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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Di Okt 16, 2018 20:58

Es wird in der Landwirtschaft weiter munter Kapital verbrannt
Milchpreis 9 Cent unter Kostendeckung :

https://www.topagrar.com/news/Rind-Rind ... 85678.html

Bei den Aussis steht Aldi derweil in der Kritik :

Agrarminister Littleproud schäumt, weil mehrere große Einzelhändler bei der Unterstützung dürregeplagter Bauern nicht mitziehen.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Aldi-dro ... 71667.html
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Hosenträger » Sa Okt 20, 2018 18:24

wenn Agrarminister Littleproud schäumt sollte er sich auf Tollwut untersuchen lassen! :lol:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Manfred » Mi Okt 24, 2018 15:14

T5060 hat geschrieben:Zur Kalkulation : Heft 14 HLBS - Verlag, alles andere ist falsch, Blödsinn, Quatsch und nicht diskussionsfähig


Dann kann man das Ergebnis wohl kurz und knapp so ausdrücken:
Der Unternehmergewinn war im Mittel (und vermutlich in fast (?) allen kalkulierten Fällen) negativ...
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Mi Okt 24, 2018 15:23

Manfred hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Zur Kalkulation : Heft 14 HLBS - Verlag, alles andere ist falsch, Blödsinn, Quatsch und nicht diskussionsfähig


Dann kann man das Ergebnis wohl kurz und knapp so ausdrücken:
Der Unternehmergewinn war im Mittel (und vermutlich in fast (?) allen kalkulierten Fällen) negativ...


Sagen wir mal so, woran du erkennst, dass du ein erfolgreicher Milchviehhalter (also nur die ohne Baugelände und Windkraftstandorte) bist ?

Wenn du mit 60 nicht mehr weist, von was du leben sollst !
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Manfred » Mi Okt 24, 2018 15:43

Ja, die Qual der Wahl. lol.

Wenn du mir jetzt noch erklären kannst, was den DBV dazu bewegt, in seinem jählichen Situationsbericht die Betriebsergebnisse derart geschönt darzustellen, statt die traurige Realität der Unternehmergewinne vorzurechnen?
Evtl. würde dann auch der eine oder andere Poltitiker besser verstehen, was in der Landwirtschaft los ist.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Mi Okt 24, 2018 16:37

Ich kann mich noch gut erinnern als ich aktiv war. Was musste ich mir da alles anhören über diese hohen Gewinne.
Die Gewinne der Landwirte werden jedes Jahr öffentlich zur Schau getragen.
Da steht dann als Beispiel 50 000 Euro Jahresgewinn im Schnitt des letzten Wj was ungefähr hinkommt über die Jahre.
Incl der nicht erfassten EÜR und 13a Landwirte dürfte der Gewinn aller Landwirte aber deutlich niedriger ausfallen als die 50 000 im Schnitt für einen Buchführungsbetrieb.

Die Arbeiter drehten damals am Rad, was haben die gelästert über diese hohen Gewinne der Landwirte incl Subventionen ( Steuergelder ) die sie erhalten.

Das von diesem Gewinn weder Krankenkasse, Pflege, Altersvorsorge abgezogen ist, wissen die nicht.
Auch nicht das der Altenteiler oder Pachtansatz Eigenfläche, Verzinsung EK noch abgezogen werden muss.
Wird das berücksichtigt sind diese 50 000 Euro nach Steuern nur minimal über dem Hartz 4 Satz, was dort eine Familie vom Staat abgreift.
Und das bei Unternehmerrisiko und 70 Stundenwochen eines Landwirts + Angehörige die kostenlos mitarbeiten.

Kommt mal ein oder beide Altenteiler ins Altersheim, wirds richtig teuer für den Hoferben.
Beim Hartz4 ler wird auch das zu 100 % vom Staat bezahlt.

Und nicht vergessen : So eine Betriebsstätte kostet Geld, auch nach der Hofaufgabe also in der Rente.
Brand, Gebäudeversicherung ( Strum, Hagel ) und natürlich Unterhalt, Reperaturen. Das muss alles von der knappen Rente bezahlt werden und kostet einige Tausender im Jahr.

Nüchtern betrachtet müßte man da mit der Bauernschaft fast schon Mitleid bekommen. Das ist ein Armutszeugnis.

Ausgenommen, wie immer Biogas mit den Festpreisen aber das ist ja eh eigentlich Gewerbe und nicht Ldw.
Zuletzt geändert von marius am Mi Okt 24, 2018 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Mi Okt 24, 2018 16:46

Manfred hat geschrieben:Ja, die Qual der Wahl. lol.

Wenn du mir jetzt noch erklären kannst, was den DBV dazu bewegt, in seinem jählichen Situationsbericht die Betriebsergebnisse derart geschönt darzustellen, statt die traurige Realität der Unternehmergewinne vorzurechnen?
Evtl. würde dann auch der eine oder andere Poltitiker besser verstehen, was in der Landwirtschaft los ist.


Das hat System. Betriebe mit niedrigem Ergebnis fliegen aus den Testbetrieben raus. Die Methode ist mittlerweile auch bekannt.
Heutzutage muss man schon eine gute eigene Meinung haben und man darf NIE erpreßbar werden.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon wastl90 » Mi Okt 24, 2018 22:04

Biogas ist doch ein auslaufende Geschäftsmodell. Ich behaupte mind. 1/3 verbraten ihr Geld damit
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon LUV4.0 » Do Okt 25, 2018 8:31

wastl90 hat geschrieben:Biogas ist doch ein auslaufende Geschäftsmodell. Ich behaupte mind. 1/3 verbraten ihr Geld damit



Jedenfalls muss man heute keine BGA mehr bauen,da kann man das Geld auch an die notleidende Kirche spenden. Hier hatten sich seinerzeit auch ein paar Betriebe zusammen getan und eine Anlange gebaut,ich hatte auch überlegt mitzumachen,habe es dann aber bleiben gelassen und mehr in die Direktvermarktung investiert...war eine gute Wahl :mrgreen:.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Do Okt 25, 2018 8:37

Ich denke dass die Anlagen welche vor 10 bis 15 Jahren gebaut wurden echte Cashmaschinen sind. Ich habe noch nie einen Buchführungsabschluss einer BGA gelesen. Wird schon seinen Grund haben.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon LUV4.0 » Do Okt 25, 2018 8:55

Natürlich verdienen die Geld..so lange es das EEG noch zulässt.. :wink:.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Jörken » Fr Okt 26, 2018 7:04

War eine gut Aktion um ein paar große Bauern zu fangen und gleich wie sonst an ein Fördersystem zu koppeln. Hüpf Bauer, hüpf, sonst dreh ich dir die Förderung ab.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Fr Okt 26, 2018 8:58

Das EEG läuft 20 Jahre und kann angeblich auf 30 Jahre verlängert werden.
Die Biogaser die seit 15 Jahren Biogas haben, sind den anderen Landwirten ( Milchvieh, Mast, Ackerbau ) finanziell längst enteilt. Heisst sie haben einen finanziellen Vorsprung den die eben genannten nicht mehr aufholen können.
Nicht wenige Biogaser waren schlau und haben ihre hohen Gewinne längst in Flächenkauf investiert. Damals noch zu günstigen Preisen
Der höhere Eigenflächenanteil bringt ihnen in der die Zukunft einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.
Zudem konnten seit vielen Jahren einen höheren Pachtpreis bezahlen, und so weiter wachsen.
Für diese Betriebe hat sich das also längst rentiert, auch wenn eines Tages das EEG ausläuft.
Wobei beim Atomausstieg wird auch in Zukunft Biogas benötigt und somit auch gefördert werden.

Wenn natürlich ein Biogaser 1500 Euro Pacht / ha bietet, ist er selber Schuld. Solche Betriebe verdienen auch mit Biogas nichts.

Wundert mich eigentlich warum jedes Jahr die Buchführungsabschlüsse aller Landwirtschaftsbereiche in der Presse veröffentlicht werden, aber noch nie von Biogasbetrieben.
Das wird seine Gründe haben. :mrgreen:
Nicht das die Stromkunden auf die Barrikaden gehen, wenn sie diese subventionieren Gewinne abgedruckt sehen.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon wastl90 » Fr Okt 26, 2018 9:09

Sicher geht es den meisten Biogasbetrieben derzeit nicht wirklich schlecht. Andererseits rollen auch auf diese Betriebe Probleme zu. Viele müssen den Lagerraum erweitern, größere Wartungsarbeiten stehen an usw.. Jetzt noch einen neuen Pott für 8 Jahre bauen? Wie verhält sich das wirtschaftlich? Das mit den 30 Jahren habe ich gerade das erste mal erklärt. Ein guter Freund von mir ist in sämtlichen Ausschüssen für Biogas und vor 2 Wochen hat er mir noch von der Restlaufzeit erzählt die eben mit 20 Jahren gerechnet ist. Geredet wird viel, den Kunden ist das EEG aber eben zu teuer, die Politik möchte sich dafür nicht den Schuh anziehen! Anschließend haben die Betriebe teilweise noch richtig Flächenausstattung am Hals, wenn Eigentum ist ja alles in Ordnung aber viele Pachtverträge werden sicherlich mit in die Zeit nach Biogas gezogen! Dann muss eben was anderes lukratives her. Nur was?

Natürlich geht es einigen Landwirten miserabel, das hat mehrere Gründe wie Tierschutz, Wetter, eigenes (Miss)wirtschaften und evtl. auch einfach das Schicksal. Andere Betriebe die sich gut aufgestellt haben verdienen jedoch auch heute noch ordentlich Geld, das glauben nur nicht die anderen - müssen bzw. sollen sie auch gar nicht! Die Landwirtschaft wird, wie auch in den letzten 100 Jahren schon, einen ordentlichen Wandel hinlegen. Probleme bekommen immer die ehemaligen "Zukunftsbetriebe" die dachten sie sind für die Zukunft gut aufgestellt und müssen sich nicht ändern. Irgendwann ist eben dann der Zug abgefahren, der Stall ist marode, evtl. kein Nachfolger mehr auf dem Hof und die wirtschaftliche Katastrophe ist perfekt. Jeder Wirtschaftsbereich hat sich ändern müssen, wir Landwirte dürfen eben nicht davon ausgehen, dass das bei uns anders wäre.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Qtreiber » Fr Okt 26, 2018 14:26

Was nicht alles unter das Thema "Milchpreisvergleich" fällt. :shock:
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