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Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Nordhesse » Di Dez 03, 2013 16:11

Naja, es steht ja jedem frei ein Unternehmen zu gründen, Leute einzustellen- Ihr könnt dann auch gerne Zuschläge auf die Tarife zahlen. Vor allem für die unteren Lohngruppen.

@ Hektik - Elektrik: du kannst dann stramm voran gehen- nimm alle, die das Jobcenter dir schickt.

Und nun mein letzter Beitrag zu dem Thema: Ich habe Mitarbeiter, die deutlich über Tarif bezahlt werden- und nicht unbedingt, weil sie es gefordert haben, sondern weil sie es mir wert sind. :D
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon hektik-elektrik » Di Dez 03, 2013 17:08

Nee, laß mal ich würde keine Arbeitslosen vom Jobcenter einstellen :roll:

Gute Leute kommen meist nicht von dort, die haben Arbeit bzw. müssen nicht zum Jobcenter.

Aber wer 35-40h/Woche arbeitet soll davon auch leben und eine Familie ernähren können.
Bei einigen Arbeitgebern habe ich allerdings den Verdacht, die stecken sich nur selbst die Taschen voll.

Im übrigen arbeitet kein guter Facharbeiter zum Tariflohn. Darüber ist immer frei verhandelbar und bei dem Fachkräftemangel... :mrgreen:
Es gibt keinen Fachkräftemangel.

Es gibt nur einen Mangel an Fachkräften,
die bereit sind sich ausbeuten zu lassen.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Di Dez 03, 2013 17:18

8,50€ sind ja nicht die Kosten, die die AG zu tragen haben, das ist das Brutto für den Beschäftigten. Hinzu kommen noch Arbeitgeberanteile zu Sozialversicherung und Steuern (Pauschalsteuer bei Minijobs), bezahlter Urlaub und Feiertag, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Betriebsausflug, Weihnachtsfeiern. Auch Kosten, die direkt in der Verwaltung entstehen wie Lohnabrechnung, Buchhaltung kommen hinzu. Freiwillige Zusatzversorgung wie Betriebsrente, manchmal auch Handy oder Dienstwagen etc.
Unterm Strich sind es meist deutlich über 10€, die pro geleisteter Stunde anfallen. Erst wenn die Produktivität über dieser Schwelle ist, ist er für den Betrieb profitabel.
Im übrigen ist es ein Trugschluss, dass der Arbeitgeber den Arbeitgeberanteil selber trägt. Den erwirtschaftet der Arbeitnehmer mit, wird aber nicht auf seiner Gehaltsabrechnung ausgewießen. Sonst wären die Abzüge noch viel höher als sie sind.
Die Arbeitskosten sind in D einfach zu teuer, Arbeit muss billiger werden und dem Arbeitnehmer muss mehr mehr Netto in der Tasche haben. Das geht nur mit hoher Beschäftigungsquote, nur dann zahlen viele in die Sozialversicherung. Ein Mindestlohn, der Arbeitsplätze kostet, ist hierzu nicht dienlich.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Di Dez 03, 2013 17:27

hektik-elektrik hat geschrieben:Wer Arbeitnehmer für unter 8,50€ beschäftigt ist in meinen Augen ein Ausbeuten.
Hoffentlich kommt der Mindestlohn bald
und hoffentlich gibt's kein Schlupfloch für osteuropäische Arbeiter.

Wird wirklich Zeit diese Gutsherrnmanieren abzuschaffen.


Würden wir hier über reale Erfahrungen zu Arbeitssuchenden diskutieren, die zum Spargelstechen oder Erdbeerpflücken von der Arge vermittelt werden, wäre die allgemeine Meinung zu Drückebergern oder Minderleistern eine andere. Die Hälfte tritt erst gar nicht an und diejenigen die kommen, verabschieden sich spätestens nach dem 3. Tag mit Bescheinigung vom Arzt.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Nordhesse » Di Dez 03, 2013 17:29

Naja, die Lohnnebenkosten wurden doch erst wieder durch großzügige Rentengeschenke an die ältere Generation nach oben getrieben.

Man kann mal Pi mal Daumen sagen, dass den Arbeitgeber die Arbeitsstunde des Mitarbeiters das 1,5 fache vom Bruttolohn kostet.
Zuletzt geändert von Nordhesse am Di Dez 03, 2013 17:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon hektik-elektrik » Di Dez 03, 2013 17:32

Das mit den Drückebergern glaub ich sofort - hab da auch meine Erfahrungen.

Trotzdem kann es nicht angehen, das dann Billigkräfte aus Osteuropa geholt werden.
Man sollte jedem Betrieb die Subventionen streichen, der so etwas macht. :shock:
Es gibt keinen Fachkräftemangel.

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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Di Dez 03, 2013 17:45

hektik-elektrik hat geschrieben:Das mit den Drückebergern glaub ich sofort - hab da auch meine Erfahrungen.

Trotzdem kann es nicht angehen, das dann Billigkräfte aus Osteuropa geholt werden.
Man sollte jedem Betrieb die Subventionen streichen, der so etwas macht. :shock:

Die meisten Betriebe erhalten sowieso keine Subventionen, Aufstocker sind Deutsche, kein Osteuropäer. Wem willst Du also was streichen? Wir leben in der EU, da dürfen auch Bulgaren und Rumänen ihre Waren und Dienstleistungen auf dem deutschen Markt anbieten oder in Werkverträgen auf deutschem Boden tätig werden.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon hektik-elektrik » Di Dez 03, 2013 17:53

Gerne, aber zum Mindestlohn.


Fast alle Betriebe in der Landwirtschaft erhalten Subventionen - in welcher Form auch immer...
Es gibt keinen Fachkräftemangel.

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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Di Dez 03, 2013 17:57

hektik-elektrik hat geschrieben:Gerne, aber zum Mindestlohn.


Fast alle Betriebe in der Landwirtschaft erhalten Subventionen - in welcher Form auch immer...

Du meinst Ausgleichszahlungen.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Ferengi » Di Dez 03, 2013 18:16

hektik-elektrik hat geschrieben:
Im übrigen arbeitet kein guter Facharbeiter zum Tariflohn. Darüber ist immer frei verhandelbar und bei dem Fachkräftemangel... :mrgreen:


Den Tariflohn zahlt hier kaum noch ein Handwerksbetrieb! :roll: :roll:

Auch gibt es keinen Fachkräftemangel!
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Di Dez 03, 2013 18:48

Ferengi hat geschrieben:
hektik-elektrik hat geschrieben:
Im übrigen arbeitet kein guter Facharbeiter zum Tariflohn. Darüber ist immer frei verhandelbar und bei dem Fachkräftemangel... :mrgreen:


Den Tariflohn zahlt hier kaum noch ein Handwerksbetrieb! :roll: :roll:

Auch gibt es keinen Fachkräftemangel!
Es gibt nur eine Mangel an Fachkräften, die bereit sind sich ausbeuten zu lassen.

Dann ist ja alles gut, dann braucht auch keiner mehr den gesetzlichen Mindestlohn zu fordern.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Fassi » Di Dez 03, 2013 18:53

Auch gibt es keinen Fachkräftemangel!


Eben, das ist mit eine der größten Lügen unserer Zeit. Merkt nur der Großteil der Bevölkerung nicht, dass ist nur die Begründung, warum man billige Arbeitskräfte aus dem Ausland holt und so das Lohnniveau drückt.

Beispiel gefällig: Eine Firma weint in der Zeitung über Fachkräftmangel und sagt, dass sie leider Lehrstellen unbesetzt lassen mußten. Dieselbe Firma hat aber umschulungswilligen Ex- Abiturienten ohne auch nur ein Gespräch m it ihnen zu führen innerhalb von 4 Tagen eine Absage zu geschickt, mit der Aussage man würde diesjahr doch keine Lehrstellen besetzen. Also kann es mit dem Fachkräftemangel nicht so weit her sein, man will diese halt nur nicht selber ausbilden.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon dappschaaf » Di Dez 03, 2013 19:48

Ferengi hat geschrieben:
hektik-elektrik hat geschrieben:
Im übrigen arbeitet kein guter Facharbeiter zum Tariflohn. Darüber ist immer frei verhandelbar und bei dem Fachkräftemangel... :mrgreen:


Den Tariflohn zahlt hier kaum noch ein Handwerksbetrieb! :roll: :roll:

Auch gibt es keinen Fachkräftemangel!


Hallo,

ich denke man sollte Deutschland nicht über ein Kamm scheren....

Gruß
Dappschaaf
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon ppaul » Mi Dez 04, 2013 22:25

Landwirtschaft und Mindestlohn:

ich habe auf einem 800ha Hof in Holstein bei der Getreideernte geholfen, war auch spannend, große Maschinen professionell gewartet und alles.

Habe für 8 Euro die Stunde gearbeitet, das war so ausgemacht wegen Kost und Logis = kostenlos und weil Ich mit neben dem Mähdrescher herfahren beim abladen noch keine Erfahrung hatte.

Dier Ernte war außerordentlich gut, sehr viel glück mit dem Wetter, und fast alles sofort wieder zu Spitzenpreisen verkauft gekriegt.

Wir haben 320 Stunden im Monat gearbeitet. Das Resultat war eigentlich nur, das wir extrem viel Steuern bezahlt haben, und fast kein Netto mehr hatten (zuletzt arbeitet man plötzlich für 3,50 die Stunden Netto)

Das wäre an und für sich noch Okay gewesen, man kann ja mal Steuern bezahlen, ist in Ordnung. Nur da? uns Erntehelfern nach der Versteuerung von Kost und Logis hinterher für Kost und Logis noch 300 Euro abgezogen werden, das fand ich im Hinblick darauf, daß wir uns für den Hof den A++++ aufgerissen haben mit Nachtschichten im Trockensilo, Abends um 8 noch auf dem Feld Steine sammeln (weil grad nichts zu tun war... ich meine, man hätte ja mal um 18 uhr feierabend machen können, aber neee, weils so schön ist noch im Dunkeln Steine sammeln. Naja.

Deswegen ist das mit Erntehelfer vorbei für mich, ich mache jetzt Bauhelfer. keiner schreit mich an, keiner meckert rum wenn ich mal was noch nicht kann, alle sind froh daß ich ihnen motiviert helfe, es gibt keinen Stress weil man ordentlich arbeiten muß, daß heißt ordentlich vermessen - da hilft stress nicht. Ich habe keine Verantwortung total übermüdet für Mensch und Maschine zu tragen, höchsten für den Betonmischer.

Und als Bauhelfer kriege ich den Mindestlohn von 11.05, wenn ich ne Maschine bedienen würde wären es sofort mehr.

Allerdings ist das im Westen. Wenn man im Osten einen job als Bauhelfer sucht, bekommt man nur Zeitarbeitsfirmen, die einem 7,50 geben, und ab 155 Stunden ein Zeitarbeitskonto.

Fazit:

Wer Angst vorm Mindestlohn hat, weil er Angst davor hat, Pleite zu gehen, ist sowieso ein Ausbeuter, der anderen die Butter auf dem Brot nicht gönnt. Auf dem rücken von Leuten die firma am laufen halt, is ja echt ein super Geschäftsführer.

Und wer keine 8,50 dafür zahlen will, daß einer im Lager ist, und meistens dumm rumsteht, ein Paket hin und her räumt und auf Kunden wartet (halt immer da sein muss), der soll seine blöden Pakete halt selber für 5,50 hin und her räumen.

So einen Sch... wie für 8 Euro Erntehelfer mache ich nie wieder. war Arbeitstechnisch gesehen aber sehr interessant, muß ich zugeben.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Do Dez 05, 2013 10:11

8€ wären ok. Zu kritisieren wäre aber, dass Du trotzdem für Kost und Logis bezahlst, obwohl das nicht ausgemacht war und die 320 Monatsstunden. Wenn ihr freiwillig Steine lest, obwohl Feierabend ist, ist das nicht Sache vom Chef. Zumindest hätte er sich erkenntlich für die Leistung zeigen müssen. Wenn am Ende nur 3,50€ netto übrig bleiben, liegt es an den Abzügen, nicht am Arbeitslohn. Dann greift die Steuerprogression, das kannst Du Dir aber mit dem Lohnsteuerjahresausgleich wieder holen, wenn Du die andere Zeit weniger verdient hast. Das Geld ist also nicht weg.
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