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adefrankl hat geschrieben:Also wenn man die Giftigkeit von Glyphosat beschreiben soll wäre eigentlich EDTA ein guter Vergleich. Weil ETDA ist ebenso ein Komplexbilder wie Glyphosat
(z.B. in Waschmitteln verwendet um Kalk zu binden) und Glyphosat wurde ursprünglich zu dem gleichen Zweck entwickelt.
Nicht überraschend liegt die Giftigkeit von ETDA (Ethylendiamintetraessigsäure) mit LD50 4500 mg/kg im gleichen Bereich wie Glyphosat LD50 4320 bis > 5000 mg/kg (LD50, Ratte, oral).
EDTA ist in vielen Wasch und Reinigungsmitteln enthalten. Des weiteren wird es als Medikamentenzusatz gegen Schwermetallvergiftungen, Herz-Kreislaufbeschwerden, Rheuma und Arthritis verabreicht. Weitere mögliche medizinische Einsatzgebiete sind Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen.(Quelle: Wikipedia). Es ist sogar als Lebensmittelzusatzstoff E385 zugelassen.
Aufgrund der Wirkung als Kompexbilder ist zu erwarten, dass Glyphosat sich höchstwahrscheinlich ähnlich für diese Anwendungen eignen würde (Die Herbizidwirkung beruht auf die Hemmung eines Enzyms, dass bei höheren Lebewesen nicht vorkommt). Es ist gut möglich, dass eine genauere Untersuchung sogar zeigen würde, dass Glyphosat insgesamt gesund ist (bindet z.B. Schwermetalle)
Wenn man aber Glyphosat verbieten will, dann sollte man auch alle Waschmittel etc. mit ähnlich giftigen Komplexbildnern verbieten. Denn diese gelangen praktisch direkt ins Wasser!
Was Krebs durch Lebensmittel betrifft so müsste man nach neueren Erkenntnissen u.a. Orangensaft, Grapefruit oder Sellerie deutlich das Hautkrebsrisiko.
vgl. http://www.deutschlandradiokultur.de/ha ... _id=328297
http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4903879
z.B. ein Glas Orangensaft pro Tag erhöht das Risiko um 25%. Ein derartiges Ergebnis für Nahrung die mit Glyphosat behandelt wurde hätte schon längst ein Verbot zur Folge gehabt.
Beim bösen Nitrat wurde ja inzwischen sogar gezeigt, dass eine höhere Nitrataufnahme die Lebenserwartung erhöht. Aber das ist ein anderes Thema (und nicht von der Allgeminheit akzeptiert)
Raider hat geschrieben:Es geht bei der aktuellen Diskussion nicht um Giftigkeit, sondern um die Einstufung als "wahrscheinlich spendengenerierend" oder "spendengenerierend".
Todde hat geschrieben:Raider hat geschrieben:Es geht bei der aktuellen Diskussion nicht um Giftigkeit, sondern um die Einstufung als "wahrscheinlich spendengenerierend" oder "spendengenerierend".
FYP

NobbyNobbs hat geschrieben:Also falls es im Sommer zu einer erneuten Zulassung kommen sollte, schmeiße ich ein große Party.
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Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit, Efsa, hat mitgeteilt:
"Es ist unwahrscheinlich, dass Glyphosat eine krebserregende Gefahr für den Menschen darstellt."
Aus diesem Grunde schlägt die Behörde vor, einen neuen Grenzwert für die akute Aufnahmemenge von Glyphosat, etwa während einer einzigen Mahlzeit, einzuführen und die Höchstgrenze auf 0,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu setzen.
Der bisher bestehende Grenzwert für die regelmäßige tägliche Aufnahme soll hingegen von 0,3 auf 0,5 Milligramm erhöht werden. Die Efsa begründet die vorgeschlagene Erhöhung damit, dass sich die Rechtsgrundlage verändert habe. Bisher habe die tägliche Aufnahme keinerlei Effekt im Körper bewirken dürfen, weder negativ noch positiv.
Neuerdings dürfe die Aufnahme lediglich keinen gesundheitsschädlichen Effekt bewirken.
Raider hat geschrieben:adefrankl hat geschrieben:Also wenn man die Giftigkeit von Glyphosat beschreiben soll wäre eigentlich EDTA ein guter Vergleich. Weil ETDA ist ebenso ein Komplexbilder wie Glyphosat
(z.B. in Waschmitteln verwendet um Kalk zu binden) und Glyphosat wurde ursprünglich zu dem gleichen Zweck entwickelt. .......
Wenn man aber Glyphosat verbieten will, dann sollte man auch alle Waschmittel etc. mit ähnlich giftigen Komplexbildnern verbieten. Denn diese gelangen praktisch direkt ins Wasser!
Was Krebs durch Lebensmittel betrifft so müsste man nach neueren Erkenntnissen u.a. Orangensaft, Grapefruit oder Sellerie deutlich das Hautkrebsrisiko.
vgl. http://www.deutschlandradiokultur.de/ha ... _id=328297
http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4903879
z.B. ein Glas Orangensaft pro Tag erhöht das Risiko um 25%. Ein derartiges Ergebnis für Nahrung die mit Glyphosat behandelt wurde hätte schon längst ein Verbot zur Folge gehabt.
Beim bösen Nitrat wurde ja inzwischen sogar gezeigt, dass eine höhere Nitrataufnahme die Lebenserwartung erhöht. Aber das ist ein anderes Thema (und nicht von der Allgeminheit akzeptiert)
Es geht bei der aktuellen Diskussion nicht um Giftigkeit, sondern um die Einstufung als "wahrscheinlich krebserregend" oder "wahrscheinlich nicht krebserregend".
Ulikum hat geschrieben:.......
Statt über ein gesundheitsschädlich oder nicht zu diskutieren sollte sich die Politik Gedanken machen wie man den Eintrag in Nahrungsmittel verhindern oder minimieren kann. Dazu müsste man aber mal analysieren bei welchen Produkten die größte Kontaminierung vorliegt und wie sie entstanden ist.
Ein Verbot für Deutschland oder gar Europa lässt bei den aktuellen Warenströmen für den Verbraucher keine wesentliche Reduzierung von Glyphosatrückstände erwarten. (Meine Meinung)
Eines sollten wir uns immer vor Augen führen, Glyphosat ist ein Wirkstoff aus dem Bereich Pflanzenschutz und kein Nahrungsmittel.
adefrankl hat geschrieben:......................
Solange man keine konkreteren Belege dafür hat gilt der Einwand für andere Stoffe die zum Beispiel in Waschmitteln (oder gar als Lebensmittelzusatz) verwendet werden, genauso.
Diesbezüglich ist dann auch keine Unterscheidung bei der Risikobewertung, für Stoffe die als Pflanzenschutzmittel oder als Reinigungsmittel verwendet werden, gerechtfertigt.
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Ulikum hat geschrieben:adefrankl hat geschrieben:......................
Solange man keine konkreteren Belege dafür hat gilt der Einwand für andere Stoffe die zum Beispiel in Waschmitteln (oder gar als Lebensmittelzusatz) verwendet werden, genauso.
Diesbezüglich ist dann auch keine Unterscheidung bei der Risikobewertung, für Stoffe die als Pflanzenschutzmittel oder als Reinigungsmittel verwendet werden, gerechtfertigt.
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Nur würde man Waschmittel oder ähnliches in einem Lebensmittel finden würde dieses sofort aus dem Markt genommen und vernichtet.
Ulikum hat geschrieben:....
Aber es soll ja auch Genießer geben die den Reiz exotischer Inhaltsstoffe in ihrer Nahrung benötigen bzw glauben durch einen Cocktail selbiger und unkontrollierter Aufnahme Krankheiten vorbeugen bzw heilen zu können.
Hatten wir dieses Thema nicht schon einmal ? Ich sage da Antibiotika.
adefrankl hat geschrieben:
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Warum muss ich bei der Formulierung "Reiz exotischer Inhaltsstoffe in ihrer Nahrung" nur an irgendwelche "Heilpflanzenmischung"; "Gesundheitstees" etc. welche gerade in alternativen Kreisen hoch im Kurs stehen, denken.
Am Besten kommt das Zeug auch noch aus China oder Indien. Da weiß auch keiner welche Giftstoffe in welcher Konzentration in den einzelnen Chargen enthalten sind. Aber nachdem das alternativ ist will man es da auch gar nicht so genau wissen. Solange es natürlich, biologisch am besten auch noch biologisch dynamisch oder sonstwie irgendwie ökomagisch ist, spielt irgendwelche Giftigkeit kaum eine Rolle.
Ulikum hat geschrieben:adefrankl hat geschrieben:
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Warum muss ich bei der Formulierung "Reiz exotischer Inhaltsstoffe in ihrer Nahrung" nur an irgendwelche "Heilpflanzenmischung"; "Gesundheitstees" etc. welche gerade in alternativen Kreisen hoch im Kurs stehen, denken.
Am Besten kommt das Zeug auch noch aus China oder Indien. Da weiß auch keiner welche Giftstoffe in welcher Konzentration in den einzelnen Chargen enthalten sind. Aber nachdem das alternativ ist will man es da auch gar nicht so genau wissen. Solange es natürlich, biologisch am besten auch noch biologisch dynamisch oder sonstwie irgendwie ökomagisch ist, spielt irgendwelche Giftigkeit kaum eine Rolle.
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das liegt an deiner Interpretation des Wortes "exotisch"![]()
Ansonsten wäre es schön wenn du beim Thema bleiben würdest,
denn was andere machen und ob "Bio" Nahrung gesünder oder toxisch ist spielt "bezüglich Glyphosat Rückstände in Nahrungsmitteln" überhaupt keine Rolle.
adefrankl hat geschrieben:......................
Nun fern von Thema ist es nicht wenn man einerseits selbst ein sehr kleines mögliches Risiko bei einem Herbizid als Grund für ein Verbot betrachtet, andererseits aber selbst starke biologische Gifte die teilweise durch Unkräuter in die Nahrung gelangen wenn man auf Herbizide verzichtet, weitestgehend ignoriert. Ähnliches gilt für Biorapsöl, dass durch den meist stärkeren Fremdbesatz des Erntegutes oft weit schneller ranzig wird. Der höhere Fremdbesatz ist wiederum auf den Herbizidverzicht zurückzuführen. Man kann immerhin einwenden, dass bei der Vermeidung von Giftplanzen und Fremdbesatz weitgehend andere Herbizide eine Rolle spielen.
Zum anderen spielen diese Vergleiche schon eine Rolle wenn es um die Bewertung von Giftigkeit und krebserregende Wirkung geht. Nachdem es dafür durchaus objektive Kriterien gebt (Messunsicherheiten etc. sind ein extra Thema) macht da eine zusätzliche Unterscheidung nach biologischen und synthetischen Ursprung keinen Sinn. Und ich kritisiere, dass da eben z.B. im Fall von Glyphosat extrem unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden.
Es geht darum die Gefahren insgesamt zu reduzieren. Dagegen macht es keine Sinn eine minimale Gefahr auszuschalten, wenn man dadurch weit größeren Risiken und Belastungen ausgesetzt ist.
Ulikum hat geschrieben:Glaubst du wirklich es geht beim Thema Glyphosat um Risiken und Belastungen für den Verbraucher ?
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