schon erschütternd für mich, wie man so blauäugig sein kann! Wer glaubt denn wirklich daran, dass Gentechnik ALLE Probleme der Welt lösen kann? Der Zynismus steckt genau darin. Man sollte einfach seine Augen öffnen und seine Sinne schärfen, und schon sieht man genauer.

Es grüßt - 8) Franz
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Beitragvon gerd gerdsen » So Jan 20, 2008 20:44

nein greeanpeace ist für mich nicht seriös
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Beitragvon Gress » Mo Jan 21, 2008 9:02

Finde Gerd´s Einwände ganz in Ordnung - diese Einteilung in gut und böse führt zu garnix!

Jeder ist halt da ökologisch oder gegen irgendwas wo´s ihm nicht wehtut :wink: - das zuzugeben ist schwer - lieber suchen wir uns schon eine Firma , einen Menschen ect... aus um unser schlechtes Gewissen von uns weg zu projezieren.....
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Beitragvon SHierling » Mo Jan 21, 2008 9:46

Also ich finde Gerd Einstellung naiv und kann sie mir nur damit erklären, daß er schlicht nie mal nachgelesen hat, was Proteine und ihre Abbauprodukte so alles anstellen können.

Es wurden schon andere Dinge als Fortschritt gefeiert, die sich hinterher als der reinste Horror herausstellten: Atombombe, Kernenergie, Pflanzenschutzmittel DDT, Agent Orange (Entlaubungsmittel im Vietnam-Krieg) und bestimmt noch einiges andere mehr.
DAS finde ich allerdings genauso dumm - nochmal: man hat auch nicht nach dem Contergan-Skandal alle Medikamente abgeschafft und nur, weil Kernenergie schädlich ist, wird niemand auf die Idee kommen, OHNE Energie leben zu wollen.

Ohne die Freisetzung vopn GVO können (und sollten) wir locker weiterleben - ohne Gentechnik auf keinen Fall, und das selbe gilt für PSM: wer nicht wieder zum Sammler und Jäger werden will, kann auf Pflanzenschutz nicht verzichten.

Brigitta
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Beitragvon Franz Henneken » Mo Jan 21, 2008 21:24

@ Brigitta: Es hat wohl niemand verlangt, ALLE Medikamente vom Markt zu nehmen, bloß weil vor einigen Jahrzehnten der Contagan-Skandal stattfand. Ich habe doch bloß von anderen Dingen gesprochen und diese beim Namen genannt (bitte mal nachlesen, nur ein kleiner Tip!).

@ Gerd Gerdsen: Sind für Dich denn die Presseabteilungen von Bayer, Monsanto und Komplizen "seriös"? Für mich jedenfalls mit extremen Vorbehalten.

Vielleicht wäre es für Euch alle sehr hilfreich, mal in die von mir verlinkten Seiten zu schauen. Dann hättet ihr nämlich lesen können, dass niemand mehr davon spricht, mit Gentechnik den Hunger der Welt bekämpfen zu wollen, im Gegenteil, hier habt Ihr es offen zu lesen, was ich schon aus ganz anderen Quellen wie den katholischen Hilfswerk Misereor gelesen habe:

USA will hungernden Afrikanern Genmais aufzwingen

Sept 2002: Sambia lehnt eine Mais-Hilfslieferung der USA ab, weil die Körner gentechnisch verändert sind. Das UN-Welternährungsprogramm drohte bereits, Sambia müsse dann in Zukunft ohne die Hilfe der Vereinten Nationen auskommen.

Aber die Motivation der USA ist offensichtlich: Würden sich die Amerikaner nur von reinem Helferwillen leiten lassen, würden sie die erforderlichen Mittel in Form von Cash zur Verfügung stellen und Sambia den Ankauf der benötigten Lebensmittel überlassen. Aber noch immer stehen die USA auf Platz 22 in der Liste der Staaten, die Entwicklungshilfe leisten - das Schlusslicht unter den Industrienationen.

Es geht den Amerikanern ja auch gar nicht in erster Linie um Hilfe für Hungernde, sondern um Hilfe für die Mais-Farmer im eigenen Land. Die USA nutzen die Hungerkrise, um ihre Agrarpolitik über den Erdball zu verbreiten. Denn werden die Maiskörner mit dem originellen Erbgut auch als Saatgut auf Sambias Äckern ausgebracht, wird sich das Land in die Abhängigkeit von multinationalen Agrokonzernen begeben. Wer nämlich solches mit einer Armada von Patenten belegtes Saatgut ausbringt, darf seine Ernte nicht mehr nach eigenem Gutdünken neu aussäen und muss Patentgebühren zahlen.

. . .

AIDS-Hilfe - nur gegen Genfood!

Noch deutlicher wurde die Bush-Regierung, als sie ein Jahr später (2003) ein AIDS Hilfepaket von 15 Milliarden Doller für Afrika an die Bereitschaft knüpfte, Lieferungen von gentechnisch veränderten Lebensmitteln zu akzeptieren!!!

In den vergangenen Jahrzehnten sind in den USA mehrere Milliarden Dollar in die Entwicklung gentechnisch veränderter Sorten gesteckt worden und nun sollen die Märkte mit der Brechstange erschlossen werden !

. . .

USA zwingt Iraker zu Gentech Anbau

März 2005: Die "Order 81" wurde vom US-Beauftragten für den Wiederaufbau des Irak, Paul Bremer, erlassen. Sie hat zum Ziel, dass die irakischen Bäuerinnen und Bauern zukünftig daran gehindert werden, ihre uralten Saaten und Kulturpflanzen anzubauen. Die traditionelle Vielfalt der Kulturpflanzen im Irak, die sich über Tausende von Jahren entwickelt hat, ist Vermächtnis und Rechtsgut der irakischen Bauern. Die Bäuerinnen und Bauern werden dazu gezwungen, nur noch industriell entwickeltes, gentechnisch manipuliertes und von Unternehmen patentiertes Saatgut zu verwenden.

. . .

Gentechnik gegen den Welthunger

Die Gentechnikkonzerne behaupten, die Gentechnik könne den Hunger der Welt lindern. Wer dieses Märchen tatsächlich glaubt, hat von der Globalisierung gar nichts verstanden und sollte dringend das Buch "Imperium der Schande" von Jean Ziegler lesen, das die wahren Gründe des Hungers aufdeckt.

Zitate Jean Ziegler (Sonderberichterstatter der UNO, 2005) :

In 122 Ländern der 3. Welt leben 85% der Weltbevölkerung. 1,8 Milliarden Menschen haben weniger als 1 Dollar pro Tag, während 1% der Reichsten so viel Geld verdienen wie 57% der Ärmsten. Der Chef des Pharmakonzerns Novartis bezieht ein Jahresgehalt von 20 Millionen Schweizer Franken. Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen der Unterernährung. 850 Millionen Erwachsene sind Analphabeten, 325 Millionen Kinder haben keine Aussicht, eine Schule zu besuchen. 2004 haben heilbare Krankheiten 12 Millionen Menschen getötet. Der Anteil der 42 ärmsten Länder am Welthandel betrug 2004 nur 0,6%. Laut UNICEF würde es über einen Zeitraum von 10 Jahren 7 Milliarden Dollar pro Jahr kosten, allen Kindern der Welt einen Zugang zur Schule zu ermöglichen. Diese Summe ist geringer als das, was die Europäer jährlich für Eiscreme ausgeben.

Weltweit belaufen sich die Militärausgaben auf 780 Milliarden Dollar pro Jahr. Der Krieg im Irak kostete die USA 57 Milliarden Dollar allein im Jahr 2004. Die vereinten Nationen UNDP schätzen, dass 80 Milliarden Dollar jährlich über einen Zeitraum von 10 Jahren ausreichen würden, um jedem Menschen der Welt Zugang zu Schulbildung, medizinischer Versorgung, ausreichend Nahrung, Trinkwasser und Geburtshilfe zu ermöglichen.
2003 zahlten alle Länder des Nordens 54 Milliarden Dollar ntwicklungshilfe.
Im selben Jahr haben die 122 Länder der 3. Welt den Banken des Nordens 436 Milliarden Dollar als Schuldendienst überwiesen! Die Regierungen der 3. Welt müssen 6 mal mehr Zinsen zahlen als auf den Finanzmärkten üblich ist.

Brasilien hat eine Auslandsschuld von 240 Milliarden Dollar, was den Exporteinnahmen von 4 Jahren entspricht. 2002 verschlangen die Zinsen der Schulden 5 mal mehr als alle Ausgaben für Schul- und Gesundheitswesen. 49 Staaten müssen mehr für den Schuldendienst ausgeben als für Sozialleistungen. Seit 3 Jahrzehnten zahlen die Länder Lateinamerikas 32% ihrer Einkommen für die Begleichung der Schuld.
Kein Land der 3. Welt wird jemals in der Lage sein, seinen Schuldenberg abzubezahlen. Die Auslandsschuld ist wie ein Krebsgeschwür, das nicht behandelt wird: sie wächst. Die Verschuldung ist ein Massenvernichtungswaffe. Die Versklavung durch Verschuldung hat bruchlos an die Kolonialherrschaft angeschlossen. Die 500 größten transnationalen Firmen kntrollieren 52% des Bruttosozialproduktes des Planeten. Sie beschäftigen 1,8% der Arbeitskräfte und sie haben Reichtümer, die größer sind als das Guthaben der 133 ärmsten Länder der Welt.

Die transnationalen Konzerne wie Nestlé, Unilever, Cargill kaufen Kaffee zum Spottpreis ein und zahlen den Kaffeebauern einen Hungerlohn. Ihr EINZIGES Ziel ist Profitmaximierung. Zitat Jean Ziegler: "Es kommt nicht darauf an, den Menschen in der dritten Welt mehr zu geben sondern ihnen weniger zu stehlen."

In Anbetracht dieser Tatsachen ist es ein Hohn zu behaupten, die Gentechnik sei eine Lösung für den Hunger der armen Menschen!

- Auszug Ende -

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Es grüßt - 8) Franz
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Beitragvon Franz Henneken » Mo Jan 21, 2008 21:28

. . . und hier ist noch was, von der katholischen Hilfsorganisation Misereor, die an vorderster Front stehen:

guggst Du hier:
http://www.misereor.de/presse/detailans ... cbe8b5e153

und hier:
http://www.misereor.de/themen/vielfalt/ ... ution.html

Ich denke, wer jetzt noch meint, die Gentechnik sei risikolos und die Rettung der Welt, ist ein Ignorant, ein [zensiert] oder ein Gentechniker. Vorausgesetzt, man schaut wenigstens mal in die Texte rein.

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Beitragvon forenkobold » Mo Jan 21, 2008 22:33

Die Katholiken sollten sich um Seelsorge kümmern, aber nicht um Dinge von denen sie nichts verstehen..

Denn werden die Maiskörner mit dem originellen Erbgut auch als Saatgut auf Sambias Äckern ausgebracht, wird sich das Land in die Abhängigkeit von multinationalen Agrokonzernen begeben


Jaja.... getrockneter Körnermais als Saatmais...
Die würden sich über die Keimfähigkeit wundern.
Und wer will die in Sambia zwingen, Lizenzgebühren zu bezahlen????
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Beitragvon SHierling » Di Jan 22, 2008 0:06

an dieser Stelle sei noch mal der Hinweis gestattet, daß unser aller Ministerin für Bildung und Forschung, die die grüne Gentechnik als einen "positiven Impuls für Wachstum und Wirtschaft" bezeichnet und auf ihrer Internetseite nicht müde wird, das Zeug anzupreisen
http://www.bmbf.de/press/2105.php

.. was studiert hat? Na??
Richtig. Katholische Theologie. Da sitzen die wahren Fachleute.
Zuletzt geändert von SHierling am Di Jan 22, 2008 9:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon H.B. » Di Jan 22, 2008 21:06

Gerd, warum hast du die Petition gegen Gentechnik unterstützt?
Das ist doch nicht deine Nummer????
Ich hab die nicht unterstützt, schon weil sie von Fundies verfasst wurde, lies mal!!!



Biotechnologie - Gentechnik: Anbau und Neuzulassung gentechnisch veränderter Organismen
Eingereicht durch: Bernhard Kletzenbauer am Montag, 17. Dezember 2007

Mit der Petition soll erreicht werden, dass gentechnisch veränderte Organismen (GVOs) nicht patentiert und in der Land- und Forstwirtschaft ausnahmslos gesetzlich verboten werden.
Mit der Petition soll verhindert werden, dass die biologische Vielfalt in Deutschlands Böden und landwirtschaftlichen Erzeugnissen durch Verunreinigung mit GVOs für immer verloren geht. Das empfindliche ökologische Gleichgewicht aller natürlichen Organismen muß erhalten bleiben.

Begründung:
Unbestreitbare Tatsache ist, daß freigesetzte Organismen nie mehr vollständig aus der Natur rückholbar sind; auch nicht GVOs, die sich nachträglich als große Gefahr erweisen. Sie bleiben nicht auf den Ursprungsort begrenzt, sondern vermehren sich unaufhaltsam.
Bisherige, gentechnische Veränderungen an Lebewesen zeigen, daß die Ergebnisse unvorhersehbar sind, und gentechnische Manipulation in der Landwirtschaft keine zuverlässige Methode darstellt.
Gifthersteller und große Saatgut-Konzerne streben eine weltweite Monopolstellung an. Mittels patentiertem, gentechnisch verändertem Saatgut, das nur einmal auskeimt (Terminator-Technologie) sollen Landwirte von diesen Firmen abhängig werden.
Die gentechnisch veränderten Pflanzen kreuzen sich mit verwandten Wildpflanzen und mit artgleichen Pflanzen aus biologischem Anbau. Dadurch wird bald der gesamte Bestand dieser Art durch Fremdgene mit unbekannten Folgen verunreinigt. Freisetzung gentechnisch veränderter Arten macht jahrzehntelange Züchtungsarbeiten wertlos.
Folgen einer gentechnischen Verunreinigung sind unvorhersehbar und oft nachteilig für Mensch und Natur. Gentechnische Veränderungen können nicht gezielt vorgenommen werden, sondern Arbeiten nach der Methode von Versuch und Irrtum.
Da eine unbeeinträchtigte Koexistenz von natürlichen- und gentechnisch veränderten Arten nicht möglich ist, wären deutsche Bürger am Ende dazu gezwungen, ausschließlich gentechnisch veränderte Landwirtschafts-Produkte zu essen. Eine Wahlfreiheit besteht nicht mehr, sobald alle genetisch unveränderten Produkte verschwunden sind.
Bisherige Reinheitsgebote der Nahrungsmittel können nicht mehr eingehalten werden.
Durch unvorhersehbare Bildung neuartiger Eiweiß-Stoffe in den GVO kann es zum Auftreten neuartiger Allergien kommen.
Die Kombination von Totalherbizid und resistenten Nutzpflanzen erzeugt noch nie dagewesene Mono-kulturen. Die Anfälligkeit dieser Monokulturen gegenüber Krankheiten und Schädlingen wird man mit mehr Gift und gentechnischer Manipulation auszugleichen versuchen – ein Teufelskreis entsteht.
Die Natur wird gegen neue Gifte schnell resistente Arten bilden, so daß man neue Super-Unkräuter heranzüchtet, anstatt sie zu reduzieren.
Gentechnische Manipulation in der Landwirtschaft erzeugt keine nachhaltigen Werte für spätere Generationen, sondern zerstört deren unersetzbare natürliche Lebensgrundlagen.
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Beitragvon Franz Henneken » Di Jan 22, 2008 21:37

. . . und an H.B.:

Was soll das heißen, dass diese Petition, weiß unterlegt, "von Fundamentalisten verfasst wurde"? Gefällt da irgendeinem eine Formulierung nicht?

Für mich jedenfalls ist nichts falsches dran. Der Text enthält durchweg Fakten, die auch mir bekannt sind. Und - sind Pflanzenschutzmittel denn keine Gifte? Es sind Gifte, das weiß jedes Kind, jede Flasche trägt klar und deutlich Warnhinweise.

Und besagte Monokulturen sind heute schon in so manchen Teilen der Welt gerade durch die Einführung der Gentechnik üblich, zum Leid der Landbevölkerung. Anstelle viele kleine Landwirtschaftsbetriebe (oder wie man die kleinen Höfe nennen mag) treten nach und nach Großbetriebe. Nur noch wenige Menschen finden darin Arbeit, noch weniger ihr Auskommen und auch das für ihre Familien.

Alles nachzulesen unter www.misereor.de

Es ist nebenbei schon traurig, wenn einem des anderen Nase nicht passt, gerade in dieser Debatte. Das ist nur Herumstochern an Nebensächlichkeiten und Haarespalten, bringt keiner Seite was.

Deshalb - bleibt immer schön bei der Sache!

Es grüßt - 8) Franz

P.S.: Das ist mir neu, dass Gerd GEGEN GENTECHNIK ist :shock: , beim Lesen seiner Beiträge bekommt glatt den falschen Eindruck!
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Beitragvon Hoschscheck » Mi Jan 23, 2008 16:36

Mmh, mal sehen.

Percy Schmeisser ist ein verurteilter Lügner.
Mon 810 ist wieder zugelassen und damit voll einsatzfähig für 2oo8.
Ich habe aktuell immer noch kein Zünsler Problem.
Die Schweine haben die dritte transgene Stufe stabil erreicht und es geht weiter.
Ein Brandenburger Gericht lehnt den Antrag einer Eigentümerin ab, einem Landwirt den Anbau von Gen-Mais auf ihrem Grundstück zu untersagen.
Greenpeace reißt nach wie vor Studien und Sätze aus dem Zusammenhang und verbreitet dieses zersetzende Geschreibsel.
Greenpeace ist Dank Lidl aber nicht mehr so arg in Geldnot
(Monsantopost wird teilweise zu Recht in Frage gestellt, aber dem Spendenabzockeverein wird bedenkenlos alles geglaubt; "Kopfschüttel" :roll: ).
Die einen zitieren am Ende ihres Statements noch mal den Welthunger und die anderen wenn sie nicht mehr weiter wissen den lieben Gott.

Alles beim alten.

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Beitragvon Hoschscheck » Mi Jan 23, 2008 22:19

Percy ist ein Lügner und zwar ein Rechtskräftig verurteilter,
http://www.canlii.org/en/ca/fct/doc/200 ... ct256.html

Greenpeace jongliert mit Halbwahrheiten und streut wieder besseren Wissens damit Unsicherheit unters Volk, verbunden mit der anschließenden bitte um Mittel für sich selbst damit diese "Missstände" abgestellt werden können. Das ist für mich Abzocke.
Greenpeace hat für sich selbst den Status erhoben frei von "freien" Zuwendungen aus der Wirtschaft zu sein, denn denen wollte man doch als "Greenpeace" so Arg auf die Finger schauen und dann so was.

Kirchliche Organisationen und deren zum Teil recht unterschiedliche Vorgehensweise und Einstellungen sind mir durchaus bekannt. Die von dir genannte auch schon vor deiner Verlinkung.

Ich schrieb:
"Die einen zitieren am Ende ihres Statements noch mal den Welthunger und die anderen wenn sie nicht mehr weiter wissen den lieben Gott.“

Hiermit war der allseits beliebte Ausspruch "man solle mit der Gentechnik nicht dem lieben Gott in das Handwerk pfuschen" gemeint.
Dieser Ausspruch kommt am Ende einer dünnen Argumentation von vielen Gegnern der Grünen Gentechnik wenn ihnen sonst nichts mehr einfällt.
Und diese sind dann meist auch längst nicht immer so Gottesfürchtig wie sie es selbst einfordern.

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Beitragvon forenkobold » Do Jan 24, 2008 13:14

http://www.transgen.de/forum/index.php? ... reply_7055
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