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Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon heinzi the chicken » Sa Nov 13, 2010 15:00

ja klar 25 %, aber menschliches Versagen gibt es überall.
http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/arti ... 4cf65ff334

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/ ... llkuehlung
Was ist das, 100%? Und da kräht kein Hahn nach ....(welch Ironie)

MFG
M
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Sa Nov 13, 2010 15:20

heinzi the chicken hat geschrieben:Ich weiss auch nicht, wie man immer nur Hühner als Beispiel nennt. Die sterben einem weg, wie die Ratten. Rinder sind absolut problemfrei. (post587855.html#p587855)
Du erinnerst Dich?

Und hier geht es nicht um menschliches Versagen bei der ansonsten tiergerechten Haltung, oder um technisches Versagen, hier geht es darum, daß die Planung der gesamten Anlage schon untauglich ist - da ist das "Versagen" schon vorprogrammiert und mehrfach (http://www.animal-health-online.de/gros ... det/10736/) nachgewiesen.
Und sowas muß man nicht wiederholen.

Übrigens haben nur Biobetriebe 25% Verlust (bei Hühnern). Normale Betriebe arbeiten zwischen 4 und maximal 8-10%.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon heinzi the chicken » Sa Nov 13, 2010 16:12

SHierling hat geschrieben:
heinzi the chicken hat geschrieben:Ich weiss auch nicht, wie man immer nur Hühner als Beispiel nennt. Die sterben einem weg, wie die Ratten. Rinder sind absolut problemfrei. (post587855.html#p587855)
Du erinnerst Dich?

Das freut mich, dass du dich an meine Zitate erinnerst! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

SHierling hat geschrieben:Und hier geht es nicht um menschliches Versagen bei der ansonsten tiergerechten Haltung, oder um technisches Versagen, hier geht es darum, daß die Planung der gesamten Anlage schon untauglich ist - da ist das "Versagen" schon vorprogrammiert und mehrfach (http://www.animal-health-online.de/gros ... det/10736/) nachgewiesen.
Und sowas muß man nicht wiederholen.


Oh ja, jetzt sind 4 Tiere verendet.Wieviele waren insgesamt da?
Du weisst hoffentlich, dass es eine Durschnittsberechnung gibt, in der man die toten Tiere aller solcher Projekte als Durchschnitt berechnet , und nicht einen Betrieb alleine als Grundlage für diseses System sehen sollte.


MFG
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Cairon » Sa Nov 13, 2010 16:21

Die Frage ist doch auch wie die Tiere verendet sind. Wenn Tiere im Eis einbrechen und qualvoll verenden, weil sie so entkräftet sind dass sie selber nicht mehr frei kommen. Wenn die Tiere unterernährt, massiv von Parasiten befallen und die Kälber verhungern weil die Kühe auf Grund fehlender Energiezufuhr nicht genug mich bilden können, dann ist das schon heftig. Wären die Tiere nicht kontrollierbaren Seuche, Verletzungen oder ähnlichem zum Opfer gefallen, könnte man es noch anders sehen. Und in Leer eine Verlustrate von 25% ist schon übel

Hier ein Beispiel für normale Verlustraten bei extensiver Mutterkuhhaltung.

Die Abkalberate liegt aufgrund der Zwillingsgeburten bei 105 % , da nicht
tragende Kühe im Winter und im Frühjahr gemerzt werden. Die Verlustrate bei
den Kühen liegt bei 3,42 % , bei den Kälber bei 12,03 %. Die Totgeburtenrate
liegt bei 3,51 %. Die Produktivität beläuft sich damit auf 89 % bei einer
Repositionsrate von 26,23 %.


http://www.bdf-web.de/services/files/bd ... witz_d.pdf

Und gerade der NABU, der doch so gerne auf Missstände hinweist muss sich schon Kritik gefallen lassen, wenn er selber solche Zustände produziert.
Wenn es solche Zustände auf anderen Höfen gibt, ist das natürlich genau so zu verurteilen. Und nur weil es vereinzelt zu Tierschutzverstößen auf anderen Höfen kommt, macht diese Tatsache das Verhalten des NABUs kein bisschen besser.
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Der Vater reitet immer schneller,
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Nov 13, 2010 16:41

heinzi the chicken hat geschrieben:Oh ja, jetzt sind 4 Tiere verendet.Wieviele waren insgesamt da?
Du weisst hoffentlich, dass es eine Durschnittsberechnung gibt, in der man die toten Tiere aller solcher Projekte als Durchschnitt berechnet , und nicht einen Betrieb alleine als Grundlage für diseses System sehen sollte.
MFG
M


Na da wird dieses Projekt mit Verlustraten von bis zu einem Drittel in den Wintern mit hunderten und tausenden von toten Tieren den Schnitt aber ziemlich vermiesen:

http://www.youtube.com/watch?v=xi85x1Vu ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=V50dvZlM ... re=related
http://www.youtube.com/watch?v=od_63qsX ... re=related
http://www.oostvaardersplassen-sterfte.nl/page4.html

Edit: Wer das so prickelnd findet, kann sich ja mal bei den Holländern melden. Die suchen in den Wintermonaten immer Leute zum Kadaver einsammeln. Ist doch ne tolle Arbeit zum Wohle des Naturschutzes.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Sa Nov 13, 2010 16:52

Du weisst hoffentlich, dass es eine Durschnittsberechnung gibt, in der man die toten Tiere aller solcher Projekte als Durchschnitt berechnet , und nicht einen Betrieb alleine als Grundlage für diseses System sehen sollte.

Klar. Und wie sehen die Deiner überragenden Kenntnis nach aus? Immer her mit den Zahlen!
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon heinzi the chicken » Sa Nov 13, 2010 16:58

SHierling hat geschrieben:
Du weisst hoffentlich, dass es eine Durschnittsberechnung gibt, in der man die toten Tiere aller solcher Projekte als Durchschnitt berechnet , und nicht einen Betrieb alleine als Grundlage für diseses System sehen sollte.

Klar. Und wie sehen die Deiner überragenden Kenntnis nach aus? Immer her mit den Zahlen!


Ich warte darauf, dass du die hier veröffentlichst! Ich weiss nicht wo es die gibt.....
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Sa Nov 13, 2010 17:09

heinzi the chicken hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:
Du weisst hoffentlich, dass es eine Durschnittsberechnung gibt, in der man die toten Tiere aller solcher Projekte als Durchschnitt berechnet , und nicht einen Betrieb alleine als Grundlage für diseses System sehen sollte.

Klar. Und wie sehen die Deiner überragenden Kenntnis nach aus? Immer her mit den Zahlen!


Ich warte darauf, dass du die hier veröffentlichst! Ich weiss nicht wo es die gibt.....

LOL - also mit anderen Worten: Du pupst hier mal wieder bloß rum, hast aber selber gar keine Belege. Alles frei erfunden, aber wir haben jedenfalls schon mal nicht recht? Vermutlich gibt es in Deiner Phantasie zigtausende Projekte, die suuuuuper funktionieren, nur leider fällt Dir keins ein? Und jetzt erwartest Du, wenn Dir meine Zahlen nicht passen, daß ich Dir Zahlen besorge, mit denen Du mich widerlegen kannst?


:shock: Und wovon träumst Du nachts? :shock:


Ich kenne kein einziges Projekt dieser Art, das so funktioniert wie hier oben angedacht, und wenn DU hier behauptest, es gäbe welche, und sogar solche, die Deinen Schnitt runterrechnen, dann sieh zu, daß Du Belege bringst.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon heinzi the chicken » Sa Nov 13, 2010 17:21

SHierling hat geschrieben:

Ich kenne kein einziges Projekt dieser Art, das so funktioniert wie hier oben angedacht, und wenn DU hier behauptest, es gäbe welche, und sogar solche, die Deinen Schnitt runterrechnen, dann sieh zu, daß Du Belege bringst.


Das kann ich nicht, ich will mit meiner Diskussion auch nur sagen, dass überall Tiere hopps gehen ob Bio oder Konvi, Intensiv oder extensiv.....mal mehr mal weniger.....

Und was ist hiermit? Ist das ok? http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/m ... 87050.html
http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Sa Nov 13, 2010 17:35

heinzi the chicken hat geschrieben:Das kann ich nicht, ich will mit meiner Diskussion auch nur sagen, dass überall Tiere hopps gehen ob Bio oder Konvi, Intensiv oder extensiv.....mal mehr mal weniger.....

Und nun ist Deiner Meinung nach mehr auch gleich besser? Immer her mit den NABU-RIndern, wir haben noch nicht genug tote Tiere?

Und was ist hiermit? Ist das ok? http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/m ... 87050.html
Ist nicht ok, aber erstens Lebensmittelproduktion, und zweitens ja kein (erst recht) Grund, noch mehr Tiere verrecken zu lassen - oder wie wolltest Du das interpretiert haben? Weil 40 Mio Hähnchen in sekunden getötet und dann als Tierfutter genutzt werden, dürfen egalwieviel Rinder rein mal eben so, sinn und zwecklos und aus Spaß irgendwo in der Gegend rum verhungern?
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Schwarzkittel » Sa Nov 13, 2010 17:37

SHierling hat geschrieben:Also ich kann von "Mühe" nichts erkennen - was hier aufgelistet wird, sind doch bloß Ausflüchte, Ablenkungsmanöver und immer weniger Fakten.

OK. Dann dröseln wirs mal genauer auf:

SHierling hat geschrieben: DIe "Selektionsdebatte" ist die Grundlage für Dein Reservat, denn mit der Art der Selektion steht und fällt das Gelingen oder eben Mißlingen.

Nein! Auch unselektionierte Wisente, ja sogar Heckrinder überleben im Freien.

SHierling hat geschrieben:Angefangen hattest Du mit der Behauptung, da würden irgendwelche Bullenkämpfe stattfinden. Das ist schon mal Quatsch,

Bullenkampf in Oostvaardersplassen: http://www.grazingnetworks.nl/userImage ... eperkt.jpg

SHierling hat geschrieben:das ist Fitness, nicht Selektion,

Das ist Käse! Die schwächsten Bullen werden an der Fortpflanznung gehindert. DAS IST SELEKTION!

SHierling hat geschrieben:Bullenkämpfe sind nicht tödlich.

Nur selten.

SHierling hat geschrieben:Dann waren wir immerhin schon so weit, daß Selektion über Nahrungsmangel und Kälte stattfindet, Seuchen wolltest Du ja nicht wahrhaben. Wieviel % jeden WInter rechnest Du da an?
Und wieviel % sollen Deine "Prädatoren" selektieren?

Das kann man nicht sagen. Was spielt das für eine Rolle?

SHierling hat geschrieben:Du hast überhaupt nicht kapiert, worum es geht. Es geht nicht um "einwandernde Großtiere", es geht um Marderhunde, Waschbären & Co. Diese Tiere fallen ins Nahrungspektrum Deiner Wölfe, die dann weniger Rinder und Ponys fressen, . Die Populationen dieser Neozoen haben sich in den letzten 10 Jahren extrem vergrößert , und warum sollte ein Wolf sich mit einem Wisent anlegen wenn er billig an jeder Ecke Enok bekommen kann?

Habe ich wirklich zuerst nicht kapiert... Wenn die Wölfe auf andere Beutetiere ausweichen um so besser. dann ernährt das Reservat mehr Wölfe. Wenn die Rinder überhand nehmen, muss man vielleicht regulieren.

SHierling hat geschrieben:Das selbe Problem, nur umgekehrt, gilt für Neophyten: warum sollte ein Rind, erst recht ein Heckrind, das seiner Zuchtgeschichte nach eben KEIN Zäh-Äser mehr ist und KEINE Knospen frißt, Deine Landschaft "offenhalten", wenn die Nahrung aus Herkulesstauden besteht? Das fressen diese Tiere nun mal nicht - in der Folge hast Du Massenvermehrung >> Dominanzbestände, Ende Gelände. Kann man überall da sehen, wo nur eine einzige Pflanze davon steht und die Fläche nicht intensiv bewirtschaftet wird.

Fakt ist, dass Weideprojekte Wälder offen halten und alle beispiele aus der Praxis dir wiedersprechen.

SHierling hat geschrieben:Nächstes Beispiel JKK: das bildet Massenbestände, wenn nicht bewirtschaftet wird, aber es wird gefressen, vor allem in Notzeiten. Nur - ist es leider giftig. Wie stellst Du DIr das Management in dieser Hinsicht vor in Deinerm Reservat?.

Wenn sowas alles überwuchert, muss man wie in jedem Nationalpark, Weideland, Wald, Garten oder sonst was für einer Fläche in Deutschland das Zeug mit Feuer und Schwert bekämpfen.

SHierling hat geschrieben:Der Unterschied zwischen Hausrind und Wildrind liegt doch nicht in der Milchleistung, und auch nicht im Fell, ( das eben ist Bambi-Syndrom).

Doch da liegt auch ein Unterschied. Bambi


SHierling hat geschrieben: Die Domestikation führt zu kleineren Gehirnen, verändertem Verhalten, vor allem verändertem Futteraufnahmeverhalten, zu veränderter Futterselektion

Da die Viecher im Freien überleben, ist das offenbar kein Problem.

SHierling hat geschrieben:(siehe oben, Hausrinder weiden eben freiwillig keine Knospen mehr ab und das Gen dafür kommt auch nicht wieder!) , zB auch zu Asaisonalität, das sind die Sachen, die für Deine Vorstellungen relevant sind. Es redet hier keiner von Leistungszucht, sondern von Domestikation.

http://www.texaslonghorn.net/pr/photos/V_2049.jpg
http://farm1.static.flickr.com/24/56679 ... 40f1cd.jpg
Ab einem Besatz von unter 0,3 GVE (auch Rindern) setzt Wiederbewaldung ein, eben weil die Schösslinge nicht mehr genug abgefressen werden.

SHierling hat geschrieben: Deine CHillingham-RInder haben zB extrem viel kleinere Köpfe bekommen durch die Inzucht, und wenn ich das richtig sehe, gibt es gerade eben noch 80 Tiere, die Rasse ist also tot,

Das ist Käse und hat nichts mit dem Thema zu tun. Fakt ist, dass sie seit Jahrhunderten im Freien leben.

SHierling hat geschrieben: wenn man sie weiterhin sich selbst überläßt. Darüberhinaus (als Folge dessen) sind die Tiere - wie man inzwischen weiß - nahezu genetisch identisch. Sie haben also überhaupt keine Chance mehr, sich an "veränderte Bedingungen" anzupassen

So lang sich die Bedingungen nicht ändern muss genetische Armmut keinen Nachteil bedeuten. Die Afrikanischen Geparden sind alle fast genetisch identisch. Inzucht bedeutet nicht automatisch den Artentod. Das ist ein Märchen von Pseudowissenschaftlern mit Bambi-Syndrom. Hat aber auch nicht direkt mit dem Reservat zu tun, dass jeweils einige hundert Weidetiere ernähren sollte.

SHierling hat geschrieben:und entsprechen - züchterisch gesehen - also viel eher dem Pudel, den Du oben so "verdammt" hast, als ausgerechnet den Heckrindern.

Völliger Schmarrnnn!!!!!! Wieso sollen Pudel eine geringe genetische Diversität besitzen???????

SHierling hat geschrieben:Bewirtschaftung macht Selektion unter den Gräsern und Kräutern, und nur die Harten komm inn Garten. DIE bilden dann Dominanzbestände, und das auch in Deinem Park. Kannst Du in so ziemlich JEDEM Gebiet in D sehen, wo das versucht wurde. Überwiegend entstehen Wüsten aus Brennesseln und Disteln, in denen sich Deine Rinder auch bloß PinkEye holen. (und btw ja, ich hab mir sogar schon 80ha angeguckt, auf denen 17 Jahre "nichts gemacht" wurde. Sah nett aus.)

Auf den Weideprojekten die ich kenne waren die Brennesselbestände kein Problem. Das hyperökologische ist Panikmache.


SHierling hat geschrieben:Bei Deinen 700 RIndern/Wisenten rechnest Du mit wieviel Vererbern / Vatertieren, mit wieviel Nachwuchs je Vater, wie oft sollen sich die Vererber ablösen (= welche Linien denkst Du, entstehen), wieviel Selektion über Hunger und Kälte, wieviel Selektion über den Wolf, und dann kannst Du DIr den Inzuchtkoeffizienten über die nächsten 20 Jahre ja angucken, wenn Zu- und Abwanderung fehlen. (nur mal so als Vergleich: Bialowieza ist auf polnischer Seite ca 200km² groß. Da leben ~250 Wisente, und auch die müssen mit einem Zuchtprogramm betreut werden. Zusammen mit dem weißrussischen Teil des Parks und den Randgebieten kommt man auf fast 2000km² und 450 Wisente) Allein, um Deine 700 geträumten Viecher zusammenzubekommen und in Dein Winzig-Lager zu stopfen müßtest Du halb Europa ausplündern - und (sorry) ich bezweifele, daß DIr bei Deinen Kenntnissen jemand auch nur ein Stofftier anvertraut).

In Bialowieza leben die Wisente größtenteils in Wirtschaftswäldern. Da sind höhere Bestandszahlen nicht machbar. Außerdem will man da den "Urwald". Im Reservat wären dagegen Waldsteppen sehr Willkommen.

SHierling hat geschrieben:Und bei den Schweinen bitte das selbe - da fehlt auch noch jede Antwort dazu, wie Du die wieder loswerden willst - immerhin schafft man das heutzutage ja nicht mal mehr MIT Bejagung. Also leg los, wieviel Wölfe oder welche Seuchen willst Du da nehmen? Oder wie willst Du verhindern, daß die Schweine die Lebensgrundlagen Deiner Pflanzenfresser auffressen?

Wenn einzelen Arten überhand nehmen und andere in der Existenz bedrohen, muss man regulativ eingreifen. Das ist im krügerpark nicht anders.

SHierling hat geschrieben:Yellowstone und Serengeti sollen NATUR ERHALTEN UND SCHÜTZEN.

Auch Yelowstone verändert sich. Der Wolf wurde wieder eingeführt. Indianer leben auch keine mehr da.

SHierling hat geschrieben:Das ist richtig und wichtig für die genetische Vielfalt,

Die genetische Vielfalt würde auch in einem derartigen Reservat extrem hoch sein. In Oostvaarderplassen leben 250 Vogelarten. Darunter extrem seltene wie Seeadler und Löffler.

SHierling hat geschrieben:als Anschauungsmnaterial, für die Forschung, für alles mögliche.

Das wär so ein Reservat mit Sicherheit!!!!! Das siehst du allein an unserer Debatte.

SHierling hat geschrieben:Was Du in Deutschland schaffen willst, ist aber weder Natur, noch erhalten, sondern zu 100% künstlich angelegt.

Da würde nix "angelegt". Alles würde soweit auf begrenzter Fläche möglich! sich selbst überlassen. Da Wisente und Hirsche nicht fliegen können muss man sie herbringen. Weil außernrum Äcker oder Forstwälder sind muss man einzäunen.

SHierling hat geschrieben:Und dementsprechend sind die "Entdeckungen", die man da machen könnte, auch nicht anders als in jedem besseren Zoo, wenn sie nicht sowieso schon bekannt sind.

Mit einem Zoo kannst du die Fragen, die wir diskutieren nicht beantworten.

SHierling hat geschrieben:Zoos und Tierhaltung einzig zum menschlichen Vergnügen und als Spielzeug gibt es aber schon. Im Grunde läuft es doch darauf raus: Wisente, Rinder - auch Heckrinder - kannst Du DIr auch so angucken, wenn Du Wildpferde sehen willst, komm vorbei, hier laufen die Herdenweise rum, es gibt Wildschweine, Rehwild seh ich jeden Tag, wenn ich nach meinen Schafen gucke, Rotwild gibts, sogar Wölfe gibt es wieder.

Das ist alles sehr schön, aber es ist was anderes, wenn du eine Wisentherde in einem riesigen Areal auf 50 m Entfernung siehst und einige Adler, die sich um einen toten Hirsch streiten.

SHierling hat geschrieben:Das einzige, was Dein "Schutz"gebiet von der vorhandenen Natur unterscheidet, ist das eingesperrt sein,

Nein, fahr mal in den NP Bayerischer Wald. selbst da sind die Hirsche im Winter "eingesperrt". Ganz zu schweigen von dem was passiert, wenn sie das Rotwildrevier verlassen. Der Unterschied wäre, dass man prinzipiell auf Jagd verzichten würde. Daher wären die Tiere weniger scheu und könnten aus relativ kurzer Distanz (und nicht nur auf der Flucht) in ihrem Lebensraum beobachtet werden. Bei Raubtier-sicheren Zäunen und entsprechender Größe könnte man sogar Wölfe auf der Jagd beobachten. Außerdem wäre die Landschaft vermutlich völlig verschieden von dem was du als Natur bezeichnest.

SHierling hat geschrieben: die Zwangsvergesellschaftung und das elende Verrecken. Und das ist nun mal "nur zu Deinem Vergnügen" nicht erlaubt.

In Wildschutzgebieten wo die Tiere nur wenig durch Jagd reduziert werden, verrecken große Weidetiere. Wenn man das nicht will, dann muss man auf Wildnis verzichten. Aber auch auf Yellowstone. Alles andere ist inkonsequent oder Bambi-syndromig.

SHierling hat geschrieben: Du unterscheidest nicht zwischen Haustier und Wildtier, Du kommst nicht mal auf die Idee, daß da Unterschiede sein könnten

Heckrinder sind in der Lage im Freien zu überleben. Ob es wirklich b]verwilderte Tiere[/b] werden können, kann langfristig nur die Bejagung durch Wölfe und Konkurrenz mit anderen Arten zeigen.

SHierling hat geschrieben:die Futteraufnahme ist eins, das sich kaum noch verändert, da haben 80 Jahre Heckrinderzucht es nicht geschafft, den Tiere wieder das Knospenfressen "beizubringen"),


SHierling hat geschrieben: die Zusammenhänge zwischen Bewirtschaftung einer Kulturlandschaft und den Folgen sind Dir offenbar nicht bekannt, das ist alles "egal", und ein Wald wird einfach "gerodet", und dann "paßt das schon". Was da wachsen soll, und woher das kommt, was dann da wächst (remember Pionierpflanzen / Robinie), ist Dir offenbar gar nicht geläufig, und Deine oben angenommen Zahlen für den Bestand sind - sorry - ja nicht mal im Verhältnis zueinander ausgewogen (wieso sollte es genau so viel Schweine wie Rinder geben? Wo gibts denn sowas "in der Natur" ?).
Die Zahlen waren grobe Anhaltspunkte um abzuschätzen, wie das ganze in etwa aussehen könnte und wieviel Wölfe das Gebiet ernähren könnte.

SHierling hat geschrieben:Ich hoffe, Du betreibst das ganze nur als Träumerei .

PS zu Deinen Kopien: es geht eben nicht um irgendwelche Landschaften aus dem Mittelalter. Es geht ganz konkret um das HIER UND JETZT. Wenn Du HIER UND JETZT ein Stück Acker oder Grünland nicht mehr bewirtschaftest - das kannst Du Dir jedes Jahr überall ansehen - dann entsteht eben NICHT eine "nette Blumenwiese, sondern um Deine Blumenwiese zu bekommen, mußt Du - je nach Boden unterschiedlich (aber den Boden hast Du oben ja auch schon wohlweislich ignoriert) gezielt die auflaufenden Kräuter wie zB Sauerampfer, Distel oder Rainsfarn bekämpfen, entweder mit gezielter Beweidung, oder mit PSM. Das Ganze sich selbst zu überlassen, KANN nicht funktionieren (wurde aber trotzdem schon oft genug versucht). Und wenn Du Quellen dafür brauchst, guckst Du zB in "Biologie der Kulturlandschaft". Oder in jedes Buch über Pflanzenbau, oder über BRache.


Du kannst über Oostvaardersplassen sagen was du willst, aber es wiedelegt dein dogmatisches Pseudowissen.

Die meisten Nationalparks sind räumlich sehr beengt und von Äckern, Weiden oder Zäunen umgeben.
-Hier nur mal das Beispiel des ca. 280 qkm großen (verteilt auf zwei isolierte Gebiete) Theodore Roosevelt-Park:
The park is fenced to prohibit the movement of bison, wild feral horses, and cattle across the park boundary. Other animals including deer, elk, and pronghorn are able to pass over, under, or through the fence. Park service management philosophy allows for self-regulation of ecosystems within the the park whenever possible. With the absence of many natural predators, some species including wild feral horses, bison, and elk must be actively managed by the park. To control population numbers, the park has historically rounded up these three species and culled the herds in accordance with NPS policy.
oder Bandhavgarh in Indien hat nach Wikipedia auf 430 qkm 50 Tiger, 7000 Axishirsche, 800 Sambarhirsche und 600 Nilgauantilopen. Außerhalb des Parks liegt Agrarland. Die Donana in Spanien ist 500qkm groß von Agrarland umgeben und beherbergt Hirsche, Luchse, Wildschweine und verwilderte Pferde.

Wirklich "freie" große Widltiere sind heute nicht der Normalfall sondern die Ausnahme. Ich halte eher die Schwälgerei von der "freien Natur" für ein Bambi-Syndrom.

http://www.nps.gov/thro/naturescience/w ... gement.htm
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Qtreiber » Sa Nov 13, 2010 22:25

sind die immer noch bei dem Thema.......

Müssen die Zeit haben.......


Gut, dass ich keine Steuern zahle. :D
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » So Nov 14, 2010 12:28

Qtreiber hat geschrieben:Gut, dass ich keine Steuern zahle.

Die Biologielehrer, die da versagt haben, kriegen leider trotzdem ihr Geld.
http://www.natursoziologie.de/index.php?l=NS&c=5&p=135
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Schwarzkittel » So Nov 14, 2010 12:28

SHierling hat geschrieben: Ich kenne kein einziges Projekt dieser Art, das so funktioniert wie hier oben angedacht, und wenn DU hier behauptest, es gäbe welche, und sogar solche, die Deinen Schnitt runterrechnen, dann sieh zu, daß Du Belege bringst.


http://markdorf.bund.net/projekte/heckr ... cher_ried/
http://www.nabu-gifhorn.de/Mitgliederze ... rojekt.htm
http://www.sielmann-stiftung.de/de/proj ... /index.php
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » So Nov 14, 2010 12:42

Ja und? Das sind alles Projekte, in denen zugefüttert und der Nachwuchs geschlachtet bzw verkauft wird, und die Flächen werden stinknormal extensiv bewirtschaftet. Beim NABU mit klassischer Umtriebsweide : "Die Futtermenge betrug pro ausgewachsenem Tier und Jahr zwei Rundballen (entsprechend 1,5 - 2 kg Heu/Tier/Tag) (...)Die Tiere wurden abwechselnd auf beiden Weidehälften gehalten, was dazu geführt hat, dass sich alle Vegetationslücken wie Trittpfade oder winterliche Futterplätze immer wieder schließen konnten.", beim BUND sieht das so aus: "Alle fünf Kühe der Herde gebären Nachwuchs. Ein Jungtier aus dem Vorjahr wird geschlachtet, die anderen werden verkauft.", und bei der Sielmann-Stiftung sind die Wisente und Pferde ganz genau so an die normalen Zuchtprogramme angegliedert wie überall anders auch, heißt ja auch "Schaugehege": "Mit einem begleitenden Zuchtprogramm für die Wisente und Przewalski-Wildpferde im Schaugehege wird zusätzlich ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt der seltenen Wildtiere geleistet." .

Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, das hat aber mit dem, was Du da oben beschreibst, oder mit solchen Tierversuchen wie in Holland absolut nichts zu tun. Alles ganz normale Mutterkuhhaltung / Landschaftspflege bzw WIldgehege, und beim BUND nicht mal sonderlich artgerecht (9 Rinder sind keine Herde!). "Von selber" funktioniert da gar nichts.
Zuletzt geändert von SHierling am So Nov 14, 2010 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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