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Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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257 Beiträge • Seite 15 von 18 • 1 ... 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Cairon » Di Nov 16, 2010 16:47

Leider denke ich, dass die Diskussion mit Schwanzkittel nicht wirklich sinnvoll ist. Er braucht 500.000 ha oder mehr als zusammenhängende Fläche, wo gibt es eine realistische Chance solch ein Areal zu bekommen und es auch noch bezahlen zu können. Er will das sich die Sache selber trägt, wie er es bis dahin vorfinazieren will sagt er nicht. Also wohl doch durch den Staat und Umweltauflagen, denn ich denke das er über die nötigen Finanzmittel selber verfügt. Wenn hier in unserer Region in der Flächen knapp sind, jemand mit solch einer Idee kommt wird er von den Landwirten gesteinigt und ich denke in den meisten Gegenden wird es genau so sein. Er hat sich eine fixe Idee in den Kopf gesetzt um sich selber ein Denkmal zu setzen mit dem er vor seinen Enkeln angeben will, hat aber zum Thema Realisierbarkeit und Finanzierung nicht wirklich Ahnung.
Möglicherweise findet er in der Weite Russlands mögliche Flächen. Cuxhaven ist ja schon ein recht großer Landkreis, davon bräuchte er ein viertel der Gesamtfläche. Ich hoffe sein Projekt bleibt nur ein Traum, es ist in meinen Augen ideologisch geprägter Blödsinn.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Schwarzkittel » Di Nov 16, 2010 16:58

Shierling: Mir geht es vor allem um große Wildtiere, die man wenig scheu in ihrem Lebensraum beobachten kann. Ob da nun Wald ist oder Offenland muss man sehen.

Und wenn du mal mal ehrlich bist. Weder ich noch du, vermutlich auch sonst kein Wissenschaftler hätte für möglich gehalten, dass auf 20 qkm 4000! Großtiere weiden können und der weitaus größte Teil auch noch über den Winter kommt (unabhängig von ethischen Einwänden). Vieles ist einfach nicht sooo klar. Besonders komplex sind Räuber-Beute Beziehungen. Keiner kann (seit mindestens 12.000 Jahren) sagen, was ein "natürlicher Tierbesatz" Mitteleuropas ist. Daraus folgt, dass niemand wissen kann, ob ein Lebensraum bei uns Wald oder Offenland wäre... Trotz der von Dir genannten Fakten.

Ein Safaripark ist übrigens etwas anderes. Die Tiere kennen keine Feinde und sind nicht einheimisch.

Cairon: Dass die 500 qkm nicht einfach so machbar sind, ist mir klar. Ein Startgebiet von ca. 50 qkm (5000ha) müsste daher zeigen, ob ein solches Vorhaben sich Ansatzweise finazieren könnte. Möglicherweise könnte man auch einen Nationalpark in diese Richtung umwandeln. In Russland wäre sowas vermutlich noch schwerer durchzusetzen, da sehr viel gewildert wird.
Zuletzt geändert von Schwarzkittel am Di Nov 16, 2010 17:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Schwarzkittel » Di Nov 16, 2010 16:59

Übrigens sind es nur 50.000 ha. ist aber trotzdem viel.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Schwarzkittel » Di Nov 16, 2010 17:27

Kleine Überlegung zur Rentabilität:

Wirtschaftlicher Ausfall für 1ha Wald: ca. 500 Euro im Jahr.
Interpoliert aus dieser Quelle, die für Nebenerwerbsforstwirte 200-370 Euro pro jahr und ha veranschlagt.
http://oega.boku.ac.at/fileadmin/user_u ... GA2009.pdf

5000 ha -> Holzwirtschaftlicher Ausfall: 2.500.000 Euro

Bei einem Eintrittspreis von 10 Euro und einem Übernachtungs-Verpflegungsgewinn von 10 Euro pro Besucher ist der Verlust für 5000ha (2,5 Mio Euro) bei einer Besucherzahl (mit Übernachtung) von 125.000 im Jahr gedeckelt.

Das entspricht durchschnittlich etwa 342 Besuchern pro Tag.

Falls der Park mit AUtos zugänglich ist, bräuchten diese wohl etwa 150 Autos. 150 Autos auf 50qkm scheint vertretbar. Eine Reduktion der Fahrzeuge könnte darüber hinaus mit (Solar)-Minibussen erreicht werden.

Mögliche Zusatzeinnahmen durch den die Vergabe von Trophäenabschüssen in den Randbereichen könnten das Projekt zum Gewinngeschäft machen.

Das ist natürlich nur eine ganz grobe Modellrechnung. Man kann das sicher an vielen Stellen anfechten. Allerdings scheint mir als wäre es nicht völlig unmöglich. Bin gespannt was ihr dazu denkt.
So, ich meld mich morgen wieder n8
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Cairon » Di Nov 16, 2010 18:07

Ok, die Null zu viel gebe zu, war ein Tippfehler. Die Dimension stimmt aber, das habe ich über die 500 km² gemacht.

Geh mal mit deinem Konzept zu Bank und frage nach den Millionen die Du für den Aufbau brauchst, mal sehen welcher Banker da einsteigt.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Di Nov 16, 2010 18:37

Schwarzkittel hat geschrieben:Shierling: Mir geht es vor allem um große Wildtiere, die man wenig scheu in ihrem Lebensraum beobachten kann.

So, da gehts schon los. "wenig scheu" und "Wildtier" verträgt sich nun mal nicht, das ist Zoo, bzw Schaugehege. Wildtiere (eben drum heißen die so) entziehen sich nun mal Deiner Betrachtung, deswegen heißen die so. Den Effekt kannst Du seit Jahren zunehmend und tausendfach belegt *surprise* bei den Mutterkuhhaltern beobachten, deren ach so "artgerecht" gehaltene Tiere schon nach 2 Jahren vom TA mit dem Betäubingsgewehr geschossen werden müssen, wenn man sich nicht täglich mit ihnen beschäftigt und/oder sie mit Futter lockt.
Alles kalter Kaffee.

Ob da nun Wald ist oder Offenland muss man sehen.

Nee, muß man auch nicht. Es gibt Feldrehe, es gibt Rotwild, es gibt Tiere wie Wisente, die Knopsen äsen, und deswegen auf Wald angewiesen sind, und es gibt Rinder (Waldrandbewohner) und Pferde (Weidetiere). Alles kein Geheimnis. Weder der Futterbedarf nach kg Körpergewicht, noch die Zusammensetzung, die Waldschäden nicht und Rest siehe oben.

Und wenn du mal mal ehrlich bist. Weder ich noch du, vermutlich auch sonst kein Wissenschaftler hätte für möglich gehalten, dass auf 20 qkm 4000! Großtiere weiden können und der weitaus größte Teil auch noch über den Winter kommt (unabhängig von ethischen Einwänden). Vieles ist einfach nicht sooo klar.

Das war mit Ausnahme der Leute, die das Vieh da hingestellt haben, jedem klar, der tagtäglich mit großen Wiederkäuern umgeht, eben drum ist zB der Mensch vom NABU auch wegen mangelnder Sachkunde verurteilt worden.

Besonders komplex sind Räuber-Beute Beziehungen. Keiner kann (seit mindestens 12.000 Jahren) sagen, was ein "natürlicher Tierbesatz" Mitteleuropas ist

Doch, das kann jeder sagen, der sich die Natur, die wir heute haben, anguckt und durchzählt. Oder ein Ökologiebuch liest.
Was Du tun willst, ist eine künstliche Natur anlegen, mit künstlich ausgewilderten Tieren, bei denen Du aufgrund von Spekulationen, die Du nicht mal im Ansatz fachlich begründen kannst davon ausgehst, sie könnten sich für eine Gehegehaltung größeren Ausmaßes besser eignen als a) die Tiere, die wir haben und b) es in den bestehenden Gehegen möglich ist. Und das auf einer Fläche, die auf Voraussetzungen (zB Besiedlung) beruht, die es nun mal gibt und die auch bestehen bleiben, denn das Umfeld ändert sich ja nicht.

Cairon: Dass die 500 qkm nicht einfach so machbar sind, ist mir klar. Ein Startgebiet von ca. 50 qkm (5000ha) müsste daher zeigen, ob ein solches Vorhaben sich Ansatzweise finazieren könnte. Möglicherweise könnte man auch einen Nationalpark in diese Richtung umwandeln. In Russland wäre sowas vermutlich noch schwerer durchzusetzen, da sehr viel gewildert wird.
[/quote]
Wie gesagt, allein in Brandenburg gibt es ca 1 Million ha Wald und Heiden, und da arbeitet man gerade daran, einen "Biotopverbund" herzustellen, damit überhaupt das funktioniert, mit dem Wild, das es schon gibt (inkl Wölfen). Wenn da noch eine Handvoll Wisente ausgewildert werden, kein Problem, wäre ich sofort dafür.


Aber in einem Massentier-KZ von nur 5000ha wird das nie mehr als ein betreuter (und intensiv zu betreuender) Zoo. So groß ist hier im Osten ja ein normaler landwirtschaftlichger Betrieb. Siehe oben: auf sowas guck ich hier aus dem Fenster. Dazu brauch ich auch kein Auto - wenn meine Schafe abhauen, seh ich die mit bloßem Auge und ohne Fernglas.

Rechne das doch mal vernünftig! 50km² - das sind 7x7km plus Doppelzaun. Das reicht ja nicht mal, um den Verkehrslärm von draußen rauszuhalten! Geschweige denn kannst Du da drin rumfahren: Umfang sind um und bei 28km , macht einen Rundweg von sagen wir 30km, mit ein paar Kurven. 2h Fahrrad-Tour für Ungeübte, dann hast Du alles gesehen und jedes Vieh gestört. Bei 150 Autos alle 200m ein Auto. (Übrigens ist auch Streß bei Wild- und Haustieren bestens untersucht...)


Laß mich mal raten - Du bist sicher Lehrer, oder? Nicht mehr als Biologie - Schulwissen. Germanist käme auch noch in Frage, aber daß Du je irgendwas mit Natur zu tun gehabt hast, halte ich für ausgeschlossen.... BWLer auch, der Rechnung nach zu urteilen *G*
Zuletzt geändert von SHierling am Di Nov 16, 2010 19:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Di Nov 16, 2010 18:42

Cairon hat geschrieben:Geh mal mit deinem Konzept zu Bank und frage nach den Millionen die Du für den Aufbau brauchst, mal sehen welcher Banker da einsteigt.

Ja, oder überzeuge VW oder sonstwen als Sponsor, die Manager da sind doof genug.
Aber zeig mir das fertig ausgearbeitete Konzept vorher, ich hab normaltags wenig zu Lachen ;-)
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Piet » Di Nov 16, 2010 19:20

Heute Abend 20.15 gibt es auf Phönix einen Bericht über die Wisente in Bialowieza.
http://www.jagtnorden.de
Alta, lass uns Baumarkt!
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Di Nov 16, 2010 19:31

:D
Danke
War schön. Bis auf die Stelle, wo die dicke Malerin gerade erzählte, was für viele "natürliche" Tiere sie immer hatten, Luchse, Elche, eigentlich alles bis auf Wisente und Wölfe, und der Bengel nebenbei ein (vermutlich original natürliches) Hängebauchschwein begoß .. :mrgreen:


Ist schon beeindruckend, son Urwald - aber eben: ein URwald. Kein Park!
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Di Nov 16, 2010 22:57

So, ich mach Dir jetzt mal n Vorschlag. Das da ist Dein Start-Park.(Geht nach oben noch weiter)

Urwaldpark.jpg
Urwaldpark.jpg (121.23 KiB) 3451-mal betrachtet

Vorteile:
- es ist schon Schutzgebiet, touristisch erschlossen und in Lenzen gibts ne Öko-Burg, da findest Du reichlich Anhänger.
- die Flächen unterhalb (absolutes Grünland, Flußaue samt Fluß, großer Düne und ein paar Tümpel sind schon geschützt) gehören mehrheitlich nur einer einzigen LPG und zwei Bauern
- Breetz wäre das einzige abgeschnittene Dorf, aber das sind die gewohnt wg Hochwasser, und außerdem wohnen da nur noch 8 oder so EInheimische, der Rest sind eh Wochenendleute mit Kunst- und Naturallüren, die lassen sich das auch gefallen.
- wenn Du die Landstraße Polz-Breetz-Seedorf sperrst, ist Dir JEDER Anwohner garantiert dankbar, nur die Breetzer müssen Wegerecht behalten (die haben aber bloß höchstens 4 Autos insgesamt und einen Opa, der immer mim Fahrrad fährt, seit sein Pony tot ist)
- die Fläche oberhalb ist schon mehrheitlich Wald mit Rotwild, Schwarzwild, Damwild glaub ich auch, wenn Du da mittendrin Wisente und Wölfe aussetzt, bekommst Du höchstens noch mehr Jagdgäste, FeWos und Zimmer sind ringsrum ausreichend vorhanden und die Einheimischen sind an so Typen gewöhnt. Rehe gibts auch mehr als reichlich, außerdem Kraniche, Störche, auch Schwarzstörche, Wildgänse, Biber, und eine große Herde Wildpferde steht schon rechts neben dem Foto (Liebenthaler Wildlinge), die grasen im Moment an der Elbe und können mehr Platz gebrauchen.

Nachteile:
- die LPG arbeitet zu 50% Bio und will vielleicht nicht gerne enteignet werden, die Bauern auch nicht.
- die Jäger würden gerne weiter im Wald rumlaufen - aber das ließe sich ja einrichten
- das Gebiet in der GESTRICHELTEN Linie kannst Du auf gar keinen Fall kriegen, da laufen meine Schafe.

Ansonsten wäre es mir recht, wenn Du Deine Versuche da starten würdest, ich klettere dann in meine Ulme, von da ganz oben kann ich das gut überblicken. Wenn Du mich anstellst als Ranger baue ich da auch ein Baumhotel rein, das kannst Du dann mal mieten und auch mal gucken.

Und nu plan mal.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Ford8210 » Mi Nov 17, 2010 6:24

Das hier ist besser als Fernsehen.
Eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben. Ich kann aber nicht.

Hier ist jemand, der ein "Freigehege" von 500 km² entstehen lassen will. Dort sollen große Weidetiere und der Wolf angesiedelt werden. Das Gebiet wird umzäunt, damit keines der Tier auf einen Acker kann und der Wolf darin bleibt. Und zu guter letzt, soll das Gebiet mit den darin befindlichen Tieren sich selbst überlassen werden. Es soll dann wissenschaftliche Zwecken dienen und man soll Wildtiere beobachten können, die keine Scheu haben. Das ist der Traum dieser Person.

Mittlerweile sind wir so weit, daß es keine unberührte Landschaft mehr sein soll, sondern daß da täglich mindestens 345 Leute mit Autos durchfahren sollen. Dazu müssen wieder Wege angelegt werden (Ist natürlich kein Eingriff in die Naturlandschaft). Auch soll auf einmal eine Bejagung unter bestimmten Umsdtänden stattfinden (Wäre dann ja auch kein Eingriff). Es soll durch die Beweidung mit großen Wiedetieren ein Wald-Wiesen-Mosaik entstehen (Was das sein soll, muß mir mal jemand erklären. Ich habe dabei in der Schule gefehlt). Am Anfang wäre auch Wald da (wird ausgeführt), aber der würde mit der Zeit nicht verschwinden, sondern er würde versteppen. Auch das muß mir mal einer erklären, daß der Wald nicht verschwindet, sondern nur eine Steppe entsteht. Hab ich da eine neue wissenschaftliche Erkenntnis nicht mitbekommen oder wurde im Zuge der Rechtschreibreform auch der Begriff "Steppe" geändert. Das ist ungefähr genauso, wie wenn ich sage: Der Luftballon ist, wenn er aufgeblasen wird nicht Rund. Er dann nur keine Ecken.

Schwarzkittel, kannst du mir mal sagen, was du dir täglich reinpfeifst? Das Zeug muß gut sein. Hätt´ich auch gern. Damit wäre mein Arbeitsleben mit Sicherheit erträglicher
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Mi Nov 17, 2010 8:51

Ford8210 hat geschrieben:Hier ist jemand, der ein "Freigehege" von 500 km² entstehen lassen will. Dort sollen große Weidetiere und der Wolf angesiedelt werden. Das Gebiet wird umzäunt, damit keines der Tier auf einen Acker kann und der Wolf darin bleibt. Und zu guter letzt, soll das Gebiet mit den darin befindlichen Tieren sich selbst überlassen werden. Es soll dann wissenschaftliche Zwecken dienen und man soll Wildtiere beobachten können, die keine Scheu haben. Das ist der Traum dieser Person.


Das ist doch bis dahin auch als IDEE nicht unüblich. Meiner Erfahrung nach träumen ziemlich viele Leute - va Männer - davon, Gott zu sein ;-)
Und immerhin gibt es auch eine Menge Leute, die sich ganze Staaten ausdenken ( mich eingeschlossen :oops: ) oder eben nur ganz allgemein davon träumen, daß die Welt anders wäre als sie nun mal ist. Soweit, so gut.

Mittlerweile sind wir so weit, daß es keine unberührte Landschaft mehr sein soll, sondern daß da täglich mindestens 345 Leute mit Autos durchfahren sollen. (...) . Auch soll auf einmal eine Bejagung unter bestimmten Umsdtänden stattfinden (...). Es soll durch die Beweidung mit großen Weidetieren ein Wald-Wiesen-Mosaik entstehen. (...)

Naja, das ist doch schon ein Lerneffekt! Das mit der Populationsgenetik und den Größenverhältnissen kriegen wir auch noch, und dann sind wir unter dem Stichwort Biotopverbund doch schon ziemlich wieder in der Realität angekommen und müssen "nur noch" daran arbeiten, daß Enteignungen seitens der Naturschützer hierzulande nicht wirklich gern gesehen sind. Und mal ehrlich - ich wohn ja nun nur 4km von einer Ecke, wo schon "mal eben" 400ha zugunsten von Wasser und Pferden stillgelegt worden sind. Das waren keine Seepferde, deswegen klappts noch nicht so ganz und man überlegt an Wasserbüffeln herum, aber immerhin: die Flächen sind schon mal da - oder weg, je nah dem, wie mans sieht.) Das ist dann sozusagen der "einfachste" Teil, Enteignungen hat es im Gegensatz zur "europäischen Wisent-Steppe" tatsächlich schon immer gegeben und gibt es noch. Und wenn das Gebiet oben nicht genehm ist, dann gehen wir andere Seite Elbe hin, um Gorleben herum ist einer der größten Forste der Gegend, teilweise schon seit 100 Jahren alternativ bewirtschaftet, auf den ehemaligen Waldbrandgebieten ist die Heide schon fertig, und da sind die Leute das Enteignen auch schon gewöhnt (und außerdem wohnen viele Grüne da) ....und das Beste: wenn Du DA einen großen und stabilen Zaun drum baust und dafür sorgst, daß nicht jeder drin rumläuft, gibt der Staat Dir freiwillig was dazu! :wink: (he, vielleicht könnte man die beiden Gebiete dann verbinden - müßte man nur die Elbe mit einbeziehen und vielleicht eine Wisent-Fähre einrichten, oder eben die Grenze als "natürliche Trennung zur natürlichen Linienzucht" dfinieren - sowas gibts ja immerhin!)
urwaldpark2.jpg
urwaldpark2.jpg (81.28 KiB) 3408-mal betrachtet

Da, Teil zwei Deines Parks.
Vorteil:
- der Staat ist dafür und im Absperren der Gegend geübt.
- da, wo "Höhbeck" steht, ist ein "Berg", Aussichtsturm ist schon fertig, Gastronomie auch, und man kann bei gutem Wetter das gesamte Gebiet (das obere auch!) überblicken. Das mußt Du aber zugänglich lassen, da drunter wirtschaftet mein ehemaliger Lehrchef.
Nachteil: wenn die Leute, die da wohnen, der Ansicht sind, sie müßten sich gegen irgendetwas wehren, hast Du nichts zu Lachen, die üben auch schon 30 Jahre!

Und das Fernsehprogramm ist im Moment ja auch wirklich nicht soooo dolle ...
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Schwarzkittel » Mi Nov 17, 2010 12:15

Hallo SHierling,

Das ist aber eine schöne Skizze. Sehr abwechslungsreiches Gebiet. Ich seh mich schon durchfahren und anschließend ein Bier auf der Terasse der "Logde" trinken während unten ein paar Rothirsche durchs Bachbett ziehen :)

Ich habmal ein paar Straßen (gelb), Fußwege am rand (schwarz getüpfelt) und Beobachtungstürme (grün) eingezeichnet um das ganze mal vorstellbar zu machen (jetzt wirds langsam wirklich freakig :D ) Könnte mir im Maximalfall 60 km Streckennetz vorstellen und würde das ganze Shierling-Reservat nennen. (Der Krügerpark wurde auch nach einem Gegner bennant um ihn durchzusetzen).
Shierling-Reservat_1.jpg
Shierling-Reservat
(119.45 KiB) Noch nie heruntergeladen

Ich muss allerdings noch mal ganz deutlich betonen, dass das mit dem befahrbaren Park auch mir sehr unrealistisch erscheint. Machbar ist wohl am ehesten ein Gebiet, das man von außen umwandert und durch Beobachtungstürme einsieht.

Aber gut ein bisschen rumspinnen darf man vielleicht ja:

SHierling hat geschrieben:"wenig scheu" und "Wildtier" verträgt sich nun mal nicht, das ist Zoo, bzw Schaugehege. Wildtiere (eben drum heißen die so) entziehen sich nun mal Deiner Betrachtung, deswegen heißen die so
.
Das stimmt so nicht. Die Fluchtdistanz existiert weil Tiere bejagt werden. Im Schutzgebiet in Holland bin ich zu Fuß bis auf 20m an ein paar Hirschkühe gekommmen. Die großen Herden waren etwa 100-200 m entfernt. Der Vorteil an Autos ist darüber hinaus, dass man gefahrlos sehr nahe an Wildtiere herankommt (die Autos gewöhnt sind). Im Krüger-NP betrachten die Tiere Autos offenbar als große, dicke Tiere, die brummen. Wenn man aber bei sehr naher Entfernung aussteigen würde, greifen die Tiere in der Regel an oder flüchten.
http://www.telegraph.co.uk/telegraph/mu ... 68431i.jpg
http://i44.tinypic.com/2ymhs9l.jpg
Die fehlende Scheu kann bisweilen Bizarre Züge annehmen :? :
http://i.telegraph.co.uk/telegraph/mult ... 70724c.jpg

Dieser Unterschied könnte es ermöglichen, dass man in dem Gebiet wandern könnte und vom Auto aus trotzdem sehr nahe an die Tiere heran käme. Daher ist wohl nicht ausgeschlossen, dass man das Gelände auf eigene Gefahr auch zu Fuss betreten dürfte.

SHierling hat geschrieben:Wie gesagt, allein in Brandenburg gibt es ca 1 Million ha Wald und Heiden, und da arbeitet man gerade daran, einen "Biotopverbund" herzustellen, damit überhaupt das funktioniert, mit dem Wild, das es schon gibt (inkl Wölfen). Wenn da noch eine Handvoll Wisente ausgewildert werden, kein Problem, wäre ich sofort dafür.

Na ja, wenn das mal fertig ist, fahr ich mal mit dir hin und wir schauen vom Beobachtungsturm aus rein. Vielleicht ist das ja schon fast das, was mir vorschwebt.

SHierling hat geschrieben:Aber in einem Massentier-KZ von nur 5000ha wird das nie mehr als ein betreuter (und intensiv zu betreuender) Zoo.

Langfristig wär das sicher zu klein. Aber man kann natürlich nicht gleich 250 qkm aus der Nutzung nehmen. Außer man kriegt einen ganzen Nationalpark.

SHierling hat geschrieben:Rechne das doch mal vernünftig! 50km² - das sind 7x7km plus Doppelzaun. Das reicht ja nicht mal, um den Verkehrslärm von draußen rauszuhalten! Geschweige denn kannst Du da drin rumfahren: Umfang sind um und bei 28km , macht einen Rundweg von sagen wir 30km, mit ein paar Kurven. 2h Fahrrad-Tour für Ungeübte, dann hast Du alles gesehen und jedes Vieh gestört. Bei 150 Autos alle 200m ein Auto. (Übrigens ist auch Streß bei Wild- und Haustieren bestens untersucht...)


Das ist ein guter Ansatz und ich hab auch schon öfter über solche Annäherungen nachgedacht. Ich selbst bezweifle stark, ob das in dem Maßstab funktionieren kann. Vermutlich könnte man die meisten Tiere bei diesen relativ kleinen Anfängen (50qkm) auch noch gut von Beobachtungstürmen und von Wegen am Rand aus sehen.

Trotzdem kann man das ganze mal durchspielen. Ein KFZ alle 200m klingt sehr viel. Ich denke aber ein Streckennetz von 40-60 km wäre vertretbar. Falls ständig ein drittel bis ein viertel der Personen tatsächlich unterwegs ist (also ca. 100) und der Rest beim Essen sitzt, auf Beobachtungstürmen steht oder Einrichtungen besichtigt (Man könnte z.B. an ein Museum oder ein Schaugehege denken) wären es permanent vielleicht noch 40 Autos. Dann hätte man weniger als ein KFZ auf einem km.

Möglicherweise muss man auf private Autos ohnehin verzichten und kann lediglich einige Kleinbusse herumfahren lassen. Wenn 6 Mann in einen Kleinbus passen, käme man bei 120 Personen mit 20 Bussen aus. Bei einem Streckennetz von nur 30 km würde das bedeuten, man hätte alle 1,5 km ein Fahrzeug.

Diese ganzen Berechnungen sind natürlich völlig hypotetisch und alles andere als seriös. Angefangen von den wirtschaftlichen Ausfällen und endend bei irgendwelchen "möglichen" Streckennetzen sowie den potentiellen Einnahmen. Das sind ja nur grobe Spinnereien, ob man sich wenigstens im Bereich von Zahlen bewegt die irgendwie irgendwann vielleicht machbar wären.

SHierling hat geschrieben:Laß mich mal raten - Du bist sicher Lehrer, oder? Nicht mehr als Biologie - Schulwissen. Germanist käme auch noch in Frage, aber daß Du je irgendwas mit Natur zu tun gehabt hast, halte ich für ausgeschlossen.... BWLer auch, der Rechnung nach zu urteilen *G*


Nö, ... bin aber auch kein Ökologe oder sowas.

Ford8210 hat geschrieben:Das hier ist besser als Fernsehen.

Ah das freut mich.

Ford8210 hat geschrieben:Mittlerweile sind wir so weit, daß es keine unberührte Landschaft mehr sein soll, sondern daß da täglich mindestens 345 Leute mit Autos durchfahren sollen. Dazu müssen wieder Wege angelegt werden (Ist natürlich kein Eingriff in die Naturlandschaft). Auch soll auf einmal eine Bejagung unter bestimmten Umsdtänden stattfinden (Wäre dann ja auch kein Eingriff). Es soll durch die Beweidung mit großen Wiedetieren ein Wald-Wiesen-Mosaik entstehen (Was das sein soll, muß mir mal jemand erklären. Ich habe dabei in der Schule gefehlt). Am Anfang wäre auch Wald da (wird ausgeführt), aber der würde mit der Zeit nicht verschwinden, sondern er würde versteppen. Auch das muß mir mal einer erklären, daß der Wald nicht verschwindet, sondern nur eine Steppe entsteht. Hab ich da eine neue wissenschaftliche Erkenntnis nicht mitbekommen oder wurde im Zuge der Rechtschreibreform auch der Begriff "Steppe" geändert. Das ist ungefähr genauso, wie wenn ich sage: Der Luftballon ist, wenn er aufgeblasen wird nicht Rund. Er dann nur keine Ecken.

Ich denke ohne Toruismus (also ein wirklicher Nutzen für die Bevölkerung und Anwohner) ist sowas nicht vertretbar und auch nicht wünschenswert. Wir leben Gott sei dank nicht mehr im Zeitalter der Adelsherrschaft. Und für Tourismus braucht man Infrastruktur. Ob man jetzt wirklich mit dem Auto drin rum fahren muss, weiß ich nicht. Im Yellowstone National Park kann man auch zu Fuß an die Bisonherden herankommen. Von dem her könnte das schon auch klappen. Völlig auf Eingriffe zu verzichten, wird bei der Fläche aber wohl nicht funktionieren. Trophäenabschüsse von alten Männchen gibt es übrigens in vielen Afrikanischen Nationalparks. Wichtig wäre, dass man dabei nicht die ganzen Herden beunruhigt. Zum Wald-Grasland-Mosaik vielleicht ein Bild aus der Lüneburger Heide:
http://www.minibild.de/images/data/medi ... _Heide.jpg
Die ist durch menschliche Beweidung entstanden. Es gibt aber eine Hypothese, derzufolge auch Wildtiere, die nicht kurz gehalten werden Wälder auflichten können:
http://de.wikipedia.org/wiki/Megaherbivorenhypothese

Ford8210 hat geschrieben:Schwarzkittel, kannst du mir mal sagen, was du dir täglich reinpfeifst? Das Zeug muß gut sein. Hätt´ich auch gern. Damit wäre mein Arbeitsleben mit Sicherheit erträglicher

Nix besonderes, höchstens mal ein Hefeweizen :)
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon Ford8210 » Mi Nov 17, 2010 12:17

Bevor dort Wasserbüffel angesiedelt werden, könnte man doch erst mal ausprobieren, ob die Pferdchen mit Schwimmärmeln und Flossen zurecht kommen.

Es ist nicht von Nachteil, wenn jemand Visionen hat. Denn ohne Visionäre gäbe es in der Entwicklung stillstand. Auch ich habe Visionen. Die Frage, die immer bleibt ist, ob eine Vision auch in die Realität umsetzbar ist. Um dies zu ergründen, kann ich meine Vision darstellen und mir verschiedene Meinungen einholen. Dann habe ich zwei Möglichkeiten: 1. Ich laß mich überzeugen, daß meine Vision nicht durchführbar (ich will nicht sagen "Scheiße") ist. 2. Ich erkenne, daß meine Vision -vielleicht mit kleinen Änderungen- doch durchgeführt werden kann. Komme ich zum ersten Entschluß, habe ich wieder zwei Möglichkeiten: 1. Ich stelle mich dumm und sage, daß es doch klappt und alle keine Ahnung haben (Aber dann bleibe ich auch bei meinen Vorstellungen und weiche nicht davon ab!) oder 2. Ich versuche jetzt mit kleinen, unmerklich (von wegen!) hinzugefügten Änderungen neue Argumente zu finden und den über meine Vision andersdenkenden Personenkreis der Diskussion (sind in diesem Fall immerhin 99,99 %) ihre Sichtweise der Dinge zu widerlegen (was in diesem Fall ja offensichtlich nicht funktioniert) und ignoriere hierbei ganz nebenbei die Kenntnisse von ausgebildeten Land-, Forst- und Viehwirten oder sonstiger mit Tieren und Tierhaltung jeglicher Art ausgebildeten Personen, bzw. stelle deren Wissen in Frage.

Im übrigen muß ich dir zu deinem Vorschlag zustimmen. Das Gebiet dort wird auf Antrag auf Kosten des Steuerzahlers vom Bund komplett eingezäunt. Auch hätte von den Verantwortlichen mit Sicherheit keienr was dagegen, wenn der Wald nach und nach immer lichter wird. Da kann man dann besser durchsehen. Und was passiert, wenn die Anwohner damit nun doch nicht so ganz mit einem solchen "Freigehege", "Reservat" oder wie man das sonst nennen will, einverstanden sind, dann würde ich empfehlen, sich vorher schlagschutzbietende Kleidung anzuziehen (Teeren und Federn ist ja, Gott sei Dank, verboten und auch mittlerweile unüblich).
Ich bin nur verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du denkst.
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Re: Nabu lässt Heckrinder verhungern....

Beitragvon SHierling » Mi Nov 17, 2010 12:54

Schwarzkittel hat geschrieben:Ich habmal ein paar Straßen (gelb), Fußwege am rand (schwarz getüpfelt) und Beobachtungstürme (grün) eingezeichnet um das ganze mal vorstellbar zu machen (jetzt wirds langsam wirklich freakig :D ) Könnte mir im Maximalfall 60 km Streckennetz vorstellen und würde das ganze Shierling-Reservat nennen.
Ich muss allerdings noch mal ganz deutlich betonen, dass das mit dem befahrbaren Park auch mir sehr unrealistisch erscheint. Machbar ist wohl am ehesten ein Gebiet, das man von außen umwandert und durch Beobachtungstürme einsieht.

Danke, aber danke nein. SHierling ist ein privater Nick, seit Jahren bekannt und bewährt, und ich bezweifele doch sehr stark, daß der für irgendeine Werbung in Sachen Bambi-Syndrom taugt :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: . Nenn das mal "pecudis-park" (= lat.:"für das Vieh"), dann hab ich wenigstens Reklame, darauf kann man sich einigen. Gegen Lizenz-Gebühr natürlich, aber ich machs nicht so teuer, ich bin nicht sehr anspruchsvoll was Geld angeht.
Und die Wege sind viel zu dicht, die sind ja teilweise nur 8oom voneinander entfernt, da hörst Du noch das Gesabbel der Leute gegenüber und kommst Dir vor wie auf einer Verkehrsinsel.

Das stimmt so nicht. Die Fluchtdistanz existiert weil Tiere bejagt werden. Im Schutzgebiet in Holland bin ich zu Fuß bis auf 20m an ein paar Hirschkühe gekommmen.

Das stimmt ganz genau so - ich garantiere Dir, das Mutterkühe in Deutschland nirgends bejagd werden, und trotzdem nach 2 Jahren nicht mehr zu behandeln oder anderweitig zu handeln (zB zu markieren!) sind.

Dieser Unterschied könnte es ermöglichen, dass man in dem Gebiet wandern könnte und vom Auto aus trotzdem sehr nahe an die Tiere heran käme. Daher ist wohl nicht ausgeschlossen, dass man das Gelände auf eigene Gefahr auch zu Fuss betreten dürfte.
Dann eben hättest Du ein Schaugehege. Ohne natürliches Verhalten, denn das natürliche Verhalten von WIld ist scheu, auch ohne "Bejagung", dafür sorgen dann auch schon Deine Beutegreifer. Und zB an WIldschweine oder Bullen möchtest Du auch nicht wirklich "nah dran" kommen, erstens tut das weh, und zweitens hast Du keine Bäume mehr, auf die Du klettern kannst. Drittens zahlt Dir das keine wie auch immer geartete Versicherung - abgesehen davon, daß ich DIr an den Hals springe, wenn da Heerscharen von idiotischen Ohwieniedlichs an meinen Schafen vorbeilaufen. Sowas nennt sich STRESS, und deswegen sind zB in Afrika auch immer nur Teile der Schutzgebiete zugänglich. Für solche Teile ist Dein Gebiet aber zu klein. (Wie gesagt, Du kannst es überblicken, ohne Probleme, ist platt wie ein Pfannkuchen), 5m Deichhöhe reichen aus, um von Lenzen nach Dömitz zu gucken.

Na ja, wenn das mal fertig ist, fahr ich mal mit dir hin und wir schauen vom Beobachtungsturm aus rein. Vielleicht ist das ja schon fast das, was mir vorschwebt.
Ich brauch da nicht hinzufahren, ich wohn da unverbaubar und naturgeschützt mittendrin. Mein Bestreben ist es, andere Leute hier ferne zu halten, damit das auch so bleibt - mir reichen die 70.000 Radfahrer jedes Jahr völlig.

Vermutlich könnte man die meisten Tiere bei diesen relativ kleinen Anfängen (50qkm) auch noch gut von Beobachtungstürmen und von Wegen am Rand aus sehen.
So ist es.

Trotzdem kann man das ganze mal durchspielen. Ein KFZ alle 200m klingt sehr viel. Ich denke aber ein Streckennetz von 40-60 km wäre vertretbar.
nope, veto, auf keinen Fall. Außerdem gibt es da schon Wege (einen, quer durch - und von dem aus kann man ALLES, wirklich jede Kuh und jedes Kalb, sehen.) Glaubs mir - ich hab da schon mal n Bus langfahren lassen mit Touris (Kraniche begucken), die haben sich nicht beschwert und alles gesehen..

Diese ganzen Berechnungen sind natürlich völlig hypotetisch und alles andere als seriös. Angefangen von den wirtschaftlichen Ausfällen und endend bei irgendwelchen "möglichen" Streckennetzen sowie den potentiellen Einnahmen. Das sind ja nur grobe Spinnereien, ob man sich wenigstens im Bereich von Zahlen bewegt die irgendwie irgendwann vielleicht machbar wären.

Tut man nicht. Auch nicht noch so sehr geträumt, dazu ist selbst diese Gegend - mit der geringsten Siedlungsdichte in ganz Deutschland!- zu bewohnt. Von irgendwas müssen die Leute auch weiterhin leben, und das sind (q.e.d.) nicht alles im tiefsten Herzen Dienstleister. (gar nicht. nie nicht. überhaupt nicht.)

Die ist durch menschliche Beweidung entstanden. Es gibt aber eine Hypothese, derzufolge auch Wildtiere, die nicht kurz gehalten werden Wälder auflichten können: http://de.wikipedia.org/wiki/Megaherbivorenhypothese

Das ist nur EINE SIchtweise des ganzen. Ökologisch betrachtet "lichten sich Wälder" genau dann, wenn ein Überbesatz an Tieren drinsteht.
. Das ist nachgewiesen. Die Tiere zerstören ihre Umwelt, in dem sie sie zerfressen und zertreten, und danach sterben sie aus. Hatten wir schon.

Nix besonderes, höchstens mal ein Hefeweizen :)

Ihgitt. Kein Wunder, daß ich auf solche Ideen nicht komme.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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