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Massives Insektensterben

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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298 Beiträge • Seite 15 von 20 • 1 ... 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 ... 20

Re: Massives Insektensterben

Beitragvon HL1937 » So Nov 05, 2017 20:11

Todde hat geschrieben:Das Insektensterben tritt dort auf, wo es viel Straßenverkehr gibt.
https://link.springer.com/article/10.10 ... 015-9808-z

Sollte man vielleicht noch mal den Flugverkehr betrachten.



Da ist das Interesse der Verbraucher zu groß den Flugverkehr einzuschränken.
Ebenfalls hängt hier ein Milliardengeschäft dran, das sich die Gesellschaften nicht vermiesen lassen.

Viel einfacher ist es doch die Landwirtschaft dafür verantwortlich zu machen, weil die nerven ja tagtäglich die Leute auf den Straßen, Feldern und als Nachbar. Und sie bekommen noch einen haufen Geld für das, was sie alles kaputt machen, könnte man meinen.

Den Flieger sieht man leider zu selten.
Früher war alles besser.
Gott schütze unsere Fluren, vor Merkel, den Grünen und anderen Kulturen.

Es wünsch mir einer was er will, es geb´ihm Gott zehnmal soviel.
HL1937
 
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Wini » So Nov 05, 2017 20:42

Bulldogbauer hat geschrieben:Hallo, liebe Leute,
ich glaube nicht, dass Pflanzenschutzmittel groß Einfluss auf die Insektenpopulation ausüben. Nur ca. 6 % aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel sind als giftig eingestuft, 94 % gehören keiner Giftklasse an und sind in ihrem Umweltverhalten mit gebräuchlichen Haushaltsreinigern zu vergleichen. Früher war das freilich anders, da gab es richtige Hämmer, wahre Kampfstoffe (Multanin >DDT< in Kartoffeln, Aretit, E 605 forte, Lindan, Metasystox und viele andere). Und diese Vorstellung von GIFT hält sich bei denen, die mit der Materie nichts zu tun haben, ich schätze mal mindestens 90 % der Bevölkerung hartnäckig. Grüne und NGOs schüren diese Ängste zu ihrem finanziellen (Spenden) und parteipolitischen Nutzen.
Im Ackerbau hat sich gegenüber früher nicht soo viel verändert. Die Fruchtfolge ist kaum anders und die Äcker waren sonst auch nicht gerade voller Unkraut. Natürlich fressen am Weizen keine Raupen des Tagpfauenauges, aber das war schon immer so. Auch der Gartenbesitzer will das ernten, was er gesät hat. Die Pflanzenschutzmittel von heute sich im Vergleich zu früher ganz erheblich umweltverträglicher.

Vor wenigen Tagen hatte ich ein interessantes Erlebnis: Ich walzte ein frisch eingesätes Dinkelfeld. Unmittelbar daneben befindet sich eine Ausgleichsfläche zum Schutz der Feldhamster wegen der Windräder in unserer Gemarkung. In der Mitte des etwa 25 Meter breiten Feldes ist ein ca. 6 Meter breiter Streifen, der immer wieder mit Weizen eingesät wird. Dies war tags zuvor geschehen. Zu beiden Seiten des Weizens befinden sich genau so breite Streifen dürrer vertrockneter Wildkräuter. Ich dachte mir, dem Weizen würde das Walzen auch nicht schaden. Wie ich nun über den Weizen fuhr, beiderseits die Wildkräuter, war plötzlich die ganze Schlepperkabine voller Mücken, während ich auf meinem Dinkelacker nichts davon bemerkte. Folglich ist das "Gestrüpp" das Refugium der Insekten.
Meine Folgerung ist:
Der Reinlichkeitswahn oder Ordnungssinn ist eine bedeutende Ursache von weniger Insekten. Wenn auf den Frontscheiben der Autos nicht mehr viele Insekten zerplatzen, hat das sicher seine Ursache im mindestens zweimal jährlichen Mulchen der Straßenränder durch die Straßenbauämter. Die meisten Insekten leben nun mal auf Pflanzen. Früher wurden die Straßenränder, aber auch wirklich nur der Straßenrand gemäht, damit z.B. bei Nebel man die Leitpfosten sehen konnte. Heute werden mit Unimogs und großen Auslegermulchern alle Gräben und Böschungen bis zum letzen Quadratmeter abgemulcht und mit sämtlichem Getier in den angehängten Wagen gesaugt!
Seit ein paar Jahren werden in unserer Gemeinde, woanders wird es ebenso sein, sämtliche Feldwege und Gräben, und wenn sie noch so abgelegen sind, jährlich mit dem neu angeschafften Böschungsmulcher geputzt. Wird von den Bauhofleuten gerne gemacht; es gibt andere Arbeiten, die macht man nicht so gern.
Das Problem ist, dass beim mulchen neben der sehr hohen erforderlichen Drehzahl der Schläger zusätzlich ein nicht unerheblicher Sog durch eben diese Schläger erzeugt wird, das kein Lebewesen heil überstehen kann. In regnerischen Jahren bauen selbst die Ameisen ihren Nester oberirdisch in Grasbüschel um nicht zu ersaufen. Sie alle werden aufgesogen und getötet. Kein Wunder, wenn viele Vogelarten keine Jungen aufziehen können, weil auch viele Körnerfresser ihre Jungen zuerst mit Insekten füttern, wegen der gehaltvolleren Nahrung (z.B. das Rebhuhn). Ich kenne die Wirkung eines Mulchers allzu gut, ich habe selber einen zur Bekämpfung des Maiszünslers.
Auch die modernen Teller- und Trommelmäher, womöglich noch mit Aufbereiter, tragen ganz erheblich zur Reduktion der Insekten bei. Mit dem Mähbalken war das Gras zwar auch weg, aber die Fluginsekten sind halt dann woanders hin geflogen. Jetzt haben sie nur noch geringe Chancen.
Gruß
Karl


Hallo Karl,

ein vorzüglicher Beitrag zum Thema. Reschpäkt !!!

Auch ich erachte das jährliche Mulchen von Stilllegungsflächen mittlerweile als problematisch für die hier lebenden Insekten.
Hierzu eine Anekdote aus dem heurigen Anbaujahr:
Heuer wollte ich erstmals einen Ausnahmeantrag stellen, um auf das obligatorische Mulchen dieser Flächen zu verzichten.
Zunächst musste ich enttäuscht feststellen, daß der Antrag leider nicht Online gestellt werden kann.
Neben dem Besuch des nächsten Amtes für Landwirstschaft zur Beantragung wäre dann noch ein Tag zur Vor-Ort-Besichtigung
durch einen Fachmann der Behörde zwecks Genehmigung notwendig gewesen.
Da ich hierzu 2 Tage Urlaub hätte einplanen müssen, haben wir eben wie alle Jahre die Flächen gemulcht, um den Vorschriften genüge zu tun.

Dieses Beispiel zeigt, dass auch die überbordende Bürokratie in den Ämtern für Landwirtschaft indirekt zum Insektensterben beiträgt.

Viele würden ja gerne mehr für die Umwelt tun, werden aber von Amts wegen blockiert und daran gehindert.

Ich habe mittlerweile 3 Hektar Blühflächen u.a. für Insekten eingesät.
Warum in Gottes Namen werden in Bayern nur 3 Hektar pro Betrieb gefördert ?
Diese Obergrenze ist doch insektenfeindlich.

Gruß
Wini
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon filou » Mo Nov 06, 2017 7:26

Frage mich nur warum hier niemand mehr ohne Insektenschutzgitter auskommt und wir im November noch Mücken haben???
Bei uns im Münsterland wird aber nur einmal jährlich im Herbst gemulcht...Radfahrer können auf Wirtschaftswegen dann eben nicht mehr ausweichen ....Schwalben gibt es erstmals seit ca.35 Jahren wieder bei uns obwohl die Stallungen alle Vogeldicht sind.Seit dem wir nach der Wende die Güllefliege eingesetzt haben benötigen wir kein Fliegengift mehr im Stall...Die Wirkung scheint aber nachzulassen
Gruß
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Lonar » Mo Nov 06, 2017 8:53

Ihr habt Blühstreifen, ich hab Siloreifen mit Brackwasserfüllung. Gibt es da in Niedersachsen auch ein Förderprogramm ? :mrgreen:
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon marius » Mo Nov 06, 2017 12:03

Als ich im Herbst mit Cpktail in meinem neu geschaffenen Swimminpool mit lag, konnte ich kein INsektensterben feststellen. Ich weiss nicht wieviele Viecher ich aus meinen Coktails gefischt habe :twisted:
Das ist wieder Stimmungsmache gegen die Landwirtschaft.

PS, in der Schweit steht eine Volksabstimmung an, gegen ein Pestizidverbot.

Könnte und wird bei uns auch bald anstehen. Das Ergebnis dürfte heute schon klar sein. :mrgreen:
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Einhorn64 » Mo Nov 06, 2017 13:37

marius hat geschrieben:PS, in der Schweit steht eine Volksabstimmung an, gegen ein Pestizidverbot.


Na, endlich ein Land das den Verbotswahn durchbrechen will!
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon julius » Mo Nov 06, 2017 14:50

Das ist doch ein Schmarrn ein Volk ohne Fachkentnisse über Düngungs oder Pflanzenschutzmaßnahmen abstimmen zu lassen.
Die Schweizer hätte ich für schlauer gehalten.

Hier hat eine Mokerei ( Berchtesgaden ) vor kurzem für alle seine Lieferanten ein sofortiges Glyphosatverbot eingeführt.

https://www.merkur.de/bayern/molkerei-b ... 07420.html

Wer solche Molkereien hat braucht keine Feinde mehr.
Als nächstes kommt ein sofortiges Arzneimittelverbot für alle Rinder. :roll:
julius
 
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon T5060 » Mo Nov 06, 2017 14:53

marius hat geschrieben:Als ich im Herbst mit Cpktail in meinem neu geschaffenen Swimminpool mit lag, konnte ich kein INsektensterben feststellen.


Hattest du keine flotten Bienen im Pool dabei ? :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon julius » Mo Nov 06, 2017 15:03

Ich glaub das Marius als er den Beitrag oben geschrieben hat schon einige Cocktails Intus hatte. :lol:
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Zement » Mo Nov 06, 2017 20:18

Hat marius nicht immer kleinen Intus :mrgreen:
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Todde » Mo Nov 06, 2017 20:58

julius hat geschrieben:Das ist doch ein Schmarrn ein Volk ohne Fachkentnisse über Düngungs oder Pflanzenschutzmaßnahmen abstimmen zu lassen.
Die Schweizer hätte ich für schlauer gehalten.

Hier hat eine Mokerei ( Berchtesgaden ) vor kurzem für alle seine Lieferanten ein sofortiges Glyphosatverbot eingeführt.

https://www.merkur.de/bayern/molkerei-b ... 07420.html

Wer solche Molkereien hat braucht keine Feinde mehr.
Als nächstes kommt ein sofortiges Arzneimittelverbot für alle Rinder. :roll:


Medial wird jetzt die Schwarzwälder dazu genötigt.
Ist wie 1934, da hat man auch noch Unternehmen genötigt nicht bei "denen" zu kaufen...
Alles halb so wild, bedenklich wird es erst, wenn Landwirte beim Spritzen vom Mob mit Fackeln vom Trecker gezogen werden.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon GerdSee » Di Nov 07, 2017 19:56

Todde hat geschrieben:Medial wird jetzt die Schwarzwälder dazu genötigt.
Ist wie 1934, da hat man auch noch Unternehmen genötigt nicht bei "denen" zu kaufen...
Alles halb so wild, bedenklich wird es erst, wenn Landwirte beim Spritzen vom Mob mit Fackeln vom Trecker gezogen werden.


Da muss man sich kein Grinsen mehr verkneifen.

Der unbeholfene Landwirt, nicht im allergeringsten in der Lage auch seiner Mutter Natur ihr Recht angedeihen zu lassen, greift zurück .... bis ins Jahr 1934. Alter Verwalter. Der Bengel spricht von den dreissiger Jahren unseres Landes und bemüht sogar den Fackelzug.

Da drehen sich ja nicht die Eltern ... nee, da rollen ja ganze Generationen um ihre erdige Achse in deutscher Erde.

Boah ... Trodde .... das hätte nicht sein müssen.
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon Eicher1950 » Di Nov 07, 2017 20:25

Dieses Gejammer in der Opferrolle, die unpassenden Vergleiche mit Na*ideutschland....da fehlen einem die Worte....Berufswechsel wäre wohl das angebrachteste. n8
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon GerdSee » Di Nov 07, 2017 21:09

Eicher1950 hat geschrieben:...Berufswechsel wäre wohl das angebrachteste. n8


Das hätte ich ihm jetzt nicht angeraten. Schwere Kost für abends.
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Re: Massives Insektensterben

Beitragvon meyenburg1975 » Di Nov 07, 2017 21:14

Eicher1950 hat geschrieben:Dieses Gejammer in der Opferrolle, die unpassenden Vergleiche mit Na*ideutschland....da fehlen einem die Worte....Berufswechsel wäre wohl das angebrachteste. n8

Die Kinder von der Landwirtschaft fern halten reicht auch. Kommt aufs selbe raus.
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Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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