Soweit ich informiert bin, setzt man im Yellowstone keine Haus- und Nutztiere aus.
Und wenn man das tut, dann ist es nun mal schlicht und ergreifend egal, wie groß die Fläche ist, die Folge ist halt immer, daß diese Tiere ohne Betreuung dem ausgesetzt sind, was man "natürliche Selektion" nennt, also Verhungern, Erfrieren, an Parasiten eingehen, oder wenns denn paßt auch mal gefressen werden. So ist die Natur nun mal, und das kann man überall haben, wenn man zB aufhört, die Wildbestände zu regulieren. Das muß man auch nicht, und erst recht nicht immer noch weiter "probieren" oder "Experiment" nennen, das weiß man schon.
Es gibt ausreichend WIldparks hier, die kann man vergrößern. Es hat auch keiner was dagegen, wenn man die ein oder andere Fläche zur "Renaturierung" hergibt, und es stört auch niemanden, wenn Leute ihr Geld dafür ausgeben, Flächen zu kaufen und darauf "Landschaftsschutz" zu betreiben. Man kann gern versuchen, Luchse auszuwildern, oder Wölfe wieder anzusiedeln, oder Wildkatzen, Uhus, Trappen, was auch immer, alles kein Problem, und ich hätte in den Waldgebieten hier ( ca. 1 Million ha allein in Brandenburg) auch nichts gegen das ein oder andere Wisent wenn es sich denn hält und da einpassen kann. Nur ist das eben zu wenig (Wald, nicht Wisent).
Aber wenn man Nutztiere, Haustiere, vom Menschen gezüchtete Rassen - die nie für ein Leben in der Natur geschaffen waren, sondern sogar entegengesetzt gezüchtet worden sind, einfach in den Wald (oder auf die Wiese) jagt, dann ist das ja für den Normalmenschen nicht umsonst verboten und wird bestraft als Faunenverfälschung und Tierquälerei. Und ich wüßte nicht, warum ausgerechnet Naturschützer da eine Ausnahme machen sollen.
Nur mal, um das Thema noch etwas zu erweitern: wie stellen sich denn solche Projekte mit Heckrindern den Seuchenschutz vor, im Bezug auf Hausrinder? Soll das dann so laufen wie bei der Schweinepest? Grob gefragt: Wenn so ein Heckrind hustet, werden dann die 1000 Milchkühe ringsrum "vorbeugend geschlachtet"?

