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Schwarzkittel hat geschrieben:Nachtrag: Ein Heckrind in einem großflächigen Beweidungsprojekt ist vermutlich mehr Wildtier als jeder Rothirsch in Deutschland, der Winterfütterung genießt und auch abgeschossen wird, wenn er das Rotwildrevier verlässt! Gruß
Schwarzkittel hat geschrieben:Ich wundere mich hier bisweilen über die Naivität die offenbar vorherrscht, was wildlebende Tiere betrifft. Heckrinder in Bedweidungsprojekten werden nicht gepflegt und gehegt, sondern leben wie Wildtiere. Und in der Natur sterben die schwächsten. Es ist nicht zu vermeiden, dass gelegentlich Tiere an Krankheiten, Unfällen, Hunger oder einfach an Altersschwäche sterben. Nur weil da ein Zaun drum rum ist, der verhindert, dass sie in Agrarflächen eindringen, bedeutet es nicht, dass es sich um Haustiere handelt. Dass Heckrinder nicht auf Plege des Menschen angwiesen sind, beweist eine freilebende, mehrere hundert Köpfe zählende Herde in den Niederlanden, die dort seit fast 30 Jahren gedeiht. Das einzige was diskutiert werden kann, sind Mindestflächen, Lebensraumtypen und Besatzdichten. Ich versteh nicht warum sich diese so "verantworungsvollen Tierschützer" nicht gegen Mastställe und Kastrationen an unbetäubten wenden. Ich wurde ein Steak von einem Heckrind aus Beweidungsprojekten mit 101% besserem Gewissen essen als das von irgendeinem x-beliebigen Maststallbullen. Grüße
meyenburg1975 hat geschrieben:Wenn man Haustierrassen kreuzt um äußerlich ein ausgestorbenes Wildtier wieder "auferstehen" zu lassen, hat man, surprise, eine gekreuzte Haustierrasse. Wenn sich ein solches Tier menschenscheu verhält, hat das nix mit Wildtiergenetik, sondern mit der fehlenden Nähe zum Menschen zu tun. Das kann man mit fast jeder anderen Rasse auch hinbekommen.
H.B. hat geschrieben:Im Gegenteil, ich glaub so schnell und überzüchtete Rassen wie das Heckrind sind wesentlich anspruchsvoller an die Haltung, als gewöhnliche weniger anspruchsvolle Haustierrassen
Allerdings können Haustiere wieder zu Wildtieren werden, was der Dingo und der Mustang eindrucksvoll bewiesen haben. Vom praktischen Aspekt her ist es ziemlich egal, ob die Tiere einige Gene des Auerochsen verloren haben. Hauptsache sie kommen ohne menschliche Hilfe zurecht.
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