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Nachfolge - wie kann's gehen ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon T5060 » Mo Jun 21, 2021 12:38

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben: Aus der Praxis heraus kann ich dir sagen, wo es dem Abgeber im Altenteil an Bescheidenheit fehlt, da war dem seine Wirtschaft als Betriebsleiter auch nicht besonders gut. Das war aber vor mehr als 100 Jahren auch schon so.


Das ist deine Stärke! Fragwürdig Erkenntnisse zu verallgemeinern und damit ältere Berufskollegen zu diskriminieren. Viele der heute ausscheidenden Berufskollegen sind in den frühen 70ern in die elterlichen Betriebe hineingewachsen, bevor sie sie übernehmen konnten. Die Ausbildung damals war schon extrem bescheiden. Viele haben lediglich die sogen. "Winterschule" absolviert, um eine Mindestinformation zu ihrem Beruf zu bekommen. Dass das oft nicht zur erfolgreichen Führung eines Betriebes gereicht hatte, dürfte klar sein. Die Alternativlosigkeit ließ sie dann weitermachen, wenn nicht irgendwann von außen der Hahn abgedreht wurde. Heute geben diese Betriebsleiter Restbetriebe an ihre Nachfolger weiter. Mit welchen Zukunftsaussichten? Der durchschnittliche deutsche Landwirtschaftsbetrieb hat eine Fläche von 56ha. Davon sind ca. 21ha Eigentum! In Bayern sind die Betriebsgrößen noch einmal geringer. Wie sollen von solchen Betrieben vorübergehend 2 Familien leben können? Den Alten zuzumuten, dass sie den Gürtel weiterhin eng schnallen müssen, weil sie ja nicht besonders "erfolgreich" gewesen waren, halte ich für eine Zumutung. In allen anderen Wirtschaftsbereichen freuen sich die Alten auf ihren wohlverdienten Ruhestand und in der Landwirtschaft soll geknausert werden? Schön blöd, wer sich das gefallen lässt! Nein, hier sollten Werte liquidiert werden, auch wenn das das Ende des Betriebes bedeutet. Spätestens bei der nächsten Übergabe ist ein solcher Schritt unvermeidbar. Wohl dem, der frei von Verpflichtungsgefühlen, seine Zukunft nach seinen Vorstellungen gestaltet!


Mit Verlaub, Herr Rittergutsbesitzer, die Ausbildung in der Winterschule der 60ziger und 70ziger war sehr gut. Wer sich dann im Berufsleben daran orientiert hat, hat eine geordnete Betriebsübergabe hingelegt. Ich bewundere diese Leute, die waren zur richtigen Zeit am richtigen Platz und wer redet denn ständig von Gürtel enger schnallen ? Die haben gediegen gelebt. Und was hat ein gediegenes Leben mit der Betriebsgröße zu tun. Die letzten 50 Jahre wurde das Geld im Stall verdient und nicht mit Hektaren, es sei denn die Hektars waren Ställe, Silos oder Unterglasflächen. Erfolgreiche Betriebe hat und zeichnet heute noch eins aus:
Sie betonieren gerne, gut und richtig !

Mein Vorbild ist eine GbR in Nordhessen, nicht weit von Göttingen, die machen mit rd. 70 ha so etwa 550.000 € / Gewinn vor Steuern. Der LT-User "Nordhesse" kennt den Hof ja auch.
Auf dem Hof fällt mir aber nicht auf, dass es dort Statussymbole o. ä. gibt. Mir fällt nur auf, das die was können und dann sind die noch fleißig. Und dann frage dich doch auch mal warum unsere Molkerei 7 Cent mehr auszahlt, wie die riesengroße DMK, wo mir auch noch die größte und modernste Käserei Europas haben. Das ist im normalen Familienbetrieb 50.000 € p.a. mehr. Im Gegensatz zu dir können die aber Autos und Schlepper mit modernen CO2-armen Motoren fahren.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon langholzbauer » Mo Jun 21, 2021 12:54

Ähm! :oops:
50 000€ aus 7 € CT macht fast 715 000 kg Milchanlieferung!
Da bist aber aber größenmäßig schon etwas weiter über dem Bundesdurchschnitt der Milcherzeuger :roll:
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon T5060 » Mo Jun 21, 2021 13:00

Denken wir bitte dadran das 1950 ALDIs ärmer waren, wie 70 % der deutschen Bauern, Müller-Milch war ne 4-Mann Dorfkäserei, TÖNNIES ein Metzgerladen, RETHMANN ein Pferdekutscher und Max Bögl oder Goldbeck gab es da noch nicht mal. Von Karstadt, Holzmann, Bilfinger, AEG und den Viehzentralen redet heute kein Mensch mehr.

Schiere Größe blockiert dich eher im Kopf, als das sie dir das Überleben sichert. Ohne Können ( ich meine nicht Bildung ! ) und Mut zum Risiko, bleibt man der ewige Looser !

@Langholzbauer: Ich meinte auch den knuffigen Vollerwerbsbetrieb mit 70 ha und 85 Milchkühen
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon langholzbauer » Mo Jun 21, 2021 13:06

Ähm! :oops:
50 000€ aus 7 € CT macht fast 715 000 kg Milchanlieferung!
Da bist aber aber größenmäßig schon etwas weiter über dem Bundesdurchschnitt der Milcherzeuger :roll:
Und nicht jeder gute Milchbetrieb hat auch Zugang zu einer langfristig gut auszahlenden Molkerei.
Ich hatte mir auch viele Jahre die Reden eines relativ guten Managers einer kleinen Molkerei gegen Unilever und Co. anhören können und müssen.
Als er dann in Rente ging wurden wir über Starmilch abgewertet und dann billig an Hochwald verschärbelt.
Der T.... weiß sicher, von welchem " Käsekompetzenzzentum " ich schreibe.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon T5060 » Mo Jun 21, 2021 13:44

langholzbauer hat geschrieben:Ich hatte mir auch viele Jahre die Reden eines relativ guten Managers einer kleinen Molkerei gegen Unilever und Co. anhören können und müssen.
Als er dann in Rente ging wurden wir über Starmilch abgewertet und dann billig an Hochwald verschärbelt.
Der T.... weiß sicher, von welchem " Käsekompetzenzzentum " ich schreibe.


Meinst du das wo die Kuhflecken waren oder heute bei der "Käsekompetenz" noch ne "Trockenmilchkompetenz" ist.

Die Camenbert- und Briekompetenz hat ja Starmilch an uns verschenkt.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon langholzbauer » Mo Jun 21, 2021 14:06

Ich meinte den osthessischen Laden, der mal mit Pasta filata und Blutterkäse recht erfolgreich gegen die Großen angestunken hatte.
Weil ich mich um meine paar Kröten Einlage kümmern wollte, war ich jährlich zu den Versammlungen , teilweise als Vertreter, anwesend und musste den erfolgreichen Niedergang einer kleinen Molkerei mit ansehen.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon T5060 » Mo Jun 21, 2021 14:23

langholzbauer hat geschrieben:Ich meinte den osthessischen Laden, der mal mit Pasta filata und Blutterkäse recht erfolgreich gegen die Großen angestunken hatte.
Weil ich mich um meine paar Kröten Einlage kümmern wollte, war ich jährlich zu den Versammlungen , teilweise als Vertreter, anwesend und musste den erfolgreichen Niedergang einer kleinen Molkerei mit ansehen.


Zu dem Sachverhalt habe ich mich an anderer Stelle in dem Forum bereits ausführlich ausgelassen.
Die damals von Hochwald getroffenen Maßnahmen entsprachen wohl dem was vorgefallen war und was aber offen nie jemand zugeben wollte.
Fakt ist, das es die gleiche Mafia war, die mir im Zusammenhang mit K+S die Gurgel zudrücken wollte.
Das hat vielen Höfen den Milchhahn zugedreht.

Die wo durchblickten wurden kaltgestellt,
die wo nickten wurden und werden heute noch hofiert.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon Grimli » Mo Jun 21, 2021 14:59

zum einen sind 20 ha nicht überall das gleiche !
Bei 6 Gras Schnitten in Top Lage könnt ihr die schon locker mit 40 ha in mäßiger Lage gleich setzen wo nur 3 mal geschnitten wird.
Auch die Inhaltsstoffe und Mineralstoffe die zur Tierversorgung und Tiergesundheit beitragen sind stark Bodenabhängig ! Und dieser Vorteil einer guten Lage kommt auch über Pachtflächen als bares Geld im Stall an das werdet ihr in den Kosten für Tierarzt und bei den Remontierungszahlen und Erlösen aus Viehverkauf feststellen !
In den Pachtzahlungen sind diese Vorteile regional nicht immer abgebildet da kann ein verpachteter 20 ha Betrieb sich durch Verpachtung in den Ruin wirtschaften wenn 2 Generationen davon leben müssen, eine aber nicht mehr Arbeitsfähig ist. Läuft der Betrieb durch eine solche Phase durch kann er aber genausogut wieder gut dastehen, aus oben genannten Gründen ! Also Ertrag pro Flächeneinheit und Tiergesundheit umgesetzt in Milchproduktion !
Es gibt wesentlichere Dinge zur Kontinuität einer Betriebsführung als die temporäre besser oder schlechter Bezahlung der Altenteiler. Das als alleiniges Kriterium gegen Familienbetriebe hin zu stellen n8 Genausowenig entscheidet die unzulängliche schulische Bildung, so etwas kann in Einzelfällen problematisch sein aber längst nicht in der Masse. Es gibt genug Spät Zünder oder solche die zunächst praktische Erfolge benötigen um sich dann auch mit schulischem lernen auseinander zu setzen. Wer kennt es nicht das 8 Klässler in der Pubertät schlechtere Noten bekommen und dann auch mal 5 -10 Jahre brauchen um sich wieder auf den Hosenboden zu setzen.
Umgekehrt sieht es doch auch nicht gut aus wenn die wenigen sehr schlauen eines Jahrgangs direkt mit 500 oder 1000 Kühen anfangen müssen aber keine Arbeitsqualifikation dafür erworben haben. Dann kommt direkt das erlernen der eigentlichen Tätigkeit mit der Führung von mehreren Mitarbeitern zusammen und dann knallt es doch auch regelmäßig sei es weil der Druck zu hoch ist oder weil die schlauen oder die bequemen einen einfacheren Weg ausserhalb der Landwirtschaft zum Geld verdienen finden.

Zur Stabilität eines Systems gehört auch das man sich mit den unwägbarkeiten des Lebens an sich auseinander setzt wie Unfall, Krankheit, Berufsunfähigkeit oder sonstiges Unvorhergesehenes da reicht dann auch der eine Herzinfarkt beim einzigen Großbetrieb das es nicht mehr weiter geht während von 10 kleinen immer noch 9 über sind und wahrscheinlich irgend jemand aus der Gesellschaft wieder einsteigen und weiter machen kann. Und da sieht es im Moment komfortabel aus auf jeden Bauern kommen zahlreiche Leute im Dorf oder in der nächsten Stadt, mehr als jemals zuvor in der Geschichte sogar.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon DWEWT » Mo Jun 21, 2021 20:31

Grimli hat geschrieben:

Zur Stabilität eines Systems gehört auch das man sich mit den unwägbarkeiten des Lebens an sich auseinander setzt wie Unfall, Krankheit, Berufsunfähigkeit oder sonstiges Unvorhergesehenes da reicht dann auch der eine Herzinfarkt beim einzigen Großbetrieb das es nicht mehr weiter geht während von 10 kleinen immer noch 9 über sind und wahrscheinlich irgend jemand aus der Gesellschaft wieder einsteigen und weiter machen kann.


Genau! Deshalb bin ich auch dafür, dass wir sofort VW, BMW, Mercedes, Bayer, Tönnies und all die anderen Großen zerschlagen. Mensch, wenn von deren Chefs plötzlich einer morgens nicht mehr aufwacht, steht der ganze Betrieb still! :lol:
Es ist köstlich, wenn hier einige ihre völlige Unkenntnis in Bezug auf große Strukturen offenbaren. :lol:
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon DWEWT » Mo Jun 21, 2021 20:39

T5060 hat geschrieben:
Mein Vorbild ist eine GbR in Nordhessen, nicht weit von Göttingen, die machen mit rd. 70 ha so etwa 550.000 € / Gewinn vor Steuern.


:lol: :lol: :lol: Der ist gut! Der ist echt gut! :lol: :lol: :lol: Gehört aber eigentlich in den thread "Witze".

Andererseits, wenn das gar kein Witz ist, warum fahren hier dann einige noch zu Demos? Warum bringt ihr diese Daten nicht zustande? Oder wollt ihr die Verbraucher/Steuerzahler auf den Arm nehmen? Also wenn die Daten vom grün Gekreuzigten stimmen, dann muss die ldw. Ausbildung und somit die Qualifikation der meisten Betriebsleiter, noch viel schlechter sein als ich das bisher angenommen hatte.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon T5060 » Mo Jun 21, 2021 20:49

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:
Mein Vorbild ist eine GbR in Nordhessen, nicht weit von Göttingen, die machen mit rd. 70 ha so etwa 550.000 € / Gewinn vor Steuern.


:lol: :lol: :lol: Der ist gut! Der ist echt gut! :lol: :lol: :lol: Gehört aber eigentlich in den thread "Witze".

Andererseits, wenn das gar kein Witz ist, warum fahren hier dann einige noch zu Demos? Warum bringt ihr diese Daten nicht zustande? Oder wollt ihr die Verbraucher/Steuerzahler auf den Arm nehmen? Also wenn die Daten vom grün Gekreuzigten stimmen, dann muss die ldw. Ausbildung und somit die Qualifikation der meisten Betriebsleiter, noch viel schlechter sein als ich das bisher angenommen hatte.


Wir haben 80 km westlich von dem nordhessischen Hof einen nicht industriellen Geflügelhalter, dessen Hühnerhaltungs-GmbH weist lt. Bundesanzeiger auch kontinuierlich einen Gewinn vor Steuern von mehr als einer Million € p.a. aus. Es gibt da schon ganz pfiffige Family´s, die verstehen ihr Geschäft. Gibt da schon ganz pfiffige Leute
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Jun 21, 2021 20:58

DWEWT hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:
Und leistungsfähig pro was? Fläche, Tiere, AK, eingesetztes Kapital, CO2? Da dürfte die persönliche Rationalität der subjektiven Wahrnehmung/Stärken unterlegen sein.


Wir werden zukünftig mit Dingen konfrontiert werden, die nur rational bewältigt werden können. Die CO²-Bepreisung ist z.B. so ein Fakt. Das Wegfallen der Dieselrückvergütung und das gleichzeitige Ansteigen des Dieselpreises (CO²Abgabe), werden so manchen Dieselluxuskonsum und damit so manche Maßnahme noch einmal überdenken lassen. Extensivstandorte werden aus der Bewirtschaftung fallen und, so will es ja auch die Politik, "verwildern". Und nein, das ist keine Enteignung! Man könnte ja dort weiter wirtschaften; es kostet dann einfach nur Geld.
Eingesetztes Kapital? Eine nicht wirklich ernst gemeinte Frage! Flächen mit Verkehrswerten von 200 Tsd.€/ha zu bewirtschaften, um Reinerlöse von 100-500 €/ha zu generieren? Absurd!
Leistungsfähigkeit kommt am besten zum Ausdruck, indem in- und output gegenübergestellt werden. Das setzt natürlich voraus, dass alle Produktionsfaktoren/ und -mittel akribsch ermittelt und bewertet werden. Dass da der immer wieder gerühmte "bäuerliche Familienbetrieb" Fehlstellen aufweist, ist keine neue Erkenntnis!

Meinst Du, mit 300ha ist man aus der Klasse schon rausgewachsen? :mrgreen: Auch das ist eine subjektive Einschätzung. Im übrigen lassen im Milchviehbereich gerade die ostdeutschen Kolchosen seit längerem
mächtig Federn.
Ich für meinen Teil bin über jeden froh, der seinen Betrieb erfolgreich führt und sehe keinen Anlass dafür einen 10Kuh Ferienhof mit Selbstvermarktung als geringer zu erachten.
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon DWEWT » Mo Jun 21, 2021 21:03

T5060 hat geschrieben:
Wir haben 80 km westlich von dem nordhessischen Hof einen nicht industriellen Geflügelhalter, dessen Hühnerhaltungs-GmbH weist lt. Bundesanzeiger auch kontinuierlich einen Gewinn vor Steuern von mehr als einer Million € p.a. aus. Es gibt da schon ganz pfiffige Family´s, die verstehen ihr Geschäft. Gibt da schon ganz pfiffige Leute


Eier? Mast? Größe?
Wenn 90% der Mastgeflügelhalter sagen, dass sie augenblicklich z.T. nur mit einer schwarzen Null aus einem Mastgang kommen, dann machen mich solche Mitteilungen immer sehr misstrauisch. Klar, geht das. Die Vergangenheit hat allerdings auch gezeigt, dass im Nachhinein oft irgendetwas nicht ganz korrekt gelaufen ist. Ich gönne jedem seinen Erfolg; weiß aber auch, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen. :wink:
Andererseits, packst du ja alles zusammen beim "Einkommen". Vielleicht sind da auch schon Veräußerungsgewinne mit eingerechnet. Oder eines der Kinder betreibt eine Arztpraxis oder eine Altenbetreuung oder, oder, oder. :lol:
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon DWEWT » Mo Jun 21, 2021 21:08

meyenburg1975 hat geschrieben:Ich für meinen Teil bin über jeden froh, der seinen Betrieb erfolgreich führt und sehe keinen Anlass dafür einen 10Kuh Ferienhof mit Selbstvermarktung als geringer zu erachten.


Genau da liegt wohl der Unterschied. Ich beurteile die Betriebe ausschließlich rational. Bei dir schwingen wahrscheinlich Solidarität, Mitgefühl, Verbundenheit und anderes mit. Ein jeder so, wie er es möchte!
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Re: Nachfolge - wie kann's gehen ?

Beitragvon T5060 » Mo Jun 21, 2021 21:21

DWEWT hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Ich für meinen Teil bin über jeden froh, der seinen Betrieb erfolgreich führt und sehe keinen Anlass dafür einen 10Kuh Ferienhof mit Selbstvermarktung als geringer zu erachten.


Genau da liegt wohl der Unterschied. Ich beurteile die Betriebe ausschließlich rational. Bei dir schwingen wahrscheinlich Solidarität, Mitgefühl, Verbundenheit und anderes mit. Ein jeder so, wie er es möchte!


Pass mal auf Freundchen ! Wir leben hier in der Bundesrepublik Deutschland, einem Land wo unternehmerische Freiheit und Schutz des Eigentums grundgesetzlich garantiert sind.
Jeder kann also im Rahmen der bestehenden Gesetze als Landwirt, Boutiquenbesitzer oder Künstler sich frei niederlassen und seiner Tätigkeit nachgehen.

Die Zwangskollektivierung oder Wegrationaliserung bestehender Familienbetriebe sind altkommunistische Umtriebe Göttinger Altmarxisten wie auch z.B. Trittin einer ist.
In wie weit du noch hinter dem Grundgesetz und unserer demokratischen Ordnung stehst, muss man sich ernsthaft fragen.
In Nordkorea würde man dich mit offenen Armen empfangen, in einem israelischen Kibbuz würde man sich sogar die Mühe machen, dich im Toten Meer zu versenken.
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