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GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Otto Mohl » Di Nov 18, 2025 11:14

Lorch hat geschrieben:Was macht Bio besser was Artenschutz angeht. Z.B. wird bei Bio Feldern auf chemische Unkrautbekämpfung verzichtet. Dadurch wachsen auf der Fläche mehr Pflanzenarten, also neben der angebauten Kultur wachsen Beikräuter, die Wildtiere u. Insekten als Nahrung zum leben brauchen. Das sind Sachen, die weiß jedes Kind, warum muss ich sowas aufzählen! Da kann ich jetzt weiter machen, durch den Verzicht auf leicht löslichen N Mineraldünger sind die angebauten Kulturen nicht so mastig, dominant, dadurch wachsen mehr Beikräuter usw. usf. Weiß du das nicht selber?

Ich bin Biobauer, weil es dafür gerade am meisten Fördergeld gibt.
Im Grunde ist Bio große Scheiße und ich verstehe nicht, warum es dafür Geld gibt. Einen ökologischen Vorteil gibt es nicht.
Bio kombiniert mit extremen Förderungen Artenvielfalt und Lebensmittel auf der gleichen Fläche. Man produziert also weniger (Ertrag, Ertragssicherheit) und schlechtere (Pilzbelastung) Lebensmittel für Besserverdiener, die dazu noch subventioniert werden UND finanziert den ganzen Zertifizierungskopf mit. Dazu klappt das mit dem Arten-, Boden und Klimaschutz auch nicht richtig, weil man striegelt, hackt und pflügt.

Besser wäre die Fläche aufzuteilen in Fläche für
a) intensive Lebensmittelproduktion und
b) andere Fläche für 100% Artenschutz, mit Wildblumen, Ruhestreifen, Winterdeckung...
Otto Mohl
 
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon kronawirt » Di Nov 18, 2025 20:13

Genau. Ein sinnvoller Vergleich von Bio und Konvi ist wenn man 2-3ha Bio mit 1ha Konvi plus 1-2ha Naturschutzfläche, Stillegung, Wald, Ödland, such dir was aus, etc... vergleicht. Der Flächenbedarf und die Erntemenge ist dann beidesmal gleich. Und jetzt darfst du weiterargumentieren, daß Bio trotzdem besser ist
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Lorch » Mi Nov 19, 2025 7:45

langholzbauer hat geschrieben:Na wenn es Umweltverbände fordern, dann muss es natürlich das Beste für die Menschheit sein!

Und nochmal:
Einem ordentlich geführten Biobetrieb ist die Einhaltung der GLÖZ- Regeln genauso zuzumuten, wie jedem anderen Landwirt, der Fördermittel beantragen will.
Dass diese Regeln noch einiger Nachbesserungen bedürfen, zeigt die aktuelle Öffnung.



Es geschehen noch Zeichen u. Wunder! Das Vernünftigste, was bisher geantwortet wurde. Diese Regeln nachzubessern, das ist es um was es geht.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon langholzbauer » Mi Nov 19, 2025 14:07

Kannst oder willst Du die Ironie in meinem 1. Satz nicht erkennen? :oops:

Eine nötige Anpassung dieser Regelungen hat nichts mit der Einstellung der Betriebsleiter zur Bewirtschaftungsart zu tun.
Guter ökologischer landwirtschaftlicher Zustand ist im letzten Jahrhundert für jeden m² in Deutschland ausreichen erforscht worden.
Ein guter Bauer kann und will diesen mit oder ohne Agrarchemie erhalten und verbessern, solange er daran nicht pleite geht, weil er durch überzogene politische Auflagen nicht mehr mit Billigimporten vom Weltmarkt konkurrieren kann.
Zuletzt geändert von langholzbauer am Mi Nov 19, 2025 14:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Manfred » Mi Nov 19, 2025 14:18

langholzbauer hat geschrieben:Guter ökologischer landwirtschaftlicher Zustand ist im letzten Jahrhundert für jeden m² in Deutschland ausreichen erforscht worden.


Dazu ein klares Nein. Da wird es in Zukunft viel Umdenken geben.
Wie sagen die Amis so schön: "Farming evolves one funeral at at time."
Frei übersetzt: Die Landwirtschaft entwickelt sich Beerdigung für Beerdigung weiter.
Bei den "Naturschützern" scheint es mir noch länger zu dauern, weil denen zumeist die Praxis im Feld fehlt, welche viele Bauern im Lauf der Zeit umdenken lässt.

Will sagen: Der Umgang mit dem Bodenleben wird deutlich stärker in den Vordergrund treten.
Es gib konventionell wie im Ökobereich gute Ansätze, aber die Masse ist Jahrzehnte zurück und es gibt insgesamt noch sehr viel zu lernen.
Unter den "Naturschützern" gibt es bisher nur sehr wenige, die das auch nur ansatzweise verstanden haben.
Die glauben und lehren immer noch, Ausmagerung fördere die Biodiversität...
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon langholzbauer » Mi Nov 19, 2025 14:43

Da bin ich voll bei Dir!
Das Kapitel Bodenleben war aber bei unseren Eltern bzw.Großeltern unbewusst mit der erfolgreichsten Bewirtschaftung und Fruchtfolge schon vorhanden.
Es wurde in unserer Generation erst dem Maximalprofit geopfert.
"Es gib konventionell wie im Ökobereich gute Ansätze, aber die Masse ist Jahrzehnte zurück und es gibt insgesamt noch sehr viel zu lernen.
Unter den "Naturschützern" gibt es bisher nur sehr wenige, die das auch nur ansatzweise verstanden haben.
Die glauben und lehren immer noch, Ausmagerung fördere die Biodiversität...


Das größte Problem im Naturschutz besteht m.E. darin, dass immer nur eine Zielart oder ein bestimmter Zustand eines Biotops unabhängig von den ständig ändernden Standortbedingungen angestrebt wird, wärend sich traditionell angepasst bewirtschaftete Flächen schon in ein ökologisch und ökonomisch besseres Optimum für die Zukunft entwickeln.

(Kommentar Marian: editiert damit Zitat funktioniert)
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Manfred » Mi Nov 19, 2025 14:51

langholzbauer hat geschrieben:Das größte Problem im Naturschutz besteht m.E. darin, dass immer nur eine Zielart oder ein bestimmter Zustand eines Biotops unabhängig von den ständig ändernden Standortbedingungen angestrebt wird,


Ja. Die Fixierung auf Einzelaspekte führt in einem selbstregulierenden System praktisch immer zu Kollateralschäden, die den Nutzen der Maßnahme oft weit übersteigen.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Lorch » Mi Nov 19, 2025 17:12

Hallo Langholzbauer,
deine Ironie hab ich nicht erkannt.
Zu deinem Satz: "

Guter ökologischer landwirtschaftlicher Zustand ist im letzten Jahrhundert für jeden m² in Deutschland ausreichen erforscht worden."

Kannst du diese Aussage auch belegen. Sowas ist leicht behauptet aber da musst du schon die wissenschaftlichen Studien dazu bringen, die das belegen.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Frankenbauer » Mi Nov 19, 2025 18:42

Lorch hat geschrieben:Hallo Langholzbauer,
deine Ironie hab ich nicht erkannt.
Zu deinem Satz: "

Guter ökologischer landwirtschaftlicher Zustand ist im letzten Jahrhundert für jeden m² in Deutschland ausreichen erforscht worden."

Kannst du diese Aussage auch belegen. Sowas ist leicht behauptet aber da musst du schon die wissenschaftlichen Studien dazu bringen, die das belegen.


Er wird Deine Behauptungen weder be- noch widerlegen. Warum auch, wir wissen dass er Recht hat. Du bleibst fundierte Antworten schuldig.
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Otto Mohl » Mi Nov 19, 2025 20:06

Manfred hat geschrieben:Unter den "Naturschützern" gibt es bisher nur sehr wenige, die das auch nur ansatzweise verstanden haben.
Die glauben und lehren immer noch, Ausmagerung fördere die Biodiversität...

Egal wie oft du das wiederholst, es wird nicht richtiger.

Eine gegüllte 5x gemähte Weidelgraswüste ist nie artenreicher als mageres Grünland.

In Mitteleuropa hängt die Artenvielfalt am ausgemagerten, "zerstörten" Boden.

Über Jahrhunderte haben die Menschen die Natur ausgemagert. Grünland wurde gemäht und der Dünger kam aufs Ackerland. Im Wald wurde jeder Stock als Brennholz genutzt, die Streu als Einstreu, auf jedem Fleck stand eine Ziege oder wurde Gras für Kaninchen geschnitten.

Darauf haben sich die Arten eingestellt.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Biohias » Mi Nov 19, 2025 20:20

Also ich weiß ja nicht was ihr für Probleme habt, mich hat die glöz Geschichte nicht beeinträchtigt in der Bewirtschaftung als Biobauer.
Folglich ist es mir auch ziemlich Wurst ob es jetzt Ausnahmeregelungen dafür gibt oder nicht.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Grasland » Mi Nov 19, 2025 20:34

Die Erleichterungen bei den GLÖZ Regeln für Ökobetriebe sind polititsche Entscheidungen innerhalb der EU. Das wurde vor kurzem im Trilog zwischen EU-KOM, EU-Parlament und EU-Rat so vereinbart. Unseren deutschen Vertreter sitzen dabei sowohl im EU-Parlament, als auch im EU-Rat, dort werden Vertreter der Bundesregierung entsandt.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Lorch » Mi Nov 19, 2025 21:16

Ich könnte jetzt das Frostwetter zum Ackern der Fläche wo K.Mais gestanden ist, nutzen, obwohl die Flächen nicht erosionsgefährdet sind, muss ich bis Mitte Januar warten. Wenns dumm läuft, kann ich erst im März ackern. Da kommen Sojabohnen hin, da wäre ein aufgefrohrener Boden wichtig. Trotz der Vorleistungen die ich als Bio im Artenschutz, Insektenschutz, Grundwasserschutz, Überschussreduzierung, Preisstabilisierung usw. bringe. Ich werde bestraft dafür weil meine konventionellen Kollegen mit ihrer intensiven Wirtschaftsweise so viel Probleme machen. Sie würden ja noch viel intensiver wirtschaften wollen, wenn ihnen nicht die Politik ein bischen mit Glöz einhalt gebietet. Und dann reden sie sich ihre Wirtschaftsweise schön, u. neiden einem die ein od. andere Erleichterung bei den Glözregeln.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Grasland » Mi Nov 19, 2025 21:23

Lorch hat geschrieben:Ich könnte jetzt das Frostwetter zum Ackern der Fläche wo K.Mais gestanden ist, nutzen, obwohl die Flächen nicht erosionsgefährdet sind, muss ich bis Mitte Januar warten. Wenns dumm läuft, kann ich erst im März ackern. Da kommen Sojabohnen hin, da wäre ein aufgefrohrener Boden wichtig. Trotz der Vorleistungen die ich als Bio im Artenschutz, Insektenschutz, Grundwasserschutz, Überschussreduzierung, Preisstabilisierung usw. bringe. Ich werde bestraft dafür weil meine konventionellen Kollegen mit ihrer intensiven Wirtschaftsweise so viel Probleme machen. Sie würden ja noch viel intensiver wirtschaften wollen, wenn ihnen nicht die Politik ein bischen mit Glöz einhalt gebietet. Und dann reden sie sich ihre Wirtschaftsweise schön, u. neiden einem die ein od. andere Erleichterung bei den Glözregeln.


Lieber Lorch,
da überzieht Du jetzt etwas. Mache es so, wie wir es in Fachschule, Meisterausildung oder Studium gelernt haben. Die Erleichterungen füf Ökobetriebe werden kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Verstöße noch geahndet werden.
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon langholzbauer » Mi Nov 19, 2025 21:26

@Frankenbauer
Danke!
Den Beistand brauche ich nicht. :wink:
Die Ergebnisse der jeweiligen landwirtschaftlichen Landesanstalten der Bundesländer aus den 1970er Jahren bis zur Abschaffung oder bis heute sind aussagekräftig genug.
Aber ein Diskudant, welcher sich ohne eigene Argumente auf Forderungen von Umwelt- oder Bioanbauveränden beruft, wird diese leider nicht kennen ...

@Otto Mohl
Ohne den politischen Zwang, jeden m² in der Agrarförderung als genutzt nachzuweisen, könnten viele Landschaften deutlich diverser bewirtschaftet bzw. gepflegt und erhalten werden.
Ich nenne da gern einzelne Baumgruppen im Feldblock oder den Feldrain, der früher selbstverständlich jährlich abgebrannt wurde und damit Platz für einjährige Blühpflanzen und ihre Antagonisten schuf und nebenbei die Zecken in Schach hielt.
Das gern zitierte Insektensterben alterniert bzw. findet in deutlich längeren Zeiträumen statt, als Politik entscheidet.
Jeder lw. Betrieb ist durch CC- Vorschriften verpflichtet , Vögel von Ernte und Vieh in Gebäuden fern zu halten.
Misthaufen in der Landschaft sind zeitlich beschränkt.
Einseitiger Schutz von Raben- und Greifvögeln...

Aber am Ende sollen immer nur die ( konv.) Bauern für die Verschiebungen in den Biotopen verantwortlich sein????
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