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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Do Nov 01, 2018 13:41

Es ist doch in der Biogas Branche bekannt das eine gut geführte Biogasanlage sich nach 5 Jahren amortisiert hat bei den alten EEG.

Grob gesagt :
Eine Anlage die 2 Millionen Euro kostet ist nach 5 Jahren abbezahlt, nach weiteren 5 Jahren sind bereits 2 Millionen an Gewinn eingespielt. Auf 20 Jahre sinds dann 6 Milionen an Gewinn was die Anlage abgeworfen hat.
Soweit die Theorie. Natürlich müssen Reperaturen berücksichtigt werden, Steuern bezahlt werden, Umweltauflagen eingehalten werden. Das ist aber überschaubar.

Aber es wird doch deutlich was bei Biogas möglich ist.
Deshalb, wenn ein Biogasbetreiber auch mal 800 Euro / ha für Ackelrand bezahlt ist das sicher in Ordnung, da er den Verpächter an seinen hohen Gewinnen teilhabne läßt.
Wie gesagt : Man muss sich halt als Verpächter die richtigen Pächter raussuchen.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Do Nov 01, 2018 13:48

Qtreiber hat geschrieben:Was nicht alles unter das Thema "Milchpreisvergleich" fällt. :shock:


DA hast du Recht! Der Moderator macht das zwar auch nur nebenberuflich, aber hier schläft er wirklich. Ich würde sofort für den User Marius ein Extrathema aufmachen und alle Beiträge von ihm kompakt sammeln.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Qtreiber » Do Nov 01, 2018 16:54

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben: Ich würde sofort für den User Marius ein Extrathema aufmachen und alle Beiträge von ihm kompakt sammeln.

Also ein "Marius-Sumpf" ! :lol:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon vansan » Do Nov 01, 2018 20:32

DMK für november 34,5 cent
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Manfred » Sa Nov 03, 2018 8:33

Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
In der aktuellen Ausgabe des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatts (44/2018) findet sich ein 2-seitiger Artikel zur Betriebswirtschaft, der empfiehlt, eine Vollkostenrechnung durchzuführen.
Darin wird auch die neue Auswertung der LfL Bayern über spezialisierte Milchviehbetriebe verlinkt.
https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/pub ... mation.pdf
Der Unternehmergewinn nach Vollkosten liegt im Schnitt bei -267 Euro pro Kuh bzw. -26.603 Euro für den gesamten Betriebszweig, inkl. Jungviehaufzucht (Siehe Seite 23).
Der kalkulierte Lohnansatz lag bei nur 17,50 Euro pro Stunde, also umgerechnet knapp über Arbeitnehmer-Mindestlohn.
Der kalkulierte Zinssatz für das Eigenkapital (außer Boden) lag bei 4%.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Lonar » Sa Nov 03, 2018 9:24

Sieht in Norddeutschland nicht anders aus. Die Holsteins geben halt 1000l mehr, aber Kälber und Schlachtkühe bringen weniger.
Das mit dem kalkulierten Unternehmergewinn ist kein Geheimnis, aber es ist bei guten Leistungen auch möglich da was zu verdienen.
Das kannst du in der Landwirtschaft in fast jedem Betriebszweig genau so wieder finden.
Eigentlich kann ein Großteil der Landwirte mit Recht behaupten, das sie ihnen Beruf zum Hobby gemacht haben ;-)
Als Hintergrund ist es auch noch schön zu wissen, das bei der BZA eigentlich nur Betriebe mitmachen die vorrankommen wollen. Also die ganzen: "Das haben wir immer schon so gemacht" Betriebe sind gar nicht dabei.
Sieht man ganz gut an der Milchleistung der BZA und dem realem Bayern Schnitt. Da liegen schon 1000l dazwischen.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Nov 03, 2018 11:39

Manfred hat geschrieben:Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
In der aktuellen Ausgabe des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatts (44/2018) findet sich ein 2-seitiger Artikel zur Betriebswirtschaft, der empfiehlt, eine Vollkostenrechnung durchzuführen.
Darin wird auch die neue Auswertung der LfL Bayern über spezialisierte Milchviehbetriebe verlinkt.
https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/pub ... mation.pdf
Der Unternehmergewinn nach Vollkosten liegt im Schnitt bei -267 Euro pro Kuh bzw. -26.603 Euro für den gesamten Betriebszweig, inkl. Jungviehaufzucht (Siehe Seite 23).
Der kalkulierte Lohnansatz lag bei nur 17,50 Euro pro Stunde, also umgerechnet knapp über Arbeitnehmer-Mindestlohn.
Der kalkulierte Zinssatz für das Eigenkapital (außer Boden) lag bei 4%.


Der Zinsansatz mit 3 % wäre richtiger, das ist in der Tat die jährliche Kostensteigerung.
Kalkulatorisch sieht es aber so aus, dass die Gebäudekosten sich nur um rd. 5 % verringern, wenn man das melken einstellt.
Bei der Frage "weiter melken" sollte man die Gebäudekosten auf NULL setzen.
Dann wird Melken hoch wirtschaftlich. :mrgreen:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Sa Nov 03, 2018 12:46

Ich brauche keine Vollkostenrechnung!

Die Gebäude stehen halt schon da und mit einen mittleren Schulabschluss und "nur" landwirtschaftlicher Ausbildung wird man wohl nicht über einen 1500 Euro Job hinauskommen.
Zuletzt geändert von Flecki_aus_Bayern am Sa Nov 03, 2018 13:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Nov 03, 2018 12:56

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Ich brauche keine Vollkostenrechnung!


Ich auch nicht. Mir reicht die direktkostenfreie Leistung oder Deckungsbeitrag.

i.d.R. +/- Deckungsbeitrag = +/- Gewinn in der Milchviehhaltung
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Lonar » Sa Nov 03, 2018 19:31

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Ich brauche keine Vollkostenrechnung!

Die Gebäude stehen halt schon da und mit einen mittleren Schulabschluss und "nur" landwirtschaftlicher Ausbildung wird man wohl nicht über einen 1500 Euro Job hinauskommen.

Das wären dann bei einer 40h Woche weniger als 10€/h. Da denke ich schon das man da wesentlich mehr rausholen kann. Bauhelfer vom Subunternehmer kosten zur Zeit für die Baufirma 35€/h und die können mit nicht besonders viel. Wer was will und was kann der wird Arbeit für mehr als 10€/h finden. Ist nur die Frage ob man das will und ob man dann glücklicher ist ;-)
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Sa Nov 03, 2018 20:56

Also ich hab neulich mit einem Landschaftsgärtner ( Geselle ) gesprochen. Der hat brutto 12,5 Euro die Stunde.
Der wollte endlich mehr Lohn. Der Chef hat ihn ausgelacht. Der hat auch mehrere Rumänen beschäftigt. Fähige Leute und gute Arbeiter, einer gar mit LKW Schein. Die arbeiten für 10,5 Euro brutto die Stunde.
Fazit : Wenn er mit 12 ,5 Euro nicht zufrieden ist, soll er sich eine andere Arbeit suchen. Zitat Chef : Er muss Angebote abgeben und wenn er zu teuer ist fliegt er raus und den Auftrag bekommt ein anderer.

Und das weiss ich aus sicherer Quelle weil ich diesen Gesellen persönlich SEHR gut kenne.

Wobei Landwirte oft bei weitem keine 10 Euro brutto /Std. erwirtschaften und das zu Zeiten ( We, Feiertage ...) wo ein Arbeiter 100 % Zuschlag erhält.
Und hat der Landwirt noch weitere Einkünfte, z.b. PV muss trotzdem selbts bei 6 Euro Stundenlohn 48 % Steuern, Soli auf diese 6 Euro bezahlt werden. Bleiben immerhin 3 Euro die Stunde. :lol:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Südbaden Bauer » Sa Nov 03, 2018 21:30

Off Topic:
So richtig Geld wird nirgendwo in der Landwirtschaft verdient. Gut in den letzten Jahren waren Erdbeeren und Spargeln relativ profitabel. Aber fast überall verdienst du mit einer Standort angepassten Landwirtschaft nur dann Geld, wenn du arbeitest statt in der freien Zeit das Geld versäufst. Das funktioniert dann auch wenn du nur 5 Euro netto am Ende hast. Und ja es gibt bestimmt Berufe da bist du besser dran, aber warum gibt es dann so viel Quereinsteiger aus sicheren angesehenen Berufen? Sind die alle blöd? Und mal ehrlich bevor ich so ende wie marius, da binde ich mir lieber einen Betrieb ans Bein und verdiene den Mindestlohn. :mrgreen:
Zum Thema, Butter soll ja deutlich günstiger werden. Liegt das daran dass sie, da sie teuer war nun häufig substituiert wird?
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Nov 03, 2018 21:46

Die Firmen mit Landschaftsgärtner zu 12,50 € und jeder Menge Rumänen die kenne ich auch
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Mo Nov 05, 2018 11:02

T5060 hat geschrieben:Die Firmen mit Landschaftsgärtner zu 12,50 € und jeder Menge Rumänen die kenne ich auch


Auf dem Bau ist das schon lange Standart. Nur ein deutscher Leiter auf der baustelle und der Rest Ost.- und Südeuropäer. Die schuften für 9 Euro brutto. Oft noch als selbstständige Subunternehmer deutlich billiger als 9 Euro.
EU Arbeiter dürfen ja problemlos einreisen und hier arbeiten.
Das senkt den Stundenlohn seit Jahren.
Frag mich nur wo dann Merkels Millionen an Einwanderer + Familiennachzug aus dem Orient und Afrika hier Arbeit finden wollen ?

Für Landwirte die mit über 40 oder 50 Jahren den Betrieb schliessen müssen ( z.b. kommendes Anbindeverbot ) eine heikle Angelegenheit.
Denn die einzige Einnahme ( Pachteinnahme ) geht oft für die Altenteiler und Unterhalt der Gebäude ( Versicherungen, Unterhalt ) drauf.

Wer dann noch eine Familie ernähren muss hat als Hilfsarbeiter ( Landwirt ) mit gehobenem Alter ein großes Problem.
Da werden nicht wenige ihren Grund verkaufen müssen.
Spätere Rente gibts für Landwirte praktisch auch keine.
Und vom Staat gibts erst was, wenn der letzte m² verkauft wurde. 8)
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon R16 » Mo Nov 05, 2018 11:25

marius hat geschrieben:Auf dem Bau ist das schon lange Standart. Nur ein deutscher Leiter auf der baustelle und der Rest Ost.- und Südeuropäer. Die schuften für 9 Euro brutto

Ich glaube, Du hast noch nichts vom Bauhauptgewerbe gehört, und da gilt ein anderer Mindestlohn als der übliche :klug:
marius hat geschrieben:Oft noch als selbstständige Subunternehmer deutlich billiger als 9 Euro.

Das stimmt, der Unternehmer muss nur aufpassen, dass die nicht dauernd bei ihm arbeiten. Wenn sie für keine andere Firma arbeiten, den Zeitraum weiß ich jetzt nicht genau, wird von einer Scheinselbständigkeit ausgegangen, d.h. Sozialkassenbetrug, mit denen ist aber nicht gut Kirschen pflücken, da kannst dir dann richtig Zaster herrichten, und was auch nicht zu vernachlässigen ist, die Urlaubskasse, die sind auch nicht zimperlich.
Es gibt ja mittlerweile auch schon ldw. Betriebe, wo dies praktiziert wird und wurde. Da sind dann die "Arbeiter" für ein paar Wochen wieder auf einem anderen Betrieb, um der Scheinselbständigkeit zu entkommen.
„Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)
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