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Kartoffelanbau

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon langholzbauer » Fr Mai 08, 2026 7:50

Von welcher Vernichtung schreibst Du?
Speißefähige Kartoffeln kann man verfüttern oder verschenken.
Da muss nichts kostenpflichtig entsorgt werden.
Es ist im Grunde nicht anders, als bei Getreide oder Futter auch.
Wenn man mehr erzeugt, als man verbraucht bzw. verkaufen will und kann, wird der Berg immer höher.
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon ChrisB » Fr Mai 08, 2026 8:09

War diese Woche im Fernsehen.
Bullenmäster, hat große Mengen Kartoffeln, an Bullen verfüttert.
Diese waren sehr gierig nach den Kartoffeln, ohne Getreide, nur Kartoffeln :!:
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon langholzbauer » Fr Mai 08, 2026 8:22

Im Herbst wurde schon genug vorgemacht, wie man Kartoffeln mit ins Fahrsilo einsiliert.
Das geht auch jetzt im 1. Schnitt noch besser, weil der meistens trockener ist.
Ob das dann an Kühe, Bullen oder Betonkuh verfüttert wird, bleibt egal.

Also sinnvoll verwerten geht schon.
Was den Verlust des Anbauers angeht, wurde schon ausreichend geschrieben.
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon Sturmwind42 » Sa Mai 09, 2026 8:10

Um das geht es doch gar nicht ! Es geht darum warum warum man es zulässt so viele Kartoffel von weit her zu karren , obwohl sonst sehr ins Klimahorn geblasen wird .

Und zu euerem Thema : Natürlich kostet es Geld Kartoffeln zu verschenken , oder springen Kartoffel alleine aus dem Damm und in das Transport oder Vermarktungsgefäss ?
Jede Verwertung die monetär kleiner ist , als der übliche Marktpreis ist doch auch eine Vernichtung . Ok man kann es auch Verwertung nennen , es wurden aber auch viele Kartoffeln gar nicht erst geerntet .
Und bevor die K. ein Rind oder ein Schwein frisst , muss diese auch enterdet oder gewaschen werden , anders möchte die kam jemand, all das verursacht Kosten . Den Erlöß von Futterkartoffel kennst du ?

Ihr Geld haben Vertragsbauern bekommen , aber zu "keine Ahnung wie vielen " sagte man dazu : Kartoffeln wollen wir dafür keine sehen . Ergo muss man von der Summe noch die Entsorgung / Verwertungskosten abziehen .
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon MikeW » Sa Mai 09, 2026 8:56

Wenn die Vertragsbauern ihr Geld bekommen haben ohne liefern zu müssen, ist doch Ernte, Einlagerung, Auslagerung, Lieferung bezahlt ... oder ?
Jetzt muß nur noch etwas mit den Kartoffeln gemacht werden ... ins Fahrsilo beimischen ist doch nicht mehr Aufwand als liefern, oder ?

Kartoffeln war 2025 ... ich sag jetzt nix. Uns hat der Grimme vor dem fertig werden gestreikt. Kosten durch Fremdleistungen wollten wir bei den VK nicht, also ist ein Teil auch drin geblieben.

Das einzige Problem auch bei den Kartoffeln schafft der Handel, indem Kartoffeln eingeführt werden obwohl es in D genug gibt. Wenn das nicht geändert wird, werden wir immer wieder in so eine Situation kommen.
Die Bauern sollten mal nachdenken, wie lang sie sich das noch gefallen lassen.
Selbst Denken ist wichtig, ... wichtiger denn je.
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon langholzbauer » Sa Mai 09, 2026 15:31

Alle reden berechtigt von zuviel Bürokratie.
Es braucht kein Verbot oder Mengenbegrenzung für Importkartoffeln.
Früher hatten wir eine CMA , die besonders in solchen Jahren die einheimische Ware aktiv beworben hat.
Von einer Werbeinitiative eines Kartoffelanbauverbandes habe ich leider nichts mitbekommen.
Was wäre denn so schwer daran, wenn man im Fernsehen den frischen Spargel mit hervorgehoben einheimischen Kartoffeln zubereitet?
Wenn die Verbraucher von Kindesbeinen an gelernt haben, dass es diese importierten Frühkartoffeln gar nicht braucht, dann bleiben die auch im Laden liegen und werden nicht mehr bestellt.
Das gleiche trifft für australisches oder südamerikanisches Rindfleisch zu.
Übrigens bekommt man mit rohen sauberen Kartoffeln sehr viel Energie in den Darm des Rindes um eine schöne Marmorierung und Fettauflage für Edelfleischteile zu erzielen.
Das lernen die Jungbauern leider heute nicht mehr in der Berufsschule.
Alternativ hätten die Überkartoffeln auch zu Alkohol ( Wodka) destilliert werden können.
Ob der in der Chemie oder im Tank genutzt wird, ist erstmal nebensächlich.
Selbst da wäre noch Schlempe zum Füttern, als Nebenprodukt angefallen. :wink:
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon Caramba » Sa Mai 09, 2026 21:29

Dia Leud mössa mä Kartoffel un Pommes frass!
Die Leute müssen mehr Kartoffel und Pommes fressen!
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon Sturmwind42 » So Mai 10, 2026 7:32

Natürlich geht es mir nicht um die Vertragsbauern die ihre Kohle bekommen haben , mit etwas Glück bringen die ihre Ware an einen Rinderbauern mit einer +- 0 .
Aber es gibt ja noch andere , z B Direktvermarkter und da bin ich dann betroffen . Vor Jahren sagte mal ein Verpackungsbetrieb , das man die ägyptischen K. nicht mehr so möchte und man investierte in eine Kühlhalle . Jetzt hat sich die Situation anscheinend voll gedreht , je früher je besser . Und das merkt man am Absatz deutlich .
Dazu kommt , das der heutige Verbraucher nicht den Ansatz eines Keimlings duldet , sollte er das haben , ist für ihn die ganze Kartoffel hoch giftig und wird entsorgt .Der kommt dann nicht mehr vor der neuen Ware , also kaut er aus Ägytpen . Ergo jede Woche frisch abbpacken .

Schade das die Importware keine Strasse "von Hormus " durchqueren muss , von mir au s auch mit anderen Namen .

@ Mike , die Bauern sind mürbe geworden seit der letzten Demo Niederlage , so meine Einschätzung . Werden sich also noch viel gefallen lassen, das Restvolk sowieso , da kann man nur auf die Ossis hoffen .
Der Bauernverband schläft auch vor sich hin und begnügt sich vorwiegend mit Dienstleistungen . Was war die letzte Aktion die zu einer pro LW politischem Erfolg geführt hat ?

@ LH Bauer , direkt hast du offenbar nich nix vermarktet , sonst würdest du anders schreiben . Deine besagte Werbung müsste auch jemand bezahlen , ergo braucht erst mal jemand der das Geld einsammelt und alles andere in die Wege leitet . Hammer nimmer .
Informier dich mal über Preise ( für den Bauern ) der alternativen Verwertungen , dann wirst selbst sehen dass das keine Alternativ e ist .
Mit südamerikanischen Rindfleisch kommts genau so , vermutlich nicht mal als solches deklariert ( oder im kleinstgedruckten ) wird das in den Handel kommen , letzendlich entscheidet für die meisten Verbraucher der Preis im Regal .
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon JulianL » So Mai 24, 2026 15:08

Was haltet ihr eigentlich von Nuxine, dem angekündigten Biofungizid gegen die Kraut und Knollenfäule? Soll auch in Raps und Rüben zugelassen werden.
https://www.agrarheute.com/pflanze/kartoffeln/neues-biofungizid-start-wunderwaffe-gegen-gefaehrliche-pilzkrankheiten-635390

Wenn irgendwer ein Wundermittel verspricht bin ich ja erstmal sehr skeptisch. Ich habe versucht mich mal darüber schlau zu machen, aber man findet nicht all zu viel Infos darüber.
Die Wirkung basiert wohl rein darauf, dass die pflanzeneigene Abwehr gestärkt wird, der Pilz selbst wird dadurch nicht direkt bekämpft wie bei einem klassischen Fungizid.
Wenn das aber wirklich DAS neue Fungizid gegen Phytophthora wäre, ohne Resistenzrisiko, gleichwertiger Wirkung wie konventionelle PSM und dazu biologisch, wäre ich da sofort interessiert dran. Auch zu einem vertretbar höheren Preis als konventionelle PSM.

Aber welche Wirksamkeit kann man sich da wirklich erhoffen? Ist das wirklich die Zukunft im Pflanzenschutz?
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon Agrohero » Fr Mai 29, 2026 10:57

https://www.agrarheute.com/markt/marktf ... eln-640938

Mein Mitleid hält sich in Grenzen, solange einige von ihnen hier über Land ziehen und die pachtpreise in unrealistische summen treiben , verdienen die immer noch zu viel !
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon strokes » Fr Mai 29, 2026 12:38

Nunja Vertragspreise sollen wohl besser sein?!
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon JulianL » Fr Jun 19, 2026 12:59

Wie sieht es bei euch in den Kartoffeln aus?
Bei mir zeichnet sich zumindest in den Frühkartoffeln eine desaströse Ernte ab. Hab heute mal ein paar Stöcke gezogen und mehr als 5 Kartoffeln pro Stock sind nicht drin. Zum entscheidenden Knollenansatz hat das Wasser und zeitweise auch die Wärme gefehlt.
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon Juwel » Fr Jun 19, 2026 22:08

JulianL hat geschrieben:Wie sieht es bei euch in den Kartoffeln aus?
Bei mir zeichnet sich zumindest in den Frühkartoffeln eine desaströse Ernte ab. Hab heute mal ein paar Stöcke gezogen und mehr als 5 Kartoffeln pro Stock sind nicht drin. Zum entscheidenden Knollenansatz hat das Wasser und zeitweise auch die Wärme gefehlt.


Frühkartoffeln sollte man bewässern können! :klug:
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon JulianL » Sa Jun 20, 2026 6:56

Tja kann ich aber nicht.
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Re: Kartoffelanbau

Beitragvon Höffti » Sa Jun 20, 2026 13:20

Das bestätigt wieder einmal den alten Spruch, dass man sich am besten immer nur einmal über die Kulturen freuen sollte - nämlich zur Ernte.
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