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Hofübergabe

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Pinzgauer56 » Do Jun 09, 2016 9:44

Wie viele Geschwister hat denn die Mann ?
Bei der Leni, auf der Zenzi, überall ist dieser Pinzi... 8)
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Welfenprinz » Do Jun 09, 2016 9:46

Die10 Tage Zeit kannst aber auch du nutzen. -:)


@108,Berlin: eigentlich muss eine Frau,die "meine Nachfolgerin solls nicht besser haben als ich" sagt,Mitleid und Hilfe haben. Die ist kreuzunglücklich ,verbittert und sieht dass andere was haben,was sie gerne hätte.
Bloss Mitleid hilft Julia und ihrem Mann jetzt nicht aus der konkreten Situation,und für Hilfe ist bis Sonntag keine Zeit.
Es geht hier nicht um Geld und Steuern sondern um menschliches. Normalerweise müsste man,mit genügend zeitlichem Vorlauf,die Olschke damit anfixen "wenn ihr den Hof nicht mehr leitet sondern nur noch ab und zu helft dann kannst du mit deinem Mann endlich mal machen,was du schon immer gerne machen wolltest*setze deinen Traumwunsch ein*".
Aber wer solange verbittert alles runter geschluckthat,hat keine Wünsche mehr.

Darum würd ich ankreuzen,dass die Männer sich mal als Männer zeigen. :mrgreen:
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon marius » Do Jun 09, 2016 9:47

*Julia* hat geschrieben:
@marius: Verstehe nicht ganz warum Du urteilst, dass der Hof ein Auslaufbetrieb ist?
Ich stimme überein, dass er zum Vollerwerb nicht taugt - soll er ja auch gar nicht.



Naja, wie von Estomil beschrieben.
Zudem ist seit längerem bekannt das der LEH nur noch Produkte von tierartgerechten Ställen kaufen wird. Also Laufstall am besten mit Weidehaltung. Irgendwann in naher Zukunft wird das wohl umgesetzt. Aber auch alte Laufställe mit Hochboxen sind in deren Augen nicht mehr tierartgerecht und werden rausgemobbt werden. Zu schmale und kurze Liegeboxen sind ebenfalls nicht mher tierartgerecht.

Es stellt sich die Frage ob man in einen nicht mehr artgerechten 30 Kuh Anbindestall mit vermutlich geringer Flächenausstattung heute noch groß investieren will ? Und vor allem ob da die Bank mitspielt ? Wohl eher nicht.
Aber Anbindeställe sind numal klassische Auslaufbetriebe. Der Strukturwandel wird auch noch viele kleine und mittlere Laufställe treffen. Hier in der Gegend hat kürzlich wieder ein 45 Kuh Laufstallbetrieb aufgehört weil er nach eigenen Angaben nichts mehr verdient. Obwohl die Kinder interesse an der Landwirtschaft gezeigt hätten. Aber da hat er völlig richtig gehandelt.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon *Julia* » Do Jun 09, 2016 13:43

Welfenprinz hat geschrieben:Die10 Tage Zeit kannst aber auch du nutzen. -:)


@108,Berlin: eigentlich muss eine Frau,die "meine Nachfolgerin solls nicht besser haben als ich" sagt,Mitleid und Hilfe haben. Die ist kreuzunglücklich ,verbittert und sieht dass andere was haben,was sie gerne hätte.
Bloss Mitleid hilft Julia und ihrem Mann jetzt nicht aus der konkreten Situation,und für Hilfe ist bis Sonntag keine Zeit.
Es geht hier nicht um Geld und Steuern sondern um menschliches. Normalerweise müsste man,mit genügend zeitlichem Vorlauf,die Olschke damit anfixen "wenn ihr den Hof nicht mehr leitet sondern nur noch ab und zu helft dann kannst du mit deinem Mann endlich mal machen,was du schon immer gerne machen wolltest*setze deinen Traumwunsch ein*".
Aber wer solange verbittert alles runter geschluckthat,hat keine Wünsche mehr.

Darum würd ich ankreuzen,dass die Männer sich mal als Männer zeigen. :mrgreen:



Die Männer möchte ich auch gerne als Männer sehen!
Das Verhältnis von der Schwiegermutter zu mir wird sich nicht mehr wesentlich bessern. Ich hoffe gerne und bin auch geübt darin, aber manchmal macht das keinen Sinn mehr. Es kann sich etwas verbessern wenn die Fronten (Hauskauf und Hof) geklärt sind. Oder man ignoriert sich weiter.
Obwohl ich ja sagen muss, dass ich schon ganz vorsichtig eine Hand nach ihr ausstrecken würde, da wir unsere Geburtstage (wir haben geschickterweise an zwei aufeinanderfolgenden Tagen) im neuen Haus feiern möchten, und da können/sollen natürlich auch die Schwiegereltern kommen. Das kostet mich Überwindung, aber das wird mein letzter Versuch zur Verbesserung des Verhältnisses sein.

@marius: Verstehe. Aber ich hab ja von Anfang an geschrieben, dass ich die Anbindehaltung verurteile und die unbedingt weg muss. Und nochmal, es soll die Kooperation mit dem Nachbarn sein, aus der die Viehhaltung dann besteht. Und ich denke, Laufboxen mit Innen- und Außenbereich sind toll. Natürlich wäre zusätzlicher Weidegang noch besser. Doch das wird man bei uns nicht finden. Die Flächen sind zu gering. Das macht hier keiner. Leider!

@Welfenprinz: Du scheinst meine Schwiegermutter zu kennen. Sie ist in der Tat komplett verbittert und unzufrieden. Sie würde/könnte aber auch nichts tun, um ihre Situation zu verbessern. Sie ist eine, die nur meckert, aber keine Lösungen parat hat. Das hab ich nicht. Wenn mich was stört hab ich zwei Möglichkeiten: Mich mit der Situation arrangieren oder diese ändern. Das verfolge ich hartnäckig. Teils dauert es ein bißchen, aber ich komme an mein Ziel, damit es mir gut geht.

So, noch zu der Aussage, den Wunschtraum einzusetzen: Problem!
Ich lebe dort gerade meinen Traum! Ich hab meinen tollen Vollzeitjob, mache nebenher in der Landwirtschaft und hab mir dort auch mein kleines Pferde-Paradies aufgebaut. Das ist mein Traum!
Der Traum von meinem Mann: Die Vollzeitarbeit auf Teilzeit reduzieren, um dann in der Landwirtschaft mehr tun zu können, sprich etwas Stall, Lohnunternehmen, GbR. Auch er lebt sozusagen seinen Traum.

Würde es also nicht zur Hofübergabe kommen, würden unsere Träume zugrunde gehen. Hatte ja schon beschrieben, warum wir das nicht einfach an einem anderen Ort aufziehen können.
Man muss auch sagen: Wäre vor 9 Jahren schon von den Schwiegereltern aus kommuniziert worden, dass sie den Hof nicht übergeben wollen (also die Schwiegermutter), dann hätte man ja auch schon im Vorfeld nicht so viel Geld in neue Maschinen und Geräte investiert. Das Sträuben seiner Mutter hat meinen Mann schon arg irritiert und auch mitgenommen.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Welfenprinz » Do Jun 09, 2016 13:51

Ich meinte den Traum deiner Schwiegermutter.
Der ,den sie irgendwann vor 100 Jahren mal hatte,den sie nie umgesetzt hat.

Das wär der einzige Weg sie zu erreichen. "Der Hof hat dir deinenn Traum zerstört und nun kannst du den Hof los werden"(etwas übertrieben gesagt).

Gegen Neid und Verbitterung hilft es nicht mit negativen Gefühlen anzugehen. Das verhärtet die Fronten nur.
Es muss die Hoffnung auf einen Ausweg aus auswegloser Situation her.
Dann lebt sie wieder.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon 108fendt » Do Jun 09, 2016 14:08

Welfenprinz hat geschrieben:Es muss die Hoffnung auf einen Ausweg aus auswegloser Situation her.
Dann lebt sie wieder.


Wenn du sowas schreibst, dann hättest du doch auch eine Lösung ?
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Re: Hofübergabe

Beitragvon 108fendt » Do Jun 09, 2016 14:10

*Julia* hat geschrieben:Die Männer möchte ich auch gerne als Männer sehen!


Sauber ! Abfuhr ! :mrgreen:
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Pinzgauer56 » Do Jun 09, 2016 14:24

Es wird keine Übergabe geben, weil es eben doch ein Aufgabebetrieb ist.
Sie u. ihr Mann sind die letzte Generation, klar ? Und das ist die Wurzel des Problems, und die Bedenken ihrer Schwiegermutter !
Und warum sollten die Geschwister ihres Mannes auf irgendwas verzichten , weniger bekommen als ihr Bruder ?
l.G.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Welfenprinz » Do Jun 09, 2016 14:46

108fendt hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Es muss die Hoffnung auf einen Ausweg aus auswegloser Situation her.
Dann lebt sie wieder.


Wenn du sowas schreibst, dann hättest du doch auch eine Lösung ?


Der Satz "meine Nachfolgerin solls nicht besser haben" ist hier in diesem Haus in vorvorletzer Generation auch gefallen.
Ich weiss, was daraus wird.
und nein, ich habe keine Lösung.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon take_it_1999 » Do Jun 09, 2016 22:08

Hallo,

bei uns steht auch gerade eine Betriebsübergabe an. Allerdings ist meine Mutter schon ein Pflegefall, hat aber ihr Haupteinkommen ausserhalb der Landwirtschaft bezogen (bekommt also ne reguläre Rente).

Da meine Mutter durch die Pflege regelmäßig Geld braucht, darf der Betrieb nicht einfach so übergeben werden, denn das wäre eine Schenkung und könnte laut Notar bis zu 10 Jahren anteilig zurückgefordert werden.

Also haben wir den Betrieb schätzen lassen, dabei war ein Sachverständiger da und hat das aktuelle Betriebskonzept und ein mögliches Betriebskonzept (unserer Vorschlag) für die ich glaub nächsten 10 Jahre geprüft und quasi errechnet was der Betrieb Wert ist, es steht knallhart eine Summe da.

In der Übergabe (vorweggenommene Erbfolge) soll ich quasi den Betrieb erhalten und meiner Mutter dafür den Wert in Geld geben. Natürlich wird davon noch der entgangen Lohn, etc. abgezogen. Also am Ende steht Hof gegen Geld.

Warum schreibe ich das alles. Weil es evtl. auch eine Möglichkeit für euch ist. Das Gutachten hat zwar richtig Geld gekostet aber wir haben es schwarz auf weiß, was der Betrieb wert ist, also nix mit Rente etc. sondern eine fest kalkulierbare Summe.

Gruß erstmal
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Re: Hofübergabe

Beitragvon T5060 » Do Jun 09, 2016 22:23

take_it_1999 hat geschrieben:Hallo,

bei uns steht auch gerade eine Betriebsübergabe an. Allerdings ist meine Mutter schon ein Pflegefall, hat aber ihr Haupteinkommen ausserhalb der Landwirtschaft bezogen (bekommt also ne reguläre Rente).

Da meine Mutter durch die Pflege regelmäßig Geld braucht, darf der Betrieb nicht einfach so übergeben werden, denn das wäre eine Schenkung und könnte laut Notar bis zu 10 Jahren anteilig zurückgefordert werden.

Also haben wir den Betrieb schätzen lassen, dabei war ein Sachverständiger da und hat das aktuelle Betriebskonzept und ein mögliches Betriebskonzept (unserer Vorschlag) für die ich glaub nächsten 10 Jahre geprüft und quasi errechnet was der Betrieb Wert ist, es steht knallhart eine Summe da.

In der Übergabe (vorweggenommene Erbfolge) soll ich quasi den Betrieb erhalten und meiner Mutter dafür den Wert in Geld geben. Natürlich wird davon noch der entgangen Lohn, etc. abgezogen. Also am Ende steht Hof gegen Geld.

Warum schreibe ich das alles. Weil es evtl. auch eine Möglichkeit für euch ist. Das Gutachten hat zwar richtig Geld gekostet aber wir haben es schwarz auf weiß, was der Betrieb wert ist, also nix mit Rente etc. sondern eine fest kalkulierbare Summe.

Gruß erstmal


Die Vorgehensweise halte ich so für fragwürdig und ist keinesfalls praxisgerecht.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Hans_B » Do Jun 09, 2016 23:02

Meine 5 Cent dazu.

Ich denke, die Schwiegermutter denkt u.a. an ihre Zukunft. Der Schwiegervater wird wahrscheinlich (statistisch gesehen) vor ihr sterben, sie wird dann eine alleinstehende Oma sein, die in ein schlimmes Heim abgeschoben werden könnte, sobald sie bei 3 nichtmehr auf den Baum kommt. Die Geschwister werden sie heutzutage eher nicht nehmen und auf die Gutmütigkeit der Schwiegertochter (die eh alles falsch macht) will sie auch nicht völlig angewiesen sein. Da ist es strategisch schon praktisch, wenn ihr der Hof noch gehört.

Ich ratsche mit vielen unterschiedlichen Menschen, auch mit solchen, die nicht als weitgereiste Bildungselite des Ortes gelten. Der Horizont mag kleiner sein, über ihre Existenz denken sie trotzdem ganz logisch nach.

Sturheit, die dumm wirkt, hat für den Sturen meist einen triftigen Grund, denn er dem Umfeld nur nicht mitteilen kann/mag.
Vielleicht ist ihr ein Übergabevertrag einfach zu unsicher, weil sie mit der Gestaltung und den möglichen Rechtsmitteln zur Einhaltung des Vertrages, überfordert wäre.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon take_it_1999 » Fr Jun 10, 2016 12:10

Hallo,

na so fragwürdig ist das ganze nicht! Funktioniert aber in unserem Fall nur, weil meine Mutter quasi nicht in der komischen Landwirtschaftlichen Rente fest hing und der Betrieb aktuell einen aktiven und einen passiven Teil hat.

Aber das wichtige nicht überlesen: Der Gutachter hat geschätzt was der Betrieb Wert ist, wie leistungfähig er in der Zukunft wäre .... (Stichwort Ertragswertverfahren). Erst mit so ner Zahl kann man wirklich mal gucken, was zahlt man monatlich den Altenteilern!

Wie gesagt die Zahl zu wissen ist schon richtig gut und öffnet einen mal die Augen.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon T5060 » Fr Jun 10, 2016 13:31

take_it_1999 hat geschrieben:Aber das wichtige nicht überlesen: Der Gutachter hat geschätzt was der Betrieb Wert ist, wie leistungfähig er in der Zukunft wäre .... (Stichwort Ertragswertverfahren). Erst mit so ner Zahl kann man wirklich mal gucken, was zahlt man monatlich den Altenteilern!


Ja mit dem Ertragswertverfahren kannste schön die Zahlen ( 2.000 € / ha ) soweit runterziehen, bis der Kauf erträglich wird. Das funktioniert aber auch nur dann, wenn die Gegenseite die Übergabe will oder die Übergabe durchführen muss. Sonst wird das schon lustiger.

Kalkuliert man 20.000 € Pflegekosten / Jahr über 10 Jahre, dann kann man schon 100 ha so übertragen. Aber dein Fall ist so sehr sehr selten, wo man das so machen kann.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon marius » Fr Jun 10, 2016 13:32

T5060 hat geschrieben:
take_it_1999 hat geschrieben:Hallo,

bei uns steht auch gerade eine Betriebsübergabe an. Allerdings ist meine Mutter schon ein Pflegefall, hat aber ihr Haupteinkommen ausserhalb der Landwirtschaft bezogen (bekommt also ne reguläre Rente).

Da meine Mutter durch die Pflege regelmäßig Geld braucht, darf der Betrieb nicht einfach so übergeben werden, denn das wäre eine Schenkung und könnte laut Notar bis zu 10 Jahren anteilig zurückgefordert werden.

Also haben wir den Betrieb schätzen lassen, dabei war ein Sachverständiger da und hat das aktuelle Betriebskonzept und ein mögliches Betriebskonzept (unserer Vorschlag) für die ich glaub nächsten 10 Jahre geprüft und quasi errechnet was der Betrieb Wert ist, es steht knallhart eine Summe da.

In der Übergabe (vorweggenommene Erbfolge) soll ich quasi den Betrieb erhalten und meiner Mutter dafür den Wert in Geld geben. Natürlich wird davon noch der entgangen Lohn, etc. abgezogen. Also am Ende steht Hof gegen Geld.

Warum schreibe ich das alles. Weil es evtl. auch eine Möglichkeit für euch ist. Das Gutachten hat zwar richtig Geld gekostet aber wir haben es schwarz auf weiß, was der Betrieb wert ist, also nix mit Rente etc. sondern eine fest kalkulierbare Summe.

Gruß erstmal


Die Vorgehensweise halte ich so für fragwürdig und ist keinesfalls praxisgerecht.


Also ich halte das Ssytem von -take it 1999- grundsätzlich für eine sehr gute Idee.
Du weisst schwarz auf weiss was der Betrieb für einen Wert hat und danch richtet sich die Altenteilerzahlung.
Damit wird vor allem den Altenteilern die Augen geöffnet weil sie der Zeit altersbedingt oft nicht mehr folgen können und meinen ihr ( oftmals ) veralteter Betrieb mit geringer Flöchenausstattung wäre Zukunftsweisend.

Abzüglich von diesem ermittelten Wert muss noch der entgangene Lohn vom Hoferben abgezogen werden da er daheim fast kostenlos mitgearbeitet hat und somit kaum Rente eingezahlt hat.

Dieser ermittelte Endwert kann auch als Maßstab für die weichenden Erben herangezogen werden.

Ich finde das wirklich Klasse auch wenn das Gutachten einiges kostet. Da sind Unstimmigkeiten fast ausgeschlossen.
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