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Gute fachliche Praxis?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon Mad » Sa Okt 26, 2013 22:16

[bitte keine Realnames] hat geschrieben:
Kontakt mit Dr. Berger? Ja , sehr oft, allein in dieser Woche an meheren Tagen und für viele Stunden.


Im Anbetracht der Situation muss ich mich mal kurz zu Wort melden und etwas aus dem Zusammenhang reißen, wie es Fridolf auch gerne mal macht:

BITTE KEINE NÄHEREN DETAILS DAZU, ICH WILL MIR DAS NICHT VORSTELLEN!
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon forenkobold » So Okt 27, 2013 1:21

http://www.psiram.com/ge/index.php/Umweltbund_e.V.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon Cairon » So Okt 27, 2013 10:25

@Fri-dolin

Angst habe ich vor Dr. Berger keine, ich möchte nur nicht meine Kontaktdaten bei einem Menschen dieser Prägung hinterlassen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie anhänglich diese Menschen werden können.

Was ich allerdings traurig finde ist, dass Du für den Umweltbund und das System Berger wirbst wo Du kannst, die Seiten des Umwelbundes aber nie wirklich gelesen hast. Ich habe mich heute mit den Aussagen zum Pflanzenbau beschäftigt und bin auf folgende Aussage gestoßen:

.....Aufgrund der alkalischen Wirkung von reinem Löschkalk lassen sich alle Fungizide und Insektizide ersetzen. Löschkalk bewirkt sogar noch mehr.....


Es können also nicht, wie von Dir immer behauptet, alles PSM ersetzt werden. Selbst der Umweltbund spart die Herbizide und Wachstumsregulatoren aus.

Woher kommt die Behauptung man könne mit Löschkalk Krautfäule bekämpfen? Die Antwort darauf habe ich auch auf den Seiten des Umweltbundes gefunden.

Die Wirkung der gezielten Blattdüngung zur Vermeidung von Pestiziden wurde 2005 in einer Dissertation von Dr. Katja Schulze ausführlich am Beispiel des Apfelschorfes beschrieben. Die günstigen Nebenwirkungen einer Blattdüngung mit Löschkalk auf Pilzsporen und sogar Sporenlager des Apfelschorfes kann aufgrund der alkalischen Wirkung auf andere Schlauchpilze, wie bspw. Phytophthora übertragen werden.


Da eine Wirkung bei Apfelschrof erzielt werden konnte, nimmt man, dass Kalk auch bei Phytophthora (Phytophthora infestans) erzielt. Versuche wurde offensichtlich nie durchgeführt und es gibt keinerlei Erkenntnisse ob diese Annahme richtig ist.

Das Kalk eine desinfizierende Wirkung hat ist allgemein bekannt, wieweit diese Wirkung auf Sporen von Phytophthora infestans ist, ist nicht erforscht. Angenommen es gibt eine Wirkung wird diese mit größter Wahrscheinlichkeit maximal 50% erreichen. Kalk ist ein reines Kontaktmittel und steht damit bestenfalls auf einer Stufe mit den Kupferpräparaten (z.B. Maneb). Die Wirkung der Kupferpräparate ist nur bei sehr günstiger Witterung ausreichend. Bei warmer, feuchter Witterung mit hohem Krautfäuledruck ist ein Versagen der Kalkwirkung sehr wahrscheinlich, da nicht die Vorteile eines lokal- oder voll-systemischen Fungizides vorliegen. Ein kurative Wirkung auf die Pflanzen kann auch ausgeschlossen werden. Durch die mangelnde Regenfestigkeit müsste die Anwendung sehr oft wiederholt werden und gerade in starken Regenzeiten sind Kartoffeläcker nicht immer befahrbar.

Damit müsste klar sein, dass die von Dir angegeben Quellen deine These "Alle PSM können durch Kalk ersetzt werden" eben nicht bestätigen. Aus wenigen Arbeiten die einen positiven Effekt im Obstbau gezeigt haben wird durch einen ideologischen Filter alles großflächig auf den gesamten Pflanzenbau übertragen ohne irgendwelche tragbaren Belege zu haben.
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon Cairon » So Okt 27, 2013 11:01

@Bauer Harms

Du weißt wie ich bin, ich versuche ja immer wieder Dinge sachlich zu erklären. Und wenn die Fakten so offen liegen wie auf den Seiten des Umweltbundes, dann kann ich einfach nicht widerstehen. Aber Du hast recht, es zeigt doch sehr schön, dass es bei Fri-dolin eher um Glauben als um Wissen geht. Hätte er sich die Seiten des Umweltbundes mal richtig durchgelesen, hätte ihm aufgehen müssen, dass Herbizide gar nicht berücksichtigt wurden. Aber wie heißt es so schön, es kann nicht sein, was nicht sein darf.
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon the czar » Mo Okt 28, 2013 19:05

the czar hat geschrieben:Hallo Harald,
Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag im Imkerforum. Auf der Basis lässt sich viel besser reden bzw . Schreiben. Jeder von euch Landwirten, der sich ehrlich für dieses Thema interessiert und sich nicht von dem Gepöbel mancher User hier leiten lässt, sollte sich die letzten Beiträge zum Parallelthema im Imkerforum ansehen. Dort wird von einigen versucht die Probleme der Imker dazulegen.
Nochmal Harald: Die Bilder von mir sind nicht gefälscht worden. Sie sind lediglich mit farbigen Kreisen versehen, um das kleine Saatgut besser zu kennzeichnen!!!

Ich habe den Eindruck, dass ihr gar kein richtiges Interesse habt, euch mit den Imkern sachlich und fachlich auseinander zu setzen. Lieber ist es euch, sich immer wieder hinter dem Theater mit Frido zu verstecken.
Ihr braucht keine Angst haben, schlimmer als hier werdet ihr dort nicht auseinander genommen :wink: :
http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post388299
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon forenkobold » Mo Okt 28, 2013 22:30

geb halt irgendeine adresse an..
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon Cairon » Mo Okt 28, 2013 22:44

@the czar

Wenn Du mal in Ruhe hier alle Beiträge in Ruhe liest, sind ja doch einige ernsthafte dabei. Warum sollte man ins Imkerforum gehen und sich zur Zielscheibe machen? Ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich solche Auseinanderseesetzungen geführt habe, real und im Netz. Als erstes kommt dann: Ohne Bienen verhungert die Menschheit. Fängt man an diese Aussage zu widerlegen kommt dann sehr schnell: Du bist von Monsanto bezahlt, willst nur alles tot spritzen, hast keine Ahnung usw. Es gibt mehr, als einen Fri-dolin. Ich könnte Bücher füllen mit den Beschimpfungen die ich mir anhören durfte. Warum sollte ich also freiwillig in die Höhle des Löwen gehen. Die Sache würde eskalieren, mal drischt ein paar Tage munter aufeinander ein und irgendwann verlieren beide Seiten die Lust und man hat außer einer Menge Energieverschwendung nichts erreicht.

Hinzu kommt ja noch das von Tyr erwähnt angeben der eigenen Adresse. Früher habe ich mit offenem Visier geschrieben und hatte einen direkt Link zu unserer Homepage im Profil. Als dann die ersten Beschimpfungen kamen, habe ich aber ganz schnell gelernt.

Und um noch einmal zum Thema zu kommen, die Bilder zeigen Einzelfälle. Natürlich ist das nicht in Ordnung, aber der größte Teil der Landwirte arbeitet sauber. Daher kann aus diesen Bildern keine pauschale Verurteilung des Bauernstandes hergeleitet werden. Es gibt sicher Imker die zu viel trinken, die Bilder fälschen und ihre Kinder prügeln, tun das deshalb alle Imker?
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon Frankenbauer » Mo Okt 28, 2013 23:30

the czar hat geschrieben:
the czar hat geschrieben:Hallo Harald,
Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag im Imkerforum. Auf der Basis lässt sich viel besser reden bzw . Schreiben. Jeder von euch Landwirten, der sich ehrlich für dieses Thema interessiert und sich nicht von dem Gepöbel mancher User hier leiten lässt, sollte sich die letzten Beiträge zum Parallelthema im Imkerforum ansehen. Dort wird von einigen versucht die Probleme der Imker dazulegen.
Nochmal Harald: Die Bilder von mir sind nicht gefälscht worden. Sie sind lediglich mit farbigen Kreisen versehen, um das kleine Saatgut besser zu kennzeichnen!!!

Ich habe den Eindruck, dass ihr gar kein richtiges Interesse habt, euch mit den Imkern sachlich und fachlich auseinander zu setzen. Lieber ist es euch, sich immer wieder hinter dem Theater mit Frido zu verstecken.
Ihr braucht keine Angst haben, schlimmer als hier werdet ihr dort nicht auseinander genommen :wink: :
http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post388299


Ich arbeite mit allen Imkern in den Gemarkungen in denen ich unterwegs bin hervorragend zusammen, warum sollte ich eine Diskussion in einem Forum mit irgendwelchen mir unbekannten und somit auch für meinen Betriebserfolg unrelevanten, offensichtlich krawallliebenden Individuen führen. Es reichen ja schon die, die hier versuchen Unruhe zu stiften.
Ganz nebenbei sei erwähnt, dass zu unserem Betrieb lange Zeit Bienen gehörten, die aber abgeschafft wurden, weil die Biester immer dann, wenn die meiste Arbeit in der Ernte war beliebten zu schwärmen. Wenn ich in dreißig Jahren in Rente gehe und die Bienen bis dahin noch nicht ausgestorben sind, leg ich mir wieder welche zu. Es gibt zwar effektivere Bestäuber, aber die machen keinen Honig und sind nicht so interessant um sie zu beobachten.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon the czar » Di Okt 29, 2013 10:39

Cairon hat geschrieben:@the czar

Wenn Du mal in Ruhe hier alle Beiträge in Ruhe liest, sind ja doch einige ernsthafte dabei. Warum sollte man ins Imkerforum gehen und sich zur Zielscheibe machen? Ich kann gar nicht mehr zählen wie oft ich solche Auseinanderseesetzungen geführt habe, real und im Netz. Als erstes kommt dann: Ohne Bienen verhungert die Menschheit. Fängt man an diese Aussage zu widerlegen kommt dann sehr schnell: Du bist von Monsanto bezahlt, willst nur alles tot spritzen, hast keine Ahnung usw. Es gibt mehr, als einen Fri-dolin. Ich könnte Bücher füllen mit den Beschimpfungen die ich mir anhören durfte. Warum sollte ich also freiwillig in die Höhle des Löwen gehen. Die Sache würde eskalieren, mal drischt ein paar Tage munter aufeinander ein und irgendwann verlieren beide Seiten die Lust und man hat außer einer Menge Energieverschwendung nichts erreicht.

Hinzu kommt ja noch das von Tyr erwähnt angeben der eigenen Adresse. Früher habe ich mit offenem Visier geschrieben und hatte einen direkt Link zu unserer Homepage im Profil. Als dann die ersten Beschimpfungen kamen, habe ich aber ganz schnell gelernt.

Und um noch einmal zum Thema zu kommen, die Bilder zeigen Einzelfälle. Natürlich ist das nicht in Ordnung, aber der größte Teil der Landwirte arbeitet sauber. Daher kann aus diesen Bildern keine pauschale Verurteilung des Bauernstandes hergeleitet werden. Es gibt sicher Imker die zu viel trinken, die Bilder fälschen und ihre Kinder prügeln, tun das deshalb alle Imker?

Hallo Cairon,
natürlich musst du nicht ins Imkerforum, erst recht nicht, wenn du es als Energieverschwendung siehst. Aber bei über 5000 Beiträgen wirst du sicher auch nicht immer hinterher etwas erreicht haben. Ich möchte dir ganz vorsichtig damit sagen, ohne das du es als Vorwurf betrachtest, dass wir Imker daran sehen, welches Interesse ihr an unseren Problemen im Zusammenhang mit PSM habt.
Es geht auch nicht darum, dass wir uns gegenseitig beweisen wie fachlich gut oder schlecht die Imker oder Landwirte sind. Natürlich fällt hier und da mal eine vorschnelle oder auch unsachliche Aussage, doch mal ganz ehrlich, dies ist wenn überhaupt bei den LW hier nicht anders. Ich denke da nur an den wiederholten Vorwurf der Fälschung.
Ich denke, Energieverschwendung ist, wenn wir uns weiterhin vorwerfen, wer wen zuerst beschimpft hat.

Bis auf vllt. wenige Ausnahmen, haben wir Imker kein Interesse eure Zunft in den Dreck zu ziehen. Es muss aber erlaubt sein, auf Probleme hi zuweisen, die, ob ihr das nun gerne hören wollt oder nicht, mit eurem Zutun zusammen hängen.
Uns Imkern ist auch bewusst, dass nicht nur PSM den Bienen Schaden zufügen. Aber andere Ursachen werden halt in anderen Threads besprochen. Deshalb finde ich die Aussage, wir Imker sollen erst einmal die Varroa in den Griff bekommen, völlig unpassend.
Das Bienensterben 2008 in der Rheingegend, wurde ja durch insektizide Beizstäube während der Maisaussaat verursacht.
Seither wurde einiges geändert. Die Technik bei der Aussaat, Verbot bzw. Aussetzung von Insektiziden...
Zukünftige Entscheidungen bei Zulassungen sollen immer mit der "Tatsache", das gebeiztes Saatgut sicher und vollständig unter die Erde gebracht wird, getroffen werden. Deshalb schauen wir Imker etwas genauer hin.

Meine Bilder sind direkt auf dem Feld neben meinem Bienenstand entstanden. Dieses Feld hat mindestens seit 2007 keine Fruchtfolge erlebt. Welche Folgen eine solche Bewirtschaftung haben KANN wisst ihr selber und mit welchen PSM diese bekämpft werden KANN auch. Ihr würdet doch auch euch für eure Tiere verantwortlich fühlen. Erst recht, wenn ihr an diesem Stand eine Vergiftung gehabt hättet. 2008 wurden meine Völker dort vergiftet. Den Mais gab es damals auch und zusätzlich noch Raps. Das JKI fand damals Thiacloprid und Boscalid. Keinesfalls uninteressanter wird die Tatsache, dass diese Wirkstoffe im Raps als B4 Mittel eingesetzt werden.
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon fridolin » Di Okt 29, 2013 10:57

Auch das gehört zur " Guten Fachlichen Praxis " :
Recht auf Pestizidfreies Leben kann über folgendes abgeleitet werden:
Wasserrahmenrichtlinie:Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen (Pflanzenschutzgesetz – PflSchG)
http://www.gesetze-im-internet.de/pflsc ... 10012.html
§ 1 Zweck
3. Gefahren abzuwenden, die durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln oder durch andere Maßnahmen des Pflanzenschutzes, insbesondere für die Gesundheit von Mensch und Tier und für den Naturhaushalt, entstehen können,
§ 13 Vorschriften für die Einschränkung der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
(1) Pflanzenschutzmittel dürfen nicht angewandt werden, soweit der Anwender damit rechnen muss, dass ihre Anwendung im Einzelfall
1. schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch oder Tier oder auf das Grundwasser oder
2. sonstige erhebliche schädliche Auswirkungen, insbesondere auf den Naturhaushalt,hat.
Zudem steht es in der guten fachlichen Praxis S.38-39 'Grundsätze zum Schutz bestimmter angrenzender Flächen'.
Pflanzenschutz darf nach § 2a des PflSchG nur nach guter fachlicher Praxis durchgeführt werden. Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, dies hebt das PflSchG in § 6 Absatz 1 Satz 1 nochmals hervor, ist nach
guter fachlicher Praxis zu verfahren. Die zuständigen Behörden der Länder können Maßnahmen anordnen, die zur Erfüllung dieser Anforderung erforderlich sind. Ein Verstoß gegen diese Anordnung kann mit einem
Bußgeld bis zu 50 000 € geahndet werden.
Hinzu kommt eine auf den Einzelfall bezogene besondere Sorgfaltspflicht der Anwender (§ 6 Absatz 1 Satz 2 PflSchG). Auch hierzu können die zuständigen Behörden Anordnungen treffen. und S.13:
– Bewährte kulturtechnische und andere nichtchemische Maßnahmen zur Schadensminderung vorrangig nutzen, sofern sie praktikabel sind.Und S.23
Sofern praktikable und umweltverträgliche nichtchemische Abwehr- und Bekämpfungsverfahren zur Verfügung stehen, sind diese zu bevorzugen.
Adolf Grimme: " Ein Sozialist kann Christ sein, ein Christ muss Sozialist sein "
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon Harald » Di Okt 29, 2013 11:04

Wie im Landtreff gibt es natürlich auch im Imkerforum diejenigen, die nur ihre kleine Welt sehen, und nicht über den Tellerrand hinausblicken. Aber auch diejenigen, die bereit sind, sich auch mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen. Hier wie dort werden eben diejenigen mehr wahrgenommen, die die vermeindlich einfachere Lösung anbieten.

Mir ist klar, dass ich im Imkerforum nicht mit offenen Armen empfangen werde. Aber ich denke, man kann zumindest erreichen, dass sich so mancher stille Mitleser mal Gedanken darüber macht, ob denn wirklich alles so ist, wie es die Wortführer im Forum darstellen.

Und dass auch die Imker durchaus zur Differenzierung fähig sind, zeigt ja schon dies hier:
Es war absolut nicht sinnvoll diese Bilder gerade über Friedolin Brandt in den Landtreff zu bringen. Wenn wir den hier schon für einen Spinner halten, war ja zu erwarten, daß er keinen sinnvollen Dialog anregt, sondern bloß mit Dreck auf die Landwirte schmeißt. Friedolin Brandt schadet da wo er auftaucht in aller Regel mehr als er nützt.
Quelle

Allein dafür hat sich mein Besuch im Imkerforum schon gelohnt 8)
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon CarpeDiem » Di Okt 29, 2013 11:42

Dafür hält er im hiesigen aber die besagten Protagonisten ganz schön auf Trab, die hämmern dann sofort auf die Tastaturen ein....!
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon the czar » Di Okt 29, 2013 12:55

IHC_833 hat geschrieben:
IHC_833 hat geschrieben:
Ich bin gerne bereit mit CZAR die Örtlichkeit zu besichtigen und den Beweis zu erheben - kostenlos !



Tja die Imker gehen nicht auf dieses Angebot ein...... das besagt mal alles.

Die Landwirtschaft muss der dominierende herrschende Teil bleiben. Forst-, Jagd-, Naturschutz-, Tierschutz-, Fischerei-, Gewässer- sowie Wasser- und Imker müssen sich den Anforderung der Volksernährung anpassen, dann kann man die Handlungsräume für diese Randgruppen festlegen und den Kompromiss finden. Zu Lasten der Umwelt, der hungernden Menschen in den armen Ländern und der Verbrauchers ist diese Rollenverteilung aus den Fugen geraten. Bei den Jägern und Imker ist die verbandsgesteuerte Bauernhetze mittlerweile so stark, dass junge umsichtig denkende menschen sich diesem Metier fernhalten. Das ist nicht im Sinne der bauern. Zumindest die Imker werden aussterben, vor der Biene. ... aber die sind auch selbst schuld.

Ja bitte komm vorbei und such die Saatkörner vom Frühjahr. Besonders schätze ich dein Angebot dies kostenlos zu tun.
Auf deine restliche Argumentation möchte ich bitte nicht weiter eingehen.
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Re: Gute fachliche Praxis?

Beitragvon Cairon » Di Okt 29, 2013 21:29

the czar hat geschrieben:Hallo Cairon,
natürlich musst du nicht ins Imkerforum, erst recht nicht, wenn du es als Energieverschwendung siehst. Aber bei über 5000 Beiträgen wirst du sicher auch nicht immer hinterher etwas erreicht haben. Ich möchte dir ganz vorsichtig damit sagen, ohne das du es als Vorwurf betrachtest, dass wir Imker daran sehen, welches Interesse ihr an unseren Problemen im Zusammenhang mit PSM habt.
Es geht auch nicht darum, dass wir uns gegenseitig beweisen wie fachlich gut oder schlecht die Imker oder Landwirte sind. Natürlich fällt hier und da mal eine vorschnelle oder auch unsachliche Aussage, doch mal ganz ehrlich, dies ist wenn überhaupt bei den LW hier nicht anders. Ich denke da nur an den wiederholten Vorwurf der Fälschung.
Ich denke, Energieverschwendung ist, wenn wir uns weiterhin vorwerfen, wer wen zuerst beschimpft hat.

Bis auf vllt. wenige Ausnahmen, haben wir Imker kein Interesse eure Zunft in den Dreck zu ziehen. Es muss aber erlaubt sein, auf Probleme hi zuweisen, die, ob ihr das nun gerne hören wollt oder nicht, mit eurem Zutun zusammen hängen.
Uns Imkern ist auch bewusst, dass nicht nur PSM den Bienen Schaden zufügen. Aber andere Ursachen werden halt in anderen Threads besprochen. Deshalb finde ich die Aussage, wir Imker sollen erst einmal die Varroa in den Griff bekommen, völlig unpassend.
Das Bienensterben 2008 in der Rheingegend, wurde ja durch insektizide Beizstäube während der Maisaussaat verursacht.
Seither wurde einiges geändert. Die Technik bei der Aussaat, Verbot bzw. Aussetzung von Insektiziden...
Zukünftige Entscheidungen bei Zulassungen sollen immer mit der "Tatsache", das gebeiztes Saatgut sicher und vollständig unter die Erde gebracht wird, getroffen werden. Deshalb schauen wir Imker etwas genauer hin.

Meine Bilder sind direkt auf dem Feld neben meinem Bienenstand entstanden. Dieses Feld hat mindestens seit 2007 keine Fruchtfolge erlebt. Welche Folgen eine solche Bewirtschaftung haben KANN wisst ihr selber und mit welchen PSM diese bekämpft werden KANN auch. Ihr würdet doch auch euch für eure Tiere verantwortlich fühlen. Erst recht, wenn ihr an diesem Stand eine Vergiftung gehabt hättet. 2008 wurden meine Völker dort vergiftet. Den Mais gab es damals auch und zusätzlich noch Raps. Das JKI fand damals Thiacloprid und Boscalid. Keinesfalls uninteressanter wird die Tatsache, dass diese Wirkstoffe im Raps als B4 Mittel eingesetzt werden.


Hallo the czar,

ich habe im realen Leben schon oft mit Imkern zusammen gesessen, Blühstreifen angelegt und mit die allgemeinen Vorwürfe angehört. Das Problem 2008 mit der Maisbeize war eigentlich kein Problem der Landwirte, sondern ein Problem der Saatguterzeugung. Das Beizverfahren war minderwertig und so kam es zur Freisetzung des Staubes. Es wurde doch auch direkt darauf reagiert, wir mussten damals auch unsere Maisdrille mit einem Abluftkit nachrüsten. Und dass die Insektizidbeizen im Mais keine Zulassung mehr haben zeigen doch recht deutlich dass eure Probleme ernst genommen werden.

Mich würde aber jetzt noch einmal genau interessieren, wie können Deine Bienen durch das auf Deinen Bildern gezeigt Saatgut geschädigt werden? Es handelt sich dabei um Getreide, dass nicht mit Insektiziden gebeizt wird. Wie kommt es durch den Saatgutaufen zu einem Schaden an Deinen Völkern?
Dass die Sache fachlich nicht in Ordnung ist, sehe ich ja auch so. Aber solche Bilder sind auch nicht der Normalfall.

Hier gibt es Felder die haben seid 30 Jahren keine Fruchtfolge gesehen, aber dass sind eben unternehmerische Entscheidungen des einzelnen Bauern. Und solange die Politik nichts anderes vorschreibt wird es eben auch Betriebe geben die zu 100% Mais anbauen. Ich bin davon auch kein Freund, aber die Politik in Brüssel ist ja dran an dem Thema. Gefährdet die Monokultur auf dem schlag denn Deine Bienen oder hättest Du nur gerne eine Fruchtfolge um in anderen Jahren bessere Futterpflanzen für Deine Bienen zu haben?
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