Ich kann Deine Sicht voll nachvollziehen. In Zeiten, in denen Nadelrundholz keinen Mangel darstellt,
ist meine Variante auch nicht praktikabel. Aber wie ich schon ausgeführt habe, glaube ich nicht, dass die
Überversorgung der Märkte mit Nadeholz noch lange anhalten wird. Ist im Grunde komplett vom Wetter abhängig.
Um meinen Vorschlag zu erläutern: Der Käufer möchte für das qualitätsmäßig gleiche (wenn nicht bei Dir bessere) Produkt
aus Deiner WBV weniger zahlen als bei den Staatsforsten. Er argumentiert damit, dass die Staatsforsten ihm eine
größere Vertragsmenge anbieten. Ok. Da würde ich zähneknischend sagen, dass 5€ Preisabschlag damit unter
Umständen zu rechtfertigen wären. Bei 10€ Abschlag wäre es bei mir mit dem Verständnis aber vorbei und der Käufer
müsste mir seinerseits, wie oben aufgeführt, entgegenkommen. Wenn er das nicht tut, würde ich mich nach anderen
Käufern umschauen. Eine Marktsondierung ist immer von Vorteil. Kostet nur ein paar Anrufe. Bringt bei der
derzeitigen Überversorgung des Marktes natürlich wenig. Ich glaube aber, dass sich die Situation bald ändern wird.
Und dann hat man als Verkäufer durchaus wieder einen Hebel. Viele Waldbesitzer nutzen den nur zu wenig und resignieren.
